Ein Bote erreicht das Kloster zu Schwingenstein
Verfasst: Mittwoch 23. April 2025, 19:18
An das ehrwürdige Kloster zu Schwingenstein,
Zu Händen der erlauchten und erleuchteten Bewahrer geistiger Ordnung,
der Wächter über das gesprochene Wort und die ungesprochenen Wahrheiten,
mit bebender Feder und in tiefer seelischer Erschütterung wende ich mich an Euch, ehrwürdige Brüder und Schwestern des geweihten Hauses, um - so das Schicksal willfährig ist - eine Audienz zu erbitten, wie sie mein von Zwiespalt gezeichnetes Herz dringlicher nicht verlangen könnte.
Die Kunde von der Entheiligung des Getares, dessen Licht einst auch meinen bescheidenen Pfad erhellte, hat mich gleich einem kalten Nordwind durchdrungen, hat meine Gedanken in Zwielicht getaucht und ließ meinen Frohsinn - einst meine Zier und mein Schild - wie welkende Rosenblätter auf das Pflaster der Wirklichkeit fallen.
In der Stunde meines innersten Zweifels, da mir selbst die Musik bitter und die Farben grau erscheinen, flehe ich um Einsicht, Aufklärung, ja - ein Wort der Deutung inmitten dieses inneren Sturmes.
Ich, Gustav Grann erster Advokat zu Lichtenthal und Gerimors - bitte mit allem Ernst, der meiner Person noch innewohnt, um eine Zusammenkunft. Möge sie im geschützten Rahmen des klösterlichen Dialogs geschehen, in ehrlicher Suche nach Erkenntnis und vielleicht, wenn die Götter es wollen, nach Trost.
Nennt mir eine Stunde, an der ich mein zerrüttetes Selbst zu euch bringen kann, um aus Eurem Munde zu vernehmen, was geschehen ist - und was geschehen wird.
In staubiger Demut, in leiser Hoffnung,

Zu Händen der erlauchten und erleuchteten Bewahrer geistiger Ordnung,
der Wächter über das gesprochene Wort und die ungesprochenen Wahrheiten,
mit bebender Feder und in tiefer seelischer Erschütterung wende ich mich an Euch, ehrwürdige Brüder und Schwestern des geweihten Hauses, um - so das Schicksal willfährig ist - eine Audienz zu erbitten, wie sie mein von Zwiespalt gezeichnetes Herz dringlicher nicht verlangen könnte.
Die Kunde von der Entheiligung des Getares, dessen Licht einst auch meinen bescheidenen Pfad erhellte, hat mich gleich einem kalten Nordwind durchdrungen, hat meine Gedanken in Zwielicht getaucht und ließ meinen Frohsinn - einst meine Zier und mein Schild - wie welkende Rosenblätter auf das Pflaster der Wirklichkeit fallen.
In der Stunde meines innersten Zweifels, da mir selbst die Musik bitter und die Farben grau erscheinen, flehe ich um Einsicht, Aufklärung, ja - ein Wort der Deutung inmitten dieses inneren Sturmes.
Ich, Gustav Grann erster Advokat zu Lichtenthal und Gerimors - bitte mit allem Ernst, der meiner Person noch innewohnt, um eine Zusammenkunft. Möge sie im geschützten Rahmen des klösterlichen Dialogs geschehen, in ehrlicher Suche nach Erkenntnis und vielleicht, wenn die Götter es wollen, nach Trost.
Nennt mir eine Stunde, an der ich mein zerrüttetes Selbst zu euch bringen kann, um aus Eurem Munde zu vernehmen, was geschehen ist - und was geschehen wird.
In staubiger Demut, in leiser Hoffnung,
