Die 7 Kinder
Verfasst: Sonntag 10. April 2005, 12:53
Ohne jegliches Zoegern fiel der lederne Schwertgurt samt Klinge gen Boden, sein Panzer und das Knappenschild waren laengst an einem naheliegendem Baum verstaut und Deornoth stand nun lediglich in Stoff und Stiefel gehuellt vor der Pforte. Noch waehrend er die metallene Tuer aufzog und gleichzeitig geschickt die Fuesse aus den Stiefeln zog, umgab ihn das Gefuehl dieses mystische Ortes. Der junge Mann wunderte sich als er das Innere des kleinen Raums erkennen konnte, edler Stein und ein prachtvoller Altar waren die einzigen Dinge die sein Augenmerk fesselten - der Glaeubige ergab sich in die Aura des Ortes und die Geraeusche des Waldes verschwanden schlagartig. Schritt auf Schritt kam er dem aufgerichteten Kreuz naeher, Myriaden von unterschiedlichen, fremden Toenen wanden sich in seinen Gehoergaengen und bildeten ein Geflecht aus betoerender Melodie. Der Blick des jungen Mannes war von Zuversicht gepraegt, merklich gestaerkt aber noch immer behutsam bewegte er sich auf die weichen Auslagen vor dem Altar zu und kniete sich ganz langsam auf diese. Das Kinn des Schildknappen war in demuetiger Haltung gesenkt und waehrend er seine Finger ineinanderfaltete hauchte er eine lautloses Gespraech in den stillen Raum hinein:
Ich gruesse dich, Mutter... und Herrin.
Einst war dies der Ort an dem du eines deiner Kinder zu dir riefst,
Er war strebsam, gelehrig, immer auf der Suche nach dem Wesen in sich.
Wir alle sind uns fremd, die Natur in uns bleibt verborgen,
Bis wir eines Tages die Bedeutung des eigenens Geistes zu verstehen beginnen.
Ich bin sicher du weisst um den Pfad den ich erwaehlt habe - der mich erwaehlt hat,
Ebenso wie Fasamar bin ich bereit den langen Weg des Lernens zu bestreiten.
Ich werde nie weichen, ebenso wie ich weiss das du nicht von meiner Seite weichen wirst.
Ein sanftmuetiges und ueberaus warmes Laecheln zierte die Lippen des Mannes als er einen altertuemlichen, kleinen Folianten aus dem Wams zog. Mit einem feuchten Glanz auf den grasgruenen Augen positionierte er das alternde Buch vor dem Schrein und schloss noch einmal kurz die Lider.
Dies sind alle Schriften meines Ziehvaters, moege ein Anderer dasselbe Wissen erfahren, das mir Zuteil wurde.
Sein Augenpaar ruhte still auf dem gebunden Werk, die Finger fanden wieder ihren Weg ineinander, doch noch bevor er sie wieder schloss bildete er einen kleinen Gebetskreis in Richtung des Schreins. Minuten und Stunden wuerden verstreichen bevor er diesen Ort wieder verlassen sollte...
Ich gruesse dich, Mutter... und Herrin.
Einst war dies der Ort an dem du eines deiner Kinder zu dir riefst,
Er war strebsam, gelehrig, immer auf der Suche nach dem Wesen in sich.
Wir alle sind uns fremd, die Natur in uns bleibt verborgen,
Bis wir eines Tages die Bedeutung des eigenens Geistes zu verstehen beginnen.
Ich bin sicher du weisst um den Pfad den ich erwaehlt habe - der mich erwaehlt hat,
Ebenso wie Fasamar bin ich bereit den langen Weg des Lernens zu bestreiten.
Ich werde nie weichen, ebenso wie ich weiss das du nicht von meiner Seite weichen wirst.
Ein sanftmuetiges und ueberaus warmes Laecheln zierte die Lippen des Mannes als er einen altertuemlichen, kleinen Folianten aus dem Wams zog. Mit einem feuchten Glanz auf den grasgruenen Augen positionierte er das alternde Buch vor dem Schrein und schloss noch einmal kurz die Lider.
Dies sind alle Schriften meines Ziehvaters, moege ein Anderer dasselbe Wissen erfahren, das mir Zuteil wurde.
Sein Augenpaar ruhte still auf dem gebunden Werk, die Finger fanden wieder ihren Weg ineinander, doch noch bevor er sie wieder schloss bildete er einen kleinen Gebetskreis in Richtung des Schreins. Minuten und Stunden wuerden verstreichen bevor er diesen Ort wieder verlassen sollte...