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Unverhofftes Treffen

Verfasst: Dienstag 22. August 2006, 22:27
von Ark Detrium
Mit einem lauten Knacken zerbarsten die Knochen des Skelettes am Fuße der Treppe hinab zu den Katakomben. Und wieder ein nutzloses Wesen erlöst und dabei auch noch Glück gehabt - einen Edelstein gefunden zu haben.

Er schlenderte weiter durch die Gänge, die meisten Monster lagen zerschmettert auf dem Boden; es musste also schon jemand hier sein. Fragte sich nur, ob Freund oder Feind.

Und so kam er in den Raum, wo der Skelettritter, ein weiteres Skelett und ein Zombie ihr Dasein fristeten - und er glaubte kaum was er sah, ein Ritter dieser elendigen Dirne Temora.
Ihr goldenes Schwert sauste immer wieder auf den Skelettritter nieder, diesen mehr oder weniger schädigend, ihn jedoch schlußendlich bezwingend.

"Alatars Segen!", sagte Ark zu ihr und sie fuhr herum. "Temoras Segen", war ihre knappe Antwort und dann schweigten sich beide musternd an. Dann begann der verbale Schlagabtausch über Götter, Reiche, Könige und Morde und selbstverständlich verdrehte diese verblendete Ritterin andauernd die Wahrheit. Alatar, Rahal, Meritor waren schlecht und für den Tod der Königin verantwortlich, wiederholte sie immer wieder.
Ark meinte es gut mit ihr und versuchte ihr immer wieder zu erklären, dass Adrian an dem Tod Schuld sei, damit er den Thron besteigen konnte, aber davon wollte sie nichts hören.
Verblendetes Pack waren die Worte, die Ark immer wieder durch den Kopf gingen.

Sie hatte sich als Ritterin Darna von Elbenau vorgestellt, Ark bevorzugte es, ihr nur mitzuteilen, dass er der Scharfrichter der ehrenwerten Bruderschaft der Klaue ist - schlußendlich sind Namen eh nur Schall, aber weniger Rauch.

Und der unweigerlich näherkommende Kampf begann, beide droschen aufeinander ein und am Ende gab es ein Remis.

Und der verbale Schlagabtausch begann von Neuem. Darna sagte ihm, dass sie seine Phrasen ermüdend fand; er jedoch dachte dies von ihren Lügen ebenfalls, aber hielt den Mund, schließlich unterbricht man Frauen nicht, erst recht nicht, wenn diese eh geistig umnachtet scheinen.

Sie drohte ihm mit der Gerichtsbarkeit und er fragte sie, warum er in Rahal vor dem Gericht stehen sollte? Ihre Antwort war nur, dass sie ihn dort finden würde, auch Bürger Rahals unterstanden der Gerichtsbarkeit des Reiches von Varuna. Er musste unter seinem Helm grinsen und sagte dann kühl heraus: "Ich wohne in Varuna..."

Nun hatte er es geschafft, sie war nicht mehr ruhig und gelassen. Mit gezogenem Schwert ging sie auf ihn zu: "Ihr seid festgenommen!"
Innerlich lächelte er und zog sein Schwert. Die Klingen kreuzten sich erneut.
Am Ende lag die Ritterin ohnmächtig vor ihm und er stand triumphierend über ihr und steckte die Klinge weg. Sie war keine schlechte Kämpferin, aber gut war seiner Meinung nach auch etwas anderes.

Er schaute hinab zu dem röchelnden Haufen Blech, der da vor ihm lag und dann fiel ihm etwas auf. Es waren Handschuhe, welche im Gürtel, der um ihren Wappenrock gebunden war, festgemacht waren. Feinste Wildlederhandschuhe, wohl ihre Fehdehandschuhe.
Er bückte sich und nahm sie an sich. Er erkannte das Siegel derer von Elbenau auf dem Handrücken, es war deutlich und äußerst fein eingestickt.

Mit dieser Trophäe in der Hand verließ er die Katakomben, zufrieden und nicht unverletzt...