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ungeahnte Emotionen
Verfasst: Donnerstag 17. August 2006, 16:49
von Leana Leador
Selten hatte man mich mit solch einem wütenden Blick gesehen. Heute war durchaus nicht mein Tag. Dem Mann das Knie zwischen die Beine rammend nahm ich die Beine in die Hand. Was war das nur heute?
Noch immer laufend beschloss ich wieder nach Hause zu gehen. Es war wohl das Beste wenn ich die Nacht doch dort verbrachte. Schließlich hatte ich dem Kind versprochen da zu sein falls es aufwacht. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Gänzlich verwirrt erreichte ich Varuna und ordnete nur mühsam meine Gedanken. Es war kaum zu beschreiben welchen Gefühlsregungen ich ausgesetzt war. Mal wütend, dann traurig und schließlich verzweifelt rannen mir Tränen die Wangen herrab oder ich hämmerte gegen irgendetwas das sich auf meinem Weg befand. Wie hatte ich nur so die Beherrschung verlieren können? Nun war es zu spät. Geschehen ward geschehen. So ich ihn in der Taverne verwechselte würde er mich wohl auch kaum wieder erkennen. Zumindest hoffte ich das. Unbewusst warf ich dem murrenden Gardisten einen wütenden Blick zu. Was konnte ich dafür wenn er mir in den Weg lief. Endlich zu Hause riss ich die Türe förmlich auf und war nahe daran sie hinter mir zuzuknallen als ich mich im letzen Augenblick an das schlafende Kind erinnerte und hastig meinen Fuß dazwischen schob. Einen Fluch hinunterschluckend schloss ich dann die Türe und ging auf Zehenspitzen nach Oben mich zu entkleiden. Aylin schlief auf ihrer Seite des Bettes und schien den Jungen gar nicht bemerkt zu haben. Immerhin so hatte ich Zeit mir zu überlegen wie ich ihr die Anwesenheit des Kindes erklären konnte. Seufzend saß ich eine Weile auf dem Bett meine Gedanken ordnend. Innerlich kochte ich noch immer und ballte die Hände zu zwei kleinen festen Fäusten, diese in das Laken verkrallend. Dabei hatte doch alles so vielversprechend begonnen.
Die Augen schließend atmete ich bewusst tief durch und rief mir den Tag ins Gedächtniss. Zur frühen Abendstunde hatte ich auf der Suche nach Aylin das Kind auf dem Amboss nahe der Esse entdeckt. Etwas perplex musterte ich den dreckigen Jungen der scheinbar ein wenig Probleme mit der Sprache hatte und so kam eines nach dem Anderen. Zunächst wuschen wir uns zusammen die Hände ehe er einen Teller Eintopf in sich hinein schaufelte. Er hatte trotz seiner wenigen Jahre einen aufgewecksten Verstand und irgendwie zog er meine Aufmerksamkeit förmlich an. Wenige Zeit später war ich völlig vernarrt in den Kleinen und begann mich mehr wie eine Löwin zu verhalten die ihr Junges schützt. Dem seltsamen Kunden unwirsch über den Mund fahrend gab ich dem Kind recht kaum das der Mann in der Umkleide verschwunden war. Wie konnte man auch... einem Kind erzählen das sei Leder aus der Haut von Kindern.
Seufzend atmete ich durch und sah zur den Vorhängen ehe ich die Augen wieder schloss mir den Rest des Tages ebenfalls vor Augen rufend.
Erst spät hatte ich mich aufgemacht Mia aufzusuchen als es zu Regnen begann. Fluchend saß ich auf dem Pferderücken, meiner flackernden Fackel konnte ich praktisch dabei zusehen wie sie erlosch. Herrlich... in tiefer Dunkelheit nahe des Nebelwaldes. Nun hatte es sicherlich keinen Zweck mehr weiter zum Hof zu reiten und ich beschloss zu sehen ob bei Nim oder Ciaran noch Licht war. Bereits etwas erfreuter sprang ich ab als ich den Falben vor dem Haus bemerkte und klopfte an. Nach geraumer Zeit folgte ein Kopfschütteln und kurzerhand ward die Heimreise beschlossen. Immerhin konnte das Kind jederzeit aufwachen und sich fürchten... schon wieder drehten sich meine Gedanken um den Jungen. Bedeutete er mir bereits so viel? Ganz dem Gedanken nachhängend ritt ich die Kapuze tief ins Gesicht gezogen langsam durch den Regen. Zu gerne wäre ich schneller geritten doch wollte ich es dem Pferd überlassen da meine Augen kaum mehr etwas wahr nahmen. Doch nach einiger Zeit bereits hob sich ein Fackelschein aus dem Dunkeln hervor und ich ritt zögerlich darauf zu. Erst als eine bekannte Stimme meinen Namen nannte trieb ich das Pferd noch näher herran und sprang ab. Etwas irritert sah ich von Ciaran zu der Frau die er gestützt hatte und musste zusehen wie sie fast das Gleichgewicht verlor. Das war doch sonst nicht seine Art.. Verwundert folgte ein Kopfschütteln das sowohl den Worten des Fremden sowie dem Gebarden Ciarans gelten konnte. Ich war wohl gänzlich im falschen Augenblick des Weges gekommen. Schlagartig verschlechterte sich meine Laune wieder und ich sah den Dreien nur nach als sie sich gen Kutsche wandten. Von wegen turteln... Ciaran war durchaus ein Mann der half wenn es an der Zeit war. Ich fand diesen Satz ungeheuerlich und regte mich wohl mehr darüber auf als es dem Betreffendem aufgefallen wäre. Mich energisch wieder aufschwingend trieb ich das Tier an und ritt einen Bogen um die Weggabelung. Wahrlich.... zu diesem Zeitpunkt glaubte ich das es fast schon nicht schlimemr kommen könne. Bester Laune natürlich... kam ich in Varuna an. Das Tier in den Stall bringend bat ich Marvin es trocken zu reiben und gab ihm ein paar Münzen zusätzlich. Hastig eilte ich mit der erloschenen Fackel nach Hause. Gerade um die vorletzte dunkle Hausecke gebogen blieb ich stocksteif stehen.
Hatte da jemand meinen Namen gerufen?
Mich umsehend wandte ich mich letzendlich einem Reiter zu der näher kam. Aufatmend erkannt ich Ciaran und drängte ihn mit mir nach Hause zu gehen. Nachdem ich klar gemacht hatte das wir leise sein müssten bat ich ihn sich zu setzen und eilte nach Oben den Kopf durch die Vorhänge steckend. Sichtlich beruhig trat ich dann ein, mich nass wie ich war auf die Matte neben das Kind setzend. Einige Male strich ich ihm über den Kopf ehe ich die Decke neu festzog und mich nach Unten wandte. Das nasse Kleid klebte inzwischen unangenehm an mir doch wollte ich zunächst mit Ciaran sprechen. Langsam setzte ich mich auf den Hocker neben ihn und wandte mich ihm zu. Nach einer Weile des Plauderns brach es förmlich aus ihm herraus das er Hals über Kopf in mich verliebt war. Fassungslos starrte ich ihn an und wusste zunächst nicht was ich sagen sollte. Hatten wir einander nicht versprochen Freunde zu bleiben? Wollte er so etwas kostbares einfach... verändern? Meine Gedanken kreisten. Ich hatte ihm kurz zuvor erzählt das ich heute schlichtweg biestig und übel gelaunt war und nun.. das? Erst Augenblicke später fand ich die Sprache wieder und entzog ihm meine Hände die er sanft streichelte. Ich sah ihm an kaum wahrnehmend das die Lampfen verlöschten und nunmehr die Kerze brannte. Die Augen weit aufgerissen brachte ich unsicher nach den richtigen Worten suchend hervor das ich ihn sehr gern hätte... sich aber keine Liebe in meinem Herzen finden würde. Letzendlich.. war ich soweit es ihm zu erzählen. Zu erzählen warum ich so versessen war meine Schwester nach Gerimor zu begleiten und warum ich letzendlich hier gelandet bin.
Die Wand ansehend, fast durch sie hindurch schweiften meine Gedanken ab in die Vergangenheit. Lange war es her. Doch schmerzte es als seien erst wenige Tage vergangen. Ich erzählte ihm das ich bereits verlobt gewesen war. Glücklich verlobt bis zum Zeitpunkt eines Vorfalls. Larvius, mein Verlobter ward in der Nacht von Tieren angefallen worden als er versucht hatte seinen Hof zu verteidigen. Schlimm zugerichtet hatten ihn einige Männern am nächsten Tage zur Heilerin gebracht. Wochen fieberte er doch schien er wieder zu kräften kommen. Wir konnten unser glück kaum fassen und trafen uns nunmehr täglich. Ich wich kaum mehr von seiner Seite bis er gänzlich gesund wirkte. Dann jedoch... veränderte er sich. Mit dem Mondlauf wurde er grob und agressiv. Die Leute munkelten von einer Tierseuche die sich auf ihn übertragen hätte doch wollte ich nichts davon wissen. Ich glaubte an ihn, an uns. Bereits Tage später schien er wieder der Alte und rasch beruhigte ich mich. Einige Wochen verstrichen ehe die Tortur aufs Neue begann. So setze es sich dann fort. Mit jedem Mondlauf schien er mehr und mehr seiner Sinne zu schwinden und letzendlich war es soweit das er selbst mich schlug. Zu Hause verbot mir mein Brude jeglichen Umgang mit ihm und meine Eltern erklärten das Verlöbniss unter diesen Umständen als ungültig. Eingesperrt wie ein Vogel hielt ich es nicht aus. Bereits wenige Nächte später begann ich mich aus dem haus zu schleichen und ward stets vor dem Morgengrauen zurück. Mit der Zeit hatte ich tiefe Ringe unter den grünen Augen und ich schlief fast des Tages ein. Als die Zeit kam wo Larvius sich wieder zu verlieren begann besuchte ich ihn dennoch. Natürlich geriet er außer sich und schlug mich nieder ehe er wie wild in den Wald davon stiefelte. Auf dem Boden kauernd peitschte mir der Wind ins Gesicht und die Haare stoben davon ehe sich die Tür laut knallend schloss. Ich legte mich auf sein Lager und wiegte eiversüchtig eines seiner Hemden in der Hand ehe ich letzendlich mit geschwollener Wange und blutverkrustetem Haar zu Hause angelangte. Meine Eltern gerieten gänzlich außer sich und sprachen das Verbot meines Bruders erneut aus. Die Schläge meines Geliebten vermochten mich nicht so sehr zu verletzen wie das Wissen das meine eigenen Eltern mir verboten aufzusuchen nach wem ich mich verzehrte. Er war doch nicht er selbst wenn er so war... konnten sie das nicht verstehen? Er liebte mich doch so sehr wie ich ihn liebte. Natürlich brach ich das Verbot und suchte ihn auf. Einige Tage waren wir glücklich ehe wir ein langes Gespräch führten. Er wollte das ich ihn verlasse. Etwas in mir zerbrach und mein Kopf senkte sich gen Brust so sehr hatte ich ihn hängen lassen. Doch Larvius versicherte mir das er mich immer lieben würde und ich gehen müsse da er angst hatte mir etwas anzutun. Erst nach Stunden stimmte ih dem zu. Wusste ich doch das meine Schwester ihr Glück in Gerimor versuchen wollte. Ich sprach lange auf meine Eltern eine ehe sie mir erlaubten sie zu geleiten und so... waren wir hier her gekommen.
Aus der Geschichte hinausgerissen sah ich fast schon verzweifelt in die Augen Ciarans. Ich erzählte ihm das ich immer noch von meinem Verlobten träumte und manchmal sogar glaubte seine Stimme zu hören. Ich fragte ihn ob er mich in dem Wissen lieben könnte das mein Herz ebenso einem Anderen gehörte, gar mehr als ihm? Fragte ob er damit leben könnte zu Wissen das ich ihn nicht ebenso liebte wie er mich.
Nachdem ich seiner Antwort nachdenklich gelauscht hatte und ihn nach ein wenig Plaudern bat zu gehen, zog ich mich endlich um. Ein trockenes Kleid und die Haare mit einem Handtuch getrocknet fühlte ich mich besser. Allerdings konnte ich so keineswegs schlafen und wurde schier wahnsinnig zu Hause. Ettliche Dinge erinnerten mich an Ciaran und so beschloss ich heute in einer Taverne zu schlafen. Den Jungen hatte ich dabei tatsächlich vergessen. Mir einen neuen Mantel um die Schultern werfend eilte ich nach Bajard. Dort glaubte ich würden mich nicht so viele Menschen kennen als in Varuna.
Kaum jedoch in die schlummernde Jungfrau getreten blieb ich stocksteif stehen. Spielten mir meine Augen einen Streich? Drehte ich nun durch ? Kaum 2 Schritt vor mir entfernt stand Larvius... kaum verändert hatte er sich und ich brach in Tränen aus, mich ihm ganz gegen meine Art an die Brust werfend. Fast schon verzweifelt klammerte ich mich an den Mann und hemmungslos liefen die salzigen Tränen noch immer über meine Wangen. Einige fragende Sätze stammelnd fragte ich nach der Krankheit.. wie er hergekommen sei.. wie es möglich war. Kaum mehr etwas anderes um mich herrum nahm ich wahr so sehr wünschte ich mir wohl das er es wirklich ist. Das der Mann jedoch nicht war was er zu sein schien wurde mir erst später klar. Eine wütende Frauenstimme.. und zuknallende Türen ließen ihn mich fester packen als es angenehm war. Etwas zurücktretend musterte ich Larvius erschrocken und plötzlich gab er sich anderst. Mir wurde klar das dies nicht der Mann sein konnte nachdem es aussah, oder doch? Hatte er sich so sehr verändert? Ich war mir in meinem Gefühlstumult inzwischen gar nicht mehr sicher doch brachte seine grobe Art letzendlich die Wendung. Ich sagte ihm das er nicht derjenige war für den ich ihn hielt das sich dieser niemals so verhalten hätte. Zu meinem ärger packte er mich am Arm gerade als ich die Taverne wütend verlassen wollte. Längst schon hatte sich die Unsicherheit gelegt und ich wandte mich blitzschnell um ihn anstarrend. Bevor ich etwas gepfeffertes erwiedern konnte verlangte er einen Kuss. Dafür das er meinen Tränen getrocknet hätte. Pah! Meine Gedanken rasten und ich war selbst überrascht als ich mit butterweicher Stimme schmeichelnd fragte ob es nur ein Kuss sein sollte... Ich lies zu das er näher trat. Legte ihm meine Hände in den Nacken und streichelte diesen sogar verheisungsvoll. Den Kopf anmutig zur Seite neigend hob ich ihn etwas an wie um ihm die Lippen zum Kuss darzubieten. Meine Augen dabei jedoch weit offen riss ich das Knie hoch als seine Aufmerksamkeit zu sinken schien und duckte mich durch seine Umarmung weg. Die Tür aufreissen begann ich zu rennen. Fast den ganzen Weg nach Varuna rannte ich. Immer wieder änderte sich meine Stimmung und ich wollte mir inzwischen selbst nicht mehr begegnen. Auf sämmtliche sich im Weg befindene Dinge einschlagend machte ich meiner Wur luft wo ich noch zuvor einfach verzweifelt gerannt war. Wie konnte man nur so dumm sein und glauben dass Wünsche sich erfüllen. Larvius war wahrscheinlich längst tod oder gänzlich der Krankheit verfallen so das es das Beste war wenn ich ihm nicht nachtrauerte. Letzendlich war es sein Wunsch, zu meinem Besten. Endlich in Varuna musste ich mir auf die Zunge beissen um den Gardisten nicht anzuschnauzen der mir in den Weg lief und so blieb es bei einem scharfen Blick.
Seufzend schüttelte ich nun den Kopf die Erinnerung abwerfend. Vielleicht war es an der Zeit vergangenes ruhen zu lassen. Vielleicht sollte ich aufhörem zu trauern um Jene die längt verloren waren. Vielleicht...
Doch konnte ich es?
Mich auf dem Bett nach Hinten sinken lassend legte ich mich neben meine Schwester und starrte noch lange die Decke an ehe ich in einen unruhigen Schlaf viel. In dieser Nacht träumte ich wohl das letze Mal von ihm. Doch diesmal überschattete sich das sonst so vertraute Gesicht mit den harten Zügen des Mannes aus der Taverne. Nunja.. zumindest würde dieser in Zukunft keine Freude an dem Spiel mit Frauen haben und sie in dem Glauben lassen er wäre jemand anderes. Doch das Fremde auf so eigenartige Weise vertraute Gesicht würde ich wohl einige Zeit in Erinnerung behalten.
[img]http://nachbarslumpi.na.funpic.de/Katja/Leana/Jago.jpg[/img]
Ungeahnter Emotionen - Verwirrung und Sternenlicht
Verfasst: Freitag 18. August 2006, 08:01
von Ciaran Aumar
Als Ciaran das Haus der Leadors verlies, war verwirrt und aufgewühlt. Sein Herz klopfte wild und seine Gedanken vollführten Saltos.
Er mußte den Kopf freibekommen ... schnell ritt er heim, band seine Stute am Haus fest und huschte hoch in den ersten Stock.
Leise nahm er den Schlafsack aus seiner Kiste. Er wollte schon hinabgehen als ihm ein Gedanke kam und er alsdann murmelnd den Kopf schuttelte. "nein, keine Waffen ... nicht auf diesem Wege* und flink legte er Waffengurt, Schwert und Axt ab, lies sie einfach zu boden Sinken.
Dann husche er hinaus, in den Wald und blickte lange hinauf in den Sternenhimmel, der Regen störte ihn nicht.
Am nächsten Morgen wirkte er ruhiger, im ersten Licht der Morgendämmerung schrieb er einen Brief, den er dann, später am Tage, nach Bajard brachte. Dort sprach er mit dem Kapitän eine Schiffes, das bald zum Kontinent auslaufen würd, gen Ciaran's Heimat ... sprach eindringlich mit ihm und wies ihn bei großzügiger Entlohnung an diesen zum Turm von Arun's Sohn zu bringen, in Tiefengrund.
Dann huschte er wieder davon, in den Wald.
Verfasst: Freitag 18. August 2006, 22:44
von Leana Leador
Kaum geschlafen hatte sie und von Erinnerungen geplagt stand sie noch vor dem Morgengrauen auf.
Was wollte sie?
Was dachte sie?
Ein unglaubliches dröhnen in einem Wirrwarr von Gedanken ließ sie letztendlich aufschreien und die Fäuste auf den Tisch schlagen. Es war endgültig genug. Es musste ein Schlussstrich gezogen werden zwischen Vergangenheit und Heute. Der Fremde gestern hatte ihr auf unbewusste Art und Weise mehr geholfen als ihr und wohl auch ihm bewusst war. Seine Verhalten hatte sie nur allzu deutlich an diese verteufelte Krankheit erinnert und es schien fast als habe sie endlich verinnerlicht das es keine Hoffnung gab. So war es wohl auch... Hoffnung schien vergebens so sie ohnehin nicht erfüllt wurde. Die Morgenstunden zogen in quälender Einsamkeit daher und sie versuchte zu Arbeiten. Unter den zitternden Händen gelang ihr kaum etwas und schließlich legte sie den Stoff zur Seite. Sie war sich sicher das Aylin und das Kind noch eine Weile schlafen würden und machte sich auf das Haus zu verlassen.
Klar und kalt schlug ihr die Morgenluft entgehen ehe sie durch die stillen Gassen Varunas Schritt. Ihre Stute beim Stallmeister verlangend sah man sie bald darauf die Stadt verlassen. Es kostete sie einige Überredungskunst in Berchgard zu dieser Stunde eingelassen zu werden und endlich erreichte sie ihr Ziel. Dem geduldigen Tier einen Klapps auf die Kruppe gebend lief sie durch das Nasse Gras bis hin zum schäumenden Wasserfall. Energisch auf einen der großen Felsen kletternd saß sie wie eine Statue ihrer selbst da und sah dem in die Tiefe rauschendem Wasser zu.
so still....
so friedlich...
so mächtig...
Erst nach Stunden oder waren es Minuten, hob sie den Kopf an sich umsehend. Die ersten Sonnenstrahlen zauberten unwirkliche Schatten in das Wasser und ein zufriedenes seufzen wurde vom Tosen des Wasserfalls übertönt. Sie liebte diesen Platz und genoss die Kräfte die hier aufeinander einwirkten. Doch ... zu Hause wartete Verantwortung. Sich vom Felsen lösend stiegt sie vorsichtig wieder auf die Wiese hinab und pfiff nach ihrem Pferd. Die Stute ausgiebig lobend schwang sie sich auf und ritt zurück. Das Tier ward rasch in den Stall gebracht und eine Brote in der Bäckerei eingekauft. Zu Hause angekommen deckte sie zunächst für 3 ehe sie bemerkte das Aylin längst aufgebrochen war. Erschrocken sah sie nach ob Antoris noch schlief und ging beruhigt zurück. Nun gut, so würde sie also alleine Frühstücken. Jedoch gingen ihr so viele Gedanken durch den Kopf das es gänzlich unmöglich war sich auf eine so einfache Sache wie ein Frühstück zu konzentrieren. Lustlos trank sie von dem Saft und knabberte an etwas Brot herum ehe sie alles wieder zusammen räumte. Dem Jungen etwas zu Essen und zu Trinken stehen lassend wandte sie sich dann nach Unten. Ratlos sah sie umher und fasste zu guter letzt den Besen und begann zu Fegen. Nach dem Besen folgten Lappen, Eimer, Bürste und Wasser. Einige Stunden später gab sie es auf sich weiterhin sinnlos damit zu beschäftigen. Schon längst war kein Staubkorn mehr zu finden und der Laden glänzte wie aus dem Ei gepellt. Die ersten Kunden ab wimmelnd erklärte sie jedem der es hören wollte das sie zu durcheinander war die Tage zu arbeiten. Alsbald jedoch wurde es lästig und man sah ein großes Schild an der Türe hängen
" GESCHLOSSEN "
Als am Mittag endlich Antoris auf den Beinen war nahm sie den Kleinen liebevoll in die Arme kaum das er auf ihren Schoß gekrabbelt war. Er war so dünn.. so klein.. so.. sie wusste einfach nicht was sie an ihn band doch gehörte er schon jetzt zu ihr als sei er schon immer da gewesen. Es tat gut das Kind an ihrer Seite zu haben und kurz bevor sie zusammen spielen wollten klopfte es an der Türe und ein Ruf erklang. Nanu? Allianz des Lichts? Ein wenig verwundert sah sie zu wie der Kleine dem Mann die Türe öffnete und wartete ab.
Verfasst: Freitag 18. August 2006, 23:16
von Antoris Leador
Es war wieder einer solchen Tage gewesen, die ihn dazu brachten sich einem fremden Haus zu nähern. Die Nacht war kühl für den kleinen unternährten Körper gewesen und so hatte er sich auf jenen Ambos begeben, dicht bei einer Esse. Mehrmals hatte er gebraucht bis er endlich auf dem Ambos sass und sich langsam drehte um zu sehen wer da langging. Als die Türe sich plötzlich öffnete fiehl er vor Schreck vom Ambos und schaute die junge Frau die da stand grimmig an.
So oft hab ich braucht um da hochzukomm un nu bis du da un ich muss wieda neu versucht da hochzukomm
So hatte der kleine Junge stotternd von sich gegeben. Verwirrt hatte die junge Frau eine Braue gehoben und sich dann hingehockt vor ihn. Sie hatte ihn gefragt ob er Hunger habe. Natürlich hatte der kleine Junge, dessen rote Haare leicht verfilzt in seiner Stirn hingen und die grossen grünen Augen fast schon rastlos umherblickten, hunger. Sie fragte ihn wo seine Eltern waren und er deutete wie anklagend mit einem kleinen dreckigen Finger auf die Gardisten und meinte im ebenso anklagenden Tonfall
die da die ham sie mitkenomm als sie nich mehr wachkeword is
Wieder nur stotterte er bei seinen Worten und es wurde dabei deutlich das er ein kleiner Stotterer war. Sie hatte ihn mit zu sich reingenommen und kaum das er irgendwo sass schlief er auch schon erstmal ein. Er war so unglaublich müde, dass lange sitzen und immerwieder fragen, ob der vorübergehende denn ein Stückchen Brot für ihn habe oder eine Goldmünze strengte an. Als er wach wurde lernte er das erstemal das man Wasser auch zum Waschen nutzen konnte, in den Strassen hatte er gelernt , dass Wasser kostbar war und nicht verschwendet werden durfte für sowas wie Waschen. Als sie ihm dann jedoch einen Löffel in die kleine Hand drückte guckte er nur dumm drein. Sicher er hatte schonmal einen Löffel gesehen und auch gesehen wozu der gut war, aber ohne Löffel ging es doch schneller und niemand konnte einem das Essen dabei wegschnappen wenn man es schnell heruntertrank. Sogar Baden waren sie nach dem Essen das leider missglückte weil er dummerweise sich in der Höhe verschätzt hatte und sich die Suppe über den Kopf schuettete, anstatt in den Mund.
Baden, das machte Spass. Es war so angenehm warm. Er hielt sich mit einen kleinen Händchen an ihr fest wärend sie ihn wusch. So sanft war noch nie jemand mit ihm umgegangen und er genoss es erstaunt. Sein ganzer Körper war mit blauen Flecken und anderen kaum wirklich verheilten Wunden übersäht. Da er nicht besonders schnell war, hatte er immer von den anderen Kindern Prügel bezogen wenn sie ihm sein Essen stahlen, oder auch einfach nur wenn er wiedermal vor einen Baum rannte den er viel zu spät gesehen hatte. Sie fanden immer einen Grund um ihm wehzutun, er hatte sich daran gewöhnt und nahm es auch gar nicht wirklich wahr.
Abends noch kam ein Kunde der offenkundig Kinder nicht mochte. Als er klopfte rannte Antoris erstmal gegen den Tisch und rempelte die Wand an, halb fallend wetzte er die Treppe hinunter um die Türe zu öffnen. Er wollte Leana zeigen das er sie mochte und dankbar war und ihr etwas Arbeit abnehmen. Das er sich dadurch auch wieder neue blaue Flecken einsammelte war ihm egal. Der Mann an der Türe blickte so grimmig drein, dass Antoris sich schnell hinter Leana versteckte. Sie nahm ihn mit hinter die Theke wo er sich sicher fühlte. Der Mann sagte das Leder habe er Kindern abgezogen, als Antoris neugierig fragte was das für Leder sei. Als der kleine Junge dann sagte das das nicht wahr sei, zog der Mann ein Gerbermesser und hielt es ihm unter die Nase.
He man zieht keine waffe in gegenward einer dame un schon ka nich in ihr eignes haus
Wies Antoris den grossen Mann zurecht. Der Mann sagte was von das Kinder so frech seien und nichtmal sich zu benehmen wüssten worauf Antoris ihm ins Gesicht sagte
du weis es ja nichma selba
Er zeigte in dem Moment deutlich das er momentan der Mann im Haus war und er fühlte sich hinter Theke neben Leana sicher und beschuetzt. Als der Mann wegwar spielten sie noch etwas mit Würfeln und es machte ihm richtig Spass. Als er müde wurde trug Leana ihn nach oben auf die Matten und deckte ihn sanft in eine warme Decke. Bevor er einschlief sagte er noch
mogen gehn wir in die strassen un keben all den andern kinders auch so warm decken.
Verfasst: Freitag 18. August 2006, 23:26
von Thelor von Reensdorf
Wie am Abend zuvor schon Ritt thelor zu dem laden zu welchem ihn Miss Aumar geschickt hatte.
Wie am Abend zufor schon Klopfte er.
Doch diesmal bekahm er Antwort.
>> Allianz des Lichts<< sagte er als gefragt wurde wer dort sei!
Langsam wurde die tür entriegeld und ein Kleiner Junge öffnete die Tür.
>> Ich suche eine Frau sagte Thelor zu dem Jungen.<<
>> Das suchen doch alle Männer sagte der Kleine Jung eund ließ ihne intretten.<<
Ein kurzes Lächeln huschte über thelors Gesicht ob der Frechen Antwort des Jungen.
>> Diese Frau ahbe ich schon, Ich suche Leana Leador<<
Die Junge frau welche auf dem Stuhl saß erhob sich , als der name viel.
>> Ich bin die frau die ihr sucht, wie kann cih behilflich sein.<<
>>Ich komme weil Miss Aumar ihren Bruder Ciaran vermisst.<<
sagte Thelor ruhig und folgte dann der Frau hinauf in Ruhigere gemächer um in ruhe zu Reden.
>> Miss Aumar erzähltedas er euch den hof amchte, und nun ist jener Herr seit 2 tagen verschwunden, vieleicht wisset ihr von seinem verbleib?
Auch ging er ohne Waffe, was Miss Aumar seltsam fand.<<sagte Thelor nun wobei er jedoch einen ernsten Gesichtsausdruck hatte.
Die Gesichtsfarbe der Frau ihm gegenüber wich einem sehr Blassem Weiß
>> v...vv..verschwunden?
Ich wüsten nciht wohin wieso wer?<<
>>Das wüste ich aj von euch gerne oder hatte er Feinde die euch bewusst währen?<<
>>Feinde nein , nicht Ciaran.
vieleicht weil ich ablehnte, aber<<
>> Nun die Allianz sucht ihn weiter, doch besucht einmal seine Schwester ihr beide werdet sicher trost benötigen , und ladet euch ncith die schuld auf die schultern.<<
Mit diesen worten verabscheidete sich thelor Schließlich und trat den Rückweg zu feste der Allianz an.
Die suche ging weiter,
dieSucher der Allianz und die der beiden Frauen..........
Verfasst: Samstag 19. August 2006, 00:50
von Nimuelia Aumar
Sie hatte ihren Bruder schon den Tag erfolglos gesucht. Auch die Bemühungen der Alianz hatten sie nicht groß aufmuntern können.
Nun beschloss sie das Haus ihres Bruders zu durchforsten und entdeckte das dessen Schlafsack verschwunden war.
Nun schoß der Zorn in die Augen der jungen Frau die sonst recht schwer in Rage zu bringen war. Er hätte eine kurze Notiz für sie hinterlassen können. Aber nein wie er nun war würde er einfach hinausgerannt sein.Sie seufzte tonlos. Dann sattelte sie das Pferd ihren Dunklen und machte sich auf zu Leana zu reiten. Diese hatte sicherlich bereits die Anschläge gesehen und würde sich Sorgen machen.
Als sie in der Stadt anlangte und an Leanas Tür klopfte öffnete diese ihr recht aufgewühlt die Türe.
Sie kam ohne Umschweife zur Sache und berichtete das Ciaran verschwunden sei.
Doch sie an die Alianz hatte sie bereits aufgeucht und sie darüber in Kenntnis gesezt.
Doch was ihr Leana daraufhin berichtete lies die Sache wieder trüber erscheinen.Er mußte ihr seine Liebe gestanden haben und sie hatte ihn abgewiesen. Weshalb und warum war dabei recht unbedeutsam denn nun wußte Nim genau warum ihr Bruder sich ohne Worte verabschiedet hatte.
Erneut seufzte sie und erhob sich.Leana wollte ihn suchen und Nim würde sie nie alleine gehen lassen.
Kurzerhand wurde ausgemacht sich am Haus Aumar zu treffen und Nim ritt voraus und legte die Lederrüste an.
Als Leana schließlich auftauchte dauerte es nicht lange und die beiden Frauen ritten los...Richtung Rahal.
In Rahal brachte Nim in Erfahrung, Leana wartete vor den Toren, das ihr Bruder dort gewesen sein musste am Tag davor.
Seufzend erzählte sie vor den Toren der Schneiderin davon und sie ritten gen Bajard.
Recht abenteuerlich war der Weg dorthin da sich Nim noch immer nicht so gut auskannte und ständig in Moore, Monster,tollwütige Bären und Wölfe hineinstolperte.
Doch sie schafften es dorthin und trafen auf zwei Männer die meinten ihre Suche verhöhnen zu müssen.
Er wäre doch sicherlich nach Rahal ins nächstbeste Bordell gegangen!
Kurz überlegte die sonst so sanftmütige Sängerin ob sie die schöne Laute auf des eines Mannes Haupt zerschlagen sollte doch sie besann sich eines besseren. Schließlich waren Lauten teuer und hatten besseres verdient als ihr künstlerisches Leben an einen plumpen Wiederling zu vergeuden.
Nun führte der Weg die Frauen gen Berchgard in der Hoffnung Ciaran bei einem lauschigen Plätzchen zu finden das ihn Leana einmal zeigte.
Nun ja es mag ein für Liebespaare perfektes Plätzchen sein ,wie sie bemerkten als sie auf ein solches stiessen.Doch der erhoffte bruder ward dort nicht gesehen worden.
Schon fast entmutigt beschlossen sie bei der Feste der Alianz vorbei zu schauen wer weiß vielleicht gäbe es schon neues?
Aber auch dort ward nichts neues zu hören und erneut führte sie die Suche zur düsteren Stadt.
Diesmal betraten beide Frauen Rahals Boden und begannen erneut zu suchen.
Nichts ,nicht in der Taverne fanden sie Neues noch unter den Bewohnern der Stadt. Aber wie es das Schicksal wollte man trifft sich bekanntlich zweimal. Sie trafen den "netten " Herrn aus Bajard wieder der anscheinend nun selbst auf der Suche ward.
Nun ward es wohl an Leana beinahe etwas auf dem Haupte des guten zu zertrümmern als er erneut darauf bestand Ciaran wäre in dem Rahaler Bordellen zu finden. Nim hatte die schöne Scheiderin noch nie dermassen wütend gesehen und sie rannte auch recht schnell weg von dem Herrn.
Die Brauhe hebend folgte ihr Nim und fragte die Torwache nach ihrem Bruder.Nun dieser müsste anscheinend im Wald verschwunden sein hieß es und erneut ritten die beiden Frauen los.
Es erschien wahrlich aussichtslos den Bruder zu finden und Leana machte sich auf nach ihrem kleinen Gast zu sehen der in ihrem Laden wartete.
Nim ritt weiter eine Zeit lang durch den Wald um ihrem Haus recht ziellos. Doch was war dies?
War das nicht des Bruders Stimme der scherzend mit jemandem sprach?
Eilig ritt sie darauf zu und tatsächlich!
Da stands!Unbekümmert!Bester Gesundheit!Und grüßte sie mit ach so poesievollen Worten.
Nun war es ganz vorbei mit Nims Beherrschung.
Wütend blitzen ihre grünen Augen auf und schier gar hätte sie ihren Bruder über den Haufen geritten als sie das Pferd antrieb.
Mehr brauchte sie nicht,nein wirklich nicht bei allen Göttern das war zuviel!.
Nun machte sie sich auf zum Haus packte einige Sachen ein darunter auch Waffen und machte sich wütend auf!Egal wohoin egal wer sie sehen würde sie mußte erst einmal Dampf ablassen.Drauflosschlagen....schreien...irgendwas sonst würde sie bersten....
Verfasst: Sonntag 20. August 2006, 17:39
von Leana Leador
Es war schlichtweg grausam.
Ihr Herz schien mit jeder Stunde die verging schwerer zu werden. Langsam wusste sie selbst nicht mehr was sie glauben sollte und was nicht. Obgleich eine alte Bekannte, der sie von Anfang an vertraute es schaffte sie zu beruhigen, sprang sie kaum das jemand an der Tür klopfte auf als hätte sie sich auf eine Nadel gesetzt und sah die Leute davor erwartend an. Niemand brachte ihr Nachricht. Tags nicht, Abends nicht. Inzwischen war sie ausgelaugt. Sie hatte keinen Hunger, konnte nicht schlafen und war schrecklich nervös. Wenn doch endlich nur ihre Schwester nach Hause kommen würde. Immer wieder im Haus auf und abgehend erschrak sie regelrecht als es ein weiteres Mal klopfte und 3 dunkle Menschen vor der Türe standen. Ihre Kleidung und das Gebaren waren fremdartig. Hatte sie doch kaum etwas anderes Gesehen als die Leute von Gerimor. Recht verwirrt erinnerte sie sich an die Gastfreundschaft und bat die Herren und die Dame trotz ihres Zustandes hinein. Sie schienen auf der Suche nach verschiedenen Waren und wollten letztendlich wissen woher ihr Webstuhl und das Spinnrad kämen. Umsichtig machte sie ihnen klar woher die Sachen stammten und das sie selbst keine Holzwaren führten. Als die Fremden dann darum baten ihnen den Weg zu weisen stimmte sie zu. Kurz darauf waren sie zum Gelände des Handwerksbundes geführt und nach geraumer Zeit des umsehens nahm sich jemand ihrer an. Der Händler des Bundes begrüßte die Menschen als Menekaner und schien überrascht sie in Varuna anzutreffen. Dem Gespräch nur sehr kurz lauschend verdrückte sie sich mit einigen freundlichen Worten. So schien es also das man Menekur wieder erreichen konnte. Kopfschüttelnd lief sie nach Hause und rasch nach Oben um sich zu vergewissern ob das Kind noch schlief.
Ob Nimuela wirklich recht hatte? Vielleicht war ihm wirklich nichts geschehen und er suchte die Einsamkeit. Wusste er denn nicht das sich Menschen um ihn sorgen würden? Bei diesem Gedanken schüttelte sie sich energisch und begann wieder auf und ab zu laufen. Endlich ging die Türe und Aylin trat herein. Kaum waren die Schwestern Oben als Aylin sich gelassen das Essen nahm welches sie selbst verschmäht hatte, als es schon wieder klopfte. Erneut sah man Lea nach Unten wetzen als gelte es einen neuen Rekord im Treppenlaufen aufzustellen. Jedoch war wieder nur ein Kunde an der Türe den sie entschuldigend ab wimmelte und nur kurz die gewünschte Auskunft gab. Zittrig und nervös flitze die zierliche Person wieder nach Oben und sah ihrer Schwester beim müffeln zu. Kaum den Sachstand etwas erklärt als es abermals klopfte. Mitten im Satz abbrechend wurde natürlich viel zu schnell der Weg nach Unten gefunden und Nim stand vor der Türe. Leana war recht fertig doch über Nims Besuch seltsam beruhigt stimmte sie zu mit ihr auf die Suche zu gehen. Sie erklärte ihr das sie nur Aylin von dem Kind berichten müsse und dann nachkommen würde. Endlich wieder am Tisch erzählte sie ihrer Schwester von dem Verschwinden Ciarans und dem Vorhaben sich auf die Suche zu begeben. Ständig folgte ein "Ja ja, hm hm, ja ja, mach nur Liebes..." Als sie dann von dem Jungen erzählte folgten zunächst selbige Worte ehe ein erschrockenes "WAS?!" folgte. Ruhig erklärte die Schneiderin erneut das Anwesend sein des Kindes und bat die Schwester auf ihn zu achten. Gleichsam stieß sie eine unwüste Drohung aus falls dem Kind etwas passieren sollte. Nicht mehr lange fackelnd eilte sie dann davon die verwunderte Schwester mit der Situation konfrontiert zurücklassend.
Kaum bei Nimuelia angekommen machten sich die beiden Frauen auf, den Bruder zu suchen. Leana folgte ihr an Orte die sie sonnt wie die Pest mied und nach Stunden ihrer Reise, dem einzigen Hinweis, folgend sogar nach Rahal hinein. Einen der Söldner aus Bajard wiedertreffend musste sie sich ein weiteres Mal umhören das der Gesuchte wahrscheinlich in einem Freudenhaus abgestiegen sei. Eine Antwort darauf gebend machte sie auf dem Absatz kehrt die Fäuste etwas ballend und stapfte davon. Es reichte ihr, sie glaubte weder das er sich in ein Freudenhaus verirrt hätte, noch das er in dieser verfluchten Stadt verweilen würde. Entschieden machte sie sich in blinder Wut auf diesen Ort zu verlassen. Nim hielt sie kurz auf um ihr zu sagen das sie die Wachen am Tor befragen wollte und ungeduldigst sah man sie etwas Abseits des Weges auf ihrer Stute warten. Die Kapuze des Umhangs tief ins Gesicht gezogen und diesen vor der Brust eng zusammen haltend, trotzte sie dem Wind und stand wie eine Statue dort. So ruhig es für den Betrachter auch aussehen mochte. In ihrem Kopf kreisten Gedanken und wie war inzwischen regelrecht krank vor Sorge. Inzwischen hatte zu ihrem Kopf gefunden was ihr Herz längst wusste. Sie liebte diesen Mann und sie musste es ihm sagen. Es hatte eines Fremden gebraucht, der die Vergangenheit gewaltsam nahe brachte und sie endlich zur Ruhe kommen lies. Sowie einige unschuldige Gesten und Worte aus dem Munde eines Kindes bis sie endlich erkannte was schon längst offensichtlich hätte sein sollen. Endlich kam Nim. Ihr bereits sagen wollend das sie nach Hause musste stockte sie als neue Informationen bekannt wurden. Die Wache hatte ihn wohl gesehen. Ihn oder jemanden auf den die Beschreibung ebenfalls zutraf. Er hatte die Stadt in südöstlicher Richtung verlassen und sei in den Wäldern verschwunden. Gemeinsam suchten sie noch eine Weile ehe sich die Frauen verloren. Seufzend trieb Leana das Pferd ein letztes Mal an und ritt zu den Aumars nach Hause. Niemand schien zugegen und so.. wandte sie sich letztendlich um nach Hause zu kommen.
Kind und Schwester schliefen bereits seligst doch fand sie selbst keine Ruhe. Ihren knurrenden Magen nahm sie nicht einmal wahr und erneut lief sie unruhig auf und ab. Selbst die Herren bei der Allianz schienen nicht weiter zu kommen. Sie hatten sie während ihrer Suche kurz getroffen und sich ohne weiteres Wissen wieder getrennt. Gab sie so schnell auf? Sie musste ihn finde, sie konnte es. Erneut wurde ihre Stute gesattelt und sie machte sich auf. Zunächst wandte sie sich nach Berchgard und dem Wasserfall entgegen. Das Paar jenes sie vor Stunden befragt hatten war nicht mehr zugegen. Sie sah sich um. Keinerlei Anzeichen das er hier gewesen war. Seufzend verließ sie den Ort und schwang sich erneut auf. Wohin nur? Was würde sie tun ? Ganz in Gedanken führte sie das Tier unbewusst wieder zum Anwesen der Aumars. Butterblume stand noch immer nahe des Hauses und kein Licht erkennend ging es weiter gen Strand. Den Blick schweifen lassend ritt sie durch den Wald nach Westen. Die verlassene Stadt durchquerend fand sie sich plötzlich vor einem Apfelbaum. Kurzerhand sprang sie ab und pflückte einige der reifen Früchte. Ihre nächsten Schritte führten sie einen Baum weiter und gerade als sie sich umwenden wollte war ihre Stute verschwunden. Erschrocken hob sie die Laterne und leuchtete in das Dunkel des angrenzenden Waldes. Das Tier rufend und nach ihm pfeifend hätte sie um ein Haar die Lampe fallen gelassen als ein Ruf erklang. Gleichsam jedoch kam das Pferd zu ihr zurückgetrabt und sie war sich nicht sicher ob ihre Ohren ihr nicht einen Streich spielten. In die Dunkelheit rufend ob da jemand sei klangen plötzlich Schritte auf. Sie hob die Lampe wieder etwas an die Zügel in der Hand einen Blick auf das Pferd werfend. Es hatte die Äpfel ruhig gefressen und schien auch jetzt keinerlei Unruhe zu zeigen also blieb sie stehen. Mit einem Mal stand eine Gestalt vor ihr die sich letztendlich als Ciaran entpuppte. Sie war sich in dem Moment nicht sicher ob sie ihn erwürgen sollte oder ob sie ihn umarmen sollte. Sie schrie ihn nicht an, sie vergoss keine Träne sondern redete mit ihm und erzählte ihm das sie sich Sorgen machten und nach ihm gesucht wurde. Zusammen gingen sie dann gen des Hauses Aumar. Eine Weile sprachen sie miteinander nervös, angespannt ehe es endlich aus ihr herausbrach. Sie gestand ihm ihre Liebe und barg den Kopf an seiner Schulter als er sie in die Arme schloss. Seine Berührung ließ sie erschaudern und zärtlich erwiderte sie den ersten Kuss. Sie war hier, wusste das es das richtige war was sie tat und die Anspannung der letzten Tage viel immer mehr von ihr ab. Dann redeten sie bis die Schneiderin erschrocken aufschrie als sie aus dem Fenster sah. Der Morgen graute bereits und ihre Schwester würde sich bald auf den Weg machen das Haus verlassend. Rasch erklärte sie Ciaran das zu Hause Antorius auf sie wartete und sie Heim müsste. Natürlich begleitete er Leana und zusammen erreichten sie Varuna. Das Kind schlief noch und Aylin war bereits weg. Wie konnte sie nur. Aber nun ja immerhin hatte sie ihr gesagt sie wäre am Abend wieder zugegen. Sie sprachen noch lange miteinander ehe Antorius aufwachte. Ein Frühstück bereitend nahmen sie dann zu dritt Platz. Das Kind sah mit großen Augen über den Tisch und schnappte sich einige Brote. Kaum waren die Brote in den Händen als er vom Stuhl rutschte und sich davon stehlen wollte. Der erschrockene Ruf Leanas hielt ihn jedoch davon ab. Wesentlich erschreckter sah jedoch kurz darauf die Schneiderin aus als der Junge erklärte er wolle die Brote seinem Bruder und seiner Schwester bringen. Das Kind zunächst einmal davon überzeugend das es besser wäre wenn er erst einmal mit essen würde atmete sie auf als er sich wieder dazu setze. Kurz darauf schaufelte er so rasch essen in sich hinein das sie ihn ermahnte langsam zu essen. Im gleichen Zug beugte sich Ciaran zu dem Jungen und zischte ihm zu das niemand sein Essen klauen würde und er sich Zeit lassen könnte. Der Vierjährige blickte immer wieder von ihr zu ihm, ließ die Brote sinken und huschte ohne ein Wort zurück ins Bett. Leana seufzte und erhob sich ebenfalls um Antoris zu folgen. Kinder waren sensibel, man durfte sie nicht anzischen oder ihnen etwas aufdrängen. Im Gegenteil man musste sie davon überzeugen das verschiedene Dinge sinnvoll waren und auf die richtige Art schlichtweg besser. Sie hatte nicht bedacht das Ciaran womöglich keinerlei Ahnung von Kindern haben würde. In ihrem Elternhaus war ständig ein Kleinkind und einige Halbwüchsige aufzufinden so das sie durchaus verstand was den Kleinen bewegte. Leise ließ sie sich neben ihm nieder und redete ruhig auf ihn ein. Er sah jedoch stumm zurück und trotzte merklich. Kurz darauf war er schon wieder erschöpft eingeschlafen. Kopfschüttelnd und betrübt erhob sie sich. Sie würde ihn schlafen lassen. Wenn sie ihn nun weckte würde er noch mehr trotzen und sie gar nicht mehr erreichen. Wieder zum Tisch schreitend setzte sie sich dazu das Frühstück in aller Gelassenheit beendend. Dann... erklärte sie Ciaran ein wenig was es mit Kindern und ihrem Verhalten auf sich hat. Sie unterhielten sich noch einige Stunden ehe sie sich trennten in der Vereinbarung sich später zu treffen.
Leana wachte am Nachmittag auf und sah sich verwirrt um. Wer machte denn um diese Zeit so einen Lärm. Kurze Zeit später war des Übels Wurzel gefunden. Eine übereifrige Schwester die verbissen mit kleinen Hämmerchen und Zängchen zugange war. Sich waschend murmelte sie ihr etwas undeutliches zu ehe sie sich anzog und die Waschschüsseln im Graben ausleeren ging. Gähnend erreichte sie das Haus und setzte sich an ihren Arbeitstisch. Aylin ging schon wieder mit den Worten sie würde noch etwas besorgen als es erneut klopfte. Sich aurappelnd öffnete sie die Tür und sah etwas überrascht in Ciarans Gesicht ehe sie seine Umarmung erwiderte und ihn lächelnd herein bat. Sie quatschten nur einen Augenblick und schon klopfte es. Wenig später war der Laden zum Brechen voll. Manchmal schien es als würde sich ihre Anwesenheit wie ein Lauffeuer in Varuna verkünden und andere Male langweilte sie sich zu Tode weil niemand vorbeisah. Ciaran ein kurzes Grinsen zuwerfend kümmerte sie sich um die Kunden. Erst spät am Abend brachen die Beiden schließlich auf um bei ihm in aller Ruhe zu verweilen und zu plauschen. Bevor es allzu spät wurde brach Leana nochmals auf und besuchte die Forstnams. Sie erstand einige Möbel und überglücklich einige Bauklötze. Sie dankte Erik und war mehr als zufrieden mit den Klötzen. Sie waren wirklich schön und gar nicht rissig, eben wie für Kinderhand gemacht. Antorius würde sich sicher freuen, besonders wenn sie ihm erzählen würde das Erik schon einmal ein Kind ganze Ritterburgen damit bauen sah. Schmunzelnd machte sie sich zurück zu den Aumars. Es war erschreckend spät geworden und sie war recht müde als sie endlich ankam. Etwas blass werdend sah sie zu ihrem Tier als niemand auf das Klopfen reagierte und machte sich dann doch daran abzuladen. Endlich kam Ciaran zurück und sie brachten die Sachen ins Haus. Erschöpft und ausgelaugt setzte sie sich aufs Bett und sah ihn an. Als er sich daneben setzte kuschelte sie sich an ihn und Schloss schon fast im sitzen einschlafend die Augen. Sie plauderten noch kurz ehe sie im Begriff aufzubrechen nach Unten tappte. Das Haus verlassend kam ihr Nim entgegen die ihren gute Nacht Gruß nicht einmal erwiderte doch trat sie mit Ciaran nicht weiter darüber nachdenkend hinaus. Er reichte ihr eine Fackel und schon wieder plauderten sie miteinander sich nicht trennend könnend. Als er ein weiteres Mal anbot sie könne die Nacht doch hier verbringen lehnte sie nicht ab. Zurück ins Haus ging es und sie fragte nach einem Nachtgewand. Kaum hatte er ihr erklärt wo sie sich eines nehmen konnte erzählte er das er noch etwas mit Nim besprechen müsste. Nickend ging Leana nach Oben, nun doch etwas verwundert das Nim sie gar nicht beachte. Hatte sie die Frau verärgert? Nachdenklich wühlte sie in den Kleidern Ciarans und zog letztendlich einen etwas feiner gearbeiteten Wappenrock hervor. Sich umziehend legte sie sich ins Bett und löschte die Kerzen aus. Kurz darauf ward sie in die Decke gekuschelt und döste wohl ein. Als sie die Augen aufschlug war sie noch immer alleine und mit einem Mal hellwach. Irgendetwas stimmte doch nicht. Die Beine übers Bett schwingen ging sie hinab und sah sich suchend um. Weder von Nim noch von Ciaran keine Spur. Letztendlich stand sie vor der Haustüre im Begriff diese zu Öffnen als sie von Außen aufgezogen wurde. Sie fiel Ciaran fast in die Arme und sah ihn verwundert an. Natürlich stellte sie einige aufkommende Fragen und wollte schon wieder gehen. Es konnte doch nicht sein das Nim sich wegen ihr grämte zu Hause zu schlafen.. schließlich war es ebenso ihr Haus wie das Ciarans. Nur mit Mühe konnte Ciaran sie zum bleiben bewegen und sie gingen nach der ganzen Aufregung endlich schlafen. Sich in die Arme Ciarans kuschelnd war sie nach wenigen Worten eingeschlafen und wachte erst auf als die Nacht bereits im Begriff war dem Morgen zu weichen. Sie sah auf den Mann neben sich und hielt seinen Arm fest während sie nachdenklich zur Decke starrte und einen Beschluss fasste.
[img]http://nachbarslumpi.na.funpic.de/Katja/Leana/Lea%20Bett%20verzerrt.jpg[/img]
Sie würde es Nim etwas einfacher machen und vorerst nicht wieder hier schlafen. Liebevoll drehe sie sich dann zur Seite und betrachtete Ciaran. Er schien so friedlich während er schlief und spielerisch strich sie mit den Fingerspitzen über seine Wange. Es war Zeit für sie, doch wollte sie ihn nicht wecken. Umsichtig kletterte sie aus dem Bett und suchte in seinen Hosen von gestern Abend nach dem Schlüssel. Kaum gefunden stieg sie die Treppen hinab und Schloss die Tür von Innen auf. Sie ließ den Schlüssel stecken und ritt mit einem letzten Blick zum Haus werfend nach Hause. Die Bauklötze im Beutel hatte sie wie einen kleinen Schatz vor sich über den Sattel gelegt und musste zu Hause feststellen das der Junge sie bereits erwartete und von Aylin keine Spur zu sehen war. Lächelnd begrüßte sie das Kind und zeigte ihm die Klötze als ihre Schwester um die Mittagszeit nach Hause kam...
Verfasst: Dienstag 22. August 2006, 13:54
von Larvius
Nach langer Zeit der Reise bin ich nun hier gelandet. Etwas unsicher und nervös tritt ich vom Schiff auf die Erde, der neuen mir noch unbekannten Insel. Kaum war ich am Land bekam ich auch schon einen Brief in die Hand gedrückt, den ich an jemanden ausliefern sollte. Natürlich sagte mir der Namen gar nichts, wie sollte es auch anders sein, aber ich begab mich dennoch auf die Suche nach dieser Person. Ich lief einige Minuten durch die neue Stadt oder besser gesagt Dorf wo ich angelangt war. Ich hatte mir das zwar nicht so vorgestellt, aber daran kann man nun auch nichts ändern. Nun nach diesen einigen Minuten begegnete ich einer Frau und einem Mann, die ich hoeflich und freundlich um Hilfe bat mir bei der Auslieferung dieses Briefes behilflich zu sein. Ich wurde prompt in eine andere Stadt geschickt. Der Weg wurde mir glücklicherweise von dem Herrn gezeigt. Er begleitet mich dorthin.
In der Stadt angelangt, oder besser gesagt Festung, trennten uns unsere Wege und ich ging alleine auf die Erkundungstour. Komischer weise begegnete mir keine Menschenseele in der Stadt, was diese Stadt etwas unheimlich werden lies, aber ich fühle mich hier viel wohler als in einer Stadt mit regen Betrieb. Der einzige Nachteil ist, das es so weniger „Kundschaft“ gibt. Nun ja wird schon werden, redete ich mir hier ein.
Vor einem Haus blieb ich stehen. Aus irgend einem Grund zog es mich dahin. Ich wusste aber nicht wieso. Als ob man mich foermlich dazu zwingen wollte stehen zu bleiben, bekam ich einen schlimmen Hustanfall, so dass ich mich erst einmal auf die Treppe setzen musste. Nachdem das Husten abgeklungen war , konnte ich Geraeusche und 2 dumpfe, aber dennoch als Frauen, erkennbare Stimmen vernehmen. Ich stand auf und klopfe vorsichtig an die Türe.
Ein komisches Gefühl überkam mich, als ich die Dame vernahm, die mir die Pforte öffnete. Sie blickte mich an als haette sie einen Geist gesehen. Ich blickte sie auch an und irgendwie kam mir dieses Gesicht bekannt vor, aber zwang mich innerlich dazu nicht weiter darüber nachzudenken. Sondern bat mit freundlicher Stimme ob sie mir bei der Auslieferung des Briefes behilflich sein könne. Sie bejahte mit zittriger Stimme und bat mich doch noch kurz Platz zu nehmen, da sich noch eine Kundin hatte um die sie sich kümmern müsse.
Ich setzte mich dann vor den Webstuhl und betrachtete die beiden Damen, und lauschte kurz ihren Gespräch, was aber so uninteressant war, das ich meinen eigenen Gedanken nachging. Ein kleiner Junge der die Treppe runter stolperte riss mich kurzerhand aus meinen Gedanken. Der Junge schien mich wohl nicht zu bemerken denn er reagierte nicht auf mein Lächeln und ging gleich zu der Dame, die mich hinein gelassen hatte.
Erst als ich anfing ein heiteres Lied zu summen, schien mich der Junge bemerkt zu haben , denn dieser holte eine Rassel heraus und versuchte damit im Takt zu rasseln. Nachdem ich kurze Zeit später verstummte und etwas ein nickte. Bemerkte ich wenig später eine Hand auf meinem Knie, ich oeffnete, noch etwas neben mir, die Augen und blickte hinunter zu dem kleinen Jungen. Dieser bat mich doch weiter zu summen. Ich erfüllte ihm diesen Wunsch, er begleite mich in dem er auf meinem Schoss klatschte. Als ich dann eine traurigere Melodie einstimmte, lies der Junge dies und lauschte nur noch.
Im gleichen Moment verabschiedete sich die Kundin und die Gastgeberin wurde auf mein Summen aufmerksam. Sie blickte mich wieder an, als wäre ich ein Geist und fragte mich etwas seltsam, man könnte schon fast sagen entsetzte, woher ich das Lied kenne. Ich war selbst erstaunt das jemand anderes ausser ich und SIE die Melodie kannte, so dass ich kurzerhand log, das ich nicht mehr wisse woher ich die Melodie habe. Sie gab mich wohl mit der Antwort zufrieden und hackte nicht weiter nach. Könnte sie SIE sein? Diese Frage schoss mir durch den Kopf, aber nein sie könnte nicht, es spricht viel zu viel dagegen, besonders ist das schon Jahre her.
Der Junge meinte, das bei dem Lied bestimmt jemand gestorben wäre. Ich entgegnete ihn etwas traurig, so etwas in der Art.
Die Dame verschwand dann für einige Zeit ein Stockwerk höher. In dieser Zeit holten mich wieder einige alte Bilder ein.
Ich saß am Kamin meines einstigen Hauses, das flackern der Flammen beruhigte meine schmerzverzerrte Seele. Sie lag neben mir,an mich gekuschelt, wie jede Nacht obwohl sie nicht hier sein durfte oder besser gesagt sollte. Auch dieses mal kam sie nicht verschont davon....
Die Dame riss mich aus meinen Erinnerungen und lud mich kurzerhand, als Entschädigung für das lange Warten zum Essen ein. Ich bemerkte wohl zu spät das meine Hand den Bauch hielt und dieser laut knurrte. Ich folgte ihr hinauf und setzte mich an den Tisch. Mein Blick wanderte sogleich hinaus aus dem Fenster und ich bemerkte gar nicht wie sie den Tisch deckte und sich niederlies. Den Krug Met vor meine Nase stellend, erlangte sie meine Aufmerksamkeit. Während dem Mahl wurde etwas getrascht. Als ihr Namen fiel,lief es mir kalt den Rücken runter, vor Schreck lies ich den Becher fallen, der auf meinem Schoss landete und meine Robe in Met tränkte. Sie ist es sagte ich zu mir und gleichzeitig fragte ich mich wieso?. Bilder schossen mir durch den Kopf, Erinnerungen, Gefühle drangen in mein Herz, Verwirrung.
Erst einige Augenblicke später bemerkend das ich sie anstarrte, rutschte ich unter den Tisch um den Becher aufzuheben und meinte nur etwas von wegen, er sei mir aus der Hand gerutscht. Sie eilte nach unten um ein Handtuch zu holen.
Wieso musste ich gerade sie hier begegnen? Wieso konnte mich meine Vergangenheit nicht in Frieden lassen. Nun sie wird mich nie in Ruhe lassen, denn sie hat mich verändert, aber dennoch... wieso musste ich hier meine damalige verlobte begegnen......Leana Leador ...
Verfasst: Dienstag 22. August 2006, 18:17
von Leana Leador
Der Becher viel ihm aus der Hand.
Als hätte ich nicht schon genug Arbeit am Hals. Nach einem Moment des Anstarrens fasste ich mich und lief die Treppe hinab ein Tuch zu holen. Wieder nach Oben geeilt bot er mir an selbst den Schaden zu entfernen doch lehnte ich ab. Soweit kam es nicht... das Gäste bei mir aufwischten..pft. Auf dem Boden kniend nickte ich ihm nur kurz zu als er mir Platz machte und rasch war der Schaden beseitigt. Das Tuch in eine Ecke schieben beschloss ich es erstmal da liegen zu lassen und reichte ihm ein Handtuch. Antoris ein flüchtiges Lächeln zuwerfend beobachtete ich den Mann der sich als Sarius vorgestellt hatte genau. Erst als das Kind zu späterer Stunde mit dem Heiler zu Gange war. Oder besser der Heiler mit ihm, sprach ich nochmals mit dem Herren. Woher er käme, wie er gelebt hatte. Nichts sagende Antworten klangen mir entgegen und ich hatte das bestimmte Gefühl das er mir aus wich. War es möglich.. das er.. nein! Nur zu gut konnte ich mich an mein beschämendes Verhalten gegenüber des Fremden in der Bajarder Taverne erinnern. Nie wieder würde derlei geschehen dessen war ich mir gewiss. Mein Verlobter war vermutlich an seiner Krankheit gestorben und dabei sollte ich es bewenden lassen. Es war sein Wunsch gewesen das ich ihn verlasse und die Zeit hatte ihren Lauf genommen. Es viel schwer sich die Jahre zurück zu erinnern. Soviel war damit verbunden. Streit, hass... liebe. Kopfschüttelnd Zwang ich meine Gedanken in die Gegenwart zurück. Ich bat ihm an, ihm für die vom Met getränkte Robe etwas anderes zu geben und suchte einige Kleider heraus die mir passend erschienen. Serendo war inzwischen los gezogen um etwas zu holen das zur Linderung des Kleinen Beitrug. (siehe andere RP Story überschneidet sich leider etwas) Der restliche Abend verlief chaotisch und wir verloren uns aus den Augen.
Würde ich ihn wiedersehen? Mit gemischten Gefühlen, Gedanken und deutlich matt schlief ich ein.
Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 00:18
von Leana Leador
Sie hatte ihn wiedergesehen. Auf dem Markt, in den Gassen, am Strand und selbst in ihrem Laden hatte er sie aufgesucht oder waren sie sich über den Weg gelaufen. Sie zeigte ihm die Orte nach denen er fragte und er schien sich ehrliche Sorgen um das Befinden des Kindes zu machen. Mit jedem Mal den sie ihn sah war sich sich sicherer das er nicht ein Geist der Vergangenheit war sondern schlichtweg jemand der ihrem verstorbenem Verlobten ähnelte. Die Wochen zogen ins Land. Ihre Schwester sah sie immer weniger so das sie sich vollauf mit Antoris und Ciaran beschäftigen konnte. Sie war sich inzwischen sicher das sie den Jungen behalten würde und setzte alles daran das ihn ihr niemand wieder wegnehmen könnte. Doch dann sollte der Abend kommen an dem sich alles änderte. Sie war scherzend mit ihrem Bruder zum Haus der Aumars geeilt um die Geschwister dort aufzusuchen. Amael hatte vor wenigen Tagen erst die Insel erreicht und hatte so einiges von zu Hause erzählt.
Kaum im Haus kam ihr ein völlig aufgelöster Vierjähriger entgegen der ihr verdeutlichte das er nie wieder Eier essen würde.
Nachdem die Umstände grob geklärt waren saß sie mit der gemütlichen Runde am Tisch als ihr siedend heiss einfiel das sie ja das Wichtigste vergessen hatte. Rasch bat sie darum nochmals hinaus gelassen zu werden als auch schon Antoris aufsprang und gen Türe eilte. >>wiiiill miiiiiiiittt<< Seufzend stimmte sie zu und dachte bei sich das es ohnehin besser wäre den Kleinen um diese Zeit zu Bett zu bringen. Auf dem Weg nach Hause plauderten sie ein wenig und nahe des Wegkreuzes wollte er ein Stück vor laufen. Was sollte schon passieren? Sie ließ ihm seinen Spaß und ging nun betont langsam und summend hinterher. Mit einem mal presste ihr jemand von Hinten die Hand auf den Mund und riss sie grob zurück. Ihr erschrockener Schrei erstickte und sie blieb wie eine Statue ihrer selbst stehen als sie den Dolch im Rücken spürte. Zu den gezischelten Worten knapp nickend wurde ihre eine Augenbinde angelegt die so fest saß das es an den Schläfen schmerzte. Taumelnd ließ sie sich Rückwärts zerren und alsbald war sie mit der Gestalt im Wald verschwunden. Ihre letzten Gedanken galten dem Jungen und sie hoffte inständig das er sicher zu Hause ankam. Dann kreisten ihre Gedanken nur noch um sich selbst. Was würde passieren? Wer war das? Immer weiter ging die Wanderung und längst hatte sie die Orientierung verloren. Inzwischen musste sie vor ihm gehen und gehorchte seinen befehlen nur widerwärtig. An jedem Busch blieb sie hängen und zerkratzte sich die Arme. Sträucher zerrissen ihren Umhang so das dieser bald nur noch in Fetzen von ihrem Rücken hing ehe er endlich eine Länge erreicht hatte an dem kein weiterer Stoff ein Zeichen im Walde hinterlassen würde.
Mit einem Mal war sie verschwunden....
Niemand hatte gesehen wie sie Varuna erreichte.
Bis auf den Kutscher, den Jungen und vielleicht ein aufmerksamer Ansässiger würde niemand bezeugen können das sie das Wegkreuz passiert hatte. So blieb sie verschwunden...
Voll Sorge ...
Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 00:32
von Ciaran Aumar
Ciaran Wartete im Haus auf die Rückkehr seiner Liebsten ... einige zeit, doch dann wart es ihm zu seltsam, zu lange ... und bei den seltsamen Ereignisen in der letzten Zeit ... so eilte er nach Varuna, zu Leana's Haus,er fand es dunkel und verlassen vor, vieleicht hatte er sie verpasst? auf Klopfen und Rufen reagierte niemand, daher eilte er zurück, vieleicht war sie ja inzwischen beim Marmorhaus ? doch nein, niemand war da ... er wartete etwas und rannte erneut nach Varuna, wieder keine Antwort auf sein Klopfen und die Rufe nach Leana, dann ... er befragte den Gardisten am Haus, doch der hatte nur den Jungen gesehen ... er eilte zum Nordtor, und wieder hatte die Garde nur Antoris erblickt, nicht Leana ... besorgt eilte er zum Haus zurück, wo er nim traf, die Kräuter gesammelt hatte ... er berichtete ihr davon und wart dann einer Frau gewahr, die hinter seinen Haus stand ... er eilte hinaus, und erblickte ...
eine Hochelfe
Schnell und besorgt erkundigte er sich, ob sie etwas gesehen habe von Leana, oder irgentetwas seltsames ... doch, nein, leider sah sie nichts, doch sie sagte, das die ihn benachrichtigen würde, wenn sie etwas sähe.
dann ritt Nim zur Allianz des Lichts, und anschliessend suchte sie in Rahal nach der vermissten, wärend Ciaran am Wegeskreuz und im Wald suchte ... und etwas fand... Stofffetzen von Leana's Umhang, nahe dem Teich im Wald. er konnte auch spuren ausmachen die erst gen Rahal, dann gen Bajard führten und dort im wald endeten ...
Dann traf er Nim wieder und berichtete ihr, was er entdeckt hatte, Nim ritt weiter gen Bajard, wärend Ciaran weiter im Wald nach spuren suchte ... grimmig und entschlossen.
Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 00:42
von Antoris Leador
mama?
So und so ähnlich rief er die ganze Nacht noch, sobald er Schritte hörte. Er hatte sie am Wegekreuz zurückgelassen, froh darum weg von Ciaran und Nim zu sein, denn er fühlte sich etwas schuldig dessen er nicht Schuld war. Zu Hause blieb er lange in der Umkleidekabine versteckt, er wollte wie schon oft dieses "BUUUHHH" Spiel spielen wenn Leana zur Türe hineinkam.
Niemand kam, keine Leana, kein Amael, kein Ciaran und keine Nim. Ailyn war schon seit einigen Tagen weg und so sass er alleine in dem dunklen Haus.
Verwirrt sah er sich um. Hatte sie ihn vergessen
? War sie mit Ciaran unterwegs und die Zeit vergessen? Er begann zu weinen. Seine Augen brannten sehr und er rieb sie solange bis sie wundgerieben waren und nur noch mehr schmerzten. Sein Kopf tat nach einer Weile weh und auch der Rest des Gesichtchens. Schluchzend lief er immer wieder runter zur Türe wenn er Schritte hörte und es warn doch nur die Schritte der Wachen die da langmarschierten.
Noch tief in der Nacht tat er dies, vor Müdigkeit und Schmerzen eher stolpernd als gehend, immer wieder zur Türe, Ohr anlegen, lauschen, enttäuscht umdrehen, nach oben und wieder runter bei neuen Schritten. Er fühlte sich verlassen, alleine gelassen. Irgendwann blieb er einfach unten und legte sich vor die Türe auf den Boden, bis jemand kommen würde und ihn auf seine dicke Matte mit der Daunendecke legen würde.
Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 04:48
von Ciaran Aumar
nach langer und anstrengender Suche in Wald und Katakomben, sinkt Ciaran, mit dem Rücken an die Waldhütte der Allianz des Lichts gelehnt, nieder und in einen unruhigen schlaf ...
Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 15:48
von Amael Leador
Amael ging seelenruhig durch Varuna. Er wollte nur noch Schnell einmal am Orden der Temora vorbeisehen, denn obwohl er den Kapitän nicht mochte, wollte er trotzdem den Brief wegbringen. Vielleicht war es ja wichtig.
Der Mond war schon längst aufgegangen, doch Angst hatte er keineswegs. Zu Hause war er auch schon oft Nachts durch die Waelder gestreift und seine Augen hatten sich langsam an die spärliche Dunkelheit gewöhnt.
Endlich... Er war an der Kirche angekommen, laut schlug er gegen die Tuere, doch niemand machte ihm auf. Werde ich morgen wohl noch einmal vorbeikommen muessen. Meinte er murrend zu sich selbst.
Er hatte Ciaran gesagt, er wuerde gleich wieder kommen, jedoch hatte die Reise länger gedauert als er dachte. Ich glaube ich gehe doch lieber ins bett, Cia wird das schon verstehen. wenn er nicht selbst schon schlafen gegangen ist.
Also machte er sich so langsam auf in Richtung des Hauses seiner Schwester Leana. Er beeilte sich nicht sonderlich, sondern schlenderte noch einmal ueber den Markt, der jedoch, wie wohl immer in der Nacht, wie leergefegt war.
Als er bei Leana ankam, wunderte er sich, warum keine Lichter das Haus beleuchteten. Das sieht ihr aber nicht ähnlich, mh... Naja Vielleicht schläft sie ja zusammen mit dem Kleinen bei Ciaran.
So machte er die Tuere auf ging langsam ins Haus. Doch als er einige Schritte machte, streifte er mit den Fuss einen Gegenstand auf dem Boden. Das ist komisch, etwas auf dem Boden, bei Lea? Wo sie doch immer so ordentlich ist? Ich raeume es wohl lieber weg. Zum Glueck fand er sich schon recht gut im neuen Zuhause zurecht, sodass er die Kerzen schnell fand. Er machte sich Licht und ging wieder an die Stelle hinter der Tuer.
ANTORIS ? Er war schockiert. Der Junge sah schrecklich aus. Antoris? Hoerst du mich? Er drehte den Kleinen und fuhr ueber seine Brust. Er schlaeft. Was wohl passiert ist, dass er so geweint hat. Naja, Ich lasse ihn lieber schlafen und warte auf Lea.
Amael trug den kleinen Jungen hoch ins große Bett und deckte ihn liebevoll zu. Dann ging er wieder nach unten, um auf Lea warten zu koennen.
Doch sie kam in dieser Nacht nicht mehr nach Hause.
Verfasst: Sonntag 27. August 2006, 17:55
von Larvius
Ich bin grad wieder in der Stadt angelangt und gehe durch die Straßen, es gab einiges zu sehen die Menschen machten sich fuer den Markt bereit, der ein oder andere war grerade dabei seinen Stand auf zu bauen und die ersten Marktbesucher sind schon eingetroffen und viellleicht jetzt schon das ein oder andere zu entdecken. Aber das alles konnte mich nicht von ihr ablenken.
Ich weiß es noch ganz genau, als ich am Wegkreuz eine Pause machte und sie aufgetaucht war. Da kam es ueber mich. Ich hatte schon ein paar mal darueber nachgedacht aber nie kam es zur durchfueherung, aber heute sollte es geschehen. Von hinten schlich ich mich an, dann blitzartig die eine Hand auf ihren Mund legend und die andere mit Dolch in ihren Ruecken. So schleifte ich sie weg durch den nächsten Wald, davor hatte ich ihr eine Augenbinde angelegt. Auf die Andeutungen wer ich war schien sie nicht zu reagieren. Wir gingen mit einem kleinen Zwischenfall auf ein Schiff.
Dort im Wald offenbarte ich mich ihr, aber sie wollte mir vorerst nicht glauben. Sie redeten eine Weile. Ab und zu war ein leichter Knall zu vernehmen, als seine Hand einmal wieder ausgerutscht war. Sie sank Bewusstlos zusammen.
Heute versuchte ich ihr vergeblich klar zu machen das sie zu mir gehört und und sonst zu niemanden. Ich drohte ihr damit ihrem kleinen etwas anzutun oder ihrem neuen. Sie stellte sich auf Stur auch dieses Mal sank sie wieder bewusstlos in sich zusammen.
Ich hoffe einmal morgen wird sie sich richtig entscheiden denn sonst.....
Ich wurde aus seinen Gedanken gerissen, denn der Markt faengt gleich an.