Der Fisch am Haken
Verfasst: Freitag 25. August 2006, 00:51
Endlich. Endlich lichtete sich das Chaos auf dem Dunkelhof.
Larissa wusste genau wo sie anzupacken hatte. Bevor sie noch irgendetwas sagen konnte, machte sich die Gute schon über die reifen Feldfrüchte her. Elisabeth, so dünkte ihr, würde sich sicher auch mit ihr verstehen, waren sie doch fast im gleichen Alter und auch Larissas Humor schien zu den dunkelhöfischen Gepflogenheiten zu passen.
Nun noch ein klärendes Gespräch mit Albert und mit etwas Glück würde sich schon bald die Zeit finden den ersehnten Stall errichten zu lassen. Die Tiere des Hofes würden es ihnen gewiss danken.
Zufrieden ließ sie sich auf dem hölzernen Schemel in der Küche nieder.
Ihr Blick blieb mit einer für sie untypisch verträumten Mimik an dem Fisch kleben, der auf der steinernen Anrichte wohl vergeblich auf seine Zubereitung wartete.
Irgendwie fand sie auf unerklärliche Art nie die rechten Worte, sobald er in ihrer Nähe war und auf fast magische Weise kam er ihr so vertraut und doch so fremd vor.
Er strahlte eine ungewöhnliche Ruhe aus, die sich manches Mal sogar auf sie zu übertragen schien. Seufzend fand das Kinn Stütze auf der angewinkelten Linken, die Fingerspitzen tippten gedankenverloren auf der leicht geröteten Wange.
Warum machte sie sich eigentlich solche Gedanken? Warum fand sie zusehends immer mehr Gefallen an der zwar vertrauten, doch gänzlich ausufernden Verwirrtheit?
Auch des Nachts, wie so oft wollte sie keinen Schlaf finden, kreisten ihre Gedanken um Meredorn. Würde er sie wirklich zu einem Ausflug mitnehmen? Wie lange schon hatte sie so etwas schon nicht mehr gemacht. Nur für den Hof gelebt. Erst jetzt verstand sie auf was sie die ganzen letzten Monde verzichtet hatte. Auf Freundschaft, Vertrautheit und auf so vieles mehr. Hatte sein Zauber ihr gar die Augen geöffnet als nur das Augenlicht verbessert?
Ein warmer Spätsommertag. Der Stand der Sonne ließ vermuten, dass es früher Nachmittag war. Die grüne Wiese schien ihr bekannt, ja, sie war nicht unweit des Hofes.
Klar und deutlich sah sie sein Bild vor sich. Da saß er, am Ufer mit der Angel in der Hand und blickte mit dem unverwechselbaren, warmen Ausdruck in den Augen hinaus aufs Meer.
Sie fuhr senkrecht im Bett auf. Die Augen die hastig den in Dunkelheit gehüllten Raum abtasteten, versuchten wohl zunächst wieder Orientierung zu gewinnen.
Oh, bei Temora, es war nur ein Traum rief sie aus und ließ sich sogleich zurück ins Kissen fallen. Ein fast mahnendes Schmatzen unter Elisabeths Decke, ein kurzes Brummen, ein Drehen auf die andere Seite und schon war wieder Stille neben ihr eingekehrt. Elis regelmäßiger Atem ging in das alt bekannte Schnarchen über.
Das war kein Fisch, den er da in ihren Träumen an der Angelschnur dem Meer entlockte.
Vielmehr war es eine selten dämlich grinsende Bäuerin, die er da an Land gezogen hatte.
Grober Unfug, Schabernack des Geistes … Unsinn. Schlaf weiter Mhyri….schlaf ..
Larissa wusste genau wo sie anzupacken hatte. Bevor sie noch irgendetwas sagen konnte, machte sich die Gute schon über die reifen Feldfrüchte her. Elisabeth, so dünkte ihr, würde sich sicher auch mit ihr verstehen, waren sie doch fast im gleichen Alter und auch Larissas Humor schien zu den dunkelhöfischen Gepflogenheiten zu passen.
Nun noch ein klärendes Gespräch mit Albert und mit etwas Glück würde sich schon bald die Zeit finden den ersehnten Stall errichten zu lassen. Die Tiere des Hofes würden es ihnen gewiss danken.
Zufrieden ließ sie sich auf dem hölzernen Schemel in der Küche nieder.
Ihr Blick blieb mit einer für sie untypisch verträumten Mimik an dem Fisch kleben, der auf der steinernen Anrichte wohl vergeblich auf seine Zubereitung wartete.
Irgendwie fand sie auf unerklärliche Art nie die rechten Worte, sobald er in ihrer Nähe war und auf fast magische Weise kam er ihr so vertraut und doch so fremd vor.
Er strahlte eine ungewöhnliche Ruhe aus, die sich manches Mal sogar auf sie zu übertragen schien. Seufzend fand das Kinn Stütze auf der angewinkelten Linken, die Fingerspitzen tippten gedankenverloren auf der leicht geröteten Wange.
Warum machte sie sich eigentlich solche Gedanken? Warum fand sie zusehends immer mehr Gefallen an der zwar vertrauten, doch gänzlich ausufernden Verwirrtheit?
Auch des Nachts, wie so oft wollte sie keinen Schlaf finden, kreisten ihre Gedanken um Meredorn. Würde er sie wirklich zu einem Ausflug mitnehmen? Wie lange schon hatte sie so etwas schon nicht mehr gemacht. Nur für den Hof gelebt. Erst jetzt verstand sie auf was sie die ganzen letzten Monde verzichtet hatte. Auf Freundschaft, Vertrautheit und auf so vieles mehr. Hatte sein Zauber ihr gar die Augen geöffnet als nur das Augenlicht verbessert?
Ein warmer Spätsommertag. Der Stand der Sonne ließ vermuten, dass es früher Nachmittag war. Die grüne Wiese schien ihr bekannt, ja, sie war nicht unweit des Hofes.
Klar und deutlich sah sie sein Bild vor sich. Da saß er, am Ufer mit der Angel in der Hand und blickte mit dem unverwechselbaren, warmen Ausdruck in den Augen hinaus aufs Meer.
Sie fuhr senkrecht im Bett auf. Die Augen die hastig den in Dunkelheit gehüllten Raum abtasteten, versuchten wohl zunächst wieder Orientierung zu gewinnen.
Oh, bei Temora, es war nur ein Traum rief sie aus und ließ sich sogleich zurück ins Kissen fallen. Ein fast mahnendes Schmatzen unter Elisabeths Decke, ein kurzes Brummen, ein Drehen auf die andere Seite und schon war wieder Stille neben ihr eingekehrt. Elis regelmäßiger Atem ging in das alt bekannte Schnarchen über.
Das war kein Fisch, den er da in ihren Träumen an der Angelschnur dem Meer entlockte.
Vielmehr war es eine selten dämlich grinsende Bäuerin, die er da an Land gezogen hatte.
Grober Unfug, Schabernack des Geistes … Unsinn. Schlaf weiter Mhyri….schlaf ..