Gleichgewicht.. die Suche
Verfasst: Dienstag 11. Juli 2006, 20:15
Schweiß lief ihr über das Gesicht, das lange goldene Haar zu einem strengen Zopf geflochten lies sie die Klinge endlich sinken. Ihr Atem ging schnell während sie die Augen schloss und versucht sich zu beruhigen. Ihr schlanker hochgewachsener Körper zittert noch vor Anstrengung. Gekleidet war sie nur in einer schlichten Robe in den Farben ihres Volkes. Selbst jetzt noch strahlte ihre ganze Erscheinung die ihr eigene kühle Schönheit aus. Sie war allein auf dem Übungsplatz und hatte die letzten Bewegungsabläufe vollendet. Seit geraumer Zeit bereits wich sie von dem ursprünglich gelehrten Abläufen ab und flocht ihre eigene Art zu kämpfen darin ein. Es war die beste Art sicher zu stellen das ein jeder Edhil im Laufe der Zeit seine Klinge anders führen würde sowie die Kunst des Kampfes auch im Laufe der Jahre beständig weiter zu entwickeln.
Nachdenklich setzte sie sich schließlich ein wenig abseits unter einem Baum der Schatten spendete und nahm einen Schluck des Traubensaftes den sie sich mitgebracht hatte. Er schmeckte süß, wobei Fruchtig vielleicht das bessere Wort wahr. Er erfrischte und ließ den Schweiß schnell trocknen während ihre Gedanken abschweiften.
Wieder wahr es Lamentinu die sie so sehr verunsicherte, vermutlich ohne es selbst zu merken. Ihre Gegenwart wirkte jedes mal auf sie, die Melodie die diese Frau wo immer sie anzutreffen war förmlich durchdrang fand jedes Mal ihren Weg zielsicher in ihre Mitte und rüttelte an der Tür die sie vor langer Zeit verschloss.
Schon eine ganze Weile grübelte sie über diese schlichte Tatsache. Sie war auf einem guten Weg doch hatte sie mittlerweile das Gefühl die Grenze des körperlich erreichbaren gefunden zu haben... fast so als stand sie sich selbst im Wege.
Ihr fehlte es an Inspiration, ihr Kampf war schnell und Kraftvoll.. durchaus Elegant doch zufrieden damit? Nein.. zufrieden war sie nicht. Es musste einen Grund geben weshalb sich etwas in ihr regelrecht versperrte. Und genau diesen bitteren Grund führte ihr Lamentinu immer wieder aufs neue vors Auge.. noch einmal hörte sie dieses schlichte Wort wie aus dem Lippen der Bardin : „ Gleichgewicht“.
Sie dachte genau das erreicht zu haben und musste nun langsam erkennen wie töricht ihre Annahme war. Der Kampf als solches hinterlässt immer seine Spuren auf Leib und Seele, niemand kann sich davor verschließen doch hatte sie genau das all die Jahre lang versucht. Gefühle hatten sie Anfangs immer wieder blockiert, hemmten ihre Bewegungen und es erforderte ein Jahrelanges Training endlich damit umzugehen.. doch irgendwie schien sie erst jetzt zu begreifen was ihre Lehrer damals von ihr wollten, sah langsam die Aufgabe dahinter.
Sich den Gefühlen nicht zu stellen hieß sie zu verbannen, doch wie lange konnte man das aufrecht erhalten? Ihr Blick war schon längst nicht mehr im jetzt.. schnitt irgendwo einen Punkt und verschwand im Nichts so sehr hing sie den eigenen bitteren Gedanken nach. Im bestreben besagtes Gleichgewicht zu erlangen entfernte sie sich statt dessen immer weiter davon.. oh Ninim, blinde Närrin!
Darum auch jener Kampf in ihr wann immer Lamentinu in der Nähe war.. sie suchte einigerseits die Nähe dieser Melodie, andererseits jedoch scheute sie zuweilen fast nichts mehr. Das Bollwerk in ihr begann zu bröckeln mit jedem der zahllosen Schrecken den sie hinein zwängte. Es würde Zeit werden die Türe zu öffnen und die Arbeit an sich und ihrer Kunst zu verlegen sonst würde sie sich noch Jahrzehnte auf der Stelle bewegen.
Langsam stand sie auf und verließ den Übungsplatz.. die bloßen Füße berührten das Gras ihrer Heimat und spendeten ihre eigene Art von Trost. Ihr Weg führte sie an jenen Ort und schon bald stand sie dem Wasserfall erneut gegenüber, die hellen weißen Säulen betrachtend während das sanfte Plätschern sich in ihren Geist schmeichelte. Sie verharrte.. ließ den Ort eine ganze Weile einfach auf sich wirken. Es war perfekt... die Sonne lenkte einige Strahlen in das Wasser des kleinen Sees, ließ ihn glitzern und funkeln während die Laube in der sie stand Schatten spendete.. ein kühler Luftzug streichelte ihre Wange beständig von einer Seite während einige kleine Singvögel ihr Gezwitscher in die allgemeine Idylle trugen.
Sie musste behutsam vorgehen.. Stückweise und durfte nicht versuchen was über Jahrzehnte entstand in wenigen Augenblicken nieder zureißen. Alles befand sich im steten Wandel doch brauchte es Zeit. Mit einem langen zufriedenen seufzer schloss sie die Augen und stimmte sich auf den Ort ein so gut sie es vermochte. Mit jeden Atemzug den Frieden und die Harmonie in sich aufnehmend.. ehe sie zum ersten Mal ganz behutsam an die Tür klopfte hinter der ihr Schrecken lauerte.
Nachdenklich setzte sie sich schließlich ein wenig abseits unter einem Baum der Schatten spendete und nahm einen Schluck des Traubensaftes den sie sich mitgebracht hatte. Er schmeckte süß, wobei Fruchtig vielleicht das bessere Wort wahr. Er erfrischte und ließ den Schweiß schnell trocknen während ihre Gedanken abschweiften.
Wieder wahr es Lamentinu die sie so sehr verunsicherte, vermutlich ohne es selbst zu merken. Ihre Gegenwart wirkte jedes mal auf sie, die Melodie die diese Frau wo immer sie anzutreffen war förmlich durchdrang fand jedes Mal ihren Weg zielsicher in ihre Mitte und rüttelte an der Tür die sie vor langer Zeit verschloss.
Schon eine ganze Weile grübelte sie über diese schlichte Tatsache. Sie war auf einem guten Weg doch hatte sie mittlerweile das Gefühl die Grenze des körperlich erreichbaren gefunden zu haben... fast so als stand sie sich selbst im Wege.
Ihr fehlte es an Inspiration, ihr Kampf war schnell und Kraftvoll.. durchaus Elegant doch zufrieden damit? Nein.. zufrieden war sie nicht. Es musste einen Grund geben weshalb sich etwas in ihr regelrecht versperrte. Und genau diesen bitteren Grund führte ihr Lamentinu immer wieder aufs neue vors Auge.. noch einmal hörte sie dieses schlichte Wort wie aus dem Lippen der Bardin : „ Gleichgewicht“.
Sie dachte genau das erreicht zu haben und musste nun langsam erkennen wie töricht ihre Annahme war. Der Kampf als solches hinterlässt immer seine Spuren auf Leib und Seele, niemand kann sich davor verschließen doch hatte sie genau das all die Jahre lang versucht. Gefühle hatten sie Anfangs immer wieder blockiert, hemmten ihre Bewegungen und es erforderte ein Jahrelanges Training endlich damit umzugehen.. doch irgendwie schien sie erst jetzt zu begreifen was ihre Lehrer damals von ihr wollten, sah langsam die Aufgabe dahinter.
Sich den Gefühlen nicht zu stellen hieß sie zu verbannen, doch wie lange konnte man das aufrecht erhalten? Ihr Blick war schon längst nicht mehr im jetzt.. schnitt irgendwo einen Punkt und verschwand im Nichts so sehr hing sie den eigenen bitteren Gedanken nach. Im bestreben besagtes Gleichgewicht zu erlangen entfernte sie sich statt dessen immer weiter davon.. oh Ninim, blinde Närrin!
Darum auch jener Kampf in ihr wann immer Lamentinu in der Nähe war.. sie suchte einigerseits die Nähe dieser Melodie, andererseits jedoch scheute sie zuweilen fast nichts mehr. Das Bollwerk in ihr begann zu bröckeln mit jedem der zahllosen Schrecken den sie hinein zwängte. Es würde Zeit werden die Türe zu öffnen und die Arbeit an sich und ihrer Kunst zu verlegen sonst würde sie sich noch Jahrzehnte auf der Stelle bewegen.
Langsam stand sie auf und verließ den Übungsplatz.. die bloßen Füße berührten das Gras ihrer Heimat und spendeten ihre eigene Art von Trost. Ihr Weg führte sie an jenen Ort und schon bald stand sie dem Wasserfall erneut gegenüber, die hellen weißen Säulen betrachtend während das sanfte Plätschern sich in ihren Geist schmeichelte. Sie verharrte.. ließ den Ort eine ganze Weile einfach auf sich wirken. Es war perfekt... die Sonne lenkte einige Strahlen in das Wasser des kleinen Sees, ließ ihn glitzern und funkeln während die Laube in der sie stand Schatten spendete.. ein kühler Luftzug streichelte ihre Wange beständig von einer Seite während einige kleine Singvögel ihr Gezwitscher in die allgemeine Idylle trugen.
Sie musste behutsam vorgehen.. Stückweise und durfte nicht versuchen was über Jahrzehnte entstand in wenigen Augenblicken nieder zureißen. Alles befand sich im steten Wandel doch brauchte es Zeit. Mit einem langen zufriedenen seufzer schloss sie die Augen und stimmte sich auf den Ort ein so gut sie es vermochte. Mit jeden Atemzug den Frieden und die Harmonie in sich aufnehmend.. ehe sie zum ersten Mal ganz behutsam an die Tür klopfte hinter der ihr Schrecken lauerte.