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Granns letzter Zapfenstreich

Verfasst: Sonntag 29. Juni 2025, 22:55
von Gustav Grann
Eine Geschichte vom Ende mit Haltung

Es war ein kühler Abend, wie geschaffen für ein Drama. Nicht das gewöhnliche, von Theaterbühnen heruntergeschleuderte - sondern das echte, mit eisenbeschlagenen Türen, stumpfen Wachen und dem leisen Schleifen von Stiefeln über Stein.

Die Tür zur Zelle von Gustav Grann öffnete sich mit dem Knarren eines müden Gewissens.

„Ihr dürft Euch ankleiden, Herr Grann.“

Gustav stand auf, so würdevoll, wie man es in einem Raum ohne Spiegel und mit nur einer Decke als Gesellschaft eben konnte.
Er wählte, was immer er wählte: den goldumfassten Rock, den mit Pfauenfedern bestickten Kragen, die Stiefel mit den silbernen Spitzen. Und den Umhang - bestickt mit dem Gefieder des Getares.

Man reichte ihm einen Becher Bier - überraschend heiss, überraschend ehrlich.
„Ein letzter Genuss vor dem großen Auftritt?“
Er trank. Nicht hastig. Nicht zögerlich. Wie ein Mann, der weiß, dass selbst das Schlucken Teil seiner Bühne ist.

Dann führte man ihn hinauf.
In den Saal des Gerichts.
Vor die hohen Mauern aus Marmor und Meinung.

Der Ankläger war kein Unbekannter. Arenvir von Tilianas, ein Mann mit einer Stimme wie eine Klinge in kaltem Wasser.
Er begann zu sprechen. Von Aufwiegelung. Von Anmaßung. Von Bündnissen mit Feinden, so düster, dass selbst der Kerker daneben wie ein Festsaal wirkte.

Gustav lächelte. Er ließ ihn gewähren.
Dann trat er vor - und hielt sie alle.
Mit Worten wie Samt. Mit Sätzen wie Messerkanten.
Er sprach von Boten und versunkenen Schiffen.
Von Briefen, die nur Theater waren.
Von Liebe zum Volk.
Von Teppichen und Diplomatie.

Man hörte ihm zu. Man schrieb mit. Man bewunderte - aber man glaubte nicht.

Und während er sprach, wurde ihm seltsam leicht im Kopf.
Die Farben flackerten. Die Stimmen verschwammen.
Als spräche er durch eine goldene Glocke, die langsam im Wasser versank.
Der Trunk. Das Bier.
Etwas darin war nicht zum Genuss gedacht.

Er merkte es - aber zu spät.

„Im Namen des Lichten Reiches“, sprachen die Richter schließlich, „wird Gustav Grann für schuldig befunden des Hochverrats, der Aufwiegelung, der Kollaboration und der schamlosen Selbsterhöhung.“

„Strafe: Tod durch die Axt.“

Gustav hörte die Worte.
Irgendwo tief in ihm formte sich ein Gedanke.
„Die Formulierung ist unsauber… hätte man eleganter schreiben können...“

Dann wurde er fortgeführt.
Der Weg war kurz. Sternlied führte ihn.
Die Bühne: ein Baumstumpf.
Der Vorhang: aus Nebel und Nacht.

Er kniete. Nicht im Dreck.. Auf einem bestickten Tuch.
Die Welt taumelte.
Die Geräusche waren fern, wie durch eine Tür zur Erinnerung.

Und dann - ein Schlag.
Ein Schnitt durch alles.

Der Kopf fiel. Rollte.

Und kam zur Ruhe.
Im Auffangkorb.
Die Augen noch offen.
Und der Mund…

…grinste.

So endete Gustav van Grann.
Barde. Advokat. Lebenskünstler.

Verfasst: Sonntag 29. Juni 2025, 23:01
von Gustav Grann
Ob noch am gleichen Abend - oder Tage spaeter, mag man in der leeren Zelle Granns einen dicken Stapel Briefbögen finden. So diese nicht gleich den Weg ins Feuer finden, mag man folgendes Lesen:

Granns letzter Zapfenstreich
Niedergeschrieben auf fahlem Pergament, auf einem Holzbrett auf meinem Schosse einer kalten Zelle zu Adoran, im Jahre 268.

Es heißt, ein Mann erkenne den wahren Wert seines Lebens erst, wenn er auf das Ende blickt. Ich jedoch - Gustav van Grann - erkannte diesen Wert stets schon im Moment. Ich nahm ihn mir. Ich schnitzte ihn zurecht. Ich bemalte ihn mit Gold, selbst wenn es nur Blättchen waren. Und nun, da der Wind durch die Gitter meiner Zelle heult und der Kerkermeister mich nur noch mit dem Nachnamen ruft, ist es an mir, niederzuschreiben, was niemand je vergessen soll.
Ein Briefbogen ward mir gereicht - angeblich, um Zeugen meiner Tugend zu benennen. Welch tragischer Witz. Der Einzige, der zu mir spräche, wäre wohl ich selbst - und der schweigt gerade aus Protest. Also schreibe ich. Nicht an ein Gericht, nicht an die Ahads, nicht an die Gaukler des Tribunals. Sondern an die Ewigkeit.

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Ich kam nicht mit einem Stammbaum zur Welt, sondern mit einem Seil in der Hand. Im fahrenden Zirkus Petrov geboren, war meine Wiege ein Strohsack unter einer flatternden Plane. Der Duft von nassem Stroh, Elefantendung und Zuckerwatte - das war mein erstes Zuhause. Mein Vater, ein Bändiger von Flöhen (wenngleich ich nie welche sah), meine Mutter eine Schönheit auf dem Hochseil, deren Augen zugleich die Zügel meines Herzens waren.
Schon mit fünf balancierte ich über gespannte Seile, mit sieben konnte ich dem gutgelaunten Publikum die Börse aus dem Wams ziehen, ohne dass es aufhörte zu klatschen. Ich war Narr, Taschendieb, Jongleur, Geschichtenerzähler. Und ein Kind. Eines, das früh begriff: Ehrlichkeit bringt Applaus, aber kein Brot.

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Velmara. Die Perle am Meer. Das Biest im Samtpelz. In ihren Gassen begann mein zweiter Akt. Ich wurde Minnesänger, Nachtpoet, ein Charmeur mit schiefem Lächeln und gezupfter Laute. Ich sang von Liebe, Wein und verlorenen Träumen - und fand all das wieder in den Kammern reicher Frauen. Einige davon mit Gatten, deren Temperament brisanter war als ihr Pfeifentabak.
Eine Woche lebte ich vom Gold einer Aristokratin, die glaubte, ich sei ein entlaufener Herzog. Eine andere von der Liebe einer Händlerin, der ich versprach, sie zur Baronin von Irgendwo zu machen. Ich ließ mich treiben, verführte, sang, log - und war frei.
Bis eines Nachts ein gewisser Sir Ranthos, dessen Gattin meine Ode „An den Morgen, der in deinem Haar erwacht“ allzu wörtlich nahm, mit sechs Männern und sieben Messern mein letztes Lied einforderte. Ich floh, in einem Sack mit Schafwolle mit Motten, der auf einem Schiff Richtung Gerimor schipperte.

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Und so kam ich nach Adoran, im Jahre 260. Das Juwel des Reiches. Oder zumindest eine hübsche Leber. Ich hatte nichts - außer meinem Charisma, einem morschen Notenbuch und zwei linken Stiefeln. Ich begann, wie jeder anständige Künstler: von Schänke zu Schänke, von Taverne zu Tränke. Bald kannte man meinen Namen. In Bajard, in den Docks, bei den Tandlern und dem Volk.
Nicht alle Lieder gefielen jedem. Eines, eine augenzwinkernde Hommage an Temora, brachte mich in Konflikt mit der Kirche. Ich hatte nicht geahnt, dass der Inquisitor so wenig Humor besaß. Einige Nächt im Kerker, ein blaues Auge, sowie einige Hiebe mit dem Stock, und ein bleibender Groll waren das Resultat.
Dann war da der Metzger von Bajard - ein Unhold mit Wurstfingern und einem Hirn wie gepökelter Schinken. Er und sein Freund, ein grobschlächtiger Bierträger, attackierten mich hinterrücks, weil ich angeblich die Damen in deren Schänke mit einem Liebeslied verführen wollte. Zwar haftet auch mir ein Hauch der Schuld - doch ward der Lockruf von ihnen zuerst erhoben.

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Meine Lieder allein ernährten mich bald nicht mehr, also stieg ich ins Fischgeschäft ein. „Täglich frisch, der feinste Fisch! Granns Lachs - Von bestem Geschmacks!“ - nicht mein bester Reim, doch er tat. Der Lachs stank oft nach Vortag, doch mit genügend Charme und kostenlosem Gedicht verkaufte ich ihn wie frisch aus dem Strom gezogen. Das reichte nicht lange.
Dann, mein Wundertrunk: Granns Sagenumwobenes Linimentum. Eine Tinktur, die ich aus Menthol, Weingeist, Rosenöl und zwei geheimen Zutaten zusammenrührte - eine davon war Überzeugung. Sie heilte alles: Rückenschmerzen, Herzweh, mangelnde Libido, politische Überzeugungen. Männer rieben sich damit ein, Frauen gaben es ihren Müttern, selbst ein Mönch aus dem Kloster sagte, es habe seine Knie wieder zum Beten gebracht. Ich wurde reich - oder zumindest roch so.

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Die Malerei - Ein Akt göttlicher Selbstbetrachtung. Für eine kurze, aber glanzvolle Phase meines Lebens war ich auch Maler - nicht irgendeiner, nein, ein Visionär des Selbstbildes. Ich malte ausschließlich mich, in heroischen Posen, stets das Zentrum jeder Komposition.
Mal stehe ich im goldenen Licht vor Adoran. Mal verlese ich ein Edikt, während im Hintergrund ein Büttel bereits meine Verhaftung vorbereitet. Symbolik, versteht sich.
Ein Kritiker nannte es „narzisstisch“ - ich nannte es „ehrlich“. Die Bilder verkaufte ich nie. Nicht aus Mangel an Nachfrage, sondern aus Rücksicht auf kommende Generationen von Kunstliebhabern. Jetzt sollen einige jener Werke bei der Vogtin hängen. Oh die Vogtin.. Zu gerne hätte ich jene einst im Akt gemalt.

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Und dann kam mein größter Coup: Die Advokatur.
Ich, Gustav Grann - ohne Schulung, ohne Siegel, aber mit einem selbstgestickten Wappen und dem Talent eines Rattenfängers - erklärte mich zum Rechtsbeistand. Ich löste Ehekonflikte („Schlag sie nicht - verklag sie!“), entwarf Testamente, schrieb Verträge, die so geschwollen waren, dass selbst Richter sie ehrfürchtig dreimal lasen.
Ich wurde „Advocatus Grann“, trug eine Robe aus Samtimitat, sprach in Wendungen wie „Hiermit erhebe ich Einrede im Namen der Vernunft und wider den Unfug!“ - und das Volk liebte mich. Selbst der Adel duldete mich, so lange ich nicht zu erfolgreich war.
Doch hinter jedem großen Mann steht ein größerer Schatten. Finn war sein Name - mein Diener, mein Bote, mein treuer Erlediger. Ein Mann von schweigsamer Natur, mit wettergegerbtem Gesicht und schwer zu deutendem Blick. Fürstlich bezahlt ward er, und stellte nie Fragen - gerade deshalb war er mir so wertvoll. Ob es galt, fragwürdige Dokumente zuzustellen, missliebige Briefe verschwinden zu lassen oder ein kleines „Gespräch“ mit einem widerspenstigen Zeugen zu führen - Finn erledigte es. Schnell. Unauffällig. Gründlich.
Wohin er verschwunden ist? Niemand weiß es. Nur Getares mag es wissen, und der schweigt. Doch seine Spuren finden sich in meiner Geschichte, wie Tinte am Rand eines Urteils.

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Die Macht teilen - ein gefährlicher Gedanke
In einem Anflug geistiger Klarheit – vielleicht genährt durch gewürzten Apfelwein und ein Gespräch mit einem klugen Kalurenjuristen – kam ich zu einer Erkenntnis, die mir fast das Leben kostete:
„Macht gehört geteilt - nicht gehortet.“
Also hielt ich, Gustav Grann, bei einem Bürgertreffen eine flammende Rede. Ich entrollte ein bunt bemaltes Pergament, sprach von der Trennung von Exekutive und Legislative, malte eine neue Ordnung: Gesetze vom Volk, Gericht ohne Adel, Gerechtigkeit statt Herkunft.
Ich hatte sogar ein Holzmodell des „Dreifachen Hauses der Ordnung“ vorbereitet und Handpuppen gebastelt - doch der Adel unterbrach mich, bevor ich dazu kam.
Der Applaus blieb aus. Die Wache nicht.
Was folgte, war eine Woche Kerker, ein paar Hiebe und ein Verhör, das weniger Fragen stellte als Drohungen flüsterte. Ich kam frei - wie so oft - doch der Makel blieb.
Denn nicht alle Narren sind harmlos. Und ein Narr mit Ideen?
Der ist gefährlicher als ein Schwert.
War es falsch, das zu fordern?
Vielleicht.
Aber hätte ich es nicht versucht - ich wäre nur ein weiterer Gustav gewesen. Und das konnte ich nie sein.

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Doch auch die Advokatur genügte mir nicht. Mein Lebensstil forderte Tribut, und meine Taschen litten lauter als mein Gewissen. Also gründete ich den Ordo Anseris Aureae - eine spirituelle Bewegung, geboren aus einer Mischung von Wein, Not und göttlicher Eingebung (letztere in Gestalt einer spontanen Idee während eines Katers).
Ich ließ einfache Holzeier mit Blattgold überziehen, taufte sie feierlich zu „Symbolen der göttlichen Fruchtbarkeit und Erneuerung“, segnete sie mit Weihrauch - wobei ich ehrlich sagen muss, es war Zimt vom Markt - und legte sie vor Haustüren, begleitet von einem salbungsvollen Spruch und einer feierlichen Pose.
Der Orden, so verkündete ich, stünde allen offen, die bereit waren, ein Opfer darzubringen - meist in Form von neun Kronen. Drei für den Werber, drei für den geistigen Vater, und drei - welch Zufall - für den Ordensgründer selbst. Die Strukturen waren klar, wenn auch etwas… pyramidenförmig.
Mitglieder fand ich kaum. Die Menschen beteten lieber zu Göttern, die keine Quittung verlangten. Doch mein Ruf als Exzentriker, Prophet und vermutlich heiliger Mann, der blühte wie ein vergoldetes Ei im Frühling. Und war das nicht ohnehin der wahre Zweck der Übung?

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Argantfels. Der Traum, der mich stürzen sollte.
Ich hatte vieles sein wollen: Sänger, Advokat, Prophet, Wohltäter. Aber nichts davon genügte dem, was ich wirklich verdiente - ein Lehen, ein Stück Erde, das meinem Namen Ehre macht. Und so schuf ich es mir selbst: Argantfels.
Ich entwarf Wappen und Siegel: ein schimmernder Pfau auf goldenem Grund - stolz, edel, auffällig. Ich zeichnete Karten mit Dörfern, die es noch nicht gab, beschrieb Weinberge, die nie bepflanzt wurden, und ließ Urkunden ausstellen, die mehr Fantasie enthielten als ein Jahrmarktspoem. Ich erklärte mich zum „Rechtmäßigen Lehnsherren von Argantfels“, gründete einen eigenen Rat - zwölf Sitze, elf davon besetzt von mir selbst in verschiedenen Gewändern - und ließ mir einen Ring gravieren mit den Worten: „Versatus et Astutus“ - Gewandt und Gerissen.
Ich reiste. Ich sprach bei Höfen, bei Gilden, bei Ratsherren und Kirchenmännern. Ich schrieb an Adelige und Ahads, an Gelehrte und Vogte, an Männer mit Einfluss und Frauen mit Geschmack. Ich schwor Ordnung, versprach Disziplin, bot mich als Bollwerk gegen das Chaos an. Ich glaubte daran. Vielleicht mehr als alle anderen. Vielleicht zu sehr.
Und ich suchte Verbündete. Die Thyren, denen ich in Versen das Lob ihres alten Wissens sang - sie antworteten mit Wut. Die Kaluren, denen ich goldene Beziehungen zum Lehen anbot - sie lächelten höflich und versteckten sich hinter Forderungen von Vorausbezahlung. Selbst die Menekaner, denen ich freien Handel und Ehrenplätze in meinem Palast versprach - sie ließen mich hängen, wie eine schlecht geknüpfte Schlinge im Wind.
Wo einst Applaus war, kam nun Misstrauen. Wo ich Anerkennung suchte, regte sich der Verdacht. Und als die ersten Briefe von Boten geöffnet wurden, die nie angekommen waren, als Verhöre geführt wurden mit Menschen, die mich nie gesehen haben wollten - da ahnte ich, dass mein Traum zu groß gewesen war für eine Welt, die sich lieber in kleinen Gedanken suhlt.
Und so flatterte kein Banner. Kein Vasall erschien. Stattdessen flatterten nur Spione, Briefe, Vorladungen. Und eines Morgens flatterte die Tür der Spelunke auf, in der ich mein Mittagbrot zu mir nahm. Nicht vom Wind, sondern vom Stiefel des Wächters.
Ich hob den Blick. Ich trug den Ring. Ich trug den Mantel.
Doch ich wusste: Argantfels war gefallen - bevor es je erbaut wurde.

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Und nun?
Ich sitze hier. In einer Zelle, die feucht ist wie der Rücken einer feigen Ente. Kein Besucher kam. Kein Zeuge meldet sich. Der Bote mit meinen Dokumenten? Vielleicht ist sein Schiff gesunken. Oder er hat sich mit dem Linimentum selbstständig gemacht.
Was bleibt, ist dies:
Ich war Gustav van Grann. Sänger, Advokat, Prophet, Hochstapler, Lehensherr - zumindest in meinem Herzen.
Und ich frage Euch - wenn ich Euch jemals zum Lächeln brachte, zum Schunkeln, zum Staunen oder zum Staunen über meine Dreistigkeit - war ich dann ein Verbrecher? Oder einfach nur: ein Künstler?
Wenn sie mich holen - ich gehe mit erhobenem Haupt.
Und vielleicht, ganz vielleicht, findet sich eines Tages jemand, der flüstert:
„Er war ein Narr. Aber unser Narr.“