[Buchreihe] Der Himmelsriss und das Vergessen
Verfasst: Sonntag 19. September 2021, 20:07

Der Himmelsriss und das Vergessen
Index:
Band 1: Wie alles begann und das Auftauchen der Schattentiere
Band 2: Das Leben mit dem Riss / dem Vergessen
Band 3: Die Rückeroberung Berchgards
Band 4: Das Erwachen des Sternenvaters und der Sieg über das Nichts
Band 5: Anhang
Vorwort:
Dieses Buch wurde verfasst, um das Geschehen auf Gerimor und die Welt im Jahre 263 und 264 zu beschreiben. Ein Ereignis, welches uns alle in Atem hielt und eine sehr große Bedrohung für uns alle darstellte. Ebenfalls möchten wir auf das dazu passende Liederbuch aufmerksam machen, welches von Kaleya Auenbacher verfasst und chronologisch niedergeschrieben wurde. Dieses Buch trägt den Namen: "Der Himmelsriss Zyklus"
Ein besonderer Dank für die Zusammenarbeit für diese Buchreihe ergeht an:
Amae'thariel Sae'lind, Magierin vom Volk der Elfen
Meister Alec Valmanay-Vvolfenrath, Baumeister in der Stadt Adoran
Kaleya Auenbacher, Bardin und Künstlerin aus Junkersteyn
*************************************************************************************************Meister Alec Valmanay-Vvolfenrath, Baumeister in der Stadt Adoran
Kaleya Auenbacher, Bardin und Künstlerin aus Junkersteyn
Wie alles begann:
Es ergab sich am 13. Eisbruch im Jahre 263, dass der verräterische Alka Isidor sich aus dem Westen auf den Weg vor die Tore Adorans begab. Sein Bestreben war es seinen Bruder zu einem Zweikampf zu fordern. Unser allseits geliebter König Ador I. von Alumenas stellte sich selbstverständlich der Herausforderung. Nicht nur der Ehre halber, sondern um uns - sein Volk - vor dem Alka zu verteidigen und sich diesem Zweikampf zu stellen. Und so ergab es sich an jenem Tage vor den Toren Adorans. Zunächst begann es mit einem Wortgefecht der beiden, doch dies hielt nicht lange an und die Klingen wurden gezogen. Der Zweikampf hatte begonnen. Nach und nach sprach es sich rum und die Menschen kamen aus allen Himmelsrichtungen, um den Zweikampf beizuwohnen. Keiner der Adligen oder Bürger griff ein, sondern man stand außen um die Brüder zu beobachten und den Kampf zu verfolgen. Man betete zu den Göttern und bat sie ihrem König beizustehen. Doch nicht nur in Lichtenthal sprach sich dieser Kampf und die Anwesenheit des Alkas in Lichtenthal rum. Wer dies glaubt, der irrt sich. Man munkelt, so wurde erzählt, dass Wachen aus Grenzwarth den Alka bereits vor dem Kampf erblickten und die dortige Garde informiert haben soll und jene sich sogleich sammelten und aufbrachen. Und so war es, dass sich neben den ehrfürchtigen Bürgern Lichtenthals, samt viele der Verbündeten Völker, auch der Westen Adoran näherte. Die Anspannung wuchs noch weiter an. Die Luft, welche erfüllt war vom Kampfeslärm, wurde nun noch angespannter. Die Truppen beider Reiche hatten jeweils die Hand an der Waffe, doch keiner zog sie. Was an dieser Stelle jedoch angemerkt werden sollte ist, dass scheinbar auch der Westen "ehrfürchtig" wirkte. Ehrfürchtig auf ihre verblendete Art und Weise. Sie beschränkten sich tatsächlich darauf lediglich den Alka "anzufeuern". Der Kampf nahm immer mehr an Fahrt auf und wurde immer hitziger, als es plötzlich geschah!
Während des Kampfes wurde unser hochgeschätzter König von der Herrin selbst berührt. Ein goldener Schimmer fuhr in ihn und man konnte sehen, wie die Kraft der Herrin ihn durchfuhr. Während nun König Ador I. und Alka Isidor - beide von den Göttern berührt - auf Erden kämpften, machte sich, nachdem die Herrin unseren König berührt hatte, ein weiterer Kampf spür- und sichtbar. Präsenzen Temoras und Alatars, so schien es, befanden sich am Himmel über uns in einem bitterlichen Kampf, um jeder die Seinen, die ihnen folgten, zu schützen. Die Intensität am Himmel und auch bei uns auf Gerimor nahm mehr und mehr zu, als es plötzlich geschah. Der Himmel über uns begann zu beben und zu knacken. Blitze zuckten vom Himmel hinab und der Himmel brach auf. Das Beben, welches wir vor Ort spürten, durchfuhr auch ganz Gerimor - so erfuhren wir es später von anderen Bewohnern der Insel. Der Himmel brach mehr und mehr auf und ein schwarzer Riss wurde sichtbar, und dann geschah es. Der Zweikampf tobte noch, als plötzlich ein Blitz grell und stark den Abendhimmel erhellte. Der Blitz zuckte zu Erden und traf den Alka, und dort, wo gerade noch der Zweikampf stattfand, war von einem Augenblick auf den nächsten alles beendet. Aus dem Kampf gerissen und im Nichts des Risses verschwunden. Niemand wusste, wo er hin war. Doch eins war zu sehen. Der König als tapferer Herrscher, Streiter der Göttin und Vorbild vieler blieb bei uns in unseren Reihen. Sollte dies ein Zeichen der Götter sein? Sollte dies das Zeichen der Herrin sein, dass König Ador I. von Alumenas der Sieger des Zweikampfs war? Ja, für die Bürger Lichtenthals war er dies und so wuchs auch sicher bei dem ein oder anderen noch tieferer Respekt vor ihrem Monarchen!
Nachdem der Alka im Nichts verschwand, entbrannte ein Wortgefecht. Die einen sicherten den König, die anderen stellten sich den Truppen des Westens. Sie fingen wieder erwartend keinen Kampf an und so trennten sich für dieses Mal die Truppen in Frieden und Verwunderung voneinander. Die einen froh, dass ihrem Monarchen nichts Ernstes geschah - die anderen verwirrt, wo der Alka nun hin verschollen ist. Man war froh, und doch... ein Blick an den Himmel sorgte für tiefe Sorge. Der Riss, welcher sich während des Kampfes aufgetan hatte, er blieb. Und es war nicht nur der Riss, der blieb. Durch diesen Riss sollte uns von diesem Moment an für einige Wochen Regen, Hagel und starker Sturm begleiten. Er sollte Sturm und Tiere bringen. Die tiefschwarzen Schattentiere!
Das Auftauchen der schwarzen Tiere:
Mit dem Riss und dem auftretenden Sturm ergab sich eine weitere Bedrohung, welche Gerimor heimsuchte. Genau einen Tag, nachdem der Kampf vor Adoran stattfand und der Riss auftauchte, kamen die ersten Berichte auf. Es gab Angriffe auf Bürger Lichtenthals. Angriffe von tiefschwarzen Tieren, welche unnatürlicher schwarzer Farbe waren. Jene Tiere bewegten sich im Schutze des Sturmes und der Dunkelheit, welche seit dem Riss über uns herrschten.
Mit Abnehmen des Sturmes nach einigen Wochen, wurden auch die Berichte zu den schwarzen Tieren weniger. Doch waren sie wirklich weg? Während sich der Klerus, der Adel und Liedkundige mit all ihren Verbündeten zusammentaten, um die Situation zu analysieren und Wege zu finden dem Riss Herr zu werden, taten sich parallel Streiter zusammen. Man wollte dem Mysterium der schwarzen Tiere nachgehen und versuchen eines zu fangen. Versuchen durch das Fangen der schwarzen Tiere mehr heraus zu finden. Was trieb diese Tiere an? Oder eher: Was war in diese Tiere gefahren? Das Wissen über sie würde uns vielleicht helfen den Riss zu schließen.
Doch wie fängt man etwas, das sich scheinbar gut tarnen konnte?
Wie jagt man etwas, das uns jagen wollte?
Beobachtete uns das, was in die Tiere gefahren war und wusste wohlmöglich, was wir planten?
Dies waren Fragen, die man sich stellte und doch wurde ein Plan geschmiedet. Eine Treibjagd würde es im ersten Versuch geben. Hierzu machte sich eine kleine Gruppe federführend durch die Klosterwache unter der Hauptleitung von Klostwächterin Andra Amaryll daran zu planen. Der Hauptgedanke war, dass man versuchen wollte eine Art "künstlichen Sturm" zu erzeugen und den natürlichen Fluchtreflex der Tiere auszulösen. Es bedurfte einiger Vorlaufzeit, aber der Plan wuchs an. Man stellte spezielle Lebendfallen aus einem Pyrian-Hexenstahl Gemisch her, welche in einer Fallgrube platziert werden konnten. Ziel sollte es sein ein Tier, sofern es auftauchte, zu der Fallgrube zu treiben und in einer der Fallen zu fangen, ohne mit ihm direkt in Berührung zu kommen. Die Jäger und Treiber wurden ausgewählt, die Fallgrube an der Waldgrenze hinter dem Hort des Wissens vorbereitet und die Fangnetze zurechtgelegt. Alles lief reibungslos ab und so konnte am 29. Wechselwind 263 die Jagd stattfinden.
Am Abend des 29. Wechselwindes 263 war es soweit. Eine große Ansammlung von Menschen und viele Vertreter der Verbündeten Völker fanden sich am Kloster der Lichteinigkeit ein und der Plan wurde von Klosterwächterin Andra erläutert. Durch die große Menge an Personen konnte der Radius des Treibens vergrößert und auf 3 Gruppen Treiber und eine Gruppe von Jägern eingeteilt werden.
Folgende Richtungen wurden abgedeckt.
Gruppe 1 - Jäger: Jene wurden im Halbkreis um die Fallgrube postiert, um sich dem Tier in den Weg zu stellen.
Gruppe 2 - Treiber: Jene sollten südlich nahe der Häuser Kronwaldens und am Hort des Wissens vorbei die Tiere aufscheuchen.
Gruppe 3 - Treiber: Jene sollten westlich vom Weg aus am Hort des Wissens sich durch das Unterholz bewegen.
Gruppe 4 - Treiber: Jene Gruppe sollte sich nördlich von der Donnereiche nahe Berchgards aus durch das Unterholz schlagen.
Ebenfalls wurden in den Gruppen vereinzelt Hunde mitgenommen, welche zur Jagd geeignet waren. In jeder Gruppe wurden Stöcke zum Aufscheuchen und Schlaghölzer zum Krach machen verteilt. Dies sollte dazu dienen, dass man das Tier noch mehr aufscheuchen wollte und sich dadurch eine der schwarzen Kreaturen, so war die Hoffnung, aus seiner Deckung bewegte. So ergab es sich das sich jeder auf seine Position begab und mit Hilfe eines Horns begann die Jagd. Aus nordwestlicher Richtung dann geschah es. Aus dieser Richtung kamen Rufe, dass eines der Wesen gesichtet wurde. Man versuchte dem Tier den Weg abzuschneiden. Wie gehofft zeigte es noch den "normalen tierischen Fluchtreflex". Durch den künstlich erzeugten "Sturm" / die Treibjagd hatte man eine tiefschwarze Riesenratte aufgescheucht und wie vermutet - da sie in der Unterzahl war - versuchte sie zu entkommen. Es gelang, dass man das Tier einkesseln und ein Fangnetz über es werfen konnte. Fast hatte man es gefangen und dann geschah das Unerwartete. Das Tier sollte ursprünglich lebend gefangen werden, doch entgegen der Anweisungen wurde es durch eine Klinge aus den Reihen unserer Streiter verletzt und verschied dadurch. Den Göttern sei Dank wurde von den Anwesenden niemand verletzt.
Damit man sich nun noch ein besseres Bild von den Tieren machen kann, damit auch die Nachwelt über dieses Wissen verfügen kann, anbei ein paar sehr wichtige Eckpunkte zu diesen Tieren. Es ist wichtig, damit man jene auch, sollten diese Wesen je wiederauftauchen, schnell wiedererkannt werden können.
Aussehen:
- Unnatürlich und tiefschwarz in der Fellfarbe, ansonsten keine Auffälligkeiten des Körperbaus
- Körperbau und auch Fähigkeiten waren wie jene Tiere, in die diese Schattenwesen gefahren sind.
- Stärke und Geschwindigkeit wirkten stärker als man es von diesen Tieren in der Wildnis kennt.
Verhalten:
Die Tiere wirken zunächst wie Wildtiere neugierig und auch von ihrer Bewegung wie natürliche Wildtiere. Wenn ein Tier auf 2 Personen traf, ist das Verhalten eher neugierig und ruhiger gewesen. Sobald nur eine Person in ihrer Nähe war oder mehrere Tiere sich zusammen befanden, wurden sie aggressiv und sprangen einen an oder liefen mit sehr viel Kraft gegen einen, auch Bissversuche waren möglich.
Auswirkung auf Menschen nach einem Tierangriff:
- Müdigkeit und Schwindelgefühl setzten kurz, nachdem man von den Tieren berührt wurde, ein. Man fühlte sich kraftlos als habe man zu viel getrunken.
- Wunden, wenn welche zugefügt wurden, sind jedoch wie von einem normalen Wildtier (Hasenbisse sind wie normale Hasenbisse. Wenn ein Hund einen biss, dann ist dies wie bei einem normalen Hundebiss).
- Bei klerikaler und liedkundiger Untersuchung konnte man feststellen, dass die Person, welche angegriffen wurde, ein sehr schwaches Lied im Gefüge des Liedklanges aufwies. Auch konnte man erkennen, dass das Lied sich mit genügend Ruhe und viel Schlaf wieder erholen konnte und sich somit voll regenerierte.
Weitere wichtige Merkmale:
- Wenn man die Haare/Fell eines dieser Tiere vom Körper trennt durch zum Beispiel ausreißen, kann man sehen wie nach sehr kurzer Zeit die Haare wieder ihre natürliche Farbe annimmt. Jene Farbe ist immer die, die das Tier im normalen Zustand hat. Von der unnatürlichen Schwärze ist danach nichts mehr zu sehen gewesen.
- Wenn ein Tier getötet wurde, konnte man erkennen, wie schwarzer Rauch aus der Wunde aufstieg und sich in nicht allzu großer Höhe verflüchtigte, wodurch dieser nicht zu greifen war. Das Tier selbst, in dem der Rauch sich zuvor befand, hatte die Farbe zu diesem Zeitpunkt wieder in seiner natürlichen Farbe. Auch bei magischen Untersuchungen konnte keine Veränderung festgestellt werden.
Anmerkung:
Bereits vor einigen Jahren gab es Sichtungen zu schwarzen Tieren. Ähnlich wie jene von denen wir heimgesucht wurden. Jene Tiere griffen anders als dieses Mal jedoch nur Liedkundige an. Hier vor allem schien der Fokus auf jungerwachten Liedkundigen zu liegen. Damals saugten sie das Lied vollständig aus was bei einigen Liedkundigen bis zum Tode führte.
Zur Damaligen Zeit, so wurde berichtet, brauchten sie Kraft (das Lied) um sich selbst am Leben zu halten.
Damals konnte man diesen Tieren nur Herr werden mit Hilfe Phandoains selbst welcher mit Seiner Macht den Völkern zur Hilfe kam.
Fazit:
Es war möglich die Tiere aufzuscheuchen. Es ist auch bestätigt, dass sie angreifen – bedingt durch entweder ihre Überzahl an Tieren oder wenn sich die rote Kristallwesen um sie herum befinden. Es ist möglich sie zu töten und zu verletzen. Leider konnte keine genaue Untersuchung zu dem Nebel gemacht werden welcher aus den Tieren entweicht, wenn das Tier stirbt.
Ausblick auf den kommenden Band:
Der kommende Band 2 „Das Leben mit dem Riss“ befasst sich mit dem Leben vor das wir alle gestellt wurden als der Riss am Himmel sich offenbarte. Es zeigt aber auch wie die Menschen nie den Mut Aufgaben und stehts nach vorne blickten.
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(ooc: IG Bücher gibt es als Kopie als IG Buch. Texte nicht für den eigenen Gebrauch zum 1:1 kopieren gedacht)



