Eine Gabe für die Spender
Verfasst: Dienstag 29. Juli 2025, 15:58
In der Mittagsstunde kurz nach dem Sonnenhöchst, das Leben trunken vom Glanz des Sommermittags, kehrte der Schatten in die Ländereien Lichtentals zurück.
Nahe des Wachpostens am Hort des Wissens, war es stiller als gewöhnlich. Nur die Waldtiere beobachteten das, was kein Frommer je sehen sollte. Sie waren Zeugen eines Aktes, der keinem bloßen Mord glich, viel mehr einem Ritus.
Die Wache - ein Mann in den Farben des Adoraner Regiments, jung noch, mit mehr Eifer als Verstand - fiel ohne Schrei. Keiner weiß wer den ersten Schlag führte. Manche munkeln, die Luft selbst habe sich gesenkt, schwer wie Schuld. Als das Blut schließlich versickerte, wurde ihm das Haupt mit sicherer Hand genommen. Keine Hast - keine Unruhe - nur kalte Entschlossenheit.
Die Magistra - in den Länderen der Lichtentaler bekannt als dunkle Versuchung - führte das Werk der Enthauptung durch. Die Adepta wurde angewiesen, mit einem Kohlestift den Namen "Emilia" auf die Stirn des Toten zu schreiben. Der Name war kein Bekenntnis - er war eine Kriegserklärung.
Dann folgte das Groteske:
Ein Glimmstängel, leicht versengt, wurde in den geöffneten Mund geschoben. Ein bitteres Grinsen entstand - grotesk, beinahe verspottend. Das Werk wurde durch eine Rasharii vollbracht.
Noch ehe sich jemand rührte, lag der Kopf des Wächters in rauchender Stille, in einer eisenbeschlagenen Liefertruhe - direkt vor den Toren der Akademie zu Kompass und Schwert, jenem Ort, der mit seinen Goldkronen das Urteil über Emilia erkauft hatte.
Der Wächter erhielt keinen Namen in den Listen.
Doch sein Kopf sprach für viele.
Und das, was einst Gerechtigkeit genannt wurde, darf nun zittern.
Bemerkenswert ist, die Präsenz eines bis dahin unbekannten Begleiters. Ein Mann, angeworben auf die Schnelle, nicht aus Loyalität, nicht aus Bezahlung - sonderm aus einem unbekannten Trieb. Vielleicht war es Neugier? Vielleicht dunkle Berufung.
Er stellte keine Fragen, keine Forderungen. Er folgte einfach.
Er wurde weder vorgestellt, noch befragt und dennoch begleitete er den Trupp, stand seinen Teil, tat sein Werk und verschwand ebenso, wie er gekommen war.
Nahe des Wachpostens am Hort des Wissens, war es stiller als gewöhnlich. Nur die Waldtiere beobachteten das, was kein Frommer je sehen sollte. Sie waren Zeugen eines Aktes, der keinem bloßen Mord glich, viel mehr einem Ritus.
Die Wache - ein Mann in den Farben des Adoraner Regiments, jung noch, mit mehr Eifer als Verstand - fiel ohne Schrei. Keiner weiß wer den ersten Schlag führte. Manche munkeln, die Luft selbst habe sich gesenkt, schwer wie Schuld. Als das Blut schließlich versickerte, wurde ihm das Haupt mit sicherer Hand genommen. Keine Hast - keine Unruhe - nur kalte Entschlossenheit.
Die Magistra - in den Länderen der Lichtentaler bekannt als dunkle Versuchung - führte das Werk der Enthauptung durch. Die Adepta wurde angewiesen, mit einem Kohlestift den Namen "Emilia" auf die Stirn des Toten zu schreiben. Der Name war kein Bekenntnis - er war eine Kriegserklärung.
Dann folgte das Groteske:
Ein Glimmstängel, leicht versengt, wurde in den geöffneten Mund geschoben. Ein bitteres Grinsen entstand - grotesk, beinahe verspottend. Das Werk wurde durch eine Rasharii vollbracht.
Noch ehe sich jemand rührte, lag der Kopf des Wächters in rauchender Stille, in einer eisenbeschlagenen Liefertruhe - direkt vor den Toren der Akademie zu Kompass und Schwert, jenem Ort, der mit seinen Goldkronen das Urteil über Emilia erkauft hatte.
Der Wächter erhielt keinen Namen in den Listen.
Doch sein Kopf sprach für viele.
Und das, was einst Gerechtigkeit genannt wurde, darf nun zittern.
Bemerkenswert ist, die Präsenz eines bis dahin unbekannten Begleiters. Ein Mann, angeworben auf die Schnelle, nicht aus Loyalität, nicht aus Bezahlung - sonderm aus einem unbekannten Trieb. Vielleicht war es Neugier? Vielleicht dunkle Berufung.
Er stellte keine Fragen, keine Forderungen. Er folgte einfach.
Er wurde weder vorgestellt, noch befragt und dennoch begleitete er den Trupp, stand seinen Teil, tat sein Werk und verschwand ebenso, wie er gekommen war.