Abends am Tor zu Adoran
Verfasst: Montag 20. Januar 2020, 22:43
Völlig durchnässt und zitternd vor bitterer Kälte saß er da eingehüllt in Decken auf diesem stinkenden Fischkahn. Irgendwie hatte es Lugewin geschafft, Temora sei Dank. Eigentlich hatte er schon mit seinem Leben abgeschlossen. Mitten auf dem Meer in einem kleinen Beiboot. Der Wind peitschte die Wellen nur so an. Wind und Wellen waren es auch, die sein Boot ziellos umhertrieben. Es war damit beschäftigt das Wasser abzuschöpfen, welches in das Boot drang. Und als ob die Wellen nicht ausreichten, hatten diese verdammten Freibeuter auch noch ein Loch in sein Gefährt geschossen. Als alle Aussicht auf Überleben schon dahin war, konnte er am Horizont einen Kahn erkennen. Gegen den Wind und mit Leibeskräften brüllte er, um auf sich aufmerksam zu machen. Und nach einigen Minuten hatten sie ihn offenbar bemerkt oder Temora wollte dass er gefunden wurde. Nein kein oder, es war ganz sicher Temora die ein Zeichen schickte. So wurde er von den einfachen Fischersleuten gerettet. Die staunten nicht schlecht, als sie einen halbnackten Gardisten vorfanden. Die Rüstung raubte zuviel Kraft, sodass er sie abgelegt hatte. Seine Geschichte die er zum Besten gab, glaubten sie ihm auch nicht wirklich. Aber das war Lugewin auch egal. Wichtig war nur, dass er nun sicher nach Bajard kommen würde. Von dort aus würde er nach dem kürzesten Weg nach Adoran erfragen und dem Regiment Bericht erstatten. Das Handelsschiff, gespickt mit feinsten Waren vom Festland aus dem Herzogtum Nharam für Adoran, gekapert.... Verdammte Bastarde. Ausgerechnet auch noch dem Feind ist es in die Arme gefallen. Welch Schmach.... Wenigstens konnte ich noch erkennen, dass ein Ungeheuer eines ihrer Schiffe versenkt hat. Macht meine Schmach aber nicht wirklich wett...
Und so wird er am Tor Adorans, in eher einfacher Kleidung, den Wachen Bericht erstatten.
Und so wird er am Tor Adorans, in eher einfacher Kleidung, den Wachen Bericht erstatten.