[Q] Das Verschwinden des ShuResh
Verfasst: Dienstag 7. Februar 2023, 20:23
"Schon wieder!"
Der grollende Ausruf der Wache hallte empört über das gerodete Feld vor dem Rakun. Die geschlitzten Augen fixierten dabei das frische Gras und die Sträucher, die sich über Nacht erneut ausgebreitet hatten. Mit unerbittlicher Vehemenz begann er, abermals über einen Teil der grünen Triebe hinwegzustapfen und dabei so viel wie möglich unter den metallenen Schritten zu zermahlen. Das dumpfe Pochen der Schritte hallte von den Felsen wieder. Hier und da beugte er sich hinab um einen besonders robusten Strauch eigenhändig herauszureissen. Schon bald waren die Pranken mit Staub, Asche und Erde verdreckt. Einzelne Halme hatten sich in den Scharnieren der Rüstung verfangen und baumelten wie sonderbare Dekoration herab.
Schnaubend nahm er wieder Haltung an und übersah das allzu fruchtbare Feld. Ein zwitschernder Vogel lenkte seine Aufmerksamkeit ab und er sah dem Tier nach als es sich nach erfolgreichem Beutezug an einem der Beerensträucher in die Lüfte erhob. Murrend schob er den Unterkiefer vor, bis sein Blick bei der eigenen Hand einkehrte, die die Hellebarde hielt. Verwirrung verklärte den Blick und er sah prüfend auch auf die andere Pranke...
'Wieso war sie denn so schmutzig? Er hatte doch gar nicht...'
Dabei glitt der Blick weiter an der Rüstung hinab. Etwas aus dem Augenwinkel hatte seine Aufmerksamkeit geweckt. Ein grüner Grashalm am Kniegelenk.
'Was bei der Mutter...'
Dann ging der Blick zurück auf die Wiese und da war er wieder. Der Moment der Klarheit. Natürlich. Er hatte das Unkraut bearbeitet!
Das Pochen, dass zuvor seine Schritte erzeugt hatten, klang ihm jedoch noch immer in den Ohren. Die Stirn furchte sich, als er sich umsah. Er überlegte, ob er zuviel am Kraut geschnüffelt hatte, dass ihm sein Verstand heute gleich mehrere Streiche spielte. Doch auch nach einer Weile des Lauschens war das Geräusch immer noch da. Es klang wie Metall, dass auf Stein schlug. Irgendwo hinter ihm. Aber hinter ihm war nur die hoch aufragende Felswand des Rakun. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Begleitet von einem leisen Murren fing er an die Quelle des Geräuschs zu suchen...
... und ward nie wieder gesehen.
Der Wachhabende ShuResh kam den Abend nicht mehr von seinem Posten zurück obwohl man keinerlei feindliche Aktivitäten hätte ausmachen können und niemand Alarm schlug.
Der grollende Ausruf der Wache hallte empört über das gerodete Feld vor dem Rakun. Die geschlitzten Augen fixierten dabei das frische Gras und die Sträucher, die sich über Nacht erneut ausgebreitet hatten. Mit unerbittlicher Vehemenz begann er, abermals über einen Teil der grünen Triebe hinwegzustapfen und dabei so viel wie möglich unter den metallenen Schritten zu zermahlen. Das dumpfe Pochen der Schritte hallte von den Felsen wieder. Hier und da beugte er sich hinab um einen besonders robusten Strauch eigenhändig herauszureissen. Schon bald waren die Pranken mit Staub, Asche und Erde verdreckt. Einzelne Halme hatten sich in den Scharnieren der Rüstung verfangen und baumelten wie sonderbare Dekoration herab.
Schnaubend nahm er wieder Haltung an und übersah das allzu fruchtbare Feld. Ein zwitschernder Vogel lenkte seine Aufmerksamkeit ab und er sah dem Tier nach als es sich nach erfolgreichem Beutezug an einem der Beerensträucher in die Lüfte erhob. Murrend schob er den Unterkiefer vor, bis sein Blick bei der eigenen Hand einkehrte, die die Hellebarde hielt. Verwirrung verklärte den Blick und er sah prüfend auch auf die andere Pranke...
'Wieso war sie denn so schmutzig? Er hatte doch gar nicht...'
Dabei glitt der Blick weiter an der Rüstung hinab. Etwas aus dem Augenwinkel hatte seine Aufmerksamkeit geweckt. Ein grüner Grashalm am Kniegelenk.
'Was bei der Mutter...'
Dann ging der Blick zurück auf die Wiese und da war er wieder. Der Moment der Klarheit. Natürlich. Er hatte das Unkraut bearbeitet!
Das Pochen, dass zuvor seine Schritte erzeugt hatten, klang ihm jedoch noch immer in den Ohren. Die Stirn furchte sich, als er sich umsah. Er überlegte, ob er zuviel am Kraut geschnüffelt hatte, dass ihm sein Verstand heute gleich mehrere Streiche spielte. Doch auch nach einer Weile des Lauschens war das Geräusch immer noch da. Es klang wie Metall, dass auf Stein schlug. Irgendwo hinter ihm. Aber hinter ihm war nur die hoch aufragende Felswand des Rakun. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Begleitet von einem leisen Murren fing er an die Quelle des Geräuschs zu suchen...
... und ward nie wieder gesehen.
Der Wachhabende ShuResh kam den Abend nicht mehr von seinem Posten zurück obwohl man keinerlei feindliche Aktivitäten hätte ausmachen können und niemand Alarm schlug.












