Ein Schreiben an das Rathaus zu Rahal
Verfasst: Montag 24. August 2020, 17:39
Nachdenklich formt Jasper immer wieder schöne Sätze im flackernden Kerzenlicht. Jedes Wort ist wie eine Nadel, die sich ihm ins Fleisch bohrt und ihn an die erzwungene Kindheit erinnert. Ein feiner Bürger soll er sein, wenn man es will. Immer noch sieht er bei jedem schönen Wort die Mutter vor Augen, die sich nie kümmerte, aber immer einen präsentierbaren Sohnemann erwartete.
Er hasste das bürgerliche Leben, die Umständlichkeiten, das gespielt höfliche Vornehme, das Gewäsch vom Glauben.
Die Welt ohne Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit verpackt in Floskeln und wohlgeformte Worte, damit die bittere Medizin der Wahrheit überhaupt irgendwie zu schlucken ist. Es gibt keine Gerechtigkeit - nur Macht.
Er sieht auf die Pfütze am Boden der Hütte des Hafenviertels, die durch das undichte Dach langsam wächst und erblickt sein Spiegelbild darin.
Von Macht war er weit entfernt, von Freiheit nicht ganz so weit. Freiheit heißt, sich der Macht anderer nicht beugen zu müssen. Freiheit haben bedeutet demnach auch, mehr Macht als andere zu haben. Entweder man ist stärker - oder sorgt dafür, dass es keine anderen gibt.
Das haben Vagabund und König beide gemeinsam - auch wenn ihr Weg zur Freiheit sehr unterschiedlich ist. Der Vagabund hat keine Macht und doch ist er frei, solang er nicht unter Menschen weilen muss. Für Jasper war klar, dass das Leben in ständiger Furcht vor der Willkür anderer kein Leben in Freiheit war. Und ein König würde er auch nicht werden - so dass er erstmal daran arbeiten musste hier Fuß zu fassen, ehe er versuchte sich seine Büse zurückzuholen. Also musste er wohl wieder, so sehr er es auch hasste, das Knie beugen und sich abermals der Gunst anderer Menschen aussetzen.
Und so setzt er den Kohlestift auf das Papier...
Er hasste das bürgerliche Leben, die Umständlichkeiten, das gespielt höfliche Vornehme, das Gewäsch vom Glauben.
Die Welt ohne Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit verpackt in Floskeln und wohlgeformte Worte, damit die bittere Medizin der Wahrheit überhaupt irgendwie zu schlucken ist. Es gibt keine Gerechtigkeit - nur Macht.
Er sieht auf die Pfütze am Boden der Hütte des Hafenviertels, die durch das undichte Dach langsam wächst und erblickt sein Spiegelbild darin.
Von Macht war er weit entfernt, von Freiheit nicht ganz so weit. Freiheit heißt, sich der Macht anderer nicht beugen zu müssen. Freiheit haben bedeutet demnach auch, mehr Macht als andere zu haben. Entweder man ist stärker - oder sorgt dafür, dass es keine anderen gibt.
Das haben Vagabund und König beide gemeinsam - auch wenn ihr Weg zur Freiheit sehr unterschiedlich ist. Der Vagabund hat keine Macht und doch ist er frei, solang er nicht unter Menschen weilen muss. Für Jasper war klar, dass das Leben in ständiger Furcht vor der Willkür anderer kein Leben in Freiheit war. Und ein König würde er auch nicht werden - so dass er erstmal daran arbeiten musste hier Fuß zu fassen, ehe er versuchte sich seine Büse zurückzuholen. Also musste er wohl wieder, so sehr er es auch hasste, das Knie beugen und sich abermals der Gunst anderer Menschen aussetzen.
Und so setzt er den Kohlestift auf das Papier...
Des All-Einen Segen mit euch Gesandte Irvestes!
Als Schiffbrüchiger wurde ich an die Küste dieses Kontinents gespült und suchte nach einem Ort, an dem ich mich niederlassen kann. Während Bajard ein Geisterdorf ist, welches nur geldgierige Handwerker wünscht und ich im Osten den Lakaien des Adels gegenüberstehe, stieß ich bei meiner Suche auf Alatarien.
Las ich doch die Gebote des Einen in Düstersee und ging zum Tempel, so wusste ich, dass nur ein Ort unter Gleichgesinnten die SEINEM Weg folgten mir eine angemessene Heimat bieten kann, in der ich mein Leben in Würde führen will.
Ich hoffe auf eine zeitnahe Möglichkeit euch in einem Gespräch zu begegnen.
Möge sein Zorn euch leiten!