[Q] Nan i'megil ar in elin!
Verfasst: Samstag 9. März 2024, 02:37
Wie ein endloses Band winziger, funkelnder Diamanten auf mitternachtsfarbenem Samt glimmten die Sterne und zündeten mit ihrer fernen Schönheit vor allem eine Sehnsucht in den Herzen der Kinder des goldenen Fuchses. In Nächten wie diesen, wo die laue Brise des Immerfrühlings durch die majestätischen, verwobenen Wunder des Nuya'tans über die bläulich schimmernden Dächer Ered Luins bis hin zur Küste wanderte, nur um sich dort mit dem stürmischen Bruder zu verbinden, suchten viele der Eledhrim höhergelegene Orte, um dort dem Himmelszelt so nahe wie nur möglich zu sein. Hier lagen sie im zärtlich weichen Gras, umgeben vom schönsten Zauber der Nacht, wenn Ewigkeit in Ewigkeit zu blicken schien und träumten...
Nicht wie die Edain, nicht im tiefen Schlummer, von Träumen gefangen, statt sie wie einen bekannten Pfad im Walde zu beschreiten. Nein, so träumten die Eledhrim nicht... eigentlich!
Aeneth, welcher der Beiname Eleneril geschenkt wurde, ruhte alles andere als sanft auf einem Bett aus Moos und Blüten, die sie umfangen hielten. Ein leises Ächzen entwich ihrer Kehle und die Edhil drehte sich im Schlaf, schauderte leicht, konnte sich jedoch nicht aus den bizarren Wirrungen und Windungen eines Traumes befreien, der ihren Geist mit sich in einen tosenden Strudel riss:
Der Sternenhimmel, so nah jedes einzelne Licht und wie sie schimmerten! Als habe man sie in den Farben des Regenbogens geschmückt, deren Zauber und Magie sie nun verbreiteten. So viel schöner als auch das wundervollste Juwel, das je auf Alathair kunstvoll von einer Hand geschliffen werden konnte. Noch während das Herz angesichts dieses Anblicks vor Freude schneller schlug und sich in Seligkeit badete, da verschwanden die ersten Sterne plötzlich, als habe man die Lichter gelöscht. Nein, als habe man sie vom Firmament gezupft!
Kaum war der Schrecken halbwegs realisiert, da schwanden auch die Nächsten und zurück blieb kalte Schwärze.
Der Traum zog sie näher heran an das schreckliche Himmelsbild, zeigte ihr, wie vertraute Sternbilder plötzlich erloschen. Wo war die Himmelsharfe, wo das Buch? Wieso wurden der Hammer und der Baum zugleich schwarz? Warum begann auch die Himmelssonne zu flackern und weshalb musste, Stern um Stern, der Wasserfall vergehen?
Sie versuchte nach ihnen zu greifen, sie festzuhalten und bekam tatsächlich etwas zu fassen. Eine Gestalt, ein Schatten nur, voller Kälte, dass sie die Finger löste und gleich darauf erschrak. Für den Bruchteil eines Moments hatte sie ein Gesicht hinter der Schwärze gesehen. Schön, edel und anmutig wie eine Figur aus einer der alten Sagen und Geschichten und doch brannte die frostige Grausamkeit in den blauen Lichtern der Augen und sein Lächeln war eisige Unbarmherzigkeit.
"Ich... kenne dich...", hörte sie sich selber stammeln und wusste doch nicht genau, was sie meinte. Ja, er kam ihr bekannt vor, doch fehlte irgendetwas, um den Gedanken zuende zu spinnen.
Noch bevor sie länger besinnen konnte, verschwand die Gestalt mit einem höhnenden Lachen aus ihrer Umgebung, verschmolz erneut mit der Schwärze.
Phanodain, diese Dunkelheit am Nachthimmel!
Sie drohte alles zu ersticken, drohte nicht nur sie, sondern Ered Luin, den Nuya'tan und all die Gwethyl und Gwedeir darin zu verschlucken. Leise Worte kamen über ihre Lippen, sie hatte angefangen zu beten, um Beistand und Hilfe zu bitten. Wie sollte ihr Schwert, ihr Megil, hier helfen?
"Dann, Gwathel, nimm ein anderes, ein passendes Schwert zu Hilfe!", raunte eine ruhige und ernste Stimme direkt neben ihr. Sie musste den Kopf nicht drehen, um zu wissen, dass Nimuir, die junge Faernestor neben ihr stand, doch als diese die Hände gen vollkommen schwarzes Himmelsband ausstreckte, da folgten ihre Blicke der Geste und ergriffen zog sie scharf die Luft ein, als dort oben im lichtblauen Flammenmeer das Himmelsschwert wie ein Leuchtfeuer loderte.
Der Anblick glomm noch vor dem inneren Auge, als die sanften Finger Miriels die Freundin aus dem ungewöhnlichen Schlummer weckten.

Nicht wie die Edain, nicht im tiefen Schlummer, von Träumen gefangen, statt sie wie einen bekannten Pfad im Walde zu beschreiten. Nein, so träumten die Eledhrim nicht... eigentlich!
Aeneth, welcher der Beiname Eleneril geschenkt wurde, ruhte alles andere als sanft auf einem Bett aus Moos und Blüten, die sie umfangen hielten. Ein leises Ächzen entwich ihrer Kehle und die Edhil drehte sich im Schlaf, schauderte leicht, konnte sich jedoch nicht aus den bizarren Wirrungen und Windungen eines Traumes befreien, der ihren Geist mit sich in einen tosenden Strudel riss:
Der Sternenhimmel, so nah jedes einzelne Licht und wie sie schimmerten! Als habe man sie in den Farben des Regenbogens geschmückt, deren Zauber und Magie sie nun verbreiteten. So viel schöner als auch das wundervollste Juwel, das je auf Alathair kunstvoll von einer Hand geschliffen werden konnte. Noch während das Herz angesichts dieses Anblicks vor Freude schneller schlug und sich in Seligkeit badete, da verschwanden die ersten Sterne plötzlich, als habe man die Lichter gelöscht. Nein, als habe man sie vom Firmament gezupft!
Kaum war der Schrecken halbwegs realisiert, da schwanden auch die Nächsten und zurück blieb kalte Schwärze.
Der Traum zog sie näher heran an das schreckliche Himmelsbild, zeigte ihr, wie vertraute Sternbilder plötzlich erloschen. Wo war die Himmelsharfe, wo das Buch? Wieso wurden der Hammer und der Baum zugleich schwarz? Warum begann auch die Himmelssonne zu flackern und weshalb musste, Stern um Stern, der Wasserfall vergehen?
Sie versuchte nach ihnen zu greifen, sie festzuhalten und bekam tatsächlich etwas zu fassen. Eine Gestalt, ein Schatten nur, voller Kälte, dass sie die Finger löste und gleich darauf erschrak. Für den Bruchteil eines Moments hatte sie ein Gesicht hinter der Schwärze gesehen. Schön, edel und anmutig wie eine Figur aus einer der alten Sagen und Geschichten und doch brannte die frostige Grausamkeit in den blauen Lichtern der Augen und sein Lächeln war eisige Unbarmherzigkeit.
"Ich... kenne dich...", hörte sie sich selber stammeln und wusste doch nicht genau, was sie meinte. Ja, er kam ihr bekannt vor, doch fehlte irgendetwas, um den Gedanken zuende zu spinnen.
Noch bevor sie länger besinnen konnte, verschwand die Gestalt mit einem höhnenden Lachen aus ihrer Umgebung, verschmolz erneut mit der Schwärze.
Phanodain, diese Dunkelheit am Nachthimmel!
Sie drohte alles zu ersticken, drohte nicht nur sie, sondern Ered Luin, den Nuya'tan und all die Gwethyl und Gwedeir darin zu verschlucken. Leise Worte kamen über ihre Lippen, sie hatte angefangen zu beten, um Beistand und Hilfe zu bitten. Wie sollte ihr Schwert, ihr Megil, hier helfen?
"Dann, Gwathel, nimm ein anderes, ein passendes Schwert zu Hilfe!", raunte eine ruhige und ernste Stimme direkt neben ihr. Sie musste den Kopf nicht drehen, um zu wissen, dass Nimuir, die junge Faernestor neben ihr stand, doch als diese die Hände gen vollkommen schwarzes Himmelsband ausstreckte, da folgten ihre Blicke der Geste und ergriffen zog sie scharf die Luft ein, als dort oben im lichtblauen Flammenmeer das Himmelsschwert wie ein Leuchtfeuer loderte.
Der Anblick glomm noch vor dem inneren Auge, als die sanften Finger Miriels die Freundin aus dem ungewöhnlichen Schlummer weckten.





