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Er kann auch zärtlich sein oder der Kuss eines Ahads

Verfasst: Samstag 12. August 2006, 21:17
von Aurana Roosen
Der Abend hatte so friedlich begonnen. Eine Runde bis zum Übungsplatz, das Schwert in der Hand tragend, gewillt noch ein paar Schlagübungen und Reihenfolgen zu vertiefen. Und kaum hatte sie den Platz betreten hatte sie schon wieder das Gelüst abzudrehen. Übung Übung sein zu lassen. Doch lief er schon auf sie zu, jener Gardist, Tugor Crain war sein Name, so verirrt er ihr. Irgendeinen seltsamen militärischen Rang hatte er inne. Wie wenig sie dies doch nur interessierte. Sie hasste penetrantes Männervolk, Frauenhelden, zumindest hielten sie sich zumeist für solche. Waren aber in Wirklichkeit eher peinliche Persönlichkeiten, mit einem viel zu großen metallenen Stück in der Hand, welches sie Waffe nannten.
Kurz dachte sie an ihren stark lädierten Goldbeutel, erst vor ein paar Tagen, hatte sie sich eine Rüstung massfertigen lassen und Schwerter dazu. Teuer war es gewesen und noch lange nicht alles abbezahlt. So entschloss sie auf die plumpe Anmache jenes Gardisten einzugehen, denn der Magen knurrte und die Kehle war trocken an jenem Lauen Abend, wie an eigentlich jedem Abend. So schritt sie nach kurzem Wortwechsel, mit der Kappe des Gardisten, welches sie von seinem Kopf sich genommen hatte Richtung der Taverne Rahals davon, mit der Sicherheit im Hinterkopf, dass er ihr folgen würde nachdem er die Rüstung abgelegt hatte.
Doch als sie die Tavernentür aufstieß sollte ihr ein seltsames Bild entgegenschwappen, begleitet von lautem Stimmgewirr. Sie erkannte Yasi und Daat auch und nur kurz brauchte sie um zu begreifen, dass auch der Erhabene anwesend war und wohl er jener welcher, welcher die Stimme laut erhoben und sogar das Schwert des Allmächtigen in seinen Fingern.
Ein Mann stand vor ihm, wohl schien es heiß herzugehen zwischen den beiden und beinahe sicher war sie sich, dass es bald ein rähes Ende finden würde. So zog es sie hinüber zu Madam Mares, sie musste ihr wohl dringlichste erzählen, welcher Mann ihr da hinter herschlich. Und wie sie sich bereits dachte, schlug es bei ihr ein wie eine Kanonenkugel und förmlich spüren konnte man ihre Abneigung gegen den Gardisten Crain.
Nun nachdem jener Herr welchen den Ahad Letast in solche rasche gebracht hatte hin gegangen war. Man merke, er wurde aus der Stadt freundlicher weiße entfernt. Gebührte mir Aura, die Ehe mich neben dem Erhabenen nieder zu lassen. Naja eine Ehre im weit ausgeführtem Sinne, wohl wusste ich wie ich mich zu verhalten hatte gegenüber ihm, jedoch Sprach er spärlich wenig mit mir oder gar den anderen die sich an der Sitzrunde beteiligten. Doch was ich zu jenem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass sich dies im laufe des Abends noch verändern sollte und zwar rapide.
Yasirian und Tugor kamen alsbald von ihrem Gespräch um welches Tugor gebeten hatte vor der Tür zurück und schon bei ihrem Gesichtsausdruck schwante mir eindeutig Übles.
Sie blickte meist nur so drein, wenn ihr etwas ganz und gar auf den Magen gestoßen war und so wie sie blickte, war es sicher Tugor. Und so war es auch, sie baten Letast um einen Entscheid des Rechtes. Ich lauschte mehr oder minder jenem Gespräches, zog doch mein Sitznachbar mehr meine Aufmerksamkeit an. Mit den Augen im Winkel blickte ich hinüber zu ihm. Er strahlte jenes autoritäre alleine in seinem Blick genug aus, dass ich ihm ohne mit der Wimper zu zucken alles abnehmen würde. Noch nie in meinem Leben war es mir so gegangen und jener Gedanke begann mich zu beschäftigen. Was war es wohl was mich so fühlen lies. Vielleicht die Macht Alatars, welche durch seine Venen floss oder vielleicht seine Art wie er Sprach oder Blicke oder war es einzig und alleine seine Natur gegeben bei seiner Geburt. Ich konnte es nicht einschätzen, leise schnaubte ich, normal war meine Menschenkenntnis dank der Straße, eine der Besten, aber bei ihm, ich wusste es nicht wieso, konnte ich nicht recht entscheiden. War er der unbarmherzige Herrscher oder doch gerecht und wohl wissend mit seinem Volk. War er menschlich oder mehr blutrünstig. War er warmherzig oder eher so kalt wie Eis.
Fragen über Fragen gingen in meinem Kopf herum, bevor es wie ein Wasserfall aus mir herausprasselte. >>Wünscht ihr etwas zu Speisen oder Trinken Erhabener<< , ich hatte ihn angesprochen, ohne das ich es wirklich wahr genommen hatte! Ein kurzer Blick, ein Nicken, mehr schenkte er mir nicht, doch genügte es mir um einen wohligen Schauer auf meinem Rücken zu spüren, als ich zur Theke hinüber tingelte um seinen Wunsch zu erfüllen, ohne acht auf meinen Goldbeutel bestellte ich.

Verfasst: Sonntag 20. August 2006, 11:21
von Aurana Roosen
Mit einem seufzen drehte sie sich in, dem weichen Bett herum, ihren arm um dem Mann, legend, der neben ihr den Schlaf gefunden hatte. Sachte kuschelte sie sich wieder an ihn heran, einen Kuss auf seine Wange hauchend. Tief schlief er, so konnte ihn dies auch nicht wecken, doch auch so war sie zufrieden.
Es war zwar spät gewesen, die gestrige Nacht wo sie sich trafen, doch hielt es sie nicht auf, doch noch gemeinsam einen Wein zu trinken und alles sich gegenseitig die Hand geben zu lassen. Sie hatte nie gedacht, dass er so zärtlich sein könnte. Jener Mann, durch welchen der Gottkönig, einen Teil seiner Macht fließen lässt. War in manchen Momenten ein einfacher Mann mit Gefühlen und Gelüsten. Es war beinahe paradox. Letast, dachte sie in ihren Gedanken, so sollte sie ihn innerhalb seiner Räumlichkeiten nun nennen. Bedeutete dies, dass es nicht nur ein Spiel war damals? Bedeutete, dass er ihre Sehnsucht teilte, jenes Gefühl, welches sie ihm gar nicht zugetraut hätte? Doch erschien es beinahe so, noch jetzt kribbelte es an ihrem Hals als er jenen Küsste, noch immer brannten seine Hände auf ihrer Haut. Es raubte ihr noch jetzt mitten in der Nacht, Stunden später den Atem und lies sie nachdenken.
Sich nochmals enger an ihn kuschelnd schoss ihr jedoch ein neuer Gedanke in den Kopf. Er hatte erst seine Frau verloren, war sie ihr ähnlich vom äußeren oder ihrer Stimme. Wie war sie, war sie nur ein billiger Ersatz für jene Frau die er einst geehelicht hatte. Leise seufzte sie auf, sie machte sich einfach zu viel Gedanken. Wie hatte ein paar Tage zuvor Tugor gesagt. Sie sollte es auf sich zukommen lassen, Alatar würde sie lenken und wenn ihr Weg zu jenem Mann, jenem mächtigen Mensch Alatars führte, sollte sie sich nicht wehren und jenen Weg gehen und für ihn da sein.
Sachte schloss sie ihre Augen an seiner Schulter um erneut den Schlaf zu suchen. Sie würde für ihn da sein so er es wollte, die Stütze die ihn erwarten würde, wenn es ihm danach gelüstete. Ein Wesen, dass für ihn da war, für seinen Geist und seine Seele. Mit jenem Gedanken schlief sie schlussendlich ein.

Verfasst: Donnerstag 7. September 2006, 15:35
von Aurana Roosen
Puppe sein

Leer lag ihr Blick auf dem Altar vor ihr. Kalt war der Stein unter ihren Knien doch sie versuchte jene Kälte nicht ihren Körper hinauf kriechen zu lassen. Sie fühlte sich elendig, so unmenschlich, eher wie etwas geleitetes, eine Puppe an Schnüren gezogen von dem großen Puppenspieler.
Leise schnaubte sie die Luft aus, sie war eine Puppe, die in ihrer Funktion funktionieren musste. Kein Mensch mehr sondern ein Ding war sie. Und wofür?
Für den Willen eines Mannes, dessen Macht sie verfallen war. Nur war jener Mann nie an ihrer Seite und dennoch konnte sie jenes Gefühl- seinen Willen- dieses Benehmen, nicht abschalten.
Leiste betete sie für Erlösung, wie schon die Tage zuvor. Sie hatte die Nächte nicht geschlafen, Sie brachte es nicht über sich länger ohne jenen zu schlafen. Es pochte in ihrem Kopf seine Worte, auf ihrer Haut brannten seine Berührungen immer wenn sie versuchte den Schlaf Einzug halten zu lassen.
So ging sie jeden Abend in die Kirche des Herren, des Allmächtigen Einen und betete dafür, dass jene Prüfung und das Leid was es mit sich brachte, so wie sie zu sein, dahinging.
Sodass sie bald ein normales Leben erleben konnte.
Still bete sie weiter, als sich der Steinboden um sie herum zu drehen begann. Sie hatte seid Tagen Nichtsmehr gegessen, nur Wein und Wasser getrunken. Wobei der Wein meist dominierte, vor allem die Stunden hinweg, bevor sie in die Kirche ging.
Erstickte sie somit den Drang, zu dem Haus zu gehen, wo er vielleicht gerade vor den Akten saß und arbeitete.


Ich merkte wie ich hart auf dem Boden aufkam, es wurde warm, mein Körper fühlte sich an wie Feuer…
So blieb die blonde Frau auf dem Boden der heiligen Kirche liegen, bewusstlos…



(ooc: wer interesse an darauf aufbauendes rp bzw kirchenfund hat kann sich gerne bei pm melden)