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Grau, grau.. erwächst es

Verfasst: Montag 13. Juni 2022, 19:47
von Vanth Bethesthor Wynald
Auch wenn die Konstruktionspläne und der genaue Baugrund noch in den Wolken geschrieben stand, verspürte er das beinahe jugendliche Jucken in den Fingerspitzen.. der Tatendrang und Eifer fuhr ihm in die bereits gealterten Knochen. Als das Kribbeln durch den Unterarm, bis in die kräftigen Oberarme durchbrach, wusste er, dass es an der Zeit war..

Die Handwerksmeister wussten um die etwaigen Engpässe in der Materialbeschaffung, so galt es Briefe aufzusetzen und Bestellungen zu tätigen. Holzbalken, geschliffene Baumstämme für den Transport, Verpflegung und einige Kisten Rum für die Schaffenden, diverse Blöcke aus Sedimentgestein und auch einige Arbeiter mussten aufgetrieben werden. Natürlich war er sich seiner eigenen Unwissenheit was Konstruktionen und Bauvorhaben anging bewusst, doch wollte er sprichwörtlich die Räder ins Rollen bringen, um zumindest den seinen, kleinen Beitrag zu leisten. Bis die Güter eintreffen würden, würden ohnehin noch einige Tage ins Land ziehen, doch lieber vorbereitet als nicht, dachte er sich.

Kaum waren die Pergamentrollen, sicher durch das Siegel des grauen Banners gebündelt, an einen vertrauenswürdigen Boten übergeben worden, machte er sich auch auf den Weg um mit dem Handwerksmeister Timdrael das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wie Nebelfetzen an einem erwarmenden Frühlingstag löste sich der Schleier aus seinem Blick und ließ das Feuer in den Blick des alten Recken zurückkehren.. die Vision war zum greifen nahe. Er spürte bereits die angenehme Kälte, die sich in den hohen Mauern mehren würde und die alten Glieder an den Kamin locken würde.

Grau, grau.. wie der Nebel.

Verfasst: Mittwoch 22. Juni 2022, 23:16
von Timdrael
Nur wenige Tage nachdem Vanth, Initiator des grauen Banners, zur Vorbereitungen für den Bau aufgerufen hatte, setzte Timdrael hier und da an ..

So wurden Gespräche geführt, um einen Überblick über den Rohstoffbestand innerhalb der eigenen Reihen, derer des Banners, zu erhalten.

Doch gewiss würde der Bedarf für das bevorstehende Projekt die Mengen übersteigen, welche der Schmied und Steinmetz üblicherweise für den Bau kleinerer Wohnkeller oder Anbauten bereitzustellen gewohnt war. Und da ging es auch keinem seiner Mitstreiter anders.

Also sollten Einkäufe grundliegender Rohstoffe und Bauelemente weiter vorangetrieben -, und bereits einige Helfer und Handwerker für die Bauphase beauftragt werden.

Erste Güter - wohl eine Lieferung besonders massiver und langer Balken aus einer heimischen Holzsorte - werden bereits im Hafen von Rahal angeliefert.

Und auch in Timdraels Werkstatt würde in den kommenden Tagen fleißiges Treiben herrschen.

So wird der metallische Klang, wenn Hammer auf Meißel schlägt, oft und lange zu hören sein.
Und akribisch genau und einheitlich bearbeitete Steinblöcke werden sich in -, und unmittelbar vor der Schmiede stapeln....


Verfasst: Samstag 25. Juni 2022, 19:32
von Timdrael
Heute wird Timdrael in die Hauptstadt reiten, um dort einen erfahrenen Architekten zu treffen.
Es sollen konkrete Baupläne und Zeichnungen erarbeitet werden.



So packt der Schmied alle wichtigen Skizzen, Notizen und andere niedergeschriebene Vorschläge, welche man bereits gemeinschaftlich unter dem grauen Banner zusammengetragen hatte, ein .. und macht sich motiviert auf den Weg nach Rahal.

Dort angekommen, werden gemeinsam mit dem Planungsmeister verschiedenste Details besprochen.

Von der grundsätzlichen Beschaffenheit des möglichen Baugrundes, über vor- und nachteilige Eigenschaften der in Frage kommenden Materialien, verschiedene Baustilrichtungen, räumlichen Aufteilungen, bis hin zu benötigten Ressourcenmengen und deren Verfügbarkeit, sowie vielen weiteren Wünschen .. wurde alles eiftig beratschlagt!

Nachdem die beiden dann - bei einem leckeren Glas Kuhmilch - erfolgreich den Lohn für den Archiketkten ausgehandelt hatten, war jener zuversichtlich: Er würde zeitnah einige zu Papier gebrachte Vorschläge zum Bau der Geimeinschaftsunterkunft des grauen Banners unterbreiten.


Verfasst: Mittwoch 29. Juni 2022, 02:10
von Lavea
Nun kam alles so langsam ins Rollen, nachdem das graue Banner gemeinsam ihren Wünschen, Pläne und Skizzen zusammengetragen hatten. Lavea wusste das auch gute Verpflegung wichtig war und zeitlich gebunden hermusste. Sie selber kann zwar kochen, doch fehlte ihr die Zeit dazu, da sie gerade als la salvatrice viel unterwegs war. So schickte sie Boten ins Land und sorgte dafür, dass einige Bauern fürs leibliche Wohl rechtzeitig Sorge tragen sollten. Sie selber machte sich daran, Tränke an zumischen, die für die Erleichterung dem Unterfangen nützlich sein könnten. Hier und da unterstützte sie Vanth, Timdreal und die anderen Mitglieder des grauen Banners, damit sie ihren Beitrag beisteuerte und wie jedes andere Mitglied dafür sorgte, dass es weiterhin zügig vorangehen würde.

Verfasst: Mittwoch 6. Juli 2022, 00:20
von Timdrael
.. Und nun war es endlich soweit!

Nachdem das Oberhaupt des grauen Banners,
Vanth Bethesthor Wynald, die nötigen Formalien vorangebracht hatte, konnten er und Timdrael sich am Abend des 04. Cirmiasum mit Statthalterin Perera sowie dem Schreiber der Statthaltung, Terron Kaloor, treffen.

Gemeinsam wurde der Bauplatz südlich der Wohnsiedlung Wetterau besichtigt, und die Freigabe für den Baustart erteilt.

Noch am gleichen Abend informierte Timdrael einige Helfer und Tagelöhner, welche schon in den vergangenen Tagen und Wochen zusammengetrommelt wurden: Am morgigen Tage würde es losgehen! ..

Und so kam es, dass am Vormittag des 05. Cirmiasum eine ganze Schar von Leuten, darunter einige Mitglieder des Banners und verschiedene angeheuerte Helfer, in Wetterau aufschlugen.
Mit sich führten sie Werkzeuge und mit Kisten beladene Lastentiere sowie volle Karren.

Nach einer Lagebesprechung und Einteilung der Kräfte, wurde auch schon mit dem Fällen von hinderlichen Bäumen und der Ausgrabung des Wurzelwerkes begonnen. Auch einige Feldsteine wurde gleich mit ausgebuddelt, da diese später bei der Erschließung des Kellers nicht stören sollten. Und ohnehin wäre
"Ein gut vorbereiteter Grund und Boden die halbe Miete" übertreibte der erfahrene Bauleiter, welchen man beauftragt hatte.

Andere schafften unentwegt mittels Karren zusätzliche Erde heran, mit der schon im späteren Laufe des Tages eine Anhöhung aufgeschaufelt werden sollte. Den Taktischen Vorteil, das Bauwerk auf einer leichten Anhöhung zu errichten, wollte man sich nicht nehmen lassen.

Zeitgleich wurden bereits einfache Zelte errichtet. Eines größeres für die Lagerung empfindlicher Baumaterialien. Ein weiteres, eher kleines Zelt, in dem der Bauleiter die Konstruktionspläne im Blick haben sollte. Von wo aus er den Bau koordinieren könnte. Und natürlich wurde auch ein Zelt zum Pausieren und Speisen aufgestellt.

Und so kam der Bau langsam ins Rollen ..







Verfasst: Samstag 9. Juli 2022, 15:15
von Aiven Fuego
War es nun soweit?

Aiven wusste sobald dieser Tag kommen würde, würde er wohl selber mit anpacken müssen? Immerhin verlässt sich auch das graue Banner auf den Freibeuter.
"Tzehehe" ging das dreckige Lachen durch seinen Schädel welches andere ziemlich sicher und rasch zur Weißglut treiben würde.
Doch Aiven wäre nicht Aiven hätte er sich nicht auf diese Situation vorbereitet.
Ein paar Handgriffe später verließ der Matrose seine Casa und brach auf in Richtung Bajard, doch wohin genau würden nur erfahrene Beobachter erkennen.

Gespräche wurden geführt und auch die ein oder andere Hand geschüttelt. Jede Person welche Aiven auch nur ein bisschen kannte würde auf Anhieb wissen dass er kein einziges Wort Ernst nimmt.
Wie gut dass er hier nicht unter Fachleuten war!

Es dauerte eine Weile ehe man Aiven mit einigen leicht bekleideten Chicas und einer Hand voll Straßenkinderarbeiter das Bajarder Schiff bestieg.
Die Reise führte sie nach Rahal und von dort aus weiter gen Wetterau zum Bauplatz.

Zuerst machte er sich auf die Suche nach einem schattigen Plätzchen zwischen zwei prächtigen Bäumen um seine Hängematte zu platzieren.

"Muy bien! Und jetzt Probeliegen! Eh Chico!" rief er einem kleinen Bengel zu welcher sich unmittelbar in seiner Nähe befand.
"Schick mir die Weiber mit Rum und den Fächern! Aber zackig sonst reiss ich dir deine hässlichen Ohren ab!" keifte er den Jungen an.

Die Chicas ließen nicht lange auf sich warten und tummelten sich um Aiven und sein schattiges Plätzchen.
Wie ein König wurde er behandelt und verwöhnt.
Nun war der Grund wohl Sonnenklar, die Bajarder Richtung wurde aufgesucht weil der Westen die dreckige Art des Freibeuters bereits zu gut kannte.
Hier und da munkelte man sogar dass Aiven den Kindern Prügel androhte sollten diese nicht freiwillig die Arbeiten verrichten.

Welch ein Scheusal wurde einem Kind drohen?
Ganz einfach..
Fuego.

Die Stunden verstrichen und Aiven war versorgt wie ein Inselkönig.
Rum, Rauschkristalle, eine Hängematte im Schatten und heiße Chicas welche sich um sein Wohlbefinden kümmerten.
Mit einem Fingerschnippsen und ein paar geworfenen Goldmünzen in Richtung der Weiber, schickte er einige von Ihnen zu seinem Amigo Wim.
Der arme, alte Pavianhändler schwitzte in der Sonne während dem arbeiten und freute sich bestimmt über etwas Ablenkung dachte sich Aiven.
Niemals würde er seinen Hermano vergessen und so kümmerten die Chicas sich vorbildlich um Aiven und Wim während der Arbeit.


"So lässt es sich leben!" konnte man noch aus Aiven's Richtung vernehmen ehe das dreckige Lachen erneut einsetzte.
Die billigen Kinderarbeiter und auch die Weiber taten worum man sie 'gebeten' hatte und so erwuchs über die Zeit der Bauplatz zum Domizil des grauen Banners.

Aiven war schon immer ein Fachmann wenn es darum geht andere für Ihn arbeiten zu lassen.
Und so wird er auch diesmal dieses Talent erneut für sich nutzen..



Verfasst: Freitag 15. Juli 2022, 06:47
von TaNaRii
Noch immer fand das rege Getümmel kein Ende. Die vergangenen Tage waren lang und ergiebig gewesen und obgleich die Körperhaltung allmählich unter den andauernden Strapazen zu leiden begann, so wussten die fleißigen Arbeiter doch jeglichen Frohsinn zu bewahren.
Immerhin war man stets beisammen und wusste, wofür sich all die Mühe schließlich lohnen und was sie hervorbringen würde. Von der einst wild bewachsenen Grünfläche war nunmehr kaum noch etwas zu erkennen. Vielmehr drang sich nun die Anhöhe ins Blickfeld und der mit Pflöcken und Seilen abgesteckte Grundriss der Burg, an dem sich unverkennbar erste Reihen an kleinem Mauerwerk fanden. Während sich einerseits weiterhin um zahlreiche Verpflegung bemüht wurde und ebenso Gespräche zwischen Handwerkern und Bauherren stattfanden, lief gleich daneben eine Schar aus Freiwilligen wie Ameisen mit ihren Karren zwischen Lagerplatz und Maurer samt Steinmetze umher, welche damit beschäftigt waren die Steine zu glätten und den Mörtel anzurühren. Doch auch die Zimmerleute wurden weiterhin bedacht und mit dem abgeschlagenen Holz versorgt, um die folgenden Arbeiten mit Gerüsten zu erleichtern. Noch am selben Tag würde man weitere Steine verlegen, um nach und nach ein solides und eindrucksvolles Gemäuer zu schaffen, welches den ersehnten Schutz bieten und mit Stolz die Banner der Faust tragen würde.

Verfasst: Dienstag 26. Juli 2022, 22:50
von Lennart Fynn

  • Nach und nach nahm der Bau, der ausführlich geplant und mit der Unterstützung arbeitsamer Helfer ausgeführt wurde, Form an - Monde der Planung und Umsetzung der Bauabschnitte, hatten Stockwerk um Stockwerk der "Festung" entstehen lassen. Die Kellerräume waren fertig gestellt wie auch das Erdgeschoss, leicht erhöht, um auch eine bessere Lage für die Verteidiger zu gewährleisten; das erste Stockwerk war abgeschlossen und die Arbeiter waren nun damit beschäftigt, das Dach mit schweren Dachziegeln zu bedecken, die auch standhaft gegenüber Unwetter sein sollten - gerade in Anbetracht der Sturmfront, die aus dem Osten über Gerimor zog, bestätigte sich die Wahl der entsprechend schweren Dachziegel.

    Lennart und Thyra unterstützten, wo es von Nöten war, sei es mit eigener Körperkraft, aber auch im Bereich der Planung, der Umsetzung von Ideen - kurzfristige Änderungen und unvorhergesehene Zwischenfälle erforderten das Mitdenken und die Kreativität aller Mitglider der Grau, denn wie das Leben selbst lief auch der Bau nicht gänzlich nach Plan. So hatte sich ein Arbeiter verletzt, als er von einem der vorbereiteten Geländer stürzte, im Hospital zu Rahal wurde er fachkundig behandelt, fiel aber für den weiteren Arbeitsprozess aus.

    Dennoch zeichnete sich der Abschluss des Baus ab, die letzten Schritte würden die Fenster sein wie auch die Fertigstellung des Tores und der Nebentüren, die auch vor Angriffen von Feinden schützen mussten - daneben starke Gitter, die ein einfaches Durchsteigen der Fenster verhinderten. Die Einrichtung des Gebäudes würde denen obliegen, die ein Auge dafür hatten, aber wie er seine Waffenbrüder und -schwestern kannte würde auch dies dynamisch von statten gehen ohne große Schwierigkeiten.

    Die Abende nach den Arbeiten des Tages boten entspanntes Beisammensein mit Feierabendbier und hin und wieder einem oder mehreren Gläsern Rum und Whiskey, in der Arbeit und dem Aufbau eines gemeinsamen Sitzes wuchs auch die Gemeinschaft des grauen Banner zusammen - in den kommenden Tagen würde das Banner der Gemeinschaft offiziell an die Wände des Gebäudes drapiert. Für heute war die Arbeit erledigt, und sie würden sich noch einpaar Züge im Meer schwimmen, ehe sie sich dann erschöpft, mit einem guten Gefühl, für den nächsten Tag vorbereiteten, und die letzten Schritte des Baus.

Verfasst: Mittwoch 5. Februar 2025, 15:03
von Nemia Werheim
Nymeria saß in der großen Halle der Burg, die Arme locker verschränkt und wie gewohnt in dieser „unbeteiligten“ Sitzposition, ein wenig distanziert, während um sie herum Pergamente ausgebreitet wurden. Das Graue Banner hatte sich versammelt, um die dringend notwendigen Umbauten der Festung zu planen. Die festen Mauern sollten überprüft werden, der Aussenbereich in Form von Stallungen erweitert und neue Unterstände für Vorräte, vielleicht Sitzmöglichkeiten, es gab so einiges was in die Runde geworfen wurde. Die Anspannung in der Runde war spürbar, jeder wusste, dass viel Arbeit bevorstand.

Während sich die anderen in die Diskussion vertieften, ließ Nymeria ihren Blick schweifen. Hier und da wurde mit ernster Miene auf Baupläne gezeigt, Schätzungen über Materialbedarf gemacht und über die besten Steinmetze und Zimmerleute aus den umliegenden Siedlungen nachgedacht. Sie lauschte, nickte hin und wieder zustimmend, doch ihr eigentliches Ziel war ein anderes: Arbeit möglichst geschickt zu vermeiden.
Ihr Blick schweifte zu den Diener Krathors, die Gedanken waren bei Skeletten die Gräben ausheben, Steine schleppen und Holzstämme transportieren, ohne zu ermüden – eine Lösung, die Nymeria sofort gefiel. Schmiede, Holzarbeiter und Handwerker mussten angeworben werden, doch manches würde die Gilde auch selbst erledigen.

Einige Blicke wanderten in ihre Richtung, als es um den Einsatz magischer Unterstützung ging. Nymeria tat so, als würde sie konzentriert die Pläne studieren, während sie in Gedanken bereits nach Ausreden suchte. Liedkünste könnten sicherlich nützlich sein, aber es gab doch nun auch eine Andere, die mit Applikationen stabilisierte oder Feuer entfachte, um Werkstoffe zu härten. Sie hingegen, sie könnte doch viel besser die Übersicht behalten, koordinieren, strategisch planen? Besonders mit diesen spärlichen Fähigkeiten, die mehr Chaos verursachen könnten, wäre das sogar besser für das Vorhaben.

Die Besprechung zog sich und allmählich wurde klar, wer welche Aufgaben übernehmen würde. Schmiede und Steinmetze mussten gefunden, Vorräte organisiert und Arbeitskräfte eingeteilt werden. Die anderen machten sich Notizen, bereiteten sich auf ihre Aufgaben vor. Nymeria lehnte sich langsam zurück, zufrieden mit sich selbst. Gerüste wurden bereits besorgt und sollten nun aufgestellt werden, wie auch erstes Material was noch vorhanden war. Bald würden Hammer und Meißel erklingen, Holz würde gesägt, Stein geschichtet und Dächer gedeckt. Die Grau und Handwerker werden ganz sicher hart arbeiten und Nymeria würde klug genug sein, dabei so wenig wie möglich selbst Hand anzulegen.

Verfasst: Samstag 8. Februar 2025, 11:43
von XhuRyna
XhuRyna stand mit verschränkten Armen neben den gewaltigen Holzstämmen, die sortiert und vorbereitet werden mussten. Ihre schiere Kraft machte es ihr leicht, die schweren Baumstämme anzuheben und mit einem kräftigen Ruck dorthin zu wuchten, wo sie gebraucht wurden. Während andere mit Mühe und Seilen hantierten, um die Stämme zu bewegen, packte sie einfach zu und das Holz knackte unter ihrem Griff, die Muskeln spannten sich, und mit einer Wucht, die fast mühelos wirkte, brachte sie Ordnung in das Chaos.

Mit einem donnernden Schlag ließ sie einen der Stämme genau an der richtigen Stelle auf den Boden krachen, schüttelte sich den Holzsplitter von der Schulter und schnappte sich bereits den nächsten. Sie arbeitete schnell, effizient und ohne sich viele Gedanken über das „Wie“ zu machen.
Das überließ sie anderen der Grau.

Als es an die Steine ging, war es ähnlich. XhuRyna nahm Hammer und Meißel, fixierte einen Brocken und begann mit kräftigen Schlägen, ihn in die passende Form zu bringen. Die Steinmetze beobachteten sie mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Besorgnis filigrane Präzisionsarbeit war das sicher nicht, aber die rohe Kraft, mit der sie selbst die widerspenstigsten Brocken bearbeitete sorgte dafür, dass zumindest genügend Material bereitstand. Funken sprühten, Staub wirbelte auf, und nach jedem Schlag prüfte sie mit prüfendem Blick, ob das Werkstück nun passte. Die ersten Steine waren krumm und schief. Sie brüllte einige Flüche und unschöne Wörter auf Rashar aus, als Sie merkte, dass die erste harte Arbeit umsonst war. Wütend und mit einem Kampfschrei warf Sie das erste Werkstück weit weg in den Wald ohne darüber nachzudenken wen Sie treffen könnte. Am liebsten hätte Sie den Hammer direkt hinterher geworfen, doch zügelte Sie sich und beruf sich auf Ihre Disziplin auch wenn das Rot in Rot scheinbar einen kurzen Moment an Bedeutung gewann.

Zwischendurch reichte man ihr einen Bauplan, vermutlich in der Hoffnung, dass sie sich an der genauen Umsetzung beteiligen würde. XhuRyna betrachtete das Pergament, runzelte die Stirn und hielt es in verschiedenen Winkeln, als würde es sich dadurch von selbst entschlüsseln. Linien, Zahlen, Skizzen all das sagte ihr wenig. Nach einem Moment des vergeblichen Versuchs, die Zeichnungen zu entziffern, kratzte sie sich am Kopf und knurrte leise und rollte das Pergament einfach wieder zusammen und warf es wütend einen der Steinmetze an den Kopf. „Hmpf. Sagt Ihr, was Sie zerschlagen oder schleppen soll. Den Rest versteht Sie nirr und es ist Ihr auch egal.“

Und mit diesen Worten griff sie sich den nächsten Stein und ließ den Hammer erneut niedersausen und bearbeitete den Stein bis die Muskeln brannten oder Sie heiser wurde vom vielen aufschreien der ihr bei jedem Schlag Motivation gab weiterzumachen.

Verfasst: Samstag 8. Februar 2025, 12:06
von Lavea
Lavea kam gerade aus dem Spital zu Düstersee, wo sie als amtierende Leiterin waltete. Nachdem sie ihre Pflichten und Verpflichtungen dort abgeschlossen hatte, verabschiedete sie sich von ihrem Gefährten Roderik Dalvon und begab sich auf den Weg nach Wetterau. Ihre Schritte waren zielstrebig, und sie trug mehrere gut gefüllte Körbe bei sich – Speisen, die Kraft spenden, Getränke zur Erfrischung, und heilende Tränke, um Erschöpfung und Blessuren zu lindern. Sie wusste, dass diese Art von Arbeit an den Kräften zehrte und dass der Bau nicht binnen weniger Tage vollendet sein würde.

Als sie ankam, wurde sie bereits von einigen Mitgliedern des Grauen Banners erwartet. Wortlos verteilte sie die Vorräte, achtete darauf, dass jeder, der es brauchte, seine Ration erhielt. Sie musterte die Männer und Frauen, deren Gesichter von Staub bedeckt waren, deren Muskeln von der harten Arbeit zitterten. Doch in ihren Augen loderte Entschlossenheit.

Lavea schob sich die Haare aus dem Gesicht, atmete tief durch und wusste, dass auch sie ihren Teil leisten musste. Sie war keine Kriegerin wie XhuRyna, die Holzstämme durch die Luft wuchtete, oder eine Strategin wie Nymeria, die sich geschickt vor der Arbeit drückte, doch sie konnte dafür sorgen, dass alle gesund und stark blieben. So nahm sie einen der Wasserschläuche, verteilte die Tränke mit ruhiger Hand und sprach Mut zu.

Am Ende des Tages, als die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand, setzte sie sich erschöpft auf eine der Kisten. Ihre Arbeit war weniger laut, weniger sichtbar als die der anderen, aber sie war nicht minder wichtig. Morgen würde ein neuer Tag beginnen, und sie würde wiederkommen – mit neuen Vorräten, neuen Kräften und der gleichen stillen Entschlossenheit, ihre Gilde zu unterstützen, wo sie nur konnte.

Verfasst: Samstag 8. Februar 2025, 14:35
von Jyn'drarr
  • Der Winter lag schwer auf der Burg. Der Himmel spannte sich grau über die Mauern, als hätte er die Sonne verschluckt, der Wind jagte eisige Böen durch den offenen Hof. Die Kälte setzte sich in den Stein, machte ihn hart und widerspenstig, während Schnee sich in Ritzen und Fugen sammelte. Atemfahnen stiegen auf, verdampften in der klirrenden Luft, während die Arbeit unaufhörlich weiterging.

    Jyn'drarrs Finger legten sich um den groben Quader, das Gestein war kalt wie eine Leiche. Mit kontrollierter Kraft hob er ihn an, die Spannung zog sich über seine Schultern, doch die Bewegung blieb gleichmäßig. Das Gewicht grub sich in seine Handflächen, ehe er den Stein mit einem dumpfen Schlag in die Mörtelschicht sinken ließ. Das Material knirschte, passte sich an, wurde Teil der wachsenden Struktur.

    Um ihn herum erklang das Echo harter Arbeit. Hämmer schlugen auf Metall, Holz knackte unter dem Druck von Äxten, Stimmen hallten über den Hof. Ein Balken wurde herangetragen, das rohe Holz dunkler an den Stellen, wo es noch vom Frost überzogen war.

    Er ließ die Hand kurz über die Oberfläche gleiten, prüfte die Maserung und die Festigkeit. Dann packte er zu, hob das schwere Stück mit einer gleichmäßigen Bewegung und setzte es an. Ein Ruck, ein Knarren – das Gerüst gab erst nach, dann fügte es sich in die Konstruktion. Er verharrte einen Moment prüfend, bis er sicher war, dass es hielt.

    Der Geruch von heißem Essen zog durch die Luft. Die Feuerstellen waren entfacht, irgendwo wurden Körbe mit Vorräten verteilt. Gedämpfte Stimmen, erschöpfte Schritte, kurze Pausen, bevor die Arbeit fortgesetzt wurde. Jyn'drarr ließ es an sich vorbeiziehen, seine Hände griffen bereits nach dem nächsten Werkstück.

    Die Burg wuchs weiter, mit jeder Bewegung, mit jedem Hieb, mit jeder platzierten Fuge.

Verfasst: Samstag 8. Februar 2025, 14:49
von Viktoria Grander
Viktoria an der Spitze, wie üblich in wallenden Röcken und einer ihren geliebten Pelzjacken, führt sie den Tross Tagelöhner aus dem Hafenviertel an um an der Baustelle in huldvoll gönnerischer Manier erstmal 2 der Tagelöhner, welche einen Tisch und Stuhl mit sich schleppten, anzuweisen, wo diese denn aufgestellt werden.
Während sie es sich auf dem Stuhl gemütlich machte und eine Schachtel Pralinen, eine Falsche Kilör und ein Glas auf den Tisch stellte, erklärte sie ihrem Tross, dass diese sich gefälligst an Lennart oder egal wen des Banners zu wenden haben, nur nicht an sie selber, um sich ihre Arbeitsanweisungen zu holen.


So verbrachte Viktoria den Arbeitstag im Angesicht des Schweises der Tagelöhner auf ihren Stuhl, Pralinen essend und diese mit Likör runterspülend, während sie hin und wieder ein Pläuschchen mit vorbeikommenden Bekannten und Freunden hielt und sonst ihr Augenmerk auf die wahren Arbeiter legte, was sie jedoch natürlich nicht davon abhielt, hier und da kluge aber meistens nur sinnlose Verbesserungsvorschläge von sich zu geben


Erschöpft von all dieser verantwortungsvollen Aufgabe, liess sie den Arbeitstag sodann in einer Taverne ausklingen, allen die es hören wollten und nicht wollten klagend, welch anstrengende Arbeit es sei, eine kleines Bürgchen umzubauen und es sie vor dem morgigen Arbeitstag einfach nur graut

Verfasst: Donnerstag 27. Februar 2025, 13:15
von Nemia Werheim
Der frostige Wind zog durch die Baustelle, während die Mitglieder der Grau inmitten von Holzstapeln, Werkzeugen und bereits errichteten Pfählen arbeiteten. Emilia war die erste, die sich ohne zu zögern ans Werk machte.

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Mit kräftigen Schlägen trieb sie einen Holzpfahl nach dem anderen in den gefrorenen Boden, der unter jeder Wucht nachgab. Ihre Hände waren längst rau von der Kälte und dem Holz, doch sie schien sich daran nicht zu stören, Arbeit war für sie wohl Arbeit und wenn sie erledigt werden musste, dann richtig.

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Abseits davon sorgte Thyra für das notwendige Material. Mit ruhigen, geübten Bewegungen hobelte sie Latten zurecht, die in ordentlichen Stapeln neben ihr landeten. Späne flogen, Holz duftete nach frischem Harz, während sich die gleichmäßigen Geräusche des Hobels in das Klopfen von Emilias Hammer mischten. Ihre vorbereiteten Latten lagen bereit, ordentlich und in passgenauer Form – eine kleine Insel der Ordnung inmitten der chaotischen Baustelle.

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Ganz anders wirkte Nymeria. Mit spitzen Fingern bückte sie sich vorsichtig, nahm sich nur die dünnsten Äste, die sie finden konnte und steckte damit zögerlich erste Abgrenzungen ab. Jeder Griff war darauf bedacht, den Kontakt mit Erde und Schnee so gering wie möglich zu halten. Als schließlich doch ein Schwall kalter Matsch gegen ihren Rocksaum spritzte, erstarrte sie kurz, bevor sie sich hektisch den Dreck von der Kleidung klopfte. Ihre Bewegungen wirkten mehr verzweifelt als produktiv, doch sie hielt tapfer an ihrer eigenen Definition von Mithilfe fest.

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Während Nymeria darum kämpfte, elegant zu bleiben, trat Jyn’drarr an die Arbeit, als ginge es um eine Schlacht. Ohne zu zögern packte er einen massiven Baumstamm, legte ihn sich über die Schulter und stapfte mit wuchtigen Schritten zum entstehenden Gerüst. Schnee und Matsch scherten ihn nicht und jeder Atemzug stieg dampfend in die kalte Luft. Der Stamm landete mit einem dumpfen Aufprall an seinem Platz, bevor er sich gleich den nächsten schnappte. Die schwere Arbeit schien für ihn so selbstverständlich wie das Tragen seiner Waffen.

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Jeder tat, was er konnte – manche mit roher Kraft, manche mit handwerklichem Geschick und andere mit größtem Bemühen, sich dabei nicht allzu sehr die Hände schmutzig zu machen. Während Pfähle in den Boden sanken, Holzlatten auf Maß gebracht wurden und die ersten Strukturen sichtbar wurden, wuchs die Baustelle mit jedem Handgriff. Die Arbeiten an der Burg des grauen Banners nahmen Form an, mit all ihren Eigenheiten, kleinen Dramen und dem unverkennbaren Charakter ihrer Bewohner.

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Verfasst: Mittwoch 5. März 2025, 22:06
von Lennart Fynn

Der eisige Wind fegte über die Baustelle hinweg, trieb lose Späne und aufgewirbelten Staub vor sich her. Die Luft roch nach frischem Holz, nach kaltem Stein und den schwachen Resten des Feuers, das in einer Grube loderte, um Werkzeuge zu härten. Lennart stand mit verschränkten Armen an einer erhöhten Stelle und ließ den Blick über das entstehende Werk schweifen.

Die Mauer war bereits in weiten Teilen hochgezogen, roher Stein auf Stein gesetzt, sorgfältig mit Mörtel verfugt. Manche Stellen noch unvollendet, doch die Struktur wuchs, nahm Form an, als hätte sie schon immer dort gestanden. In der Ferne hoben und senkten sich Hämmer in gleichmäßigem Rhythmus, begleitet vom dumpfen Klang schlagender Meißel. Handwerker und Freiwillige arbeiteten Seite an Seite, trotz der Kälte und der schweren Last, die ihnen dieser Bau auferlegte.

Der Unterstand war nun vollendet – eine einfache, aber solide Konstruktion aus dicken Balken und verstärktem Dach. Ein Ort, an dem sich jene, die Wache hielten oder sich von der Arbeit erholten, für einen Moment der Rohheit des Wetters entziehen konnten. Lennart beobachtete, wie einer der Männer sich mit einem zufriedenen Nicken gegen eine der Stützen lehnte, prüfend, ob das Holz nachgab. Es tat es nicht.

Ein gutes Zeichen.

Zwischen den Arbeitsgruppen wechselten wortlose Blicke, kurze Zurufe, abgestimmte Bewegungen. Jeder hatte seinen Platz, seine Aufgabe. Manche lenkten ihre Kraft auf das Errichten der Mauern, andere sorgten für das Material, wieder andere dafür, dass die Hände nicht erfroren und die Kraft nicht zu früh schwand. Lennart verfolgte das Treiben, nahm es auf, ließ es wirken.

Hier und da war noch Improvisation nötig. Die Erweiterung der Burg würde nicht über Nacht vollendet sein. Aber mit jedem Stein, jedem Stück Zaun, jeder fertigen Verstärkung wurde aus diesem Ort mehr als eine Baustelle.

Ein Zuhause, das wuchs.