Ein versiegeltes Schreiben wird an den Palast gereicht
Verfasst: Donnerstag 29. Oktober 2020, 23:07
Schon kurz nach der Besprechung wird Lester an einem der Tische im Unterrichtssaal sitzen und ein Schreiben aufsetzen. Doch nicht hastig wird der Kohlestift über das Papier geführt - konzentriert und ruhig schreibt er den Brief, so dass das Schriftbild (wenn schon nicht schön) dann zumindest recht leserlich erscheinen wird. Mit dem nächsten Schiff bringt er das Schreiben dann persönlich nach Menek Ur und lässt es dort am Palast hinterlegen.
Wissen und Weisheit,
ehrenwerter Sohn der erhabensten und ehrenwertesten Familie Omar, erwählter der Mara, Emir Amar Haydar Omar,
Sohn der erhabensten und ehrenwertesten Familie Omar, ehrwürdiger Kalif Tahir Kemal,
Obgleich die Zeiten bitter und kühl wie ein Sturm über uns hinwegfegen empfinde ich beim Schreiben dieser Zeilen keine Kälte, wenn ich ersuchend meine Hand nach eurem Volke ausstrecke und an jene Wärme denke, die ihr unserereins stets entgegen gebracht habt.
Gewiss ward euch der Schein des Schreckens nicht verborgen, als die rote Pest über Berchgard hereinbrach und die Kinder der Wüste zur Stelle waren um unseren Volke zur Seite zu stehen. Dies veranlasst mich jene Zeilen niederzuschreiben, um erneuten Beistand im Kampf gegen den gemeinsamen Feind zu erbitten.
Das Konzil des Phönix benötigt für die Aufklärung der Lage in Berchgard einen dressierten Falken. Dieser soll mithilfe von Mentalmagie als sicherer Späher genutzt werden, um die Lage in Berchgard auszukundschaften. Für die Sicherheit des Tieres kann nicht garantiert werden, doch werden die Bemühungen groß sein, unnötige Opfer zu vermeiden.
Solltet ihr gewillt sein ein solches Tier aus euren Falknereien zu entbehren, so lasset es uns möglichst bald wissen. Der Feind ruht nicht und ein Volk ruft nach seiner Heimat.
Hoffnungsvoll blicke ich eurer Antwort entgegen,
Tiro am Konzil des Phönix
