Zera
Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 14:41
Mit blutüberströmten Körper kletterte sie an einem der am Hafen befestigten Seile zum Schiff hoch. Das war das letzte mal dass Arton ihr wehtun konnte. Jahre lang liess sie dieses Martyrium zu doch heute so schwor sie sich würde sie sich immer verteidigen. Als sie als blinder Passagier auf dem Schiff stand sah sie noch mal zurück und erinnerte sich an die letzten Jahre. Es waren nur noch erinnerungen welche sie am besten schnell wieder vergessen wollte, dennoch kam es ihr so vor als wäre es erst gestern gewesen. Als die Zuständigen des Waisenhauses sie für einige Goldtaler verkauften, hat man sie auf Artons und Benests Hof geschleppt.Sie lebten zu dritt dort, zwei Brüder und eine schwester. Der älteste von ihnen war Arton. Seine Schwester Kiria war etwas jünger doch bei vielem hatte sie die Hosen an. Der jüngste war Benest, egal was Arton auch tat er richtete sich danach und sah stets zu ihm hinauf. Er war keinen deut besser als Arton. Es war ein heruntergekommener Hof welchen sie nach dem Tode ihrer Eltern übernahmen. Die drei unfähigen machten es sich zu gut und liessen sich von ihren Eltern verwöhnen somit musste jemand her, der auch wusste wie man sich um einen Hof kümmert und auch anpacken konnte. Dies war wohl auch der Grund warum sie Zera nahmen. Im Waisenhaus war sie stets die Stärkste und verstand es auch den Knaben den Unfug rauszuprügeln wenn diese sie mal wieder schikanierten. Diese Kraft wurde ihr dann schlussendlich zum verhängniss.
Immer wieder tag für tag musste sie sich abschuften um die dreien durchzufüttern. Dabei blieb ihr keine beleidigung erspart auch wenn alles nach ihrer ansicht nach in Ordnung war. An besonders schlimmen Tagen wenn die beiden Brüder ganz lustig waren wurde sie geschlagen und getreten. Zwar kam Kiria oftmals dazwischen und hielt ihre Hand über sie doch auch sie war nicht immer da. Oft gelang es ihr, sich an dunklen Orten welche der Hof zu genüge bot zu verstecken und entging der drohenden Prügel. Wenn es sogar dunkel genug war benötigte sie nicht mal mehr ein Versteck und war schlicht unsichtbar. Mit den Jahren wuchs ihr Vertrauen zur Dunkelheit und somit auch ihr Talent sich zu verstecken. Sie wusste wenn man sie nicht finden konnte, wurden sie nur noch wütender und am nächsten Tag drohte ihr die Peitsche. Dennoch versteckte sie sich so oft es ging.
Abends saß sie dann in ihrer kleinen Holzhütte die früher einmal die Hühnerscheune war und versorgte ihre Wunden oder flickte ihre Kleidung.
Schliesslich beschränkte sich ihre habe auf ihren Namen, ihre Kleidung und einen kleinen stumpfen Dolch den sie immer im Stiefel mit sich trug. Sie hatte diesen schon so lange, dass sie schon vergass woher sie jenen her hatte. Stest achtete sie darauf dass der Dolch nicht gefunden wurde und nahm in nur zur Hand wenn sie allein war. Goldene verzierungen waren auf dem Knauf und am Heft und auf der klinge waren ihre initalen welches darauf schliessen lässt dass es für sie angefertigt wurde.
Auf dem Schiff fand sie anschliessend ein geeignetes versteck und hielt in ihrer Hand ihren Dolch welcher noch Artons Blut dran kleben hatte. Sie hatte es noch vor ihren Augen wie er in die Hütte stürmte. Er müsste was getrunken haben nach seinem lallen zu urteilen und er machte sich über sie her. Doch diesmal war sie gelassen und liess ihn nur näherkommen. "Nein, diesmal nicht" Waren ihre worte ehe sie ihm den Dolch so tief sie konnte in die brust rammte. Nach Luft röchelnd sackte er zu Boden und versuchte sich mit seiner übrigen Kraft rauszuziehen. "Wir sind noch nicht fertig" Sagte sie energisch und zog ihn an den Beinen wieder zurück und stach in blinder Wut voller Hass auf ihn ein bis er sich nicht mehr rührte.
Es müsste schon eine Woche vergangen sein als das Schiff im Hafen von Bajard anlegte. Ihre Wunden wurden zu Tiefschwarzen Narben verteilt auf Armen und Beinen und das Salz in der Meeresluft machte es auch nicht erträglicher. Nachdem es wieder still wurde und die entladung des Schiffes erledigt war wagte sie sich hinaus aufs Deck und bewunderte das kleine schöne Dörfchen und tapste auf leisen Schritten an Land und wanderte durch die Stadt.
Einige Tage lebte sie schon in der Stadt und lauschte viele Geschichten von Clans und Gruppierungen die friedlich im wald miteinander lebten, so war auch ihr interesse gross solch eine Gruppe mal zu Gesicht zu bekommen.
An der Taverne traf sie eine dieser Gruppen dann auch. Sechs Frauen saßen am Tisch und einige trugen Rüstungen aus verschiedenfarbenem Leder.
Schüchtern setzte sie sich 2 Tische weiter von ihnen hin um ihnen etwas zu lauschen. Lange blickte sie starr zu ihnen rüber und schlussendlich wurde ihre anwesenheit als auch ihr interesse bemerkt worauf sie sich wieder auf den schutz der Dunkelheit verliess und die kerze auf dem tisch ausmachte. Doch diesmal half dies nichts, was sie irgentwie auch nicht bedauerte denn jetzt konnte sie direkt zuhören......
Am selbigen Abend wurde sie noch eingeladen in ihr Lager mit zu kommen
und ihr wurde das Privileg zuteil in eine art Probezeit aufgenommen zu werden.
Ronya erzählte vieles über den Ablauf bei den Gefährtinnen und dass sie auch was tun muss um bleiben zu können.
Als sie sich schlafen legte gingen ihr viele sachen durch den Kopf und sie wusste nicht recht was sie für diese Kriegerinnen schon tun kann was sie nicht selbst schon tun konnten um unersetzbar zu werden.
In dieser Nacht schlief sie so gut wie schon lange nicht mehr......
fortsetzung folgt
Immer wieder tag für tag musste sie sich abschuften um die dreien durchzufüttern. Dabei blieb ihr keine beleidigung erspart auch wenn alles nach ihrer ansicht nach in Ordnung war. An besonders schlimmen Tagen wenn die beiden Brüder ganz lustig waren wurde sie geschlagen und getreten. Zwar kam Kiria oftmals dazwischen und hielt ihre Hand über sie doch auch sie war nicht immer da. Oft gelang es ihr, sich an dunklen Orten welche der Hof zu genüge bot zu verstecken und entging der drohenden Prügel. Wenn es sogar dunkel genug war benötigte sie nicht mal mehr ein Versteck und war schlicht unsichtbar. Mit den Jahren wuchs ihr Vertrauen zur Dunkelheit und somit auch ihr Talent sich zu verstecken. Sie wusste wenn man sie nicht finden konnte, wurden sie nur noch wütender und am nächsten Tag drohte ihr die Peitsche. Dennoch versteckte sie sich so oft es ging.
Abends saß sie dann in ihrer kleinen Holzhütte die früher einmal die Hühnerscheune war und versorgte ihre Wunden oder flickte ihre Kleidung.
Schliesslich beschränkte sich ihre habe auf ihren Namen, ihre Kleidung und einen kleinen stumpfen Dolch den sie immer im Stiefel mit sich trug. Sie hatte diesen schon so lange, dass sie schon vergass woher sie jenen her hatte. Stest achtete sie darauf dass der Dolch nicht gefunden wurde und nahm in nur zur Hand wenn sie allein war. Goldene verzierungen waren auf dem Knauf und am Heft und auf der klinge waren ihre initalen welches darauf schliessen lässt dass es für sie angefertigt wurde.
Auf dem Schiff fand sie anschliessend ein geeignetes versteck und hielt in ihrer Hand ihren Dolch welcher noch Artons Blut dran kleben hatte. Sie hatte es noch vor ihren Augen wie er in die Hütte stürmte. Er müsste was getrunken haben nach seinem lallen zu urteilen und er machte sich über sie her. Doch diesmal war sie gelassen und liess ihn nur näherkommen. "Nein, diesmal nicht" Waren ihre worte ehe sie ihm den Dolch so tief sie konnte in die brust rammte. Nach Luft röchelnd sackte er zu Boden und versuchte sich mit seiner übrigen Kraft rauszuziehen. "Wir sind noch nicht fertig" Sagte sie energisch und zog ihn an den Beinen wieder zurück und stach in blinder Wut voller Hass auf ihn ein bis er sich nicht mehr rührte.
Es müsste schon eine Woche vergangen sein als das Schiff im Hafen von Bajard anlegte. Ihre Wunden wurden zu Tiefschwarzen Narben verteilt auf Armen und Beinen und das Salz in der Meeresluft machte es auch nicht erträglicher. Nachdem es wieder still wurde und die entladung des Schiffes erledigt war wagte sie sich hinaus aufs Deck und bewunderte das kleine schöne Dörfchen und tapste auf leisen Schritten an Land und wanderte durch die Stadt.
Einige Tage lebte sie schon in der Stadt und lauschte viele Geschichten von Clans und Gruppierungen die friedlich im wald miteinander lebten, so war auch ihr interesse gross solch eine Gruppe mal zu Gesicht zu bekommen.
An der Taverne traf sie eine dieser Gruppen dann auch. Sechs Frauen saßen am Tisch und einige trugen Rüstungen aus verschiedenfarbenem Leder.
Schüchtern setzte sie sich 2 Tische weiter von ihnen hin um ihnen etwas zu lauschen. Lange blickte sie starr zu ihnen rüber und schlussendlich wurde ihre anwesenheit als auch ihr interesse bemerkt worauf sie sich wieder auf den schutz der Dunkelheit verliess und die kerze auf dem tisch ausmachte. Doch diesmal half dies nichts, was sie irgentwie auch nicht bedauerte denn jetzt konnte sie direkt zuhören......
Am selbigen Abend wurde sie noch eingeladen in ihr Lager mit zu kommen
und ihr wurde das Privileg zuteil in eine art Probezeit aufgenommen zu werden.
Ronya erzählte vieles über den Ablauf bei den Gefährtinnen und dass sie auch was tun muss um bleiben zu können.
Als sie sich schlafen legte gingen ihr viele sachen durch den Kopf und sie wusste nicht recht was sie für diese Kriegerinnen schon tun kann was sie nicht selbst schon tun konnten um unersetzbar zu werden.
In dieser Nacht schlief sie so gut wie schon lange nicht mehr......
fortsetzung folgt