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Was der Apfel macht...
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Alathair - Online Rollenspielshard Foren-Übersicht » Allgemeines Rollenspiel » Was der Apfel macht...
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Esther Sternlied





 Beitrag Verfasst am: 31 Jul 2020 13:19    Titel: Was der Apfel macht...
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    Irgendwann war diese schreckliche Überfahrt vorbei, sämtliche Ersparnisse dahin, draufgegangen für die Überfahrt nach Gerimor, zu der mich meine Eltern gezwungen hatten. Und ich musste ganz allein Fuß auf dieses Stück Land setzen, weil die verdammte Hafenwacht zu aufmerksam war und Rahel erkannt hatten. Ich verfluchte sie jetzt noch, konnten die auch nicht einmal wegschauen! Was sollte ich ohne Rahel jetzt machen? Mit den wenigen Habseligkeiten und dem Auftrag des Kapitäns versuchte ich mich erst einmal in der Hafenstadt zurechtzufinden, was nicht ganz leicht war. Es stank wie in der heimatlichen Taverne, nur dass der vertraute Geruch des schwarzgebrannten Schnapses und der leichte Brandgeruch meiner fehlgeschlagenen Versuche fehlte, der der Taverne seit meinem größten Fehlversuch innewohnte.
    Das erste Ziel war scheinbar der Bank, die Frau dahinter sah mir aber nicht so wirklich so aus als ob ich der vertrauen könnte. Irgendwie scheint das Volk hier jedem dahergelaufenen Bettler zu vertrauen, denn mir schenkten zwei Frauen gleich auch schon Dinge, mit denen ich anfangen zu üben konnte. Knochen und Lehm, ein Fass, irgendwelche Fläschchen. Solche guten Fläschchen und alle waren sie sauber! Daheim musste ich sie mir aus den Gassen heraussuchen und selber sauber machen, hier bekam ich sie sogar geschenkt. Darauf folgten sogar noch eine Truhe und Kleidung, dass ich mich wie eine feine Dame am Ende fühlte. So gute Stoffe! Und sie waren farbig! Sogar eine eigene Tasche bekam ich. Ich glaube, so viel habe ich in meinem Leben nicht besessen und ich wusste gar nicht, wohin mit alle dem Zeug, also ließ ich es in der Bank. Für den Anfang musste ich der Frau halt trauen.

    Meine Eltern hatten nur gesagt: „Kind, du wirst nach Gerimor und dort in eine Lehre gehen. Das Geld schickst du uns, damit wir die Taverne behalten und deinen Geschwistern zu essen geben können! Und komm uns nicht eher zurück bis du deine Lehre abgeschlossen hast und Geld verdienst!“ Und so musste ich meine Sachen packen. Rahel wollte heimlich mitkommen, aber die verdammte Hafenwacht… bekannt wie ein bunter Hund, die Gute. Aber wohin sollte ich jetzt? In Bajard gab es niemanden, der mir weiterhelfen konnte und so zog ich los, gestärkt und mit dem erfüllten Auftrag in der Tasche. Was waren das für Häuser und Schlösser nur! Es sah alles so anders aus hier. Die Sonne berührte langsam den Horizont und ich wusste noch immer nicht, wo ich schlafen sollte bis ich zu einem Hof kam und die Bewohner so freundlich waren und mich nach Adoran führten und mir ein Zimmer vermittelten. So ein großes Zimmer, dass ich dachte, dort würden nur die feinen Leute nächtigen, wenn sie zu Besuch kamen. Und nun war es meines! Mein eigenes Zimmer für mich ganz alleine! Abend im Zimmer saß ich vor dem Ofen und starrte ihn an. Sah so die Freiheit aus? Ich durfte selber entscheiden, was ich tun wollte und ich hatte mir bisher noch keine Schelle eingefangen. Das war ein Erfolg, denke ich. Außerdem stank es weniger hier in Adoran! Vielleicht würden wir hier unseren Laden eines Tages öffnen.

    Damit war es aber nicht getan, ich brauchte noch eine Stelle! Also begann ich zu suchen und konnte erst nichts finden, außer, dass mich dieser Costa in Bajard sehen wollte! Ohne mich, ich wollte nicht auch noch nach Fisch stinken! Aber was soll ich sagen, irgendwie musste ich an Gold kommen, um meine Lehre zu bezahlen. Im Hafenbecken konnte ich ganz viel Kram rausholen, sogar ein bemaltes Stück Papier, was mir dieses Fräulein vom Salzberg abkaufen wollte. Ganze fünfzehn Kronen hat sie mir dafür gegeben! Jetzt konnte ich ganz bestimmt ein ganzes Haus kaufen, so viel Gold wie das war. Die Leute auf Gerimor scheinen alle ganz schön reich zu sein. Nur wurde ich schnell enttäuscht als mir gesagt wurde, dass ein Hof sogar ganze 25 Kronen kostet! Vielleicht konnte ich mehr von dem bemalten Papier finden und das dann an die Frau verkaufen, wenn ich sie wieder traf.
    Doch spät am Abend am nächsten Tag trieb es mich nochmal ins Kontor, ich weiß nicht, warum und wollte dort fragen, ob es jemanden gibt, der weiß, wo ich in die Lehre gehen kann. Oh, welch Glück! Da gab es sogar jemanden, der mich in die Lehre nehmen würde, aber vorher musste ich eine Aufgabe erfüllen. Was bewirkt ein Apfel?
    Am nächsten Tag wusste ich wenigstens: Er macht die Wache vom Salzberg mit diesem komischen Titel nicht satt! Auch nicht zwei oder drei. Und der Bruder von dem anderen Fräulein war allergisch bei Erdbeeren. Deswegen durfte sie keine Erdbeeren essen oder bei sich tragen, obwohl sie sie sehr gerne mochte. Und die Wache mochte Zitronen, das habe ich ihr von Anfang an angesehen, ha!
    Mit dem Wissen, dass sich andere darum kümmerten, dass ich an das Wissen kam, kletterte ich dafür in die Bäume, um die Äpfel zu pflücken und es selbst auszuprobieren. Essen konnte man sie am Ende immer noch!
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