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[MMT] Salz für Zwei

Verfasst: Donnerstag 26. Juni 2025, 22:46
von Tarin Voss
Die Sonne stand hoch, brannte wie Feuer auf Tarins Schultern. Die Wüste flimmerte, doch er lächelte. Harpyien wollte er - fette, große Biester mit goldgelben Krallen. Und er hatte sie bekommen. Drei Stück. Das Fleisch gab gutes Geld, die Krallen noch mehr. Der Rückweg sollte nur ein formaler Abschluss werden.

Dann kamen sie.

Zwei Menekaner Mädels. Schlanke Schatten in wallenden Tüchern, mit ernsten Blicken und noch ernsteren Worten. Von Lizenzen sprachen sie. Von Gesetzen in der Wüste. Und von Peitschen - wie bei einem gewissen Ron, der zu viel gewagt hatte.

Tarin schnaubte. Ron war ein Narr. Aber er?

Er war kein Narr. Er war ein Händler.

Wenn die Sandleute das Salz für sich behielten, wenn sie das Reich zappeln ließen, dann musste eben jemand das Gleichgewicht neu justieren.

Er beobachtete die beiden. Die eine war scharfzüngig wie ein Dornbusch, die andere schwieg wie ein Stein. Sie wehrten sich - natürlich. Doch am Ende lagen sie gefesselt in Säcken, links und rechts auf den Rücken seines Pferdes geschnallt. Dorn schnaubte unruhig unter der Last, aber er trug sie - treu wie immer.

Der Rückweg war glühend. Der Sand biss. Die Hitze flimmerte wie Spuk. Ein falscher Schritt hätte ihn verraten können. Aber Tarin war kein einfacher Jäger. Er wusste, wann man sich duckte. Wann man zuschlug.

Sein Unterschlupf lag verborgen zwischen zerklüfteten Steinen. Kaum ein Mensch wusste davon. Dort band er sie los. Reichte Wasser. Nicht aus Güte - aus Kalkül. Zerbrochene Ware brachte keinen Preis.

Dann verließ er sie. Ließ sie schmoren. Wie das Salz, das sie ihm vorenthielten.

Jetzt saß er im Schatten eines verdorrten Baums, einen alten Krug an den Lippen, die Augen gen Süden gerichtet.

Die Sandleute würden ihn suchen. Würden sich fragen, wo ihre Töchter blieben. Und wenn sie verzweifelt genug wären...

Dann würde er dort stehen. In der Morgensonne. Mit einer Wagenladung Säcken Salz an seiner Seite und dem Titel, den er sich schon jetzt leise vorsprach:

Tarin Voss. Der, der das Salz brachte.

Verfasst: Freitag 27. Juni 2025, 21:17
von Nepha Liura Ifrey
Mit einem riesigen Brummschädel wachte sie irgendwann mal auf.
Hadija lag neben ihr und stöhnte leicht vor sich hin, dann fiel ihr wieder alles ein.

Irgendein dreister Grünländer hatte sie vom Strand weg entführt. Er hat sie schliesslich in irgendeine
Höhle verschleppt und war seitdem erstmal weg.
Wenn die anderen den erwischen ist der sowas von am Ende, dachte sie sich.

Sie fing dann an sich umzusehen und erkannte nun auch den Raum wieder. Sie hatten sich gestern schon eingehend umgeschaut,
bevor sie sich dem vorhandenen Essen zugewandt hatten.
Da war ein kleiner Wasserfall, den sie noch genauer untersuchen müssen. Vielleicht führt der ja nach draussen.
Die Wände haben sie mehrfach abgetastet, aber bisher noch keinen Spalt entdeckt.

Hadija erwartet jeder Zeit Farid, der sich durch ein Loch in der Luft herzaubert und sie abholt. Er scheint aber noch zu suchen wo sie sind.

Irgendwann hatten sie halt Hunger und Durst. Da kein Erwachsener da war, der schimpfen konnte probierten sie mal das Bier.
Es schmeckte bitter und irgendwie garnicht. Allerdings wurde das mit der Zeit immer weniger schlimm. Irgendwann übermannte sie die Müdigkeit
und sie schliefen aneinander gekuschelt ein. Irgendwie kam noch eine Decke über ihre schlafenden Körper aber das bekamen sie wohl nicht mit.

Der Brummschädel schliesslich war wohl das Resultat des Biergenusses vom Vorabend. Jedenfalls hatten sie gerade im Moment keine weitere Lust
auf Bier und beschlossen sich weiter umzusehen und einen totsicheren Fluchtplan zu entwickeln.
Die Kopfschmerzen liessen sie den Tag dann aber erstmal ruhiger anfangen.

Verfasst: Samstag 28. Juni 2025, 22:18
von Tarin Voss
Ein schmutziges, halb zerfetztes Stück Pergament taucht in Menekur auf - mit einem Dolch an eine Tür am Hafen geheftet. Erde, Fett und ... Blut zeichnen dunkle Spuren darauf. In krakeliger Handschrift steht geschrieben:

An die Tücherträger. Sandratten.

Ich hab zwei von euren Mädels.
Die mit den Zöpfen und den frechen Blicken.
Noch leben sie. Trinken auch noch.
Kommt drauf an, wie lang das so bleibt.

Ich will was dafür. Und zwar ordentlich.

Ein kräftiges Packpferd, voll mit Salz.
Und noch eins - voll mit Kokosnüssen und Kaffee.
Guter Kaffee, kein Dreck aus’m Sand.

Die Tiere bindet ihr an der Grenze bei Grenzwarth an.
Kein Mensch. Kein Späher. Keine Spielchen.

Ich hol mir das. Und dann lass ich die zwei laufen.

Wenn ihr’s versaut -
schick ich euch zurück, was von ihnen übrig bleibt.

Stückchenweise.
Also macht keinen Mist.

Verfasst: Sonntag 29. Juni 2025, 08:18
von Ashanti Bashir
Gerade als sie wie jeden Tag vor Sonnenaufgang los ziehen wollte um am Strand zu trainieren kam auch schon der erste Akemie auf sie zu.
In der Hand haltend den Dolch mit samt schmuddeligem Pergament.
Leise seufzend nahm sie beides an sich und überflog die Zeilen kurz.

Bei der Mara, wir haben etwa 400000 Seelen in der Stadt und der fängt sich zwei mit Zöpfen und frechem Blick.
Dann drückt sie dem Akemie beides wieder in die Hand und schickt ihn zur Kaserne damit.
Ich will zehn Gruppen mit je 2 Akemies die die Stadt durchkämmen.
Fragt in jedem Haushalt nach ob Natifahs vermisst werden.

Als der Akemie dann im Laufschritt ab zieht begibt sich die Sekban in die Kaserne und fertigt Schreiben an welche sie an die Amtsstube der Wesire, den Palast und im Büro der Offiziere in der Kaserne hinterlegt, so das alle wichtigen Institutionen informiert werden.

Verfasst: Sonntag 29. Juni 2025, 08:32
von Cebrail Deen Yazir
Die ersten Tage nach Hadijas Verschwinden hatte er sich noch wenig dabei gedacht, war doch bisher keine Information seiner Cousins oder Cousinen darüber, dass etwas vorgefallen sei, bis zu ihm durchgedrungen. So war es bisher für Cebrail kein Grund zur Besorgnis gewesen, dass er seine jüngste Cousine ein paar Tage lang nicht gesehen hat. Das geschah immer wieder mal, waren sie beide doch viel unterwegs. Doch als sich unter den Janitscharen herumsprach, dass Natifas vermisst werden, würde der Prehaatim stutzig. War die Tage nicht auch ein Alarm in der goldenen Stadt gewesen? Im Zuge seiner intensiven Erholungsmeditation nach dem entbehrlichen Frühjahr hatte er das nur am Rande mitbekommen. Jetzt stand jedoch fest: Er musste in Erfahrung bringen, was hier vor sich ging.
Auf Nachfrage innerhalb der Yazir-Familie wird er sicherlich erfahren, dass Hadija seit Tagen nicht mehr im Familienhaus war. Vielleicht weiß sogar jemand was Genaueres. So oder so, die Info und etwaige Namen von Personen, die mehr wissen, werden der Sekban gemeldet. Unaufgeregt, aber angespannt. Zu viele Herausforderungen hatte Cebrail inzwischen überwunden, um in Panik zu verfallen. Er wusste, dass Hadija das nicht helfen würde. Dennoch ... Sie war Familie. Also musste und würde er helfen, sie zu finden.

Verfasst: Sonntag 29. Juni 2025, 14:39
von Farid Ibrahim Yazir
*Die letzten zwei Tage, hat man Farid überraschender weise immer in seiner Uniform gesehen wie er in die Wüste hinaus Reitet. Wenn man ihn genauer betrachtet sieht man das sein Gesicht eine Mischung aus Müdigkeit und Wut ist. Die meisten Janitschare gehen ihm aus dem Weg. Wenn man die Janitschare nach Farid fragt werden sie Sagen, das der Jijkban seit 2 Tagen un unterbrochen in der Wüste unterwegs ist.*

Verfasst: Montag 30. Juni 2025, 20:45
von Sahid Ibrahim Yazir
*Statt Packpferden, voll mit Salz, Kaffee und Kokosnüssen, wird der unbekannte Entführer wenige Tage später eine fette tote Ratte finden, die um einen der Grenzsteine bei Grenzwarth gebunden wurde. In ihrem Bauch steckt ein menekanischer Dolch, zusammen mit einem versiegelten Pergament.*

Salam Aleikum feige Grünlandratte,
Schande deines Namens und deiner ganzen Sippe,
tausendfach verfluchte Missgeburt,
möge Eluive dich mit Unfruchtbarkeit strafen,
damit sich niemals deine Abkömmlinge für dich schämen müssen,


ich entbiete dir meinen Gruß und folgende Antwort auf dein Schreiben:

Die Familie Yazir und die Familie Ifrey, deren Kinder du raubtest, müssen dein Angebot in der bisherigen Form entschieden ablehnen.

Soweit wir wissen, könnten die Kinder längst tot sein.
Weder haben wir eine Garantie, dass sie noch leben, noch wissen wir, ob sie sich überhaupt in deiner Gewalt befinden.

Wir bieten dir stattdessen eine persönliche Übergabe auf neutralem Grund an, was den Austausch von Kindern und Lösegeld betrifft.
Als Ort schlagen wir Kawi vor, die Inselbewohner werden für deine Sicherheit garantieren.
Mein Cousin Farid wird diesbezüglich alles in die Wege leiten.

Deine Forderungen sind natürlich absurd, du Kind einer hundertfach verschmähten Dirne.
Da du es wegen deiner Feigheit lediglich geschafft hast, zwei unschuldige kleine Kinder zu entführen, soll dein dreckiger Lohn entsprechend sein.

Zuerst lass dir gesagt sein, oh Unwissender, unser Volk verwendet Lamas und nur sehr selten Pferde, du Nachgeburt einer Bettwanze!
Diese Tiere sind viel kleiner als Pferde, entsprechend weniger Tragkraft haben sie, um in der heißen Durrah überleben zu können, geschweige denn deine Beute zu schleppen.

Unser großzügiges Gegenangebot, dass wir trotz deiner Unwürdigkeit zu unterbreiten bereit sind, lautet also wie folgt:

Wir werden ein Lama beladen, mit 50 Säcken Salz, ebenso 200 Kokosnüssen und 200 ungemahlenen Moccabohnen - je Kind.

Du seist auf Generationen verflucht, dies geben wir dir als Beigabe noch hinzu.

Nenne die Zeit deiner Wahl zur Übergabe der Kinder.

Wir gewähren dir die Gnade, dass du verhüllt erscheinen darfst. Eine Maske oder eine Verkleidung sei dir gestattet, wenn du uns Angesicht zu Angesicht gegenüberstehst.

Mögest du nie Wasser und Schatten finden, wohin du auch gehst und möge Eluive allein dich erretten von all deinen Sünden.

*Schwungvoll gezeichnet*

Sahid Ibrahim Yahir

Bild

Unterhändler der Familien Yazir und Ifrey
Oberhaupt der Familie Yazir
Heerführer der Armee des Reichs der Sonne

PS: Das Lama dient nur zum Transport und ist neda Gegenstand des Lösegelds.

Verfasst: Mittwoch 2. Juli 2025, 14:28
von Tarin Voss
Einige Tage nach seiner letzten Forderung kehrte er zurück an den vereinbarten Ort - die Grenzsteine bei Grenzwarth. Kein Salz. Kein Kaffee. Keine Kokosnüsse. Stattdessen:
Eine fette, tote Ratte, grob an einen der Steine gebunden, halb aufgebläht von der Sonne.
In ihrem Bauch steckte ein menekanischer Dolch, fein gearbeitet, voller Sand und eingetrocknetem Blut.
Dazu ein zusammengerolltes, versiegeltes Pergament.

Tarin hockte sich wortlos neben das Tier.
Er schnitt es auf, zog die Haut ab wie ein altes Tuch, zerteilte das Fleisch in grobe Stücke.
Auf einem Stock über der Glut gebraten, zischte es fettig und roch besser, als er zugeben wollte.
Später legte er die gebratenen Stücke in die Versorgungskiste der Mädchen - stumm, fast beiläufig.
Fleisch ist Fleisch.

Den Dolch wischte er am Umhang der Ratte ab und steckte ihn ein. Schön gearbeitet.
Vielleicht ließ sich damit noch etwas anfangen.
Vielleicht auch jemand.

Dann, erst dann, brach er das Siegel.
Und las... Er warf den Brief ins Feuer, und machte sich an eine Antwort, die er dieses mal per Botenjungen nach Menekur schickte.

An Sahid-Irgendwas-Yahir,
Sandlaberer vom Dienst, Sohn dreier Schatten und null Verstand.


Na sieh mal einer an.
Du willst verhandln - über Menschnleben.
Hätt' ich euch Sandratten gar nich zugetraut.
Sonst tut ihr immer redn von Ehre, Reinheit und alten Gesetzen.

Ich hab’s gelesen, das Gequake.
Feigling hier, Unrat da.
Du klingst wie einer, der Angst hat, dass ich wirklich komm.

K'awi?
Dummer Vorschlag.
Aber ich hab da… sagn wir… keine gutn Erinnerungen.
Glaub mir, ich wär lieber nackt im Sand als nochmal da.
Wird also nix mit „Übergabe aufm neutraln Bodn“.
Müsst euch schon was andres überlegn.

Und was das Angebot angeht -
lächerlich.

Ich kann sie euch auch stückchenweise schicken, wenn ihr sparen wollt.
Ein Ohr für zehn Kokosnüsse.
Ein Finger für 'n Beutel Mokka.
Die Zunge gibt’s nur gegen was richtig Wertvolles.
Sagt Bescheid, was euch lieber ist.

Damit ihr wisst, dass sie noch lebn,
hab ich einen Schal beigelegt.
War an dem Arm der Kleinen.
Noch warm, als ich ihn abgezogen hab.

Ach ja - noch was:
Wer mir Lamas schickt, kriegt Lama zurück. In Teilen.
Ich hab keine Lust, meine Zeit mit Magergetier zu verschwenden.

Also - schickt was Gescheites. Oder lasst es.

Ich warte nicht ewig.
Die Mädchen übrigens auch nicht.

Verfasst: Mittwoch 2. Juli 2025, 18:56
von Hadija Yazir
Es wurde nun wirklich langweilig in der Höhle. Sie schwankte zwischen Angst , Entrüstung und Wut und bewunderte Nepha, die so sorgsam jeden Fleck überprüfte, ob er sich zur Flucht eignete. Essen hatten sie dank dem Handel mit Theagan damals zum Glück genug, sie hatte all die Kekse noch eingesteckt gehabt. Leider war keiner der Kuchen mit einem Schlafmittel versehen. Das musste unbedingt nachgeholt werden.Sie sehnte sich fast nach den Vorwürfen und Predigten, die später ja mal unweigerlich folgen mussten, aber das würde zumindest bedeuten, dass sie wieder zu Hause war. Aber bis es soweit war, versuchte sie auf dem Bett sitzend zu Farids Dschinn irgendwie Kontakt aufzunehmen, auch wenn ihr die Sinnlosigkeit im innersten klar war, konnte doch der Versuch nicht schaden.

Verfasst: Mittwoch 2. Juli 2025, 19:01
von Nepha Liura Ifrey
Sie fingen an sich zu langweilen.
Da Farid wohl noch kein Loch machen konnte mussten sie sich halt selber was einfallen lassen.

Erstmal mussten sie dafür sorgen, dass der Grünländer der sie entführt hat, das Eingangsloch
nicht schließen konnte. Daher dachten sie darüber nach, ihn abzulenken und hinfallen zu lassen.
Dann schnell an ihm vorbei rennen und raus.

Das mit dem hinfallen war recht schnell geklärt, er muss halt die Treppe runter stolpern.
Hadija hatte noch Heilsalbe dabei, damit würden sie die Stufen einreiben, dass es nur so glitscht.
Die Salbe kann er ja dann danach auch gleich für seine Wunden nehmen, wenn er sich beim Sturz wehtun würde.

Um ihn abzulenken und dafür zu sorgen, dass er auch wirklich hastig runter kommt ohne das Loch zu
verschließen, würden sie ihn mit einem Hagel aus getrockneten Erbsen empfangen. Die sind zwar nicht tödlich
aber mit der Zwille geschossen schon sehr unangenehm.

Sie bereiteten dann mal alles vor. Sie löschten noch eine Fackel die näher beim Eingang war, damit er richtig
ins dunkle schauen musste, wenn er von draußen aus dem hellen kam.

Jetzt galt es abzuwarten.

Verfasst: Donnerstag 3. Juli 2025, 20:04
von Naim Milaiz Ifrey
Aufgeregt lief Naim im Familienhaus auf und ab. Er machte sich Sorgen. Nepha hatte er schon so lange nicht mehr gesehen, dass er sich nun um sie Sorgen machte. Eigentlich war Nepha so zäh und einfallsreich, dass er wusste, dass ihr nichts geschehen würde, aber Vermutung und Realität lagen doch häufiger auseinander.
Ungeduldig wartete er im Familienhaus, ging durch die Straßen, nach Nepha ausschau haltend. Allerdings ohne Erfolg. Auch versuchte er Hadija zu finden, denn schließlich waren beide unzertrennlich. Wenn Nepha irgendwo war, dann dort wo auch Hadija war.

Schließlich erhielt er Farids Brief, seine Brauen hoben sich, die Sorge wuchs mit jedem Wort, dass er in dem Schreiben laß. Wie konnte das passieren? Hoffentlich ging es beiden gut? Wieso hatte die Wache nicht auf beide aufgepasst?
Die Anzahl an Fragen nahm zu, nur Antworten blieben leider aus.

Direkt schloss sich Naim dem Vorgehen von Sahid und Farid an, es musste einen Plan geben. Die jungen Blüten mussten gefunden und in Sicherheit gebracht werden, um jeden Preis.
Allein der Gedanke daran, dass sie scheinbar entführt wurden, ließ Wut in ihm aufsteigen. Innerliche Wut, welche sich auch in seinem Blick und seinem Wesen zeigte. Naim, die Ruhe und Freundlichkeit in Person. Nun voller Wut und Ungeduld. Das war für ihn vollkommen untypisch. Ein jeder Menekaner der ihn so sah, könnte ihn bisher noch niemals so gesehen haben.

Er versicherte Sahid und Farid, dass er mit ihnen dafür sorge, dass die beiden unverletzt wieder nach Hause kommen würden. Auch sicherte Naim Salz zu, welches er für die Freilassung der Kinder bereit war herzugeben. Salz war zwar sehr kostbar, Nepha aber unbezahlbar und ein sehr wichtiger Teil der Familie.
Naim war schon immer der Schutz der Familie wichtig, aber dieses Mal, sorge er selbst dafür, koste was es wolle.

Naim dachte an das bevorstehende Treffen mit dem Entführer, an sein Beisein, an die Befreiung beider Kinder. Sie würden frei kommen. Der Mann hatte sich mit den falschen Menekanern angelegt.
Immer wieder sagte sich Naim, mit grimmigen Blick, Nepha kommt gesund nach Hause, koste was es wolle.

Selbst wenn ich dem Sohn einer Wüstenkakerlake selbst den Wüstenskorpion zwischen die Augen trieb, Nepha und Hadija hole ich zurück!...

Verfasst: Freitag 4. Juli 2025, 21:33
von Cebrail Deen Yazir
*Sahid wird bei einem morgendlichen Mocca am nächsten Tag von Cebrail darauf angesprochen, dass die Khaliq Eluv's eine Verfluchung der Lösegold-Ware planen, um dem verblendeten Suktar ein klares Zeichen zu setzen und das Volk der All-Mara zukünftig besser vor diesem Unhold zu schützen. So genehmigt, bräuchten die Khaliq kurz vorm entsprechenden Übergabetermin die Ware, um den Fluch in rituellem Rahmen darauf aussprechen zu können. Gerne natürlich auch im Beisein etwaiger Angehöriger und Wachen, sofern die Kurzfristigkeit es zulässt. Für das Ritual würde Cebrail außerdem gerne einen brennbaren Gegenstand mit dem Wappen der Familie Yazir nutzen. Auf Nachfrage erklärt er, dass dieser Gegenstand symbolisch für den Schutz der Familie Yazir und als Verbindung zu Hadija stehen soll.*

Verfasst: Samstag 5. Juli 2025, 07:19
von Sahid Ibrahim Yazir
*Ein erneutes Schreiben wird sich einige Tage später an der gleichen Stelle befinden. Diesmal ist es wesentlich kürzer gehalten.*

Der Schal war nur ein Beweis, dass du die Kinder irgendwann einmal in deinem Besitz hattest. Er garantiert mir nicht, dass sie noch leben.

Wenn du den Kindern ein Haar krümmst, wirst du nichts von uns erhalten. Egal ob ihnen ein Finger fehlt, oder nur ein Fingernagel.

Wir werden ausschließlich einer persönlichen Übergabe zustimmen. Wenn dir Kawi neda passt, nenne du Zeit und Ort. Nur wenn ich mit eigenen Augen sehe, dass es den Kindern gut geht, wirst du auch nur einen Krümel Salz von uns erhalten.

Wenn die Kinder leben und unversehrt sind geben ich dir mein Wort, dass du am Tag der Übergabe ebenfalls lebend und unversehrt abziehen darfst.

Ich kann dir neda mehr Lösegeld anbieten, als ich es schon getan habe.

Dies ist mein letztes Angebot.

*Schwungvoll gezeichnet*

Sahid Ibrahim Yahir

Bild

Unterhändler der Familien Yazir und Ifrey
Oberhaupt der Familie Yazir
Heerführer der Armee des Reichs der Sonne

Verfasst: Samstag 5. Juli 2025, 07:32
von Sahid Ibrahim Yazir
*Wenige Zeit später erreicht Farid ein kurzes Schreiben. Bricht er das Siegel des Sajneen, wird er folgende Zeilen an ihn finden.*

Salam Cousin,

lass dir in Kawi eine Liste von Leuten geben, die dort unangenehm aufgefallen sind, die Stadt neda mehr betreten dürfen, oder aus anderen Gründen dort neda mehr erwünscht sind.

*Schwungvoll gezeichnet*

Sahid

Verfasst: Sonntag 6. Juli 2025, 13:11
von Farid Ibrahim Yazir
*Farid lass die Nachricht ein zweites und ein drittes mal. Die Wut stieg langsam immer weiter in ihm auf. Dieser Wurm, schossen die Gedanken durch Farids Kopf und auch fanden einige andere sehr deutliche Worte den weg in seinen Kopf. Farid hatte sich entschieden, die Jagt beginnt. Er entliess einen Ruf in das Lied einen Ruf der beantwortet werden würde. Die Worte die er Wählte waren eindeutig, er rief nicht einen er Rief alle Dschinn die sich etwas verdienen wollten.

Als die Dschinn bei ihm erschiennen hatte er nur eine Aufgabe für sie. ''Sucht sie und findet sie, egal was es Kostet''. Es gab wohl keine Liedsstruktur, neben seiner eigenen, die er besser kannte als die von Hadija. Er gab den Dschinns ein Abbild von Hadijas Liedstruktur und mit dieser Verschwanden sie in den weiten des Liedes.

Farid machte sich eine abschrift des Schreibens, er packte Ausrüstung zusammen und kleidete sich unaufällig normal. Als Farid dann die Tür seines Hauses öffnete und durch den Türramen schritt. Verlies ein unscheinbar wirkender Menschlicher Mann das Haus der als die Tür ins Schloss viel vom Wind erfasst wurde und seine Umrisse verschwanden. Man konnte nur noch die Worte hören, ''Die Jagt hat begonnen.''*