[Q] Tief in den Stollen
Verfasst: Dienstag 7. März 2023, 10:45
Neben allem, was so zu tun war, blieb kaum noch Zeit, einmal durchzuatmen.
Es kamen immer mehr Kaluren aus den tieferen Stollen, die Sippe wuchs und wollte versorgt werden.
Neben den Pflichten als Gesellin der Bauhütte waren ihr noch die Versorgung von 4 stattlichen und sehr sehr Hungrigen und Durstigen Kaluren zuteil geworden.
Natürlich sind Kaluren im allgemeinen schon als sehr stattlich zu bezeichnen, das liegt daran, wie Cirmias uns erschaffen hat, aber dennoch was den Hunger und den Durst anging kamen nur wenige an diese Reichweite.
Brogar vielleicht noch, aber Skodrak mit seinem dauernden Bierfass-mit-sich-tragen, Caernak, welcher weder zu Bhir noch zu einer guten Portion Fleisch nein sagen konnte, sowie Burlokk und Raugarosch.
Thorim war der einzige, der ein wenig anders war. Mochte vielleicht an seinem Dasein als Wühler, oder aber an der Verantwortung für den Milchbart Sarah liegen.
So also bestand der Tag neuerdings aus einem festen Rhythmus.
Aufstehen, die Hütte lüften, Frühstück zubereiten, alles auftischen,so das sich jeder der Sipplinge bedienen konnte.
Skodrak hatte es sich seit einiger Zeit unter dem Küchentisch gemütlich gemacht, dort lag schon ein Kissen und ein Schlafsack, damit er auch ja immer der erste war, der beim Frühstück am Tisch sitzen konnte.
Die Eigenheiten ihrer Brüder waren Mannigfaltig wie die Blüten der Blumen.
Jeder war auf seine Art und Weise einzigartig.
Eines aber war ihnen allen gleich.
Wenn ihnen was nicht passte, konnten sie alle sehr laut und sehr nörgelig werden. Und wenn sie nicht nur still nörgelten, sondern dabei – beim nörgeln – auch noch laut wurden, dann wusste die Rothaarige Priesterin direkt, das sie sich in acht nehmen musste.
Nicht, weil sie ihren Willen nicht durchsetzen konnte, sondern weil sie dann Umwege in ihrer Argumentation gehen musste, um die Kerle zu verwirren, damit sie am Ende dem zustimmten, worüber sie Anfangs genörgelt hatten.
Die letzten Tage waren sehr trubelig gewesen. Eluive war gerettet, das Gleichgewicht war wieder hergestellt.
Und aufgrund der Tatsache,dass sie die Familie hatte mit in die Wolkenebene zu den Fliegenden Inseln genommen hatte, wollte sie sich die nächste Zeit ein wenig bedeckt halten.
Die verbale Schelle würde noch kommen von ihren Brüdern, das war ihr durchaus bewusst. Das größere Ziel war aber wichtiger gewesen, und immerhin hatte sie keinen gezwungen mit ihr zu kommen. Ganz still und heimlich war sie trotzdem dankbar, das ihre Brüder an ihrer Seite gestanden hatten.
Was also tun, nach so einem Abend wie dem gestrigen?
Genau!
In die Bauhütte gehen, dort verweilen, Cirmias danken, für den Beistand, für das gelingen.
Und ein wenig die Cirmitenen Archive aufräumen.
Großmeister Brombosch war ein vielbeschäftigter Kalure, seine Aufgaben waren von wichtigerer Natur, als die ihren.
Gerade waren alle anderen Priester in den Stollen oder auf reisen, also blieb viel Zeit für innere Einkehr und das schaffen von Ordnung und Sauberkeit.
In den Archiven hatte bestimmt seit Äonen von Jahren keiner mehr Staub gewischt.
Zumindest deutete die Staubschicht an, das nach ihr keiner mehr hier war.
Sie würde sich von links nach rechts durcharbeiten, sie hatte ja nun wieder Zeit. Bücher, Steintafeln und Regale wollten gepflegt werden, verschiedenste Kistchen und Kästchen standen auch in den Regalen.
Diese zogen sie an, wie ein Kadaver die Fliegen.
Damit wollte sie beginnen.
Also füllte sie einen Eimer mit Wasser, schnappte sich ein weiches Tuch und marschierte auf die Regale zu.
Reich verzierte Kisten, mit Edelsteinen und Mythril geschmückte Kästchen, teilweise ohne Inhalt, teilweise mit einigen Schmuckstücken oder alten Schätzen bestückt.
Alles wurde fein ordentlich sauber gewischt, so das alles wieder blitzte und blinkte und im Schein der Feuer wieder ein wunderschönes, einzigartiges Funkeln entstand.
Stunde um Stunde verging und sie wurde nicht müde, diese Pracht zu sehen,welche,endlich vom Staub befreit, in den Hallen erstrahlte.
Bis.....
Bis sie ein kleines Kästchen fand, ganz tief verborgen hinter diversen (fast schon zerfallenen) Schriftrollen und alten Steintafeln.
Dieses Kästchen, aus Holz, stand auf einer kleineren Tafel, welche gebrochen kaum noch im Stande war, ihren Inhalt dem Leser Kenntlich zu machen.
Es passte nicht hier hin.
Vielleicht war es genau der Grund, warum es Vala direkt auffiel. Diese kleine Kiste, vollständig aus Holz, sogar die Nägel zum Verschließen der Kiste waren aus Holz. Kein einziger Fitzel Metall war an dieser Kiste.
Eingebrannt oben in den Deckel war das alte Königssiegel, welches sie schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte.
Der Hammergrund-König.
Was hatte das zu bedeuten?
Diese Kiste musste sehr sehr alt sein.
Vielleicht stammte sie wirklich noch aus der Zeit vor oder während der alten Zwergenkriege?
Durch den Kopf der Priesterin gingen viele Fragen. Und so sehr sie sich auch anstrengte, sie konnte die Steintafel nicht entziffern.
Aber.....
Moment.....
Was?
Nachdenklich betrachtete sie die Kiste, nahm sie in beide Hände und konzentrierte sich ausschließlich auf diese.
Die machtvolle Präsenz der Bauhütte war wie pulsierende Hammerschläge in ihrem Herzen, der Seelenschmied war präsent, war hier, in seinem heiligsten Ort, aber auch tief verwurzelt in ihr.
Aber diese kleine Kiste....
Da war irgendwas -
Irgendwie..... Spürte sie etwas. Eine kleine Präsenz, eine kleine Macht, etwas, was man leicht übersehen konnte. Wie die Kiste selbst auch.
Was konnte das nur sein?
Und da passierte es. Das Feuer der Neugier war geweckt.
„Wenn du hier bist und so alt bist, dann hat das was zu bedeuten“, sprach sie zu der Kiste und nickte einmal kräftig.
Chrom.... Chrom würde ihr helfen, die Kiste zu öffnen. So geschickt wie seine Finger den feinsten und fragilsten Schmuck herstellten, würde er sicherlich auch feinfühlig genug sein, um diese Kiste zu öffnen.
Vielleicht sollte sie Caernak mitnehmen?
Die Kerls mussten ihr helfen, der Kiste das Geheimnis zu entlocken.
Vielleicht war dort etwas verborgen, was der Bauhütte helfen konnte? Vielleicht war dort etwas enthalten, was verloren geglaubt war?
Sie packte die Kiste ein, nahm die Steintafel mit, oder besser gesagt, alle Teile der Steintafel und machte sich auf den Weg.
Im Hammergrundhaus Caernak einsammeln, und Meister Chrom aufsuchen.
Aufregung machte sich in ihr Breit!
Es kamen immer mehr Kaluren aus den tieferen Stollen, die Sippe wuchs und wollte versorgt werden.
Neben den Pflichten als Gesellin der Bauhütte waren ihr noch die Versorgung von 4 stattlichen und sehr sehr Hungrigen und Durstigen Kaluren zuteil geworden.
Natürlich sind Kaluren im allgemeinen schon als sehr stattlich zu bezeichnen, das liegt daran, wie Cirmias uns erschaffen hat, aber dennoch was den Hunger und den Durst anging kamen nur wenige an diese Reichweite.
Brogar vielleicht noch, aber Skodrak mit seinem dauernden Bierfass-mit-sich-tragen, Caernak, welcher weder zu Bhir noch zu einer guten Portion Fleisch nein sagen konnte, sowie Burlokk und Raugarosch.
Thorim war der einzige, der ein wenig anders war. Mochte vielleicht an seinem Dasein als Wühler, oder aber an der Verantwortung für den Milchbart Sarah liegen.
So also bestand der Tag neuerdings aus einem festen Rhythmus.
Aufstehen, die Hütte lüften, Frühstück zubereiten, alles auftischen,so das sich jeder der Sipplinge bedienen konnte.
Skodrak hatte es sich seit einiger Zeit unter dem Küchentisch gemütlich gemacht, dort lag schon ein Kissen und ein Schlafsack, damit er auch ja immer der erste war, der beim Frühstück am Tisch sitzen konnte.
Die Eigenheiten ihrer Brüder waren Mannigfaltig wie die Blüten der Blumen.
Jeder war auf seine Art und Weise einzigartig.
Eines aber war ihnen allen gleich.
Wenn ihnen was nicht passte, konnten sie alle sehr laut und sehr nörgelig werden. Und wenn sie nicht nur still nörgelten, sondern dabei – beim nörgeln – auch noch laut wurden, dann wusste die Rothaarige Priesterin direkt, das sie sich in acht nehmen musste.
Nicht, weil sie ihren Willen nicht durchsetzen konnte, sondern weil sie dann Umwege in ihrer Argumentation gehen musste, um die Kerle zu verwirren, damit sie am Ende dem zustimmten, worüber sie Anfangs genörgelt hatten.
Die letzten Tage waren sehr trubelig gewesen. Eluive war gerettet, das Gleichgewicht war wieder hergestellt.
Und aufgrund der Tatsache,dass sie die Familie hatte mit in die Wolkenebene zu den Fliegenden Inseln genommen hatte, wollte sie sich die nächste Zeit ein wenig bedeckt halten.
Die verbale Schelle würde noch kommen von ihren Brüdern, das war ihr durchaus bewusst. Das größere Ziel war aber wichtiger gewesen, und immerhin hatte sie keinen gezwungen mit ihr zu kommen. Ganz still und heimlich war sie trotzdem dankbar, das ihre Brüder an ihrer Seite gestanden hatten.
Was also tun, nach so einem Abend wie dem gestrigen?
Genau!
In die Bauhütte gehen, dort verweilen, Cirmias danken, für den Beistand, für das gelingen.
Und ein wenig die Cirmitenen Archive aufräumen.
Großmeister Brombosch war ein vielbeschäftigter Kalure, seine Aufgaben waren von wichtigerer Natur, als die ihren.
Gerade waren alle anderen Priester in den Stollen oder auf reisen, also blieb viel Zeit für innere Einkehr und das schaffen von Ordnung und Sauberkeit.
In den Archiven hatte bestimmt seit Äonen von Jahren keiner mehr Staub gewischt.
Zumindest deutete die Staubschicht an, das nach ihr keiner mehr hier war.
Sie würde sich von links nach rechts durcharbeiten, sie hatte ja nun wieder Zeit. Bücher, Steintafeln und Regale wollten gepflegt werden, verschiedenste Kistchen und Kästchen standen auch in den Regalen.
Diese zogen sie an, wie ein Kadaver die Fliegen.
Damit wollte sie beginnen.
Also füllte sie einen Eimer mit Wasser, schnappte sich ein weiches Tuch und marschierte auf die Regale zu.
Reich verzierte Kisten, mit Edelsteinen und Mythril geschmückte Kästchen, teilweise ohne Inhalt, teilweise mit einigen Schmuckstücken oder alten Schätzen bestückt.
Alles wurde fein ordentlich sauber gewischt, so das alles wieder blitzte und blinkte und im Schein der Feuer wieder ein wunderschönes, einzigartiges Funkeln entstand.
Stunde um Stunde verging und sie wurde nicht müde, diese Pracht zu sehen,welche,endlich vom Staub befreit, in den Hallen erstrahlte.
Bis.....
Bis sie ein kleines Kästchen fand, ganz tief verborgen hinter diversen (fast schon zerfallenen) Schriftrollen und alten Steintafeln.
Dieses Kästchen, aus Holz, stand auf einer kleineren Tafel, welche gebrochen kaum noch im Stande war, ihren Inhalt dem Leser Kenntlich zu machen.
Es passte nicht hier hin.
Vielleicht war es genau der Grund, warum es Vala direkt auffiel. Diese kleine Kiste, vollständig aus Holz, sogar die Nägel zum Verschließen der Kiste waren aus Holz. Kein einziger Fitzel Metall war an dieser Kiste.
Eingebrannt oben in den Deckel war das alte Königssiegel, welches sie schon lange nicht mehr zu Gesicht bekommen hatte.
Der Hammergrund-König.
Was hatte das zu bedeuten?
Diese Kiste musste sehr sehr alt sein.
Vielleicht stammte sie wirklich noch aus der Zeit vor oder während der alten Zwergenkriege?
Durch den Kopf der Priesterin gingen viele Fragen. Und so sehr sie sich auch anstrengte, sie konnte die Steintafel nicht entziffern.
Aber.....
Moment.....
Was?
Nachdenklich betrachtete sie die Kiste, nahm sie in beide Hände und konzentrierte sich ausschließlich auf diese.
Die machtvolle Präsenz der Bauhütte war wie pulsierende Hammerschläge in ihrem Herzen, der Seelenschmied war präsent, war hier, in seinem heiligsten Ort, aber auch tief verwurzelt in ihr.
Aber diese kleine Kiste....
Da war irgendwas -
Irgendwie..... Spürte sie etwas. Eine kleine Präsenz, eine kleine Macht, etwas, was man leicht übersehen konnte. Wie die Kiste selbst auch.
Was konnte das nur sein?
Und da passierte es. Das Feuer der Neugier war geweckt.
„Wenn du hier bist und so alt bist, dann hat das was zu bedeuten“, sprach sie zu der Kiste und nickte einmal kräftig.
Chrom.... Chrom würde ihr helfen, die Kiste zu öffnen. So geschickt wie seine Finger den feinsten und fragilsten Schmuck herstellten, würde er sicherlich auch feinfühlig genug sein, um diese Kiste zu öffnen.
Vielleicht sollte sie Caernak mitnehmen?
Die Kerls mussten ihr helfen, der Kiste das Geheimnis zu entlocken.
Vielleicht war dort etwas verborgen, was der Bauhütte helfen konnte? Vielleicht war dort etwas enthalten, was verloren geglaubt war?
Sie packte die Kiste ein, nahm die Steintafel mit, oder besser gesagt, alle Teile der Steintafel und machte sich auf den Weg.
Im Hammergrundhaus Caernak einsammeln, und Meister Chrom aufsuchen.
Aufregung machte sich in ihr Breit!










