Ein gelungener Auftritt.
Verfasst: Sonntag 16. Juli 2006, 22:26
Genüsslich zog Falk an seiner Pfeife und ließ den Rauch seine Lungen füllen um ihn nur wenig später in die Richtung der Flamme des Lagerfeuer an Laheriasts Hafen zu pusten.
Die Gespräche mit Khazkal und Ronya waren durchaus genau so verlaufen wie er sich das vorgestellt hatte. Er wusste jeder noch so leichte Wiederstand gegen Ronyas Pläne würde in dieser die Wut schüren die er brauchte. Sicher, er achtete Ronya für ihre unverblümte Offenheit und immerwährende Ehrlichkeit, doch war das lange kein Grund ihr ein klares Bild zu liefern.
Einige Zweifel die er anbrachte waren berechtigt, andere Proteste und Nebensätze dienten vor allem einem Zweck: Den Versammelten ein Bild zu präsentieren, keine Lüge und doch eine Verwirrung. Er musste nur hie und da auf seine Körpersprache achten oder bestimmte Sätze fallen lassen und schon sahen Khazkal und Ronya genau den Falk den sie sehen wollten. Den Falk den ihre Vorurteile schon längst in ihre Köpfe gebrannt hatten.
Ein Schmunzeln huschte über das Gesicht des Hünen. Er hatte sich kriegerisch gegeben, nicht so diplomatisch wie sonst. Das musste seinem Gegenüber das Bild eines streitsüchtigen, gewaltbereiten Barbaren zeichnen, vor allem mit dem Ruf den Falk in gewissen Kreisen genoss. Kreise die den wahren Falk nie kennen gelernt hatten. Nicht einmal Erinna erkannte die Maskerade, gab bissige und fuchsige Kommentare von sich... genau wie er sich das vorgestellt hatte. Argos dann auf zu fordern Erinna den Mund zu verbieten war nur das Tüpfelchen auf dem i. Ronya hatte ihm am gestrigen Abend schon praktisch den gesamten Inhalt der Gespräche genannt und Falk wusste das alles was sie heute anbringen würden genau seinen Interessen entsprach. Doch er ließ sich alles in schwierigen Gesprächen und unter Vorbehalt abringen... der gesamte Abend war nichts anderes als eine Aufführung, eine Aufführung die er minutiös geplant hatte.
Sollten sie ihn nur so sehen, das würde seinen Plänen in Zukunft nur nützlich sein. Es konnte nie schaden für dümmer gehalten zu werden als man es ist, das verhüllt die eigenen Pläne. Es konnte nie schaden für agressiver gehalten zu werden als man es ist, das würde für eine Aura der Bedrohung sorgen die die Tiefländer auf Lameriast umgeben würde.
Für eine halbe Stunde war das Feuer am Hafen zu einer politischen Bühne geworden und weder Ronya noch Khazkal schienen bemerkt zu haben dass sie es mit einem geübten Darsteller zu tun hatten.
Seit seiner frühesten Kindheit hatte man ihn auf derartiges Vorbereitet, seit seiner Geburt stand fest dass er eines Tages ein Jarl sein würde und noch bevor er laufen konnte war er bei jedem diplomatischen Gespräch seines Vaters dabei gewesen und hatten den wahrhaft genialen Hygeriak beobachtet und ihm gelauscht. Ronya mochte ein paar Jahre mehr erlebt haben als er. Aber ihr merkte man ihre Strassenkämpfer-Natur an. Es war ihr nicht in die Wiege gelegt eine Anführerin zu sein, trotzdem schlug sie sich durch so gut sie konnte... doch seinen Vorsprung würde sie niemals einholen.
Khazkal hingegen blieb ein Buch mit sieben Siegeln. Es war leicht zu erkennen dass er auf die Maske hinein gefallen war, doch darüber hinaus blieb die Beteiligung des Burgherren zu gering um irgendetwas feststellen zu können... schwer zu sagen ob er auf dem politischen Parkett einen einfachen Walzer oder doch eher eine findige Pavane tanzen würde.
Erneut bließ der blonde Hüne den Rauch seiner Pfeife in die Glut. Dann erhob er sich langsam und murmelte noch auf den Weg zum Schiff nach Gerimor gedankenversunken vor sich hin.
"Tanz für mich Alatari... dass ich sehen kann wie dir am besten auf die Füsse zu treten sei..."
Sie wollten den Krieg von Lameriast fernhalten? Gut, darin würde er sie unterstützen... doch nur wenn sie es dem Clan schmackhaft genug machen konnten. Und das würde den Hinrah einen grossen Batzen Macht einbringen, Macht die letztlich das Überleben von Thrails Volk sicherstellen würde.
Die Gespräche mit Khazkal und Ronya waren durchaus genau so verlaufen wie er sich das vorgestellt hatte. Er wusste jeder noch so leichte Wiederstand gegen Ronyas Pläne würde in dieser die Wut schüren die er brauchte. Sicher, er achtete Ronya für ihre unverblümte Offenheit und immerwährende Ehrlichkeit, doch war das lange kein Grund ihr ein klares Bild zu liefern.
Einige Zweifel die er anbrachte waren berechtigt, andere Proteste und Nebensätze dienten vor allem einem Zweck: Den Versammelten ein Bild zu präsentieren, keine Lüge und doch eine Verwirrung. Er musste nur hie und da auf seine Körpersprache achten oder bestimmte Sätze fallen lassen und schon sahen Khazkal und Ronya genau den Falk den sie sehen wollten. Den Falk den ihre Vorurteile schon längst in ihre Köpfe gebrannt hatten.
Ein Schmunzeln huschte über das Gesicht des Hünen. Er hatte sich kriegerisch gegeben, nicht so diplomatisch wie sonst. Das musste seinem Gegenüber das Bild eines streitsüchtigen, gewaltbereiten Barbaren zeichnen, vor allem mit dem Ruf den Falk in gewissen Kreisen genoss. Kreise die den wahren Falk nie kennen gelernt hatten. Nicht einmal Erinna erkannte die Maskerade, gab bissige und fuchsige Kommentare von sich... genau wie er sich das vorgestellt hatte. Argos dann auf zu fordern Erinna den Mund zu verbieten war nur das Tüpfelchen auf dem i. Ronya hatte ihm am gestrigen Abend schon praktisch den gesamten Inhalt der Gespräche genannt und Falk wusste das alles was sie heute anbringen würden genau seinen Interessen entsprach. Doch er ließ sich alles in schwierigen Gesprächen und unter Vorbehalt abringen... der gesamte Abend war nichts anderes als eine Aufführung, eine Aufführung die er minutiös geplant hatte.
Sollten sie ihn nur so sehen, das würde seinen Plänen in Zukunft nur nützlich sein. Es konnte nie schaden für dümmer gehalten zu werden als man es ist, das verhüllt die eigenen Pläne. Es konnte nie schaden für agressiver gehalten zu werden als man es ist, das würde für eine Aura der Bedrohung sorgen die die Tiefländer auf Lameriast umgeben würde.
Für eine halbe Stunde war das Feuer am Hafen zu einer politischen Bühne geworden und weder Ronya noch Khazkal schienen bemerkt zu haben dass sie es mit einem geübten Darsteller zu tun hatten.
Seit seiner frühesten Kindheit hatte man ihn auf derartiges Vorbereitet, seit seiner Geburt stand fest dass er eines Tages ein Jarl sein würde und noch bevor er laufen konnte war er bei jedem diplomatischen Gespräch seines Vaters dabei gewesen und hatten den wahrhaft genialen Hygeriak beobachtet und ihm gelauscht. Ronya mochte ein paar Jahre mehr erlebt haben als er. Aber ihr merkte man ihre Strassenkämpfer-Natur an. Es war ihr nicht in die Wiege gelegt eine Anführerin zu sein, trotzdem schlug sie sich durch so gut sie konnte... doch seinen Vorsprung würde sie niemals einholen.
Khazkal hingegen blieb ein Buch mit sieben Siegeln. Es war leicht zu erkennen dass er auf die Maske hinein gefallen war, doch darüber hinaus blieb die Beteiligung des Burgherren zu gering um irgendetwas feststellen zu können... schwer zu sagen ob er auf dem politischen Parkett einen einfachen Walzer oder doch eher eine findige Pavane tanzen würde.
Erneut bließ der blonde Hüne den Rauch seiner Pfeife in die Glut. Dann erhob er sich langsam und murmelte noch auf den Weg zum Schiff nach Gerimor gedankenversunken vor sich hin.
"Tanz für mich Alatari... dass ich sehen kann wie dir am besten auf die Füsse zu treten sei..."
Sie wollten den Krieg von Lameriast fernhalten? Gut, darin würde er sie unterstützen... doch nur wenn sie es dem Clan schmackhaft genug machen konnten. Und das würde den Hinrah einen grossen Batzen Macht einbringen, Macht die letztlich das Überleben von Thrails Volk sicherstellen würde.