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Nur Gedanken?

Verfasst: Dienstag 25. Juli 2006, 19:36
von Tugor Crain
Emotionslos blickt er in die Schwärze der Nacht, seine Gedanken scheinen sich im Kreis zu drehen und sein Schädel schmerzte noch von dem Schlag den er bei dem Überfall einstecken musste. Das frühere, manchmal freundliche leuchten seiner Augen ist einem kalten Funkeln gewichen. Der Schmerz in seiner Seele über den Verlust seiner Geliebten weicht allmählich dem Gefühl der Gleichgültigkeit. Was sollte ihm schon noch wiederfahren können? Die Menschen die er liebt schien er verloren zu haben, teils aus eigener Schuld teils an die Seelenvergifter Temoras. Einsamkeit war nun sein stetiger Begleiter, die Gewissheit einen anderen Weg einschlagen zu müssen nahm mehr und mehr eine feste Struktur an. Keiner wird ihm jemals mehr Schmerzen zufügen dürfen, gleichgültig in welcher Form auch immer. Niemals mehr würde er zögern eine gezogene Klinge seinem Feind in die Eingeweide zu stossen. Er erkannte nun das einzig lohnende Ziel das er viel zu lange nur halbherzig verfolgte...
Sich ohne Kompromisse und Fragen dem einzigen und wahren Herrn zu unterwerfen um somit in das ewige Paradies zu gelangen. Glasklar waren nun seine Gedankengänge, er hatte den Weg erkannt...

Verfasst: Mittwoch 26. Juli 2006, 09:57
von Sana D´elrah
ausgeklügelt hatte sie den Ueberfall vorgenommen und kaum ein hinweis wuerde je zu ihr fuehren.
Sie hatte den Mann dann ein wenig beobachtet, mit ihm gesprochen und wie einfach aus der Huefte heraus erzaehlte er ihr seinen Namen.

In seinen Augen sah sie keine freude mehr, es schien als wuerde etwas passiert sein vor dem Ueberfall schon. Sie konnte nicht wissen was und es war ihr auch fast egal.

Es machte ihn scheinbar stark und unberechenbar.
Ihre Aufgabe war es zu beoabachten und Schwächen und Staerken festzustellen.
Er ging jedenfalls den richtigen Weg mit genuegend Zorn im Herzen, dies war nicht zu uebersehen...

Verfasst: Mittwoch 26. Juli 2006, 10:53
von Zator A´kinar
Es war in diesen Tagen des Öfteren, daß Zator an seinen alten Freund und Weggefährten Tugor dachte. Wie sehr sehnte er sich jene Zeit zurück, in der sie einander blind vertrauten und den gleichen Weg genommen hatten. Doch nun war alles anders. Es musste wohl wie Verrat erscheinen, dass sich Zator von Rahal abwandte um sich voll und ganz dem Glauben an Temora hinzugeben. Doch der Weg, den Zator nun beschritt war der einzig richtige, dessen war er sich sicher. Wie sonst konnte man das innere Erblühen des einst so kalten Mannes erklären? Wie sonst konnte er Leon umarmen und sich nichts anderes wünschen, als daß es für immer so wäre?

Und doch fragte sich Zator oft, ob der Preis nicht zu hoch war. Der Preis des Verlusts eines Freundes. Doch hatte er ihn verloren? Was wäre, würden sich Zator und Tugor auf dem Schlachtfeld wiedertreffen? Eines wusste der neue Temora-Diener, er würde die Waffe nicht gegen seinen Freund erheben können. Nein, stattdessen würde er ihm die Hand ausstrecken und so inmitten all der Zerstörung ein wahres Zeichen Temoras setzen, Frieden.

Mühsam schüttelte Zator die Gedanken ab, er hoftte, daß, ganz gleich was kommen würde, er niemals seinem Freund Tugor im Kampf gegenüberstehen würde. Nachdenklich schaute Zator zu Leon und lächelte ihn an. Ob der Junge ahnte, wie seltsam kompliziert diese Welt doch war?