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Ein Schreiben wird den Tempel erreichen

Verfasst: Donnerstag 9. Februar 2023, 18:32
von Aedan Barasthan
Das Schreiben richtet sich wohl direkt an Clericus Angerlohne und wird die zu erledigenden Aufgaben für die kommende Unterweisung enthalten.
Oh allwissender Alatar,
ich bitte dich um die Macht und die Weisheit deinen Willen auf dieser Erde zu verrichten.
Ich bin auf der Suche nach der Wahrheit und dem Wissen, um dein Volk hier auf Erden vor dem kommenden Bösen zu schützen.
Ich bitte dich, gib mir die Weisheit, die Entscheidungen zu treffen, die notwendig sind,
um den freien Willen und den gerechten Weg in diese Welt zu bringen.
Ehrfürchtig nehme ich deine Zeichen entgegen und werde mich bemühen,
deinen Rat und deine Weisheit in diese Welt hinaus zu tragen.
Oh All-Einer,
Ich danke dir, so wahr ich hier stehe, für deinen stets auf uns gerichteten Blick.
Dein Wille und deine Weitsicht haben mich durch schwere Zeiten geführt und mir geholfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Durch deine Macht und deine Stärke bin ich in der Lage gewesen, dein Volk zu schützen und den freien Willen in diese Welt hinauszutragen.
Mit unserem stetigen Streben nach Perfektion zeigen wir unsere Ehrfurcht,
gegenüber deinem wachsamen Blick auf das durch dich erweckte Menschenvolk. Auf dass wir deiner Präsenz stets gerecht werden.
Möge dir stets gefallen, was du siehst.

Verfasst: Donnerstag 9. Februar 2023, 19:16
von Arix Drapenstein
*zeitnah dazu gesellt sich auch die Aufgabe des Knappen Drapenstein*

Ein Gebet:
Oh Herr, sieh den Streiter, der sich vor dir niederwirft und nach deiner Gunst dürstet.
Führe mein Schwert in den kommenden Schlachten, auf dass ich dein Reich verteidige und mehre.
Nähre den Zorn in mir und verleihe mir die Macht deine Feinde zu bezwingen.
Stärke meinen Schild und meinen Panzer, auf dass er für die Streiter falscher Lehren undurchdringbar sei.
Geleite mich stets lebendig zu den prächtigen Toren deiner Stadt zurück, auf dass ich weiterhin für deine Sache mit ganzem Herzen streiten darf.
Denn Du bist es, der das Feuer des Hasses in uns Allen zum Lodern bringt.
Ich brenne für Dich, dein Reich und deine Sache.

Heil Alatar.
Der Unterschied zwischen Gebet und Predigt

Das Gebet stellt eine Anrufung des Gottes durch seinen Diener dar. Der Grund dafür kann sein, dass der Glaubende dem Herrn für etwas danken, ihn um etwas bitten möchte oder dass er das Zwiegespräch mit dem Herrn selbst sucht um ihn zu preisen. Ein Gebet zu sprechen steht jedem frei, gleich ob man Templer, Bürger oder jemand ist, der erst frisch zum Glauben hingeführt wird.

Eine Predigt hingegen richtet sich nicht an den Gott, sondern an die Glaubensgemeinde und wird von einem Geistlichen abgehalten. Meist wird die Predigt von einer Geschichte getragen, die in einer Moral endet und der Glaubensgemeinschaft Werte mit auf den Weg gibt, um an sich selbst zu arbeiten.

Verfasst: Donnerstag 9. Februar 2023, 22:06
von Aedan Barasthan
Kurz nach dem Unterricht, wird ein Bote den Clericus erneut aufsuchen.

Unterschiede von Gebet, Anrufung und Predigt:

Ein Gebet und eine Anrufung sind in ihrer Natur recht ähnlich.
Beide richten sich mit direkten Worten an Alatar. Die Anrufung hingegen kann kann auch an Heilige oder Göttliche, Höhere sowie Avatare stattfinden. Sie ist ein Appell, eine dringende Bitte mit dem Ziel etwas sofort zu bewirken.
Das Gebet dagegen ist eher eine Zuwendung, statt ein Appell. Es kann in Form einer Suche nach Antworten, der Ausdruck von Dank oder einfach als Näherung zum All-Einen genutzt werden.
Im Gegenzug zu den beiden ersteren Varianten ist die Predigt als eine Art Vortrag zu verstehen. Sie kann durch Gläubige oder im besten Fall durch klerikal verbundene Gläubige durchgeführt werden. Die Predigt kann zur Unterricht, Anmahnung oder aber auch Erläuterung aktueller Situationen abgehalten werden. Sie wird gehalten, um das Publikum auf etwas aufmerksam zu machen oder anzuweisen.


Persönliches Dankesgebet
Oh All-Einer, hier stehe ich, in Begleitung meiner ehrfürchtigen Gedanken an dich gewandt.
Ich danke dir, für die Weitsicht die du deinen Jüngern zukommen ließest, welche mich
in Empfang nahmen, als ich den deinigen Weg beschreiten wollte.
Ich danke dir, für die Chancen, Möglichkeiten, Aufgaben und Herausforderungen die mir gegegeben
als auch gestellt wurden um mich DIR als dienlich zu erweisen.
Ich danke dir, für die Stärke die mir DEIN Hass zukommen lässt, wenn ich zur Waffe greifen muss
um den Verblendeten die notwendige Gerechtigkeit zukommen zu lassen.
Dein stetiger Blick auf meinen Taten gibt mir Kraft, die schier endlosen Chancen und Möglichkeiten
die du mir gibst den notwendigen Antrieb.
Heil dir, Alatar.

Verfasst: Sonntag 12. Februar 2023, 16:55
von Jadia Conandil
Auf den gleichen Stapel mit den Ausarbeitungen der Knappen und des Rekruten der Scharfschützen findet ein weiteres Blatt seinen Weg. Ein Pergament in Elfenbeinfarbe, die Tinte ein tiefes Violett. Die Schrift wirkt geschwungen und verspielt, als hätte ein Kind seine Schreibübungen absolviert und das ohne Flecken, Eselsohren oder andere Rückstände.

Seinen Segen, Clericus Angerlohe!

Wie so innig von Euch gewünscht erhaltet
Ihr hier mit diesem Schreiben meine Kontemplation
und Ausarbeitung zum Thema 'unfassbar'.
Aus purer Höflichkeit lege ich meine Hoffnung zu Papier,
dass Ihr damit zufrieden seid. Fast unfassbar wäre dieser,
Euer Zustand, sicherlichst.
Falls Ihr noch eine Anrufung, Predigt oder Gedicht
von mir wünscht, so hinterlasst mir eine Nachricht,
Noir wird sehen, was Noir dann tut.

Noir

PS: Ach und heute ist der 12. Eisbruch oder der 11. 266.
Habe hier keinen Kalender gefunden!
Warum gibt es auf diesem Schreibtisch keinen Kalender?


***

Unfassbar?


Unfassbar kann man nicht fassen,
man muss es unangefasst lassen,
denn es entzieht sich jedem Griff,
es hilft kein Trick, kein Streich, kein Kniff.

Nicht berührbar, unfassbarer Scherz,
so kalt und glatt, das ist mein Herz,
Es schlägt zwar gleichsam fröhlich tastbar,
doch bleibt für jeden Mann unfassbar.

Mein Streben nach Unfassbarkeiten,
wird die Welt noch lang begleiten.
Ich sehne mich nach der Empfindung
in der Unfassbarkeiten Bindung.

Unfassbar ist Alatar als das EINE, Ganze,
IHN fasst nichts, kein Schwert, keine Lanze.
IHN Lobpreisen wir mit unserem freien Willen,
die Freiheit durch Unfassbarsein zu stillen.

So betrachtet ist Unfassbarkeit,
nur eine silberne Gelegenheit,
sich dem Wirken zu entziehen,
dem Gewöhnlichen zu entfliehen.

Doch was das hier als unfassbar kann markieren
- Ihr habt bis hier gelesen ohne zu pausieren!

Un-fass-bar!

***

Verfasst: Montag 6. März 2023, 17:05
von Arix Drapenstein
*verspätet, wohl aufgrund der derzeitigen Weltgeschehnisse und der vergangenen Expedition in die Cabezik und was der Dämon einem sonst noch vor die Füße wirft, trifft nun auch die Aufgabe des Knappen Drapenstein bei der Templerschaft ein*

Das überarbeitete Gebet:

Oh Alatar, sieh deinen Streiter, der dich in Ehrfurcht preist.
Für alle Zeit will ich Dein prachtvolles Reich verteidigen und mit Deiner Gunst erweitern.
Durch den Zorn, den Du in mir nährst, erlange ich die Macht und die Stärke Deine Feinde zu bezwingen.
Mein Vertrauen in Dich lässt meinen Panzer undurchdringbar werden und meinen Schwertarm niemals ermüden.
Denn Du bist es, der das Feuer des Hasses in uns allen zum lodern bringt und Du bist es, der uns rechtleitet.
Ich brenne für Dich, dein Reich und deine Sache. Für immer.

Heil Alatar.

Die Unterscheidung von Gebet, Anrufung und Predigt:

Durch das Gebet wendet sich der Gläubige direkt Alatar zu. Hierbei kann er Gedanken und Sorgen aussprechen, dem Herrn für etwas seinen Dank aussprechen oder ihn um seine Gunst, seinen Zuspruch oder um ein Zeichen bitten.
Ein Gebet kann aber auch schlicht dazu genutzt werden die Bindung zum Herrn zu festigen und auszubauen.

Eine Anrufung ist ebenfalls eine direkte Zuwendung an den Herrn, die jedoch einen gezielten und auch dringlichen Zweck verfolgt, welcher nur durch sein Wirken erfüllt werden kann. Hierbei kann jedoch nicht nur Alatar selbst angerufen werden, sondern auch einer seiner erwählten Templer, Streiter oder Avatare.
Die Anrufung an diese kann als Appell verstanden werden, die dringliche Bitte für einen selbst weiterzutragen, in der Hoffnung damit mehr zu bewirken.

Die Predigt unterscheidet sich von den bisher genannten in seiner Zielgruppe. Sie richtet sich nicht an Alatar oder einen seiner Erwählten, sondern an die Gemeinschaft seines Gefolges.
Sie stellt den Vortrag eines Geistlichen dar, der eine Aufforderung oder eine klare Haltung an die Gemeinschaft vermitteln will. Der Geistliche selbst sollte den Werten des Lebens und, noch wichtiger, den Werten Alatars nahestehen. Es muss jedoch nicht unbedingt ein Templer sein, der eine Predigt hält. Auch kann es ein Ahad, ein Ritter, ein Hauptmann oder ein Bürger sein, der eine Predigt hält. Wichtig ist dabei primär die Nähe und Verbundenheit zu Alatar, sowie die Absicht, die Glaubenden damit nicht in die Irre zu führen sondern zu bereichern.