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Eine Schriftrolle für das graue Banner u. Ordo Trinitatis

Verfasst: Donnerstag 8. Mai 2025, 10:20
von By'nar
Im stillen Moment des Krieges hat sich irgendwo eine Lethra damit beschäftigt, ein Pergament mit Worten zu füllen. Sorgsam gewählt und an mancher Stelle gar mehrfach überdacht und liebevoll, oder erzürnt, durchgestrichen. Die menschliche Sprache stellte dabei offenbar kein Problem dar, lediglich vielleicht der Wille ein wenig Menschlichkeit in das Schreiben zu bringen. Sie mischt sich in manchen Sätzen etwas ungeschickt mit dem Pragmatismus. Ja, hier hat ein Charakter Zeilen verfasst, der bereits mehrfach auf den Kopf gefallen sein muss oder es versteht eben diese Maske zu tragen und zu halten.
  • Vaters Zorn möge uns auf den Weg in Richtung Perfektion begleiten,
    auf dass wir ihn zu lenken lernen, anstatt an ihm zerbrechen.

    Mein Name ist By’nar, Tochter von irgendeinem, irgendwo. Ich schreibe Euch in voller Klarheit meines Geistes – oder zumindest in jenem Teil, der noch Wörter formt, bevor die Stimmen sie durchdringen.

    Mit diesem Pergament stelle ich mich Euch vor. Im Sinne meiner Aufgabe, die ich vom Tempel erhalten habe. Ich stelle mich vor, mit tausend Worten, wäre aber auch fähig es mit einem einzigen zu tun: Dienlich. Dienlichkeit. [s]Fähig.[/s] Gebrochen. Wahnsinnig. Wachsam. Dienlich.

    Ich bin gelehrt in Sprache, Messerführung, und dem Aushalten langer Stille. Ich kann flüstern, wenn andere schreien, und schreien, wenn andere schlafen. Ich kann Schmerz tragen wie andere eine Klinge – ruhig in der Hand, manchmal mit der Schneide nach innen.

    Ich glaube an Alatar. - Offensichtlich.

    Ich esse keinen Fisch. Ich vertraue nur Dingen, die schreien, wenn man sie schneidet. Ich kann kochen, aber nur Dinge, die nicht mehr leben wollen, vielleicht. Alles kann man braten, wenn das Feuer nur heiß genug ist.

    Fragen werde ich beantworten. Irgendwo zwischen Schlachtgeräusch und altem Blut werdet ihr mich auch antreffen können.

    By'nar

    Kein Titel. Keine Relevanz.

Verfasst: Donnerstag 8. Mai 2025, 10:24
von Auriane Treuwind
*Das Schreiben wird vermutlich von irgendjemandem am Ordo angenommen werden, eine Antwort bleibt jedoch womöglich aus. Ein Dank bleibt für den letharischen Überbringer aus, dafür aber das Versprechen, dass bald eine Antwort folgen wird.*

Verfasst: Sonntag 11. Mai 2025, 15:27
von Jyn'drarr
  • Der Mael'Qil steht einen Moment still, als ihm das Pergament überreicht wird. Ohne ein Wort nimmt er es entgegen, breitet es auf der Handfläche aus und beginnt zu lesen. Sein Blick wandert Zeile für Zeile, langsam, aufmerksam, ohne sichtbare Regung im Gesicht. Weder Stirnrunzeln noch Kommentar begleiten die Lektüre – nur ein kurzes Verweilen bei einzelnen Formulierungen lässt erahnen, dass er die Worte aufnimmt, nicht bloß überfliegt.

    Am Ende des Schreibens faltet er das Pergament sauber zusammen, geht mit gemessenem Schritt an den Tisch Lennarts und legt es dort ab.

Verfasst: Sonntag 18. Mai 2025, 13:50
von Lennart Fynn

Ein Antwortschreiben wird By'nar erreichen - in schnörkelloser Schreibweise erreicht es den Tempel des Leth'Axorns.

  • Des Raben Schwingen schützend über dich und Alatars Segen, By'nar

    Du bist willkommen, das Graue Banner am 26., 27. oder 28. Eluviar in den Abendstunden zu besuchen und mit uns ins Gespräch zu kommen. Gib mir Bescheid, welcher Abend für dich möglich ist, damit ich meine Brüder und Schwestern über dein Kommen unterrichten kann.

    Für das Graue Banner

    Lennart Fynn

    Bild

Verfasst: Donnerstag 22. Mai 2025, 19:29
von By'nar
Ein kurzes Flackern zeichnet sich in den Augen der Lethra ab, als sie ein Antwortschreiben in der Hand hält. Nichts, was sie erwartet hätte und doch etwas, was irgendwo, tief im Inneren, ein Gefühl auslöste, das fern vom Negativen lag. So wird sie selbst beim Banner bescheid geben, dass sie sich am 28. des Mondes, in den Abendstunden, dort einfinden wird.