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Den falschen Weg genommen

Verfasst: Samstag 26. März 2022, 07:38
von Simona Reilen
Simona verlies das dunkel Reich um ihre Mutter zu pflegen und verbrachte die letzten Jahre dort, ehe nach dem Tod der Mutter sie sich wieder entschloss, nach Gerimor und Rahal zurückzukehren.
Sie war eine fähige Schnitzerin und Möbelschreinerin und hatte damals bereits sich einen Kundenstamm erarbeitet und war bereit, auch nach den Jahren, in Rahal nochmals neu Fuss zu fassen.

Sie buchte eine Passage nach Rahal, doch auf Grund des schlechten Wetters im Westen war das Schiff gezwungen in Bajard zu ankern.
Simona kannte Bajard und war dementsprechend mit den Begebenheiten vertraut und entschloss sich in der Fischersstadt an Land zu gehen und den Weg sodann nach Rahal zu Fuss zu bestreiten.
Es war doch etwas länger her als gedacht, denn anstelle dass sie direkt hinter Bajard der Strasse nach Westen folgte, wollte sie die nächste Abzweigung in den Westen nehmen, jene Abzweigung direkt vor Voruna.
Zu spät fiel Simona auf, dass sie den falschen nahm und im Moment als sie umdrehen wollte um nach Bajard zurückzukehren, erklangen bereits die ersten Geräusche von Menschen und deren Schreie.
Strassenräuber sprangen aus den Büschen von vorne und hinten auf sie zu und verwährten ihr den Weg.

Simona wusste, dass sie unterlegen war und so griff sie nach ihrer Geldkatze um die wenigen Münzen aus jener zu ziehen und die Münzen im hohen Bogen Richtung der Strassenräuber zu werfen. Ihr Plan ging auf. Die Strassenräuber waren abgelenkt und so nahm sie reiss aus, doch nicht alle liessen sich von der Finte täuschen. Einige der Männer sahen sie den Hügel hinauf laufen und ohne dass Simona, durchs Adrenalin getrieben, es merkte, traf ein Pfeil sein Ziel in ihrem Leib.
Erst nachdem Simona schwächer wurde und die Füsse weh taten und die Luft zum Atmen immer dünner wurde, blickte sie an sich herab und sah die Pfeilspitze, welche sich durch ihren Leib gebohrt hat.
Auch bemerkte sie erst jetzt all das Blut welches sie verlor.
Sie wollte sich nur einen kurzen Moment ausruhen, da ihr bereits schwummrig vor Augen wurde, denn war sie überzeugt, es ist nur ein Schwächeanfall, denn so ein einzelner Pfeil wird sie nicht töten.
Unter Schmerzen lehnte sie sich an einen Baum an um auszuruhen und nur einen kurzen Moment die Augen zu schliessen.
Doch die Augen blieben für immer zu, zu viel Blut hatte sie bereits verloren und der Lebensfaden wurde wenige Augenblicke nachdem sie sich an den Baum angelehnt hat, durchschnitten.
Simona Reilen starb ohne dass es jemand mitbekam, an einen Baum gelehnt, bevor irgendwer ihre Ankunft bemerkte