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Die Geburt des Krachs

Verfasst: Montag 16. Juni 2025, 09:50
von Elisabeth van Falkenglanz
*müde schob die junge Feldwebel den nunmehr leeren Kaffeebecher beiseite. Der wievielte lauwarme Kornkaffe war es gewesen..? Sie blickte über ihre geheimen Aufzeichnungen und Skizzen und wischte wieder einen Schwung beiseite.*

Operation - Brauner Ton

Die Legende von einem Braunen Ton, der den Darm des Feindes in solche Schwingungen versetzt, dass dieser sich entleert, konnte bisher nicht nachgeprüft werden.
Selbst wenn der Plan umsetzbar wäre, würden moralische Gründe wohl dagegen sprechen. Der Einsatz eines Solchen Tons widerspricht jedem Kodex der Ehrbarkeit. Wenngleich der moralische Effekt auf den Feind enorm wäre.
Praktisch konnten keinerlei Erfolge in diese Richtung erzielt werden. Weder zeigten Tests mit Horn und anderen Blasinstrumenten Wirkung auf die Darmtätigkeit, noch konnte ein solcher Druck erzeugt werden, dass Schwingungen der Innereien erzeugt wurden.

- Idee verworfen- Untauglich und Einsatz unter dem Anspruch an Anstand und Würde.
Die Hörner von Düstersee

Einsatz von Hornbeschallung zum Einsturz der Mauern von Düstersee. Zwar konnte mit dem Horn genug Schall erzeugt werden, dass der Inhalt meines Glases vibrierte, für das Einstürzen von Mauern, würde es aber ein Horn von enormer Größe benötigen, oder eine Vielzahl von Hörnern.. Angesichts bisheriger Ergebnisse eher wenig ertragreich. Vielleicht könnte der benötigte Druck zur Betreibung eines solchen Horns mit Dampfkraft erfolgen..? Skizze angefügt. Dennoch zweifle ich am Nutzen, zumal meine Männer selbst der Macht des Schalls ausgesetzt wären. Taubheit und möglicherweise platzende Köpfe möchte ich nicht in Kauf nehmen. Natürlich könnte das Ding explodieren, was auch ungut wäre.

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- Idee verworfen, zu hohes Risiko bei zu geringen Aussichten auf Erfolg.
*mit einem Holzgriffel klopfte sie auf die Kante des Tischs, gedankenverloren blickte sie in ihrer Schreibstube umher, als ihr Blick auf ihre Laute fiel. Trommeln.. Lauten. Da müsste es doch etwas geben.*
Projekt: Neue temoranische Härte

Anmerkung: muss etwas ausprobieren - brauche drei Destillen, groß. Könnte ein Durchbruch sein. Schreiner aufsuchen!

Verfasst: Dienstag 17. Juni 2025, 10:27
von Elisabeth van Falkenglanz
Am Anfang.. war Dunkelheit und Nichts. Kein Ton, kein Licht.
Doch dann, kam das Feuer - und es erhitzte den Stahl. Dann kam das Wasser, auf das es Brodele.
Und sie sah.... dass es gefährlich war - denn sie verbrühte sich erstmal einen Finger.
Nach einem mürrischen Aufbrummen, ging es jedoch weiter.
Denn dort, wo Feuer und Wasser sich berühren, entsteht etwas völlig neues, eine neue Macht, eine Kraft ... der Dampf!

Als der Dampf die Kessel füllte, nickte sie zufrieden. Die Destillen surrten. Sie erfüllten den Steinernen Raum mit heißer schwüler Luft.

"So, wenn ich den Hebel umlege.." dann zischte es in den Rohren. "Genau.."

Dem Zischen folgte der Dampf, der aus den Rohren schoss. "Ausgezeichnet, so funktioniert es."

Sie drehte den Hahn wieder zu und schraubte etwas sonderbares an das Ende, das am Ende in einem langen Holzstiel endete. Dann drehte sie erneut an den Hebeln um den Dampf abzulassen. Ganz langsam

"TAK ... TAK .... TAK TAK"

Ja es funktionierte. Noch etwas ungleichmäßig und unbeholfen. Sie drehte etwas mehr auf.

"TAK TAK TAK TAK" klang es nun gleichmäßiger und sie drehte den zweiten Hahn auf.

"TAK TAK TSCHIK TAK TAK TSCHIK" erklang es lautstark. Der dritte Hebel, dem ein Wummern folgte.

"TAK TAK TSCHIK WUMM TAK TSCHIK WUM" Die Kakofonie schwoll an, zu einem enormen Krach, der schließlich aus dem Kerkerbereich des Kastells hinausquoll. KRACH ! Monotoner, donnernder Krach! Die Holzklöppel bearbeiteten die Pauken, unnachgiebig.

"Ja! Es funktioniert!" entfuhr es der erfreuten Feldwebel. Ehe sie fast von einer umherschwirrenden Schraube getroffen wurde " Oh Mist."

Eilig machte sie sich daran die Feuer zu löschen, doch da gab schon die erste Pauke nach und bis sie den Dampf abgelassen hatte, war auch die zweite hin. Nur der Buckler, der als Becken diente, überlebte den ersten Testlauf.
Nun stand die Höllenmaschiene still, mit einem deutlichen Vermerk

"Geheimwaffe - nicht berühren! Explosionsgefahr! Destillen niemals voll Kesseln lasssen! Leistungstestung bisher bei 1/20!"
Bild]

Ein Vermerk:
- Neue Pauken. Robustere. Dichtungen doppelt verschrauben.

Bild

Verfasst: Dienstag 17. Juni 2025, 10:50
von Elisabeth van Falkenglanz
Aufzeichnungen: Dampfpauke


- Erste Versuchsläufe zeigen, dass die Dampfpauke durchaus funktioniert. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob die Verwendung der Dampfpauke als Kriegsgerät funktionieren wird. Ich konnte die Kessel nur auf einer geringen Befeuerung laufen lassen, die Explosionsgefahr von drei Destillenkesseln ist einfachen zu hoch.
Auch wenn die Pauke Töne erzeugte und der Schall merklich war, bin ich mir noch nicht sicher, ob es ausreichen wird, um die Mauern von Düstersee zum Einsturz zu bringen. Immerhin ! - die Aufgestellten Eimer mit Wasser zeigten deutliche Vibration, zumindest im näheren Umfeld.
Wenn ich die Dampfpauke mit maximaler Kesselfüllung betreiben könnte, wäre es vielleicht möglich, stärkere Schwingungen* zu erzeugen. Aber das kann ich nicht hier ausprobieren - und sollte es generell nicht tun. Eine Schraube hätte mich fast getroffen. Vermutlich wäre das tödlich gewesen.
Noch dazu hat es alle Trommeln zerlegt, sie halten dem Druck des Schlägers nicht Stand, ich brauche stärkere Trommeln.

Wichtig: Ohren mit Wachs und Wolle verstopfen, sonst drohen Schäden. Nach dem Versuchslauf habe ich noch immer ein dezentes Pfeifen in den Ohren.

Anmerkung: Möglicherweise kann die Dampfpauke genutzt werden, den Feind zu entnerven. Immerhin ist sie laut. Allerdings gewöhnt sich das Gehör vermutlich schnell an den Monotonen Klang der Trommeln, ähnlich wie ein Schmied den Hammerschlag nicht mal mehr störend wahrnimmt. Vielleicht braucht es noch mehr..

* Beweise, dass der Schall schwingt -> Wasserbewegungen im Eimer Wellenförmig.
-> Ob diese Erkenntnis irgendeinen Nutzen für Magier hat? Vermutlich nicht. Vielleicht könnte die Dampfpauke aber auch gegen Magier wirken?

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2025, 21:06
von Elisabeth van Falkenglanz
Aufzeichnungen Leidbringer:

Die Laute "Leidbringer" ist handwerklich ein wahres Meisterstück, eine Eichenholzlaute, mit stark verlängertem Hals, größerem Klangkörper und Coeliumseiten, sogar Sechs Stück.

Leider trägt sie den Namen nicht, weil ihr Klang dem Feind unmittelbare Schmerzen zufügt, sondern weil sie nahezu unspielbar ist. Die Coeliumseiten schneiden in die Finger, weswegen man nur mit Handschuhen spielen kann, das Zupfen der Seiten sollte man hingegen mit etwas metallischem tun. Eine einfache Münze taugte nicht, denn die Coeliumseiten neigen zum Blitzschlag. Ein Metallstück aus Hexerstahl war da besser.

Klanglich schafft der Leidbringer einen metallisch verzerrten, tiefe Klang, durch den Hebel lassen sich die Seiten überspannen, was sie weiter verzerrt. Durch den größeren Klangkörper ist die Leidbringer auch lauter als eine gewöhnliche Laute. Aber sie ist nur bedingt stimmbar, weswegen sie nur bedingt als Musikinstrument taugt.
Das immer wieder auftretende Blitzen, erschweren das Spielen weiter.
Die Lautstärke reicht jedoch nicht für den Einsatz als Waffe. Der entnervende Faktor rechtfertigt die Schmerzen am Spielenden nicht.
Zumal bereits erste Schäden an dem Gerät selbst aufgetreten sind, vermutlich fliegt es mir bald um die Ohren...
Fazit: Vermutlich Fehlschlag, als Waffe wie als Musikinstrument
Bild

Verfasst: Dienstag 24. Juni 2025, 22:12
von Elisabeth van Falkenglanz
Anmerkung Dampfpauke:

Zweiter Versuchslauf lief ebenfalls nicht besonders gut. Die Dampfpauke funktioniert zwar, aber sie kann nur monotone gleichbleibende Schläge erzeugen. Laut zwar, aber wenig variabel - daher eignet sie sich kaum als Musikinstrument. Außerdem ist es zu laut und überlagert alle anderen Instrumente.

Als Waffe taugt die Dampfpauke auch nicht - zwar setzt es Wassereimer in Schwingungen, aber keine festen Gegenstände, erst recht keine Mauern.
Die Dampfpauke aber auf höherer Kraft laufen zu lassen, scheint unmöglich. Die Rohre halten es nicht aus, außerdem hat es mir eine der neuen Trommeln zertrümmert, obwohl sie sehr robust waren.
Es ist zwar ein entnervendes Gerät, aber wenn es nicht Liedwirker am zaubern hindert, ist der Einsatz wohl eher nicht zweckdienlich.
Fazit: Vermutlich Fehlschlag, Sowohl als Waffe als auch Instrument.

Verfasst: Sonntag 6. Juli 2025, 21:12
von Elisabeth van Falkenglanz

An die Barden Franziskus Iommius und Ozzwald Osterbrunn. - Wohnhaft in Greifenstein.

Der Krone und dem Reich zur Ehr,

Ihr seid vermutlich überrascht, dass ihr von Gerimor Post erhaltet. Vermutlich noch mehr, dass es ein Schreiben des Regiments ist. Ihr kennt mich nicht, doch habe ich Euch vor einigen Jahren bei eurem Auftritt in Greifenhain gesehen. Ihr habt ein Konzert auf Töpfen und mit anderen unmusikalischen Gegenständen gegeben. Eure Kunst, die Musik des Verzerrten und abnormen zu kreieren, Missklang in Musik zu verwandeln, sind ihrer Zeit weit voraus.
Da meine Forschungen zum Thema "Schall als Waffe" nicht funktionierten und die entstandenen Gerätschaften eher unmusikalisch wirken. Habe ich euch eine Abschrift der Unterlagen zugeschickt. Vielleicht könnt ihr daraus etwas schaffen, dass die Musik weiterbringt.

Temora beschützt,

E.Falkenglanz