Gemauschel um das Treiben in Wulfgard (Disathing)
Verfasst: Dienstag 15. März 2022, 17:53
- Bereits in den späten Nachmittagsstunden kann man bei richtig stehendem Wind die zusammentreffenden Stimmen der Thyren vernehmen, die sich zum Planen des bevorstehenden Volksfestes erheben. Nähert man sich dem Dorf, egal ob vom Land- oder Schiffsweg, so kann man bereits große und feste Baumstämme erblicken, die seitlich an den Toren liegend darauf warten, den eisernen Schutz Wulfgards zu befestigen und komplett zu verschließen. Für die ganz Neugierigen unter den Leuten, egal welchen Volkes, werden die umherlaufenden Schwerter mitteilen: "Ganz Sturmouve sey morgen für keynen Besucher von außerhalb zu erreychen. Das Tor am Hafen un' auch das Hauptor werden geschlossen un' durch Schwerter befestigt seyn." Hier und da wird man dreist kichern und sich ein Mauseloch zwischen den Worten der Kerle erhoffen, denn manchen Städder hört man bereits sagen: "Hihi, aber was ist denn mit eurer Gastfreundschaft? Wir könnten doch auch einfach versuchen über die Palisaden zu klettern oder durch das Nest der Harpien Zutritt zum Dorf erlangen, dann würde das doch gelten." Die Hünen halten dem nervösen Gebrabbel aller Neugieriger jedoch stand, die Augen verengen sich respektsfordernd, während die stolzen und kühnen Stimmen erwidern: "Wer auch yn Zukunft das Gastrecht genießen will, der akzeptiert unsere heymischen Traditionen un' die verschlossenen Tore. Mehr bleybt nuad zu sagen!"
Lediglich auf die Frage eines Bruders des Hains oder eines Sumpfweibes hin werden die Schwerter erwidern, dass die Natur sie gewiss zu den Thyren führen werde.