Racheengel
Verfasst: Mittwoch 5. Juli 2006, 11:54
Malachai´s Ziel war klar, als er das Pferd bestieg, was ihn Inara gab.
Es war ein prächtiger Mustang, fit und gut genährt. So würde die Reise nicht von zu langer Dauer sein.
Die Gedanken, welch Leid Inara in ihren jungen Jahren ertragen musste, liessen den Zorn von Malachai steigen.
Er würde ihr die Rache bringen, die sie verdient hatte. Er würde vermeiden, das jene reichen und wohlhabenden Leute weiter unter der schützenden Hand ihrer Götter lebten, um mehr Leid hervor zu bringen.
Inara war eine Bewohnerin Eisenwarts, Malachai fühlte sich für sie verantwortlich, fühlte, er müsse sie beschützen. Er wusste nicht genau warum. Vielleicht, weil Inarae seiner Stephanie so ähnlich sah, vielleicht, weil Eisenwart für ihn wie eine Familie ist und für sie auch. Vielleicht aber auch, weil ihre Geschichte vom brutalen Gutsherren die seiner so glich.
Er ritt weiter, der Tag neigte sich den Ende zu, er konnte nur schätzen, wie weit es noch ist und vermutete, er würde zur Abendstund dort ankommen.
Ein großes Gutshaus, so erklärte Inara ihm, es sei kaum zu verfehlen, wenn er Richtung Norden ritt, sehr weit abgelegen und nicht in den Grenzen der großen Städte.
Er musste ab Varuna mit dem Schiff reisen, immer Richtung Norden und so würde er nach Inaras Angaben ihre Heimat erreichen.
Die Schifffahrt dauerte einen halben Tag, ehe sie an einem kleinen Hafen anlegten.
Malachai ritt mit seinem Ross vom Schiff, zwielichte Gestallten blickten ihn an. Er zog seine Maske hoch und setzte sich die Kaputze über, ehe er weiter zog. Es war eine kühle Nacht geworden, die Wolken zogen sich zu und es sah nach Regen aus. Wohl ein Unwetter, doch würde das Malachai nicht aufhalten.
Sein Umhang flatterte wild, vom Winde getragen und die kalte Luft schnitt in die offenen Hautstellen von Malachai. Doch sein Zorn liess ihn erhitzen. Es störte ihn nicht, er würde seinem Ziel folgen, die Rache einholen, die Inara zuteil ist, die sie im mindesten verdient hat und nicht einmal die Götter würden es vermögen, jenen Streiter der Nacht aufzuhalten.
Eine Wegkreuzung, Malachai hielt nicht an, er ritt nach rechts, so wurde es ihm gesagt. Das Gasthaus, dort hielt sich Inara wohl auf während ihrer Flucht. Doch Zeit zum rasten war keine...noch nicht.
Bald ist er da, alles ist so, wie man es ihm sagte. Bisher schien er auf dem richtigen Wege zu sein und tatsächlich, kam er an einer größeren Mauer, dessen Eingang einen Weg zu einem größeren Gutshof preis gab.
Langsam ritt er durch das Tor, den Weg entlang, bis er das größere Gebäude vor sich stehen hatte.
Er stieg ab, die Kaputze tief in sein Gesicht gezogen. Es zuckten plötzlich Blitze und ein starker Regen began.
Er kloppfte 3 mal mit kräftiger Faust gegen die Tür. Man sah durch die dunklen Scheiben ein Licht, das sich auf ihn zu bewegte, ehe ein jüngerer Mann stöhnend die Tür öffnet.Er erschrack kurz, wohl weil hinter Malachai ein Blitz zuckte und er so in einem Unheimlichen Bild stehen musste.
Ehe jener erfragen konnte, was das Anliegen des Vermummten seie, antwortete Malachai nur knapp:
"Kelos Amarth"
"Entschuldigt, aber der Herr des Hauses nächtigt, kommt doch morgen wieder."
"Ist er hier im Hause?"
Der Mann nickte nur und ehe er sich versah, schlug Malachai ihn mit der Faust ins Gesicht. Er sank sofort rücklings bewusstlos zum Boden, Malachai ging über ihn hinweg ins Haus hinein.
Er schaute sich um, das größte Zimmer wird sicher jenes des Hausherren sein.
Er ging geradeaus, auf eine Treppe zu, bestieg sie und schaute sich oben um.
Er hörte einige Stöhngeräusche aus einem Zimmer mit einer riesigen, weißen Flügeltür aus Eiche. Langsamen Schrittes ging er dahin, er dachte sich schon, anklopfen seie sinnlos.
Er hörte eine Frau wimmern, wie sie immer "Nein" und "Bitte nicht" rief, doch die Männerstimme schien nicht darauf einzugehen.
Ehe jener Mann sich versah, sprang die Tür aus den Angeln mit einem Tritt von Malachai. Die Frau schrie beim Blicke des Schwarzvermummten, der Mann sprang nur empört auf. Beide waren nackt und Malachai konnt sich ein lächeln nicht verkneifen.
"Was zur Hölle wollt ihr. Verschwindet, dass ist Hausfriedensbruch."
Malachai trat ein Schritt näher und der Mann auch einen auf ihn zu, wild mit dem Armen fuchtelnt, nachdem er sich eine Decke umgebunden hat.
Malachai holte aus und verpasste ihm einen Schlag ins Gesicht, er fiel Rücklings aufs Bett. Er war fett und es fehlten ihm schon einige Haare auf dem Kopf. Sein Gesicht war schlecht rasiert, denn einige Stoppeln ragten aus seinem Kinn heraus.
Die Frau schrie abermals.
"Geht hinaus, jenes Stück abschaum wird euch zu nichts mehr zwingen."
Der Frau liefen Tränen hinab, es war klar, dass sie wohl eine Hure vom Hafen war, als sie ihre spärliche und kaputte Bekleidung nahm. Sie nickte dennoch einmal dankend, ehe sie hinunter rannte und aus dem Haus hinaus.
Es zuckte abermals ein Blitz,der Hausherr schaute mit blutender Nase zu Malachai hoch.
"Was wollt ihr? Gold? Ist das ein Überfall? Ich habe hier nichts. Also verschwindet."
Wieder lächelte Malachai, ehe er näher trat.
Kelos Amarth schaute nur, er versuchte seine Angst zu verbergen, doch gelang es ihm nicht so gut.
Er versuchte Malachai zu treten, jener packte aber sein Bein und riss ihm vom Bett hinab, trat ihn einmal mit dem Fuß in den Rücken, sodass der Hausherr aufschrie. Dann kniete sich Malachai nieder und flüsterte ihn etwas ins Ohr:
"Inara Tiefenbach. Klingelt es da bei dir du mieses Stück Dreck."
Die Kälte, mit der Malachai sprach, liess Kelos erzittern, ehe er demonstrativ den Kopf schüttelte.
"Ich weiss nicht von wem ihr sprecht. Ich kenne diese Person nicht. Lasst mich nun bitte in Ruhe."
Malachai schlug ihn wieder mit der Faust ins Gesicht, man hörte etwas knacken, es schien die Nase nun gebrochen zu sein.
"Also ich frage noch einmal: Inara Tiefenbach, klingelt es bei euch?"
Eine Träne lief dem Hausherren hinab, ehe er den Kopf hastig nickte.
"Jaaaaa ich kenne sie. Sie war eine Magd bei mir. Verliess mich aber wegen einer anderen Stell..."
Malachai schlug ihn nun mit dem Ellenbogen in den Rücken, der Gutsherr schrie auf.
"Lüg mich nicht an." ,fauchte Malachai.
Das Geschrei des Gutsherren liess wohl die anderen Magden erwachen und eine trat hinein.
Malachai stand auf, sie wich zurück ans Treppengeländer und er stellte sich vor sich. Der Gutsherr ringelte sich auf den Boden, er konnte sich aber vor Schmerz kaum bewegen.
Malachai flüsterte ihr leise etwas ins Ohr, die Magd nickte nur hastig und lief dann wieder weg.
Er selbst drehte sich wieder um und widmete sich seinem Opfer. In den Augen des Gutsherren war die Angst geschrieben, das würde sogar ein Blinder erkennen.
"Habt keine Sorge um eure Magden, ich habe jener gerade gesagt, Sie solle mir eine her bringen, dann dürfen sie ohne Probleme das Gelände verlassen."
Malachai grinste etwas, als er diese Wörter sprach, der Gutsherr schaute ihn nur weiter mit erschrockenem Gesichte an. Er hoffte wohl, es wäre alles nur ein Traum, aus dem jener in wenigen Sekunden erwachen würde.
Malachai kniete sich abermals nieder, packte den Gutsherren an den wenigen Haaren hoch und schaute ihm nun ins Gesicht.
"Inara Tiefenbach" , sagte er nun eindringlicher, seine Stimme war nicht mehr kühl, sondern vor Zorn. "Also was sagt euch jener Name?"
Ehe der Gutsherr antworten kann, kam die Magd wieder herein mit einer anderen jungen Frau. Sie schrie kurz auf, als sie den Gutsherren sah und wollte sofort weg. Wahrscheinlich hat die andere Magd ihr nicht erzählt, warum sie mitkommen sollte.
Malachai stand auf und ehe sie kehrt machen konnte, packte er sie am Arm. Er zog sie an sich heran und schaute ihr in die Augen.
"Sieglind?"
Die Magd nickte nur.
Malachai schubbste sie dann aufs Bett, trat näher und kniete sich neben ihr hin. Sieglind zitterte am ganzen Körper, erwartete sie wohl angesichts des Gutsherren die größten Grausamkeiten. Doch Malachai sprach in ruhigem Tone mit ihr.
"Inara Tiefenbach, sagt euch jener Name etwas?"
Die Magd zögerte erst, als sie dann vorsichtig nickte.
"Nun sagt mir, was..." ,doch ehe Malachai aussprechen konnte, fing Sieglind wie ein Wasserfall zu heulen an und sprach mit schluchzendem Tone.
"Er hat seinen Sohn und seinen Enkel umgebracht. Das Kind von Inara *schluchzt*...ich habe sie verraten, aber....aber ich wollte das doch nicht."
Sie legte das Gesicht in die Hände und sprach weinend weiter.
"Ich liebte Manus, ich wollte ihn haben...aber....aber ich wollte nicht, dass irgend...irgend jemand stirbt...ich wusste nicht..."
Sie schluchzte weiter, Malachai tätschelte ihr leicht auf der Schulter und sprach in ruhigem Tone.
"Ich glaube dir. Du kannst gehen. Deine Worte scheinen ehrlich zu sein."
Die Magd schaute ihn an, immer noch rannten ihr Tränen hinab. Sie könnte gehen, doch entschied sie noch etwas zu sagen.
"Es...es tut mir so leid....seit dem das Geschehen ist....ich kann nicht mehr ruhig schlafen....es.....ist meine Schuld...alles.....bitte....wenn ihr Inara kennt und seht...bitte richtet ihr aus....es....es tut mir leid."
Sie legte ihren Kopf auf Malachais Schulter und weinte, er streifte ihr kurze über den Rücken, flüsterte einige Worte und sie schaute hoch. Sieglind nickte, wischte sich eine Träne aus dem Gesicht und stand auf. Sie trat weiter, in der Höhe vom Gutsherrn schaute sie hinab zu ihm.
"Du Mörder......du MÖRDER."
Sie trat ihn mit aller Kraft in die Rippen und er schrie auf, ehe sie den Raum verliess.
Malachai ging festen Schrittes auf den Gutsherrn zu, kniete sich nieder.
"Du hast mich angelogen."
"Nein....nein....ich wollte....ja ich hatte es vergessen....ich wollte euch die Wahrh....arghhhhhh."
Malachai packte ihm an nacken und schleppte ihn hinaus. Er war ihn die Treppen hinab in die Eingangshalle. Er stampfte sie ebenfalls herunter, seine schwere Eisenrüstung die er trug, polterte bei jedem Schritt lauter. Der Gutsherr versuchte sich über den Boden weg zu schleifen, kam aber nicht weit und Malachai packte ihm am Bein und drehte ihn hinunter.
"Ich hoffe, ihr seit nun ehrlicher zu mir."
Der Gutsherr nickte schnell und hastig.
"Je ehrlicher ihr seit, desto länger ist eure Lebenswahrscheinlichkeit."
Er grinste einmal, ehe er weiter sprach.
"Was hast du mit jenem Kinde getan, deinem Enkel."
Der Gutsherr schaute erschrocken drein, er wusste wohl nicht, was er sagen sollte.
"Ich....ich habe....ein Kloster...da ha....argh...."
Malachai schlug ihn wieder ins Gesicht, der Gutsherr drehte und wendete sich vor Schmerz, während er seine Nase fest hielt.
"Lüg mich nicht an. Also noch einmal. Was hast du mit dem Kind getan."
"ICH HABE DEN BASTARD UMGEBRACHT." , schoss es Kelos Amarth heraus. Er erschrack über diese Worte und zitterte. Malachai lächelte nicht, er sank nur den Kopf. Er hatte Hoffnung, dass das Kind noch leben würde, er es Inara wiederbringen könnte. Jene Hoffnung war zerstört.
"Wo habt ihr ihn Beerdigt."
Der Gutsherr sagte nichts, er zitterte nur.
"Wo ist das GRAB." ,schrie Malachai, der Gutsherr zuckte zusammen.
Er zeigte nur hinaus.
Malachai packte ihm am Kragen und sie stampften in den Regen. Die Blitze zuckten nun vermehrt und liessen den Hof für wenige Sekunden hell erleuchten. Dert Gutsherr führte Malachai, sie mussten nicht weit gehen. Er deutete auf eine Stelle, Malachai drückte ihm eine Schaufel in die Hand, die an einer Wand zu einer Scheune stand und befahl, er soll graben.
Die Erde war vom Wasser aufgeweicht, der Gutsherr, welcher kaum richtig stehen konnte, grub ein nicht sehr tiefes Loch und so fand er schon bald ein kleines Bündel.
Malachai schubbste ihn zur Seite und trat hervor. Er nahm vorsichtig das Bündel, er wusste schon, was darin lag. Seine Hände zitterten, eine Träne lief ihm hinab. Er öffnete es und zuckte kurz zurück.
Der kleine Körper von Inaras Sohn Malus fing schon etwas an zu verwesen. Malachai schloss das Tuch wieder, ging auf die Scheune zu und legte es vorsichtig auf einen Heuballen.
Der Gutsherr zitterte mehr, er machte wieder anstallten zu flüchten. Doch Malachai rammte ihn aus Wut sein Schwert ins rechte Bein. Der Gutsherr schrie auf, Malachai drehte das Schwert schön in der Wunde umher, ehe er es wieder hinaus zog.
Dann packte er den Gutsherren, schleifte ihn über den Matschigen Boden und ging auf sein Pferd zu. Er schmiss Kelos Amarth auf den Boden, dieser schluckte und hustete, da er in einer Matschpfütze landete und Malachai nahm etwas vom bepacktem Pferde hinab. Es war eine kleine Kiste, fein aus Holz geschnitzt wie ein Sarg. Malachai fertigte jenen auf dem Schiffe an, er hoffte, er würde ihn nie gebrauchen, doch er irrte leider.
Er ging zurück zur Scheune, der Gutsherr versuchte,nachdem Malachai einige Schritte entfernt war, das PFerd hinauf zu besteigen. Doch dieses, wohl gewittert welch böse Person ihn zu besteigen versucht, trat nur mit den Hinterhufen auf den Gutsherren ein, sodass er wieder fiel.
Malachai kam wieder, in seinen Armen trug er den Sarg. Er hatte ihn fest verschlossen und band ihn vorsichtig hinten auf das Pferd.
Dann packte er Kelos Amarth am Halse und schleifte ihn ins Haus.
Er schmiss ihn auf den Boden der Eingangdhalle, er wimmerte und zitterte und flehte um Gnade. Doch Malachai hatte den Punkt seiner Wut erreicht, an der er nur noch an eines dachte: Rache.
Er quälte ihn lange. Er tat vieles, was er bei seinem Stiefbruder auch tat. Er nahm seine Feuerschwerter, stah damit in wunden hinein, die dadurch Brandwunden wurden. Er quälte ihn lange, er Gutsherr flehte schon nicht mehr um sein Leben, er bettelte nach dem Tot. Doch der Tot war für Malachai eine Erlösung, keine Bestrafung.
Es ging lange so weiter, das Unwetter war schon ruhiger gewesen und nur in weiter ferne sah man Blitze auflodern.
Der Gutsherr, völlig entstellt am ganzen Körper, überall mit Blut verseht, stöhnte nur leicht, jammerte schwach vor schmerzen und regte sich kaum.
Malachai stand über ihn, sein Schwert in die Hand, drehte er die Klinge, sodass die Spitze auf den Körper von Kelos Amarth zeigte.
Dann stach er langsam und ruhig zu. Der Gutsherr schrie einmal auf, dann verstummte er. Er war tot.
Malachai trat langsam hinaus, es war immer noch dunkel und einige Regentropfen bildeten sich auf seiner Rüstung.
Er bestieg das Pferd, bedacht darauf, dass dem kleinem Sarg nichts passierte, und reitete vom Gutshof des Todes hinab.
Er war fast fertig. Es fehlte nur noch eines.
Er ging zum Kloster, klopfte dort und ein junger Mönch machte auf. Malachai berichtete ihm, dass Kelos Amarth gefoltert worden seie und müsse nun dringend mit dem Klosterführer sprechen. Jener kam herbei geeilt, Malachai berichtete ihm, dass ein Unbekannter den Gutsherren folterte wegen eines vergessenen Sache. Doch der Klosterführer wusste wieso. Er nickte Malachai zu, als jener ihn fragte, ob er ihn begleiten würde zum Gutshof. Er schien Malachai zu vertrauen, wohl nicht vermutend, wer der Mörder war.
Sie kamen nicht weit. In einem nahem Walde hörte man die Schreie in einer Holzhütte, die einen Unterkeller besass. Der Klosterführer war nicht so willenstark wie der Gutsherr, er wollte schnell den Tot, bekam ihn aber nicht und so starb er während der langen Folterungen.
Dann bestieg Malachai sein Pferd und ritt zurück. Zurück in die Heimat, um Inara die Wahrheit über ihren Sohn zu sagen. Um ihr die Gewissheit zu geben, dass er tot ist und das seine Mörder ihre Strafe bekamen.
So ritt er, richtung der Aufgehenden Sonne, zum Hafen um mit dem Schiff nach Gerimor zu reisen.
Die Götter halten ihre Hände über ihre Schützlinge. Mit amüsiertem Blicke scheinen sie die qualen der Menschen zu folgen und sie richten nicht über jene, die wirklich böse sind. Malachai tat es sich zur Aufgabe, jenes versäumnis der unfähigen Götter zu erfüllen. Er war ein Racheengel, so empfand er. Er würde jene Strafen, die anderen Mensche Leid zufügten. Leid, dass seinem Schicksale sehr nahe kommt. Leid, dass Menschen zugefügt wurde, welche für Malachai wie eine Familie waren.
Er war ein Krieger Eisenwarts. Jeder dieser Burg sollte nicht in Furcht leben. Malachai kümmert sich um die anderen, wie auch die anderen sich um ihn kümmern. Nun kann Inara hoffentlich ihren Frieden finden. Vielleicht würden Malachai und Sie es zusammen schaffen.
Er ritt weiter, der selbsternannte Racheengel....
Es war ein prächtiger Mustang, fit und gut genährt. So würde die Reise nicht von zu langer Dauer sein.
Die Gedanken, welch Leid Inara in ihren jungen Jahren ertragen musste, liessen den Zorn von Malachai steigen.
Er würde ihr die Rache bringen, die sie verdient hatte. Er würde vermeiden, das jene reichen und wohlhabenden Leute weiter unter der schützenden Hand ihrer Götter lebten, um mehr Leid hervor zu bringen.
Inara war eine Bewohnerin Eisenwarts, Malachai fühlte sich für sie verantwortlich, fühlte, er müsse sie beschützen. Er wusste nicht genau warum. Vielleicht, weil Inarae seiner Stephanie so ähnlich sah, vielleicht, weil Eisenwart für ihn wie eine Familie ist und für sie auch. Vielleicht aber auch, weil ihre Geschichte vom brutalen Gutsherren die seiner so glich.
Er ritt weiter, der Tag neigte sich den Ende zu, er konnte nur schätzen, wie weit es noch ist und vermutete, er würde zur Abendstund dort ankommen.
Ein großes Gutshaus, so erklärte Inara ihm, es sei kaum zu verfehlen, wenn er Richtung Norden ritt, sehr weit abgelegen und nicht in den Grenzen der großen Städte.
Er musste ab Varuna mit dem Schiff reisen, immer Richtung Norden und so würde er nach Inaras Angaben ihre Heimat erreichen.
Die Schifffahrt dauerte einen halben Tag, ehe sie an einem kleinen Hafen anlegten.
Malachai ritt mit seinem Ross vom Schiff, zwielichte Gestallten blickten ihn an. Er zog seine Maske hoch und setzte sich die Kaputze über, ehe er weiter zog. Es war eine kühle Nacht geworden, die Wolken zogen sich zu und es sah nach Regen aus. Wohl ein Unwetter, doch würde das Malachai nicht aufhalten.
Sein Umhang flatterte wild, vom Winde getragen und die kalte Luft schnitt in die offenen Hautstellen von Malachai. Doch sein Zorn liess ihn erhitzen. Es störte ihn nicht, er würde seinem Ziel folgen, die Rache einholen, die Inara zuteil ist, die sie im mindesten verdient hat und nicht einmal die Götter würden es vermögen, jenen Streiter der Nacht aufzuhalten.
Eine Wegkreuzung, Malachai hielt nicht an, er ritt nach rechts, so wurde es ihm gesagt. Das Gasthaus, dort hielt sich Inara wohl auf während ihrer Flucht. Doch Zeit zum rasten war keine...noch nicht.
Bald ist er da, alles ist so, wie man es ihm sagte. Bisher schien er auf dem richtigen Wege zu sein und tatsächlich, kam er an einer größeren Mauer, dessen Eingang einen Weg zu einem größeren Gutshof preis gab.
Langsam ritt er durch das Tor, den Weg entlang, bis er das größere Gebäude vor sich stehen hatte.
Er stieg ab, die Kaputze tief in sein Gesicht gezogen. Es zuckten plötzlich Blitze und ein starker Regen began.
Er kloppfte 3 mal mit kräftiger Faust gegen die Tür. Man sah durch die dunklen Scheiben ein Licht, das sich auf ihn zu bewegte, ehe ein jüngerer Mann stöhnend die Tür öffnet.Er erschrack kurz, wohl weil hinter Malachai ein Blitz zuckte und er so in einem Unheimlichen Bild stehen musste.
Ehe jener erfragen konnte, was das Anliegen des Vermummten seie, antwortete Malachai nur knapp:
"Kelos Amarth"
"Entschuldigt, aber der Herr des Hauses nächtigt, kommt doch morgen wieder."
"Ist er hier im Hause?"
Der Mann nickte nur und ehe er sich versah, schlug Malachai ihn mit der Faust ins Gesicht. Er sank sofort rücklings bewusstlos zum Boden, Malachai ging über ihn hinweg ins Haus hinein.
Er schaute sich um, das größte Zimmer wird sicher jenes des Hausherren sein.
Er ging geradeaus, auf eine Treppe zu, bestieg sie und schaute sich oben um.
Er hörte einige Stöhngeräusche aus einem Zimmer mit einer riesigen, weißen Flügeltür aus Eiche. Langsamen Schrittes ging er dahin, er dachte sich schon, anklopfen seie sinnlos.
Er hörte eine Frau wimmern, wie sie immer "Nein" und "Bitte nicht" rief, doch die Männerstimme schien nicht darauf einzugehen.
Ehe jener Mann sich versah, sprang die Tür aus den Angeln mit einem Tritt von Malachai. Die Frau schrie beim Blicke des Schwarzvermummten, der Mann sprang nur empört auf. Beide waren nackt und Malachai konnt sich ein lächeln nicht verkneifen.
"Was zur Hölle wollt ihr. Verschwindet, dass ist Hausfriedensbruch."
Malachai trat ein Schritt näher und der Mann auch einen auf ihn zu, wild mit dem Armen fuchtelnt, nachdem er sich eine Decke umgebunden hat.
Malachai holte aus und verpasste ihm einen Schlag ins Gesicht, er fiel Rücklings aufs Bett. Er war fett und es fehlten ihm schon einige Haare auf dem Kopf. Sein Gesicht war schlecht rasiert, denn einige Stoppeln ragten aus seinem Kinn heraus.
Die Frau schrie abermals.
"Geht hinaus, jenes Stück abschaum wird euch zu nichts mehr zwingen."
Der Frau liefen Tränen hinab, es war klar, dass sie wohl eine Hure vom Hafen war, als sie ihre spärliche und kaputte Bekleidung nahm. Sie nickte dennoch einmal dankend, ehe sie hinunter rannte und aus dem Haus hinaus.
Es zuckte abermals ein Blitz,der Hausherr schaute mit blutender Nase zu Malachai hoch.
"Was wollt ihr? Gold? Ist das ein Überfall? Ich habe hier nichts. Also verschwindet."
Wieder lächelte Malachai, ehe er näher trat.
Kelos Amarth schaute nur, er versuchte seine Angst zu verbergen, doch gelang es ihm nicht so gut.
Er versuchte Malachai zu treten, jener packte aber sein Bein und riss ihm vom Bett hinab, trat ihn einmal mit dem Fuß in den Rücken, sodass der Hausherr aufschrie. Dann kniete sich Malachai nieder und flüsterte ihn etwas ins Ohr:
"Inara Tiefenbach. Klingelt es da bei dir du mieses Stück Dreck."
Die Kälte, mit der Malachai sprach, liess Kelos erzittern, ehe er demonstrativ den Kopf schüttelte.
"Ich weiss nicht von wem ihr sprecht. Ich kenne diese Person nicht. Lasst mich nun bitte in Ruhe."
Malachai schlug ihn wieder mit der Faust ins Gesicht, man hörte etwas knacken, es schien die Nase nun gebrochen zu sein.
"Also ich frage noch einmal: Inara Tiefenbach, klingelt es bei euch?"
Eine Träne lief dem Hausherren hinab, ehe er den Kopf hastig nickte.
"Jaaaaa ich kenne sie. Sie war eine Magd bei mir. Verliess mich aber wegen einer anderen Stell..."
Malachai schlug ihn nun mit dem Ellenbogen in den Rücken, der Gutsherr schrie auf.
"Lüg mich nicht an." ,fauchte Malachai.
Das Geschrei des Gutsherren liess wohl die anderen Magden erwachen und eine trat hinein.
Malachai stand auf, sie wich zurück ans Treppengeländer und er stellte sich vor sich. Der Gutsherr ringelte sich auf den Boden, er konnte sich aber vor Schmerz kaum bewegen.
Malachai flüsterte ihr leise etwas ins Ohr, die Magd nickte nur hastig und lief dann wieder weg.
Er selbst drehte sich wieder um und widmete sich seinem Opfer. In den Augen des Gutsherren war die Angst geschrieben, das würde sogar ein Blinder erkennen.
"Habt keine Sorge um eure Magden, ich habe jener gerade gesagt, Sie solle mir eine her bringen, dann dürfen sie ohne Probleme das Gelände verlassen."
Malachai grinste etwas, als er diese Wörter sprach, der Gutsherr schaute ihn nur weiter mit erschrockenem Gesichte an. Er hoffte wohl, es wäre alles nur ein Traum, aus dem jener in wenigen Sekunden erwachen würde.
Malachai kniete sich abermals nieder, packte den Gutsherren an den wenigen Haaren hoch und schaute ihm nun ins Gesicht.
"Inara Tiefenbach" , sagte er nun eindringlicher, seine Stimme war nicht mehr kühl, sondern vor Zorn. "Also was sagt euch jener Name?"
Ehe der Gutsherr antworten kann, kam die Magd wieder herein mit einer anderen jungen Frau. Sie schrie kurz auf, als sie den Gutsherren sah und wollte sofort weg. Wahrscheinlich hat die andere Magd ihr nicht erzählt, warum sie mitkommen sollte.
Malachai stand auf und ehe sie kehrt machen konnte, packte er sie am Arm. Er zog sie an sich heran und schaute ihr in die Augen.
"Sieglind?"
Die Magd nickte nur.
Malachai schubbste sie dann aufs Bett, trat näher und kniete sich neben ihr hin. Sieglind zitterte am ganzen Körper, erwartete sie wohl angesichts des Gutsherren die größten Grausamkeiten. Doch Malachai sprach in ruhigem Tone mit ihr.
"Inara Tiefenbach, sagt euch jener Name etwas?"
Die Magd zögerte erst, als sie dann vorsichtig nickte.
"Nun sagt mir, was..." ,doch ehe Malachai aussprechen konnte, fing Sieglind wie ein Wasserfall zu heulen an und sprach mit schluchzendem Tone.
"Er hat seinen Sohn und seinen Enkel umgebracht. Das Kind von Inara *schluchzt*...ich habe sie verraten, aber....aber ich wollte das doch nicht."
Sie legte das Gesicht in die Hände und sprach weinend weiter.
"Ich liebte Manus, ich wollte ihn haben...aber....aber ich wollte nicht, dass irgend...irgend jemand stirbt...ich wusste nicht..."
Sie schluchzte weiter, Malachai tätschelte ihr leicht auf der Schulter und sprach in ruhigem Tone.
"Ich glaube dir. Du kannst gehen. Deine Worte scheinen ehrlich zu sein."
Die Magd schaute ihn an, immer noch rannten ihr Tränen hinab. Sie könnte gehen, doch entschied sie noch etwas zu sagen.
"Es...es tut mir so leid....seit dem das Geschehen ist....ich kann nicht mehr ruhig schlafen....es.....ist meine Schuld...alles.....bitte....wenn ihr Inara kennt und seht...bitte richtet ihr aus....es....es tut mir leid."
Sie legte ihren Kopf auf Malachais Schulter und weinte, er streifte ihr kurze über den Rücken, flüsterte einige Worte und sie schaute hoch. Sieglind nickte, wischte sich eine Träne aus dem Gesicht und stand auf. Sie trat weiter, in der Höhe vom Gutsherrn schaute sie hinab zu ihm.
"Du Mörder......du MÖRDER."
Sie trat ihn mit aller Kraft in die Rippen und er schrie auf, ehe sie den Raum verliess.
Malachai ging festen Schrittes auf den Gutsherrn zu, kniete sich nieder.
"Du hast mich angelogen."
"Nein....nein....ich wollte....ja ich hatte es vergessen....ich wollte euch die Wahrh....arghhhhhh."
Malachai packte ihm an nacken und schleppte ihn hinaus. Er war ihn die Treppen hinab in die Eingangshalle. Er stampfte sie ebenfalls herunter, seine schwere Eisenrüstung die er trug, polterte bei jedem Schritt lauter. Der Gutsherr versuchte sich über den Boden weg zu schleifen, kam aber nicht weit und Malachai packte ihm am Bein und drehte ihn hinunter.
"Ich hoffe, ihr seit nun ehrlicher zu mir."
Der Gutsherr nickte schnell und hastig.
"Je ehrlicher ihr seit, desto länger ist eure Lebenswahrscheinlichkeit."
Er grinste einmal, ehe er weiter sprach.
"Was hast du mit jenem Kinde getan, deinem Enkel."
Der Gutsherr schaute erschrocken drein, er wusste wohl nicht, was er sagen sollte.
"Ich....ich habe....ein Kloster...da ha....argh...."
Malachai schlug ihn wieder ins Gesicht, der Gutsherr drehte und wendete sich vor Schmerz, während er seine Nase fest hielt.
"Lüg mich nicht an. Also noch einmal. Was hast du mit dem Kind getan."
"ICH HABE DEN BASTARD UMGEBRACHT." , schoss es Kelos Amarth heraus. Er erschrack über diese Worte und zitterte. Malachai lächelte nicht, er sank nur den Kopf. Er hatte Hoffnung, dass das Kind noch leben würde, er es Inara wiederbringen könnte. Jene Hoffnung war zerstört.
"Wo habt ihr ihn Beerdigt."
Der Gutsherr sagte nichts, er zitterte nur.
"Wo ist das GRAB." ,schrie Malachai, der Gutsherr zuckte zusammen.
Er zeigte nur hinaus.
Malachai packte ihm am Kragen und sie stampften in den Regen. Die Blitze zuckten nun vermehrt und liessen den Hof für wenige Sekunden hell erleuchten. Dert Gutsherr führte Malachai, sie mussten nicht weit gehen. Er deutete auf eine Stelle, Malachai drückte ihm eine Schaufel in die Hand, die an einer Wand zu einer Scheune stand und befahl, er soll graben.
Die Erde war vom Wasser aufgeweicht, der Gutsherr, welcher kaum richtig stehen konnte, grub ein nicht sehr tiefes Loch und so fand er schon bald ein kleines Bündel.
Malachai schubbste ihn zur Seite und trat hervor. Er nahm vorsichtig das Bündel, er wusste schon, was darin lag. Seine Hände zitterten, eine Träne lief ihm hinab. Er öffnete es und zuckte kurz zurück.
Der kleine Körper von Inaras Sohn Malus fing schon etwas an zu verwesen. Malachai schloss das Tuch wieder, ging auf die Scheune zu und legte es vorsichtig auf einen Heuballen.
Der Gutsherr zitterte mehr, er machte wieder anstallten zu flüchten. Doch Malachai rammte ihn aus Wut sein Schwert ins rechte Bein. Der Gutsherr schrie auf, Malachai drehte das Schwert schön in der Wunde umher, ehe er es wieder hinaus zog.
Dann packte er den Gutsherren, schleifte ihn über den Matschigen Boden und ging auf sein Pferd zu. Er schmiss Kelos Amarth auf den Boden, dieser schluckte und hustete, da er in einer Matschpfütze landete und Malachai nahm etwas vom bepacktem Pferde hinab. Es war eine kleine Kiste, fein aus Holz geschnitzt wie ein Sarg. Malachai fertigte jenen auf dem Schiffe an, er hoffte, er würde ihn nie gebrauchen, doch er irrte leider.
Er ging zurück zur Scheune, der Gutsherr versuchte,nachdem Malachai einige Schritte entfernt war, das PFerd hinauf zu besteigen. Doch dieses, wohl gewittert welch böse Person ihn zu besteigen versucht, trat nur mit den Hinterhufen auf den Gutsherren ein, sodass er wieder fiel.
Malachai kam wieder, in seinen Armen trug er den Sarg. Er hatte ihn fest verschlossen und band ihn vorsichtig hinten auf das Pferd.
Dann packte er Kelos Amarth am Halse und schleifte ihn ins Haus.
Er schmiss ihn auf den Boden der Eingangdhalle, er wimmerte und zitterte und flehte um Gnade. Doch Malachai hatte den Punkt seiner Wut erreicht, an der er nur noch an eines dachte: Rache.
Er quälte ihn lange. Er tat vieles, was er bei seinem Stiefbruder auch tat. Er nahm seine Feuerschwerter, stah damit in wunden hinein, die dadurch Brandwunden wurden. Er quälte ihn lange, er Gutsherr flehte schon nicht mehr um sein Leben, er bettelte nach dem Tot. Doch der Tot war für Malachai eine Erlösung, keine Bestrafung.
Es ging lange so weiter, das Unwetter war schon ruhiger gewesen und nur in weiter ferne sah man Blitze auflodern.
Der Gutsherr, völlig entstellt am ganzen Körper, überall mit Blut verseht, stöhnte nur leicht, jammerte schwach vor schmerzen und regte sich kaum.
Malachai stand über ihn, sein Schwert in die Hand, drehte er die Klinge, sodass die Spitze auf den Körper von Kelos Amarth zeigte.
Dann stach er langsam und ruhig zu. Der Gutsherr schrie einmal auf, dann verstummte er. Er war tot.
Malachai trat langsam hinaus, es war immer noch dunkel und einige Regentropfen bildeten sich auf seiner Rüstung.
Er bestieg das Pferd, bedacht darauf, dass dem kleinem Sarg nichts passierte, und reitete vom Gutshof des Todes hinab.
Er war fast fertig. Es fehlte nur noch eines.
Er ging zum Kloster, klopfte dort und ein junger Mönch machte auf. Malachai berichtete ihm, dass Kelos Amarth gefoltert worden seie und müsse nun dringend mit dem Klosterführer sprechen. Jener kam herbei geeilt, Malachai berichtete ihm, dass ein Unbekannter den Gutsherren folterte wegen eines vergessenen Sache. Doch der Klosterführer wusste wieso. Er nickte Malachai zu, als jener ihn fragte, ob er ihn begleiten würde zum Gutshof. Er schien Malachai zu vertrauen, wohl nicht vermutend, wer der Mörder war.
Sie kamen nicht weit. In einem nahem Walde hörte man die Schreie in einer Holzhütte, die einen Unterkeller besass. Der Klosterführer war nicht so willenstark wie der Gutsherr, er wollte schnell den Tot, bekam ihn aber nicht und so starb er während der langen Folterungen.
Dann bestieg Malachai sein Pferd und ritt zurück. Zurück in die Heimat, um Inara die Wahrheit über ihren Sohn zu sagen. Um ihr die Gewissheit zu geben, dass er tot ist und das seine Mörder ihre Strafe bekamen.
So ritt er, richtung der Aufgehenden Sonne, zum Hafen um mit dem Schiff nach Gerimor zu reisen.
Die Götter halten ihre Hände über ihre Schützlinge. Mit amüsiertem Blicke scheinen sie die qualen der Menschen zu folgen und sie richten nicht über jene, die wirklich böse sind. Malachai tat es sich zur Aufgabe, jenes versäumnis der unfähigen Götter zu erfüllen. Er war ein Racheengel, so empfand er. Er würde jene Strafen, die anderen Mensche Leid zufügten. Leid, dass seinem Schicksale sehr nahe kommt. Leid, dass Menschen zugefügt wurde, welche für Malachai wie eine Familie waren.
Er war ein Krieger Eisenwarts. Jeder dieser Burg sollte nicht in Furcht leben. Malachai kümmert sich um die anderen, wie auch die anderen sich um ihn kümmern. Nun kann Inara hoffentlich ihren Frieden finden. Vielleicht würden Malachai und Sie es zusammen schaffen.
Er ritt weiter, der selbsternannte Racheengel....