Der Preis des Seelenheils...
Verfasst: Mittwoch 2. August 2006, 14:12
Unruhig schweifte sein Blick in der Umgebung umher, immerwährend nach den Schatten Ausschau haltend, die versuchten, durch die Fugen und Ritzen des Gemäuers seiner spärlichen Behausung ins Innere seiner Wohnstube einzudringen...
Er grabschte mit zittriger Hand nach der großen Glasscherbe, die auf der einen Seite mit einer hauchdünnen Silberschicht überzogen war. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wann der Spiegel zu Boden gefallen und in viele kleine Splitter und größere Scherben zerbrach, die nun fein auf dem kühlen Steinboden verteilt waren.
Beinahe erschrak er, als er im matten Mondlichtschein sein eigenes Anlitz zu Gesicht bekam. Der wohlgepflegte Bart, nun zerzaust und filzig, lasch an seinem Kinn herabbaumelnd, hatte nun eine unerwartet ansehliche Länge erreicht. Dunkle Ringe umrahmten seine geröteten, wässrigen Augen und ließen ihn wie einen Untoten erscheinen.
Er umklammerte wutschnaubend die Glasscherbe, nicht darauf achtend dass er sich die Finger an dessen scharfen Kanten blutig schnitt. Mit einer ruckartigen Bewegung holte er plötzlich aus, und ließ die Scherbe klirrend an der Wand zerschnellen worauf die Schatten zu seiner Erleichterung schlagartig zurückwichen...
Er musste diesen Fluch loswerden... koste es was es wolle. Mit zusammengekniffenen Augen, keine Ruhe findend, wartete er die Morgendämmerung ab und eilte dann hastig aus dem Haus, um sein Pferd zu satteln und den Weg ins Ungewisse einzuschlagen.
Er musste den Fluch so loswerden, und zwar so wie er ihn bekommen hatte...
Viele Stunden ließ er sich von seinem Pferd durch den dichten Wald tragen, umherirrend und kein festes Ziel einschlagend, bis er plötzlich vor den Toren Bajards stand...
Schlagartig schoß ihm ein Gedanke durch den Kopf, worauf er ein wenig ungelenk sein Pferd durch die Toren lenkte, um die Kneipe des kleinen Dorfes aufzusuchen. Er erinnerte sich an die alten Zeiten, bei der er die Schänke aufsuchte, um nach Glück und schnell verdientes Gold zu suchen. Sicherlich trieben sich dort immer noch fragwürdige Gestalten herum, die für Gold ohne zu zögern ihre Seele zu opfern bereit waren.
Er täuschte sich auch diesmal nicht, denn in der Tat konnte er mit Leichtigkeit eines der Gestalten erfolgreich einlullen und ihn mit wagen Versprechungen nach Reichtum und materiellem Wohlstand für seine Sache gewinnen. Dabei sah dieser Mann nicht einmal heruntergekommen und verzweifelt aus. Er vermutete, dass dieser entweder ungemein dämlich oder einfach nur extremst raffgierig war. Auf sein Verhalten und seine Worte hin, die keineswegs unbeholfen und unbedacht wirkten, schloß er eher auf Letzteres.
Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen warf er dem Manne einen geschlängelten Dolch entgegen und das Ritual begann....
Er grabschte mit zittriger Hand nach der großen Glasscherbe, die auf der einen Seite mit einer hauchdünnen Silberschicht überzogen war. Er konnte sich nicht mehr erinnern, wann der Spiegel zu Boden gefallen und in viele kleine Splitter und größere Scherben zerbrach, die nun fein auf dem kühlen Steinboden verteilt waren.
Beinahe erschrak er, als er im matten Mondlichtschein sein eigenes Anlitz zu Gesicht bekam. Der wohlgepflegte Bart, nun zerzaust und filzig, lasch an seinem Kinn herabbaumelnd, hatte nun eine unerwartet ansehliche Länge erreicht. Dunkle Ringe umrahmten seine geröteten, wässrigen Augen und ließen ihn wie einen Untoten erscheinen.
Er umklammerte wutschnaubend die Glasscherbe, nicht darauf achtend dass er sich die Finger an dessen scharfen Kanten blutig schnitt. Mit einer ruckartigen Bewegung holte er plötzlich aus, und ließ die Scherbe klirrend an der Wand zerschnellen worauf die Schatten zu seiner Erleichterung schlagartig zurückwichen...
Er musste diesen Fluch loswerden... koste es was es wolle. Mit zusammengekniffenen Augen, keine Ruhe findend, wartete er die Morgendämmerung ab und eilte dann hastig aus dem Haus, um sein Pferd zu satteln und den Weg ins Ungewisse einzuschlagen.
Er musste den Fluch so loswerden, und zwar so wie er ihn bekommen hatte...
Viele Stunden ließ er sich von seinem Pferd durch den dichten Wald tragen, umherirrend und kein festes Ziel einschlagend, bis er plötzlich vor den Toren Bajards stand...
Schlagartig schoß ihm ein Gedanke durch den Kopf, worauf er ein wenig ungelenk sein Pferd durch die Toren lenkte, um die Kneipe des kleinen Dorfes aufzusuchen. Er erinnerte sich an die alten Zeiten, bei der er die Schänke aufsuchte, um nach Glück und schnell verdientes Gold zu suchen. Sicherlich trieben sich dort immer noch fragwürdige Gestalten herum, die für Gold ohne zu zögern ihre Seele zu opfern bereit waren.
Er täuschte sich auch diesmal nicht, denn in der Tat konnte er mit Leichtigkeit eines der Gestalten erfolgreich einlullen und ihn mit wagen Versprechungen nach Reichtum und materiellem Wohlstand für seine Sache gewinnen. Dabei sah dieser Mann nicht einmal heruntergekommen und verzweifelt aus. Er vermutete, dass dieser entweder ungemein dämlich oder einfach nur extremst raffgierig war. Auf sein Verhalten und seine Worte hin, die keineswegs unbeholfen und unbedacht wirkten, schloß er eher auf Letzteres.
Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen warf er dem Manne einen geschlängelten Dolch entgegen und das Ritual begann....