Land ich Sicht - Eine neue Zukunft am Horizont
Verfasst: Donnerstag 9. Januar 2020, 11:45
Eine Weile schon verbrachte er nun auf See. Er hatte aufgehört die Tage zu zählen, und verbrachte die meiste Zeit nun damit sich Sorgen darüber zu machen, ob dieses - durch und durch - löchrige Gefährt sein angestrebtes Ziel jemals heil erreichen würde.
Mit Holz kannte er sich aus, und diese Ansammlung - welche ihn sicher über die große See befördern sollte, und eher den Anschein erweckte nur durch getrockneten Möwenkot zusammengehalten zu werden - vermittelte nicht gerade einen vertrauenswürdigen und verlässlichen Eindruck.
Ein gestopftes Loch hier, ein Gestopftes dort, feine Risse, durch die immer wieder ein klein wenig Wasser ins Innere drang...ein ewiges Knarzen und Ächzen der Planken, bei nur der kleinsten Bewegung...
Werde ich jemals den Hafen erreichen?
Wenn ich mich hier so umsehe, schwindet meine Hoffnung darauf zusehends. Ich darf mir dieses Schiff einfach nicht genauer ansehen.
Allerdings erweckt die Crew in mir auch nicht das Gefühl der Sicherheit oder des Vertrauens. Halsabschneider, das sind sie. Haben mir jede Münze aus der Tasche gesaugt, damit sie mich auf dieser Überfahrt mitnehmen.
Aber ich hatte kaum eine andere Wahl, wollte ich weg von dieser Insel und meinen Weg in die Freiheit und mein eigenes Leben finden. In den sauren Apfel hatte ich nun also zu beißen, und so ertrug ich es....
...Tag um Tag...
Die Kälte wird langsam unerträglich, ich habe das Gefühl dass selbst meine Knochen langsam unter ihr zu leiden hatten.
Das Aufstehen am Morgen fällt zunehmend schwerer, die Gelenke sind wie steif gefroren, meine Finger schmerzten bei jeder Bewegung, und selbst meine Kleidung war durchweg feucht.
Um so glücklicher war ich, als ich es von oben aus dem Krähennest rufen hörte: "Land! Land in Sicht!".
Schwerfällig, verließ ich mein notdürftiges - spärlich mir Stroh gepolstertes - Bett, und schleppte mich zur Reling und sah in die Ferne. Eng in meinen Umhang gehüllt, der nahezu das letzte wärmespendende Kleidungsstück war das mir geblieben ist, als ich versuchte die Münzen für die Überfahrt zusammen zu bekommen.
So sehr das Wetter und die Kälte mir auch zusetzte und bereits zugesetzt hatte, entfachte der Anblick des Landstriches am Horizont ein neues Feuer in mir. Aufregung keimte in mir auf, breitete sich von der Magengegend in alle Richtungen aus, und schien meinen fast erfrorenen Körper mit neuem Leben und neuer Kraft zu füllen.
Es war also geschafft. Schon in Kürze würde ich den ersten Fuß auf das Festland setzen, den ersten Schritt in mein neues Leben, und in eine noch ungewisse Zukunft machen.
Was sie für mich bereithalten wird, das weiß ich nicht, doch blicke ich ihr mir freudiger Erwartung entgegen...
Mit Holz kannte er sich aus, und diese Ansammlung - welche ihn sicher über die große See befördern sollte, und eher den Anschein erweckte nur durch getrockneten Möwenkot zusammengehalten zu werden - vermittelte nicht gerade einen vertrauenswürdigen und verlässlichen Eindruck.
Ein gestopftes Loch hier, ein Gestopftes dort, feine Risse, durch die immer wieder ein klein wenig Wasser ins Innere drang...ein ewiges Knarzen und Ächzen der Planken, bei nur der kleinsten Bewegung...
Werde ich jemals den Hafen erreichen?
Wenn ich mich hier so umsehe, schwindet meine Hoffnung darauf zusehends. Ich darf mir dieses Schiff einfach nicht genauer ansehen.
Allerdings erweckt die Crew in mir auch nicht das Gefühl der Sicherheit oder des Vertrauens. Halsabschneider, das sind sie. Haben mir jede Münze aus der Tasche gesaugt, damit sie mich auf dieser Überfahrt mitnehmen.
Aber ich hatte kaum eine andere Wahl, wollte ich weg von dieser Insel und meinen Weg in die Freiheit und mein eigenes Leben finden. In den sauren Apfel hatte ich nun also zu beißen, und so ertrug ich es....
...Tag um Tag...
Die Kälte wird langsam unerträglich, ich habe das Gefühl dass selbst meine Knochen langsam unter ihr zu leiden hatten.
Das Aufstehen am Morgen fällt zunehmend schwerer, die Gelenke sind wie steif gefroren, meine Finger schmerzten bei jeder Bewegung, und selbst meine Kleidung war durchweg feucht.
Um so glücklicher war ich, als ich es von oben aus dem Krähennest rufen hörte: "Land! Land in Sicht!".
Schwerfällig, verließ ich mein notdürftiges - spärlich mir Stroh gepolstertes - Bett, und schleppte mich zur Reling und sah in die Ferne. Eng in meinen Umhang gehüllt, der nahezu das letzte wärmespendende Kleidungsstück war das mir geblieben ist, als ich versuchte die Münzen für die Überfahrt zusammen zu bekommen.
So sehr das Wetter und die Kälte mir auch zusetzte und bereits zugesetzt hatte, entfachte der Anblick des Landstriches am Horizont ein neues Feuer in mir. Aufregung keimte in mir auf, breitete sich von der Magengegend in alle Richtungen aus, und schien meinen fast erfrorenen Körper mit neuem Leben und neuer Kraft zu füllen.
Es war also geschafft. Schon in Kürze würde ich den ersten Fuß auf das Festland setzen, den ersten Schritt in mein neues Leben, und in eine noch ungewisse Zukunft machen.
Was sie für mich bereithalten wird, das weiß ich nicht, doch blicke ich ihr mir freudiger Erwartung entgegen...