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Das Lied von Wasser und Asche [RP Brückenbau Projekt]
Verfasst: Samstag 29. Juni 2024, 21:08
von Freya Silberhain

Kohle-Stift Schraffuren deuteten die Steine an, welche eines Tages ihren finalen Platz auf der Insel finden könnten. Die feinen Linien auf dem Pergament wurden ein weiteres Mal abgemessen. Ein weiteres Mal wurden die Umrandungen mit einer dünnen Tintenfeder nachgezogen. Zahlreiche kleine Nummern zierten die bis in Detail verliebte Zeichnung einer Brücke aus mehreren Perspektiven, die Abmessungen von Steinen und Pfeilern offenbarend.
Sie nahm sich die Brücke zur Akademie als Vorbild, denn in ihrem Auge passte die Länge nahezu perfekt zum eigentlichen Vorhaben, einer neuen Brücke, die das alte Holzgerüst zwischen der Insel Kawi und Gerimor’s Wildnis ersetzen würde.
Das überarbeitete Pergament mit den Zeichnungen wurde eingerollt und erneut zu den Zweiten getragen. Es war Brauch auf Kawi geworden, derartige Bauten durch den Rat mit den Zweiten abzuklären. Immerhin war es nicht nur ein Eingriff in Kawi’s Natur, sondern auch ein geplanter Eingriff in die Meereswelt. Eine Sache, die höchste Priorität bedurfte, um die Insel und jegliche Einwohner bis zum kleinsten Seeigel geschützt bleiben sollten.
Einige Tage später bekam sie eine Antwort. Der Bau wurde genehmigt, doch sie würden die Materialien dafür selbst beschaffen und sich zudem um die absolute Sicherheit der Meeresbewohner kümmern müssen.
Freya war mit sich zufrieden. Es war keine leichte Aufgabe, die Zweiten zu überzeugen und sie mit gut ausgeklügelten Plänen einer doch recht schlichten Brücke zu überzeugen. Dabei war es ihre erste Brücke. Sie mochte Brücken, doch hätte nie damit gerechnet, selbst mal eine planen zu müssen. Würde sie halten? Sie las in Büchern über Dinge wie Statik und verschiedenste Mörtelmischungen, doch sie sollte am Ende mehr verwirrt als schlau die lokale Bibliothek verlassen.
Jemand mit Erfahrung musste sich dieser nun annehmen. Jemand mit handwerklichem Geschick und nötiger Ausbildung. Auf dem Wege zu ihrem Heim kam sie an der Schmiede der Inselschmiedin, der Zeugwartin der Inselwacht, vorbei. Blanche. Schmiede waren mehr als nur Schmiede. In vielen versteckte sich so mancher Steinmetz. Ein Klopfen sollte Blanche an diesem Abend von ihrer normalen Arbeit abhalten.

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Tag 1:
Die Sonne stand schon tief, als Blanche auf das Klopfen aufmerksam wurde. Freya stand an ihrer Türe, mit einem Stapel an Pergamenten. Die Sachlage war schnell geklärt und zum Glück hatte sich Freya nicht geirrt. Die Schmiedin schien in den Techniken traditioneller Baukünste für Häuser und Brücken gewandt zu sein. Die kommenden Stunden wurden genutzt, um Freya einige Grundbausteine zu erklären und ihre Zeichnungen zu korrigieren, welche an einigen Ecken und Kanten Mängel in der Statik bringen könnten.
Als die Sanduhr bereits ihre zweite Runde vollzogen hatte, begaben sich beide zum sandigen Übergang, der Gerimor von Kawi trennte. Drei große Sandhaufen im Wasser, eine provisorisch wirkende Brücke aus Holz, halb eingesackt, von morschen Brettern verziert, die so manchem Pferd und Reitern die Beine brechen könnten. Bis heute konnte sich niemand auf Kawi erklären, wie sie dort hinkam. Vermutungen glauben, dass es Kawi selbst war oder die Zweiten, nachdem die große Landmassenverschiebung und die Reise der Insel nach Gerimor vollzogen war.

Während der Besprechung taten sich immer mehr Fragen auf. Wie könnte man den Sand abtragen? Wäre eine Trockenlegung des Gebietes notwendig. Welche Form von Mörtel würde man nutzen? Man beschloss, dass die Magier einen Rat und womöglich von Hilfe sein könnten.
So brach man auf zur Akademie. Blanche und Freya trafen dort auf Veneficus Milan und berieten sich.

Eine weitere Begehung wurde unternommen und ein Treffen am folgenden Tage geplant; man würde sich zur Mittagsstund am Strand treffen, um verschiedene Sorten an Mörtel zubereiten und diesen auf Stablität zu testen.

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Re: Das Lied von Wasser und Asche [RP Brückenbau Projekt]
Verfasst: Sonntag 30. Juni 2024, 00:34
von Ignaz Nefario Milan

Bereits am selben Abend wurden Pläne ausgearbeitet, wie man den Brückenbau am besten gestalten könnte um einerseits effizient zu arbeiten und andererseits die Umwelt von K'awi zu schonen. Schnell wurde klar, dass man beim Bau auf die Magie zurückgreifen möchte. Dabei sollen die Magier hauptsächlich das Wasser zu verdrängen, damit keine Dämme aufgeschüttet werden müssen.
Wenngleich die Verdrängung von so viel Wasser keine leichte Aufgabe ist, viel Ignatius sofort eine Möglichkeit ein, von der er sich ausmalte, dass sie ideal passen müsste. Allerdings merkte er auch an, dass eine solche Verdrängung kein leichtes Unterfangen wird und man diesen Zauber nicht ewig aufrecht erhalten könnte. Womöglich müsse man sich gar abwechseln.
So kam das Thema des Mörtels auf, welcher als Fundament gegossen werden soll und ordentlich aushärten müsse. Dem Gedanken folgend, ob man das Trocknen mittels Magie beschleunigen könnte um Zeit zu sparen, wurde ein Termin vereinbart um verschiedene Herangehensweise in einem Experiment zu testen.

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Tag 2:
Die Sonne stand schon hoch am Himmel und lies die Schatten auf einen winzigen Punkt unter ihrem Besitzer zusammenschrumpfen, als Blanche Besuch von Ignatius bekam.
Das Vorgehen wurde rasch besprochen und Werkzeug wurde zusammengesucht um einen geeigneten Ort für das Experiment zu suchen. Sogar ein kurzer Abstecher zur Inselwacht wurde unternommen, um den Wassertrog aus dem Innenhof zu mopsen, damit darin der Mörtel angerührt werden konnte.
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Mit einer Schaufel wurde der leichte, trockene Sand von der Strandoberfläche abgehoben um Formen in den nassen Sand zu graben. Eine Auskleidung mit Stoff sollte dafür sorgen, dass man am Ende alles leichter wieder lösen und säubern kann. So wurde auch der Trog präpariert.

Vulkanasche, Eisendrähte, Hammer, Meißel und allerlei anderes Werkzeug wurde zurechtgelegt, damit es griftbereit zur Verfügung steht. Praktischerweise hielt der Strand, gleich einem treuen Assistenten, fest, was man ihm zum Halten andrückte.
Zunächst musste der Trog mit Sand befüllt werden, der in trockener Form dank der Aussparungen für die Gussformen ausreichend angehäuft wurde.

Nun musste die Vulkanasche exakt abgestimmt in einem speziellen Verhältnis beigegeben und untergemengt werden. Auch das Wasser wurde fein dosiert mit einer Gießkanne dazugegeben. Alles unter der wachsamen und kundigen Aufsicht von Blanche.

Kaum war das Gemisch fertig und in die Formen gegeben, konnte auch schon das Zauberexperiment beginnen. Die erste Form wurde mit Feuer umhüllt, damit die Flammen den Mörtel direkt berühren konnten. Die zweite Form wurde mit Luft angereichert um die Flüssigkeit aus dem Mörtel herauszudrängen. Gussform Nummer drei wurde das Wasser entzügen, wohingegen beim vierten Testmörtel Wärme in die Struktur hineingezaubert wurde. Testobjekt fünf ward mit hitziger, trockener Luft umgeben, damit die Feuchtigkeit besser abgetragen werden kann.

Die letzte Form aber blieb unbehandelt um einen Vergleich für die gängige Arbeitsweise zu haben. Ihr und den anderen wurden lediglich Metallstreben hineingedrückt, die für eine zusätzliche Festigung sorgen sollten.

Dann folgte der Vorabtest mit Hammer und Meißel. Die erste Platte zersprang sofort. Sie wurde durch die direkte Einwirkung des Feuers brüchig. Die zweite war zu porös, weil die Luft Hohlräume entstehen ließ.
Der dritten Testplatte brach lediglich eine Ecke ab. Sie schien akzeptabel genug für weitere Tests. Sogar ein zweites mit Magie behandelts Fundamentstück fand sich unter dem Rest. Und natürlich blieb auch der ohne Beihilfe getrocknete Mörtel unversehrt, auch wenn er zum Aushärten länger brauchte als die anderen Testversuche.

Nun musste getestet werden, welche von den drei vielversprechenden Fundamentplatten die stabilste ist. Eigentlich wollten sie Gewichte darauf legen, doch sie waren so stabild, dass schwerere Geschütze aufgefahren werden mussten.
Und so beschlossen die beiden, dass es am besten sei sich mit dem eigenen Körpergewicht auf die Platten zu stellen. Es wurde gewackelt, gehüpft und gestampft. Doch es geschah nichts. Die Fundamentplatten hielten stand.
Zum Glück kamen Marielle, Alexandria und Freya vorbei um bei dem Experiemnt auszuhelfen. Es gehörte schon wirklich viel Gleichgewichtssinn dazu, die vier Damen auf der kleinen Platte auszupositionieren, dass keine von ihnen herunter fiel.
Am Ende wurde eine Platte gefunden, die stabiler war als die anderen beiden. Das Einzige was hier zerbrach, war eine der beiden Sitzbänke, die unter die Kanten gestellt wurden, damit man einen Hohlraum hat, in dessen Richtung die Fundamentblöcke durchbrechen können, sobald sie nachgeben.

Selbstverständlich wurde der Strand nach dem Experiment wieder aufgeräumt und ordentlich hinterlassen. Sogar der Trog konnte dank der vorher zum Auskleiden genutzten Stoffbahnen wieder anständig gesäubert werden.

Nun hatte man einen Plan für die Brücke, für das Verdrängen des Wassers und für das Aushärten des Fundaments. Sogar das nötige Material wurde von den fleißigen Inselbewohnern noch am selben Tag zusammengetragen. Fehlt nur noch ein gemeinsamer Termin um mit dem Bauvorhaben zu beginnen.
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Verfasst: Mittwoch 10. Juli 2024, 18:27
von Freya Silberhain
Einige Tage gingen ins Land an jenen man sich immer wieder zum besagten Ort begab, wo die neue Brücke stehen sollte. Lösungen mussten gefunden werden um jenes Objekt aufzubauen ohne die umliegende Umwelt in mitleidenschaft zu ziehen. Das Thema von Kurzzeitiger Wasserverdrängung durch Magie, um schnell die steinernden Grundpfeiler zu legen wurde hierbei als wohl beste Methode angesehen.
Doch konnte Freya nicht mal einen Steinblock alleine heben und die Magier sicher nicht in zu kleiner Gruppe dort auftauchen um die Massen an Wasser bewegen zu können. Die Gemeinschaft von Kawi war nun gefragt und würde gebeten werden die sonstigen Arbeiten auf der Insel nieder zu legen und gemeinsam dieses Projekt zu vollenden!
Und so würde sich alsbald an mehreren Orten Kawis ein Plakat wiederfinden mit folgenden Ausruf:

Aufruf zum gemeinschaftlichen Brückenbau
K'awi xan'yasha werte Dritte und Bürger des wunderbaren Eiland.
Einige von Euch mögen bereits durch Stimmen in den Straßen Wind davon bekommen haben, doch mag es hierbei nun offizielll verkündet.
In den kommenden Tagen soll an den Ufern zwischen Kawi und Gerimor eine neue Brücke entstehen und der alte morsche Bretterweg der Vergangenheit angehören.
Ich bin in der Situation, dass ich hierbei vertrauensvoll auf die Hilfe von Freiwilligen unser über fünfundviertig Seelen großen Gemeinde hoffen muss.
Mit diesem Aushang erfrage ich in voller Demut um jede Hand, die diesem Projekt Leben einhauchen kann. Ein Werk, was für jetzige und kommende Generationen Bestand haben und sowohl Handel als auch Freunde leichter zu uns bringen mag. Eine stabile Brücke bedeutet Wandel, aber auch Kutschen und Standfestigkeit.
Mit dem Wissen, dass ein jeder Inselbewohner stets beschäftigt sein kann, habe ich beschlossen den Bau fliessend voranschreiten zu lassen.
Da dieser Prozess sicher einige Tage andauern wird und ich nicht für jeden den perfekten Termin vereinbaren kann, so möchte ich vorschlagen sich ab dem morgigen Abend ab der 19ten Stund am besagten Inseleingang zu treffen und dort mit anderen Anwesenden über weitere Vorgehen zu unterhalten und den Brückenbau zu beginnen. Dies kann dann an weiteren kommenden Abenden wiederholt werden, bis der letzte Stein gesetzt wurde.
In erster Instanz werden wir versuchen die alte Brücke abzureissen. Dies wird den Zugang zu Kawi für kurze Zeit beschränken. Darum ist Zeit hier ein entscheidener Faktor, wenn der Zugang nur noch über die Fähre möglich ist.

Wenn die Zahl der Helfenden und auch Magier groß genug ist, so könnte man Rasch mit dem setzen der Grundpfeiler beginnen. Alle weiteren Schritte werden aber vor Ort nochmals und mehrfach besprochen werden.
Für Kawi!
gez. Freya Silberhain

Verfasst: Freitag 12. Juli 2024, 01:06
von Ignaz Nefario Milan

Endlich ist es so weit. Der Aushang ruft zum Tatendrang. Viele fieberten dem lang ersehnten Brückenbau entgegen. Wer würde erscheinen? Was würde getan werden?
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Tag 3:
Heiß knallte die Sonne vom Himmel herab. Es war zwar spät am Tag, doch das Licht und die Hitze sollten noch für einige Stunden vorherrschen. Die einzige Linderung war ein gelegentlich von der Hauptinsel Gerimor her aufkommender lauer Wind, der kühlere Luft über die Arbeitsstätte trug.
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Es waren die Männer der Schöpfung, welche sich vorbildlich schon etwas früher am ramponierten Brettersteg einfanden, um den Ort des Brückenbaus zu inspizieren.
Allerdings hatte jeder nur sein eigenes Werkzeug mitgebracht und von den anderen Arbeitskräften fehlte noch jede Spur. Zu früh war es anscheinend für raue Muskelkraft und Manipulationen der Realität.
Während sie auf weitere Personen warteten, vertrieben sie sich die Zeit und ließen ihre Gedanken und Beine baumeln.

Immerhin konnte einer seiner geplanten Tätigkeit nachgehen. Tom, der beste aller Barden dieser schönen Tropeninsel, vertrieb den Männern die Zeit mit munterer Musik und hielt die Moral oben.

"Drei heiße Männer auf 'ner Brücke ..." So sang er. Und das waren sie auch.

Doch es dauerte nicht lange, da tauchten auch die Damen der Schöpfung auf. Hoch motiviert und voller Tatendrang machten sie sich ans Werk eine Brücke zu bauen.

Viele Ideen sprudelten durcheinander. Bandagen wurden zu Seilen verknotet, Bretter wurden aus dem Boden gehobelt und Laternen wurden auf dem Steg verteilt. Und zwischen all diesen Arbeitsschritten wurde eines sehr schnell klar:
Ohne Blanche geht hier offenbar gar nichts!
Es mangelte an Werkzeug, Planung und Koordination.
Die Reihenfolge war das entscheidende Problem.
Man konnte die jetzige Brücke noch nicht abreißen, weil man sie noch für den Transport der Steine benötigte, damit man sie nicht durch das Wasser zerren muss.
Ohne anständige Seile und Steckstäbe kann man keine Markierungen anbringen. Und ohne Markierungen wird jedes Loch kreuz, quer und schief gebuddelt.
Außerdem brachte es nichts das Wasser zu verdrängen, wenn noch kein Material da war um die Fundamente zu gießen.
Also einigte man sich darauf die Arbeit an einem anderen Tag fortzusetzen und als Erstes eine Markierung anzubringen.
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In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde wie versprochen nachgereicht.
Stäbe wurden geschnitzt und auffällige Tücher daran befestigt, dass man sie auch leichter sehen kann.
Verschiedene Seile und Taue wurden organisiert und in regelmäßigen Abständen von einem Schritt mit Knoten versehen, damit man das Raster für die Brücke besser bestimmen kann.
Für das Einhalten der rechten Winkel wurden Seile mit Abstandsknoten versehen und zu Dreiecken mit Seitenlängen von drei, vier und fünf Knoten abgesteckt.
Entlang der Ecken konnten dann grade Linien bestimmt werden.
Zwei hervorgerufene Kristallelementare hielten die Taue straff und auf der Stelle.
Anhand einer Vereisung der Seilmitte und eines herabhängenden Wassertropfens wurde überprüft, ob sich beide Seilenden auch auf der gleichen Höhe befangen.
Nach und nach konnten auch die Markierungsstäbe abgesteckt und die genauen Positionierungen für die Fundamentpfeiler anhand der Knotenanzahl festgelegt werden.

Doch wer weiß schon, wie es für die anderen war oder was danach geschehen würde?

Verfasst: Montag 15. Juli 2024, 23:41
von Freya Silberhain

Der fünfte Tag brach heran.. doch sollte sich dieser ein wenig anders als die anderen gestalten. Es war ein Ruhetag an dem eigentlich nichts geschehen sollte. Doch Freya hatte Hummeln im Hintern und wollte wenigstens einen kleinen Bruchteil weiter fertig bekommen.
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Tag 5:
Freya begann schon früh damit, die Steine nach ihrer Größe zu sortieren.

Die Sonne war noch nicht allzu hoch gestiegen, als sie sich mit einer Schaufel bewaffnete und die kleineren Pflastersteine sorgfältig in die vorbereiteten Kuhlen aus Holz legte.

Sephira kam des Weges und schaute ihr ein Weilchen zu, bis ein prächtiger Gerfalke über den beiden hinwegflog und zu einem Sturzflug ansetzte. Der Falke verwandelte sich und brachte den Arcomagus Arenvir zum Vorschein.
Während Freya sich weiter um die Baulichkeiten kümmerte, hatten die beiden Magier in ihrer Nähe durchaus das eine oder andere Amüsante Gespräch zu bieten.

Stein um Stein setzte sie präzise in die Reihen, um den mittleren Brückenweg bis zum Ansatz des ersten Rundbogens zu formen.

Als auch Ignatius dazustieß und seine Hilfe anbot, beschlossen er und Freya zurück in die Stadt zu gehen, um weitere Pflastersteine zu besorgen.

Dem Veneficus fiel hierzu eine wahrlich nette Idee ein um die recht schweren Brocken mit Leichtigkeit zum Brückenbau-Gelände zu transportieren. Er formte ein Pentakel, wo sie die großen Säcke mit den Pflastersteinen hinkippten. Mit einem eleganten Eingriff ins Lied wurden hierbei die Steine lebendig und formten eine folgsame Masse, eines Golem ähnlich.. den beiden folgend.

Der Tag neigte sich dem Ende und die Vorbereitungen für den letzten Tag waren getroffen. Die Fundamente standen. Die Holzgerüste waren gebaut und platziert. Nun sollten nur noch die fleissigen Hände mit Steinen und Mörtel das Skelett zu einer prächtigen Brücke formen müssen...

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Verfasst: Montag 22. Juli 2024, 03:36
von Ignaz Nefario Milan

Der letzte Abend brach heran. Diesmal fand sich eine ganze Hand von Helfern zusammen um das Bauvorhaben abzuschließen.
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Tag 6:
Allerdings waren zu Beginn noch alle etwas unschlüssig wie genau weiter vorgegangen werden sollte. Immerhin hatte bisher noch keiner der Anwesenden größere Konstruktionen mit Techniken wie Rundbögen gebaut.
Evilyn hatte einige gute Vorschläge, wie man an den letzten Tag anknüpfen könnte um den Brückenweg über die Meerenge hinweg zu pflastern. Verschiedene Möglichkeiten des weiteren Verfahrens wurden besprochen und zum Glück stieß auch Blanche hinzu um wieder die Bauleitung zu übernehmen.
Sie benötigte reichlich Mörtel für die Fertigstellung der Brücke. Tom erklärte sich sofort bereit und kannte sich schon bestens mit dem Mischungsverhältnis aus. Zusammen mit Evilyn legten sie sofort los.
Ignatius scherzte noch, sie mögen sich nicht zusammenkleben, da sie sonst als Tomilyn auf Ewig miteinander verbunden wäre.

Doch die Disziplin auf der Baustelle war genauso hoch wie die Moral und so wurde nur herumgeflachst.
Vorsichtig wurde der Mörtel über den Arbeitsort transportiert, sodass Blanche in Akkordarbeit das Brückenpflaster verlegen konnte.

Für die Rundbögen wurden noch Streben benötigt, damit man die Steine nach und nach in die Bogenform setzen konnte, ohne dass sie in sich zusammenfallen. Eine ganz schön pfiffig ausgeklügelte Konstruktion diese Rundbögen mit ihrer Druckverteilung.

Bretter wurden zurecht gesägt und ineinander gesteckt, damit man sie als Erweiterung oben auf die bereits aufgestellten Gerüste nageln konnte, damit sie nach dem Ausrichten nicht verrutschten.

Vollkommen in die Fertigstellung der Brücke vertieft ackerten alle unermüdlich weiter und ließen sich von nichts ablenken. Sogar nicht in greifbarer Reichweite befindliches Werkzeug wurde auf die Schnelle kreativ durch andere Optionen ersetzt.

Und so wurde auch ein Stein zum Hammer um einen Nagel ins Holz zu treiben.

Fels um Fels fügte sich ins Muster und ehe man sich versah versammelten sich alle zum feierlichen Einsetzen des Schlusssteines. Wie es sich gehört, hielt die Stimme der Insel sogar eine feierliche Rede:
"Auf dass uns diese Brücke Brücken schlagen wird,"
"in alle Reiche, für immerdar, solange K'awi existiere."

Die Anwesenden der letzten Stunden jubelten als ihr neues Tor nach Gerimor fertiggestellt war.

Umso schöner war der Moment, als mit ChaRiXune bereits die erste Passantin die neu eingeweihte Brücke überquerte um K'awi zu besuchen.
Doch waren zu so später Stunde und nach der ganzen Mühe alle erschöpft und wandten sich der Stadt und ihren Betten zu.
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In den kommenden Tagen wird es noch eine Verzierung des Schlusssteines durch Blanche geben, damit die Namen aller Helfer dort verewigt werden.
