( OOC: Bezug auf viewtopic.php?p=805437#805437)Brenkeen Rhojac hat geschrieben:Wo um diese Uhrzeit normalerweise Frieden und Ruhe im sonst geschäftigen Hafenviertel Adorans einkehrt, wird am heutigen Tag die treue Frau von Jonas Siebenfang gegen sämtliche Türen pochen und nach dem Verbleib ihres Mannes fragen. Nicht nur an diesem Abend sondern auch an dem davor soll er laut ihrer weinerlichen Stimme nicht zu ihr und den beiden Söhnen zurückgekehrt sein und das obwohl er wusste, dass seine Leibspeise 'Leber mit Zwiebeln' angerichtet auf ihn wartete. Die loyale Seele ist kaum zu beruhigen und besteht darauf, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht; zumal sogar das Boot unangetastet vor der Küste liegt.
Sollte sich jemand der armen Frau annehmen und ihre Sorgen ernst nehmen, so wird es keine allzu lange Suche benötigen um Jonas Siebenfang nahe dem zugefrorenen See in Kronwalden ausfindig zu machen; der Körper ist halb mit Schnee bedeckt worden und hat ob der Kälte bereits eine blassblaue Färbung angenommen. Die Todesursache ist zweifelsfrei der Pfeil, der direkt in der Kehle des Opfers steckt, bei weiterer Untersuchung wird man jedoch auch einen langen Schnitt quer über den Magen erkennen, der wohl ebenso zum Ausbluten geführt hätte.
Findige Spürnasen entdecken in der Nähe des Tatorts vielleicht noch einen blutverkrusteten, linken Handschuh, der an der Stelle des Daumens eine Besonderheit besitzt: ein rundes Stückchen Holz füllt die Aussparung im Leder aus, da der Träger offenbar selbst nicht die nötige Anzahl an Fingern besitzt.
Kraven wanderte, wie eigentlich jeden Tag, durch den Wald rund um Kronwalden.
Dies tat er nicht nur aus einer Laune heraus oder weil er sich die Füße vertreten wollte. Vielmehr war es seine Aufgabe, den Wald und die Umgebung regelmäßig im Sinne seiner Position als Waldhüter zu kontrollieren.
Meist hielt er Ausschau nach Wilderern oder überprüfte die Lizenzen der Holzfäller und Jäger. Aber auch das genauere Prüfen der Tier- und Pflanzenbestände zählte zu seinem Tageswerk.
Doch an diesem Abend sollte sein Erleben über diese Tätigkeiten hinaus gehen.
Nahe dem See von Kronwalden war etwas doch deutlich anders als sonst.
Kraven fand Spuren im Schnee, die definitiv nicht von tierischer Natur waren. Auch abgeknickte Zweige im Geäst der Büsche und Bäume wiesen deutlich auf etwas anderes hin.
Es dauerte nicht lange, bis Kraven einen auffälligen Schneehaufen fand, unter dem sich fast schon etwas zu sichtbar die Silhouette eines Körpers abzeichnete. Kraven untersuchte den Körper und kurz machte sich entsetzen in seinem Gesicht breit.
Er fand einen Mann vor sich liegen, nur sporadisch mit Schnee bedeckt war. Tot.
Seine Hautfarbe war schon, offensichtlich durch die Kälte, blau blass gefärbt und er wies einen Pfeil in der Kehle und einen großen Schnitt quer über den Magen auf. Unter dem Schnee fand Kraven eine große Blutlache die schon halb gefroren war. Eine klare Blutspur fand er in näherer Umgebung nicht. Scheinbar war dieser Ort hier auch der Ort seines Todes.
Scheinbar starb er zunächst am Pfeil im Hals und das Ausweiden folgte, nach Kravens Erkenntnissen, Post mortem. Definitiv war es wohl Mord.
Kraven verfasste noch an Ort und Stelle ein Schreiben an das Regiment, in dem er so detailliert wie möglich das gefundene beschreibt um es zu Meldung zu bringen. Die weiteren Ermittlungen überstiegen seine Fähigkeiten und es war ihm wohler dabei, gerade eine solch brutale Tat an eine qualifizierte Organisation weiterzugeben.
Sein Brief schickte er, der Dringlichkeit entsprechend, mit einem Vogel Richtung Adoran zum Regiementsgebäude.
Kraven würde zunächst vor Ort warten und ausharren, bis er eine Antwort bekommen würde, um die Leiche vor Vogelfraß zu schützen und den Tatort so ungerührt wie möglich zu lassen