Ein Schreiben an die Vogtei zu Schwingenstein
Verfasst: Samstag 4. November 2023, 00:19
Ein einfaches Schreiben findet seinen Weg zur Vogtin von Schwingenstein. Löst man die Schnur und entrollt das Pergament, so findet man folgende Zeilen vor sich auf dem Schriftstück stehen. Nicht mit Kohlestift, sondern mit Tinte wurden sie auf das schlichte Papier niedergeschrieben. Hier und da mag ein Farbklecks daneben gegangen sein, was aber dem Gesamtbild nicht allzu abträglich sein sollte.
- Schwingenstein, Feste Nebelwacht, 04. Rabenmond 266
Phanodains Segen Vogtin van Kalveron,
die jüngsten Ereignisse zeigen uns, dass der Schutz Schwingensteins und des Klosters eine hervorgehobene Rolle im Geschehen in und um das Lehen haben muss. Während ein Großteil des Reiches von einem Felsmassiv umringt und behütet wird, muss Schwingenstein sich auf die Festung Nebenwacht, das Kloster und die Bewohner verlassen, bis das Regiment zum Schutze anrücken kann.
Bis das passiert, muss Schwingenstein auf sich selbst vertrauen können.
Um dieses Vertrauen zu stärken, möchte ich am vierten Tag der kommenden Woche ein Übungsmanöver anleiten, zu dem jeder Wehrfähige willkommen ist.
Ziel dieses Manövers soll es sein, anhand eines Flaggenspiels die strategischen Gegebenheiten der Siedlung besser kennenzulernen, Vorteile und Schwächen auszumachen und den Ernstfall, einen Überfall aus dem Westen, zu üben.
Um das Geschehen möglichst Realitätsnah zu gestalten, soll die Siedlung als Ganzes dafür genutzt werden.
Dafür erbitte ich an dieser Stelle schriftlich die Erlaubnis.
Möge Phanodain eure Wege stets erhellen,
Lester Schrevenau
Magister am Konvent des Fuchses zu Adoran
Liedwirker der Morgenröte



