Dort wo das Leben wohnt...
Verfasst: Freitag 11. Februar 2022, 06:57
Die größte Liebe ihres Lebens: Freiheit
Nicht nur die winterlichen Nächte mit ihren aufbraustenden Stürmen, sondern auch das Unleben das sie in sich geführt hatte, hatten sie kräftig durchgerüttelt. Sie schloss sich in ihrem neuen Heim ein, fühlte sich sicher, verschlief den Tag und durchwachte die Nacht auf der Suche nach sich selbst. Sie nahm lange Bäder, sonn über die Weisheiten, die kleinen und die großen Lehren nach die sie auf der kleinen Straße ihres Lebens hier und da, wie Blätter vom Wegesrand aufgelesen hatte. "Gleich was Du auch tust, ich werde Dich immer lieb haben." Einige der wichtigsten Worte in ihrem Leben und sie würde Dasselbe kein weiteres Mal verleugnen. Sie hatte sich selbst verleugnet aus Angst einem Anderen dadurch kummer zu bereiten, sie hatte das Leben betrogen und damit sich selbst. Manchmal musste man sich selbst retten um Jemand anderen zu retten.
Sie hatte die Liebe zu einem Menschen höher gestellt als ihre Liebe zum Leben, zu den Dingen die sie so gerne tat, um die sie begeistert war, um deret Willen ihr Herz jubelte. Daran hatte sie ihre Lebenskraft verloren, ihren inneren Glanz. Dieses kummerlose Naturell. Das Leben fußte auf Liebe und Liebe auf Freiheit. Am Ende hatte sie nichts mehr gehabt ausser Glauben und Hoffnung. Ihr Nordstern war das Leben gewesen und sie hatte ihn einem Menschen gegeben. Jetzt saß er wieder an seinem Platz. Es brauchte bedingungslose Liebe zum Leben, nicht unbedingt zu einem einzelnen Menschen. Erst diese Liebe zum Leben machte Liebe überhaupt bedingungslos im Schaffen von Unabhängigkeit die Liebe eines Anderen betreffend. Ein Zuhause in dem man sich fürchtet zu sein wer man ist, ist garkein Zuhause. Jetzt hatte sie ein Neues und wo sie zuerst den Fehler beging wieder dasein zu wollen, tat sie dann doch zunächst das Ihre und ließ sich alle Zeit der Welt, nachdem sie bemerkte das sie sonst garkeine hatte. "Habe ich mehr Zeit wenn ich mehr Zeit habe? Ja..."
Sie würde von jedem Ort, der sie um ihre Freiheit zu tun was sie liebte, fliehen, jedes Mal würde sie vor dem Tod der Liebe in sich selbst weglaufen. "Lauf... tu was Du liebst. Das Leben liebt Dich und nicht das Leid so wie Du nicht das Leid liebst." Hadere nicht, halte Dich nicht damit auf ein Urteil zu fällen und blicke nicht zurück wenn Du kannst. Glaube Dich nicht dumm weil Du Dinge aus Liebe tust so das Du Leben hast, was ist mehr Lohn als das? Nicht von Gold und nicht von Silber hast Du mehr Leben als davon. Halte deinen Blick auf das Leben gerichtet, das ist dein Fixstern. Für die Lebenden gibt es keinen Tod." Sie hatte das eigene Leben bejahen müssen. Sie hatte den Fixstern verloren, ihren Nordstern. Kein Mensch kann dein Nordstern sein. Das Leben selbst war ihr Nordstern. Leben ist lieben. Leben war ihre größte Liebe und das bedeutete all die Kleinen und Großen Dinge zu tun für die sie Liebe empfand, die sie begeisterten. Liebe macht frei, sie herrscht nicht über einen anderen Menschen und sagt ihm nicht wie er sein soll. Sie zeigt ihm wie schön das Leben ist indem sie es rücksichtslos genießt auf eine Art die keine Etikette kennt. Das Leben hat seine eigene Etikette und die fand Andhrina weitaus schöner.
Mit den verstreichenden Tagen während derer sie sich viel Zeit nahm nicht aufzufallen, nicht da zu sein, den Tag zu verschlafen um bei Nacht und Kerzenschein in ihrem Häuschen herumzugeistern wurde es in Demselben interessanter. In den Ecken sammelten sich kleine Staubwölkchen und unter dem Bett interessante, niedliche Fusselknäuel. "Fusselgnome..." raunte sie, nachdem sie, auf demselben liegend, Kopf über darunter lugend, darauf herumlümmelte. Ausserdem schlich sich am oberen Treppenaufgang eine Mitbewohnerin ein mit der sie nach kurzem Hadern Waffenstillstand schloss. Solange "Mimi" dort oben blieb, hatten sie keinen Ärger miteinander. Wie fein und robust so ein Spinnennetz war und Mimi war sehr klein, irgendwie wollte sie diesen winzigen Raum beschützen den sie sich dieselbe genommen hatte. "Jeder braucht ein Zuhause indem er sich sicher fühlt, nicht wahr?" saß sie manchmal dort oben, auf der obersten Stufe, einen Becher warmer Honigmilch in den kleinen Händen. Sie unterhielt sich mit ihr und gerade weil Mimi sehr schweigsam war, war sie die beste Zuhörerin. Ob das Leben ihr in diesen Momenten auch lauschte? Ob die Luft ihr zuhörte, die hier und da lustig an den Fenstern rüttelte und weiße Schneeschauer daran vorüberschickte? Bestimmt.
So allein sie war, einsam fühlte sie sich nicht. Sie hätte sich kaum geborgener fühlen können auf dieser obersten Treppenstufe. Niemand der sie fragte: "Warum? Wieso? Weshalb?" Es war ihr Reich, ihr eigenes, kleines Reich mit einer Tür die man absperren konnte. Eine feste Grenze. Hier waren nur Freunde willkommen... und dann fand sie etwas. Hinter einem der losen Backsteine verborgen, gleich rechter Seite neben der Treppe. Ein paar Seiten beschriebenes Pergament. Etwas verstaubt aber doch leserlich. Eine freundliche, junge Handschrift. "Von den Zweifelstreuern"... Sie las die Geschichte mehr als ein Mal, las sie zwei, drei Mal und fand sich in ihr wieder, fand zu sich zurück. Sie war auch gerne jeden Tag Anders, liebte es frei zu sein und die Dinge um der Liebe wegen zu tun mit der sie die Dinge eben tat die sie tat. Sie wollte nicht urteilen. Mit jedem Wort und jeder Zeile fand sie ins Leben zurück. Ihr schien es die Geschichte aller Geschichten, auf eine einfache, freundliche, harmlose Art geschrieben. Sie hatte das Recht frei zu sein und kein Mensch der Welt das Recht sich über die Liebe zum Leben zu erheben.
Nicht nur die winterlichen Nächte mit ihren aufbraustenden Stürmen, sondern auch das Unleben das sie in sich geführt hatte, hatten sie kräftig durchgerüttelt. Sie schloss sich in ihrem neuen Heim ein, fühlte sich sicher, verschlief den Tag und durchwachte die Nacht auf der Suche nach sich selbst. Sie nahm lange Bäder, sonn über die Weisheiten, die kleinen und die großen Lehren nach die sie auf der kleinen Straße ihres Lebens hier und da, wie Blätter vom Wegesrand aufgelesen hatte. "Gleich was Du auch tust, ich werde Dich immer lieb haben." Einige der wichtigsten Worte in ihrem Leben und sie würde Dasselbe kein weiteres Mal verleugnen. Sie hatte sich selbst verleugnet aus Angst einem Anderen dadurch kummer zu bereiten, sie hatte das Leben betrogen und damit sich selbst. Manchmal musste man sich selbst retten um Jemand anderen zu retten.
Sie hatte die Liebe zu einem Menschen höher gestellt als ihre Liebe zum Leben, zu den Dingen die sie so gerne tat, um die sie begeistert war, um deret Willen ihr Herz jubelte. Daran hatte sie ihre Lebenskraft verloren, ihren inneren Glanz. Dieses kummerlose Naturell. Das Leben fußte auf Liebe und Liebe auf Freiheit. Am Ende hatte sie nichts mehr gehabt ausser Glauben und Hoffnung. Ihr Nordstern war das Leben gewesen und sie hatte ihn einem Menschen gegeben. Jetzt saß er wieder an seinem Platz. Es brauchte bedingungslose Liebe zum Leben, nicht unbedingt zu einem einzelnen Menschen. Erst diese Liebe zum Leben machte Liebe überhaupt bedingungslos im Schaffen von Unabhängigkeit die Liebe eines Anderen betreffend. Ein Zuhause in dem man sich fürchtet zu sein wer man ist, ist garkein Zuhause. Jetzt hatte sie ein Neues und wo sie zuerst den Fehler beging wieder dasein zu wollen, tat sie dann doch zunächst das Ihre und ließ sich alle Zeit der Welt, nachdem sie bemerkte das sie sonst garkeine hatte. "Habe ich mehr Zeit wenn ich mehr Zeit habe? Ja..."
Sie würde von jedem Ort, der sie um ihre Freiheit zu tun was sie liebte, fliehen, jedes Mal würde sie vor dem Tod der Liebe in sich selbst weglaufen. "Lauf... tu was Du liebst. Das Leben liebt Dich und nicht das Leid so wie Du nicht das Leid liebst." Hadere nicht, halte Dich nicht damit auf ein Urteil zu fällen und blicke nicht zurück wenn Du kannst. Glaube Dich nicht dumm weil Du Dinge aus Liebe tust so das Du Leben hast, was ist mehr Lohn als das? Nicht von Gold und nicht von Silber hast Du mehr Leben als davon. Halte deinen Blick auf das Leben gerichtet, das ist dein Fixstern. Für die Lebenden gibt es keinen Tod." Sie hatte das eigene Leben bejahen müssen. Sie hatte den Fixstern verloren, ihren Nordstern. Kein Mensch kann dein Nordstern sein. Das Leben selbst war ihr Nordstern. Leben ist lieben. Leben war ihre größte Liebe und das bedeutete all die Kleinen und Großen Dinge zu tun für die sie Liebe empfand, die sie begeisterten. Liebe macht frei, sie herrscht nicht über einen anderen Menschen und sagt ihm nicht wie er sein soll. Sie zeigt ihm wie schön das Leben ist indem sie es rücksichtslos genießt auf eine Art die keine Etikette kennt. Das Leben hat seine eigene Etikette und die fand Andhrina weitaus schöner.
Mit den verstreichenden Tagen während derer sie sich viel Zeit nahm nicht aufzufallen, nicht da zu sein, den Tag zu verschlafen um bei Nacht und Kerzenschein in ihrem Häuschen herumzugeistern wurde es in Demselben interessanter. In den Ecken sammelten sich kleine Staubwölkchen und unter dem Bett interessante, niedliche Fusselknäuel. "Fusselgnome..." raunte sie, nachdem sie, auf demselben liegend, Kopf über darunter lugend, darauf herumlümmelte. Ausserdem schlich sich am oberen Treppenaufgang eine Mitbewohnerin ein mit der sie nach kurzem Hadern Waffenstillstand schloss. Solange "Mimi" dort oben blieb, hatten sie keinen Ärger miteinander. Wie fein und robust so ein Spinnennetz war und Mimi war sehr klein, irgendwie wollte sie diesen winzigen Raum beschützen den sie sich dieselbe genommen hatte. "Jeder braucht ein Zuhause indem er sich sicher fühlt, nicht wahr?" saß sie manchmal dort oben, auf der obersten Stufe, einen Becher warmer Honigmilch in den kleinen Händen. Sie unterhielt sich mit ihr und gerade weil Mimi sehr schweigsam war, war sie die beste Zuhörerin. Ob das Leben ihr in diesen Momenten auch lauschte? Ob die Luft ihr zuhörte, die hier und da lustig an den Fenstern rüttelte und weiße Schneeschauer daran vorüberschickte? Bestimmt.
So allein sie war, einsam fühlte sie sich nicht. Sie hätte sich kaum geborgener fühlen können auf dieser obersten Treppenstufe. Niemand der sie fragte: "Warum? Wieso? Weshalb?" Es war ihr Reich, ihr eigenes, kleines Reich mit einer Tür die man absperren konnte. Eine feste Grenze. Hier waren nur Freunde willkommen... und dann fand sie etwas. Hinter einem der losen Backsteine verborgen, gleich rechter Seite neben der Treppe. Ein paar Seiten beschriebenes Pergament. Etwas verstaubt aber doch leserlich. Eine freundliche, junge Handschrift. "Von den Zweifelstreuern"... Sie las die Geschichte mehr als ein Mal, las sie zwei, drei Mal und fand sich in ihr wieder, fand zu sich zurück. Sie war auch gerne jeden Tag Anders, liebte es frei zu sein und die Dinge um der Liebe wegen zu tun mit der sie die Dinge eben tat die sie tat. Sie wollte nicht urteilen. Mit jedem Wort und jeder Zeile fand sie ins Leben zurück. Ihr schien es die Geschichte aller Geschichten, auf eine einfache, freundliche, harmlose Art geschrieben. Sie hatte das Recht frei zu sein und kein Mensch der Welt das Recht sich über die Liebe zum Leben zu erheben.