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Erste Schritte auf einem langen Weg

Verfasst: Montag 26. Juni 2006, 16:38
von Nethaliel Aduial
In voller Pracht erstrahlte der wunderschöne farbenfrohe Wald Ered Luins an diesem Tage. Die Vögel sangen ihr freudiges Lied und tauchten das Kunstwerk aus sattem Blattgrün gepaart mit dem hellen Gold, der nur gedämpft durchs Blattwerk der Bäume scheinenden Sonnenstrahlen in ein wundervolles harmonisches Lied. Hier auf der Lichtung, unweit von der Ansamlung von erzhaltigem Gestein in dem Gwador Lenwe fleissig zu Tage schreitet, hatte sich Nethaliel auf einen Stein niedergelassen. Die scharfen Augen des Elfen galten jedoch nicht dem Wald, sondern den Bergen, welche Ered Luin umgaben, vielmehr einen gewissen Punkt des Berges in dem maneine Ansammlung von Stöckchen und kleinen Ästen beobachten konnte, welche sich kunstvoll zu einer Adlerbehausung vereinten. Jene Tiere, welche kaum Ruhe fanden, hoch hinaus in die Welt flogen um alles zu erkunden und in diesem Moment beschäftigt damit waren die gefundene Nahrung an den Nachwuchs zu verteilen, welcher mit quängelnden piepsenden Lauten gierig nach eben jener verlangte, standen ihm schon immer am nähsten. Seine Reisen hatten ihn lange fort geführt von der Heimat, so wie die Nahrungssuche die Adler weit fort führte von ihrem Nest unddoch kehren sie immer wieder heim, so wie er. Nur allzugut wusste er warum er sich keinem anderen Tier so verbunden fühlte wie das jener Vögel. Wenn die Zeit kam, zog auch er aus mit dem Wind um seine Nahrung, das Wissen um die Welt und deren Zusammenhänge, deren Völker und deren Zusammenhalt, dass harmonische Lied der Gottmutter zu suchen. Je nachdem wie stark jener Wind war, konnte er ihn über jahrzehnte hinfort tragen oder aber nur über Monate und wenn er jenes gefunden hatte, kehrte er Heim zu seinem Nest und seinen Brüdern und Schwestern und teilte auf Wunsch was er gefunden hatte. Zumeist gab es wie jetzt, viel neues zu erfahren und zu sehen und so blieb er eine genauso unbeständige Zeit lang zuhaus bis ihn die Suche nach neuen Wissen wieder fort trieb. Im Moment jedoch war an ein Fortgehen nicht zu denken. Isdaniel selbst hatte ihn in die ersten tieferen Geheimnisse des Liedes eingeführt. Seine Bestimmung, nach welcher er ebenso viele Jahre lang gesucht hatte, schien gefunden und so durfte er sich Neth Ithron nennen. Nun galt es sich intensiv mit den Weisheiten und Wahrheiten des stärksten Gefüges der Welt selbst auseinander zu setzen. Nun galt es langsam in die Tiefen des Liedes einzutauchen, zu verstehen, zu lernen und vor allem zu bewahren. Viele der ihren lauschten mit Verzückung dem Lied aber nur wenige Edhil fanden den Willen es begreifen und bewahren zu wollen. So erzählte ihm Isdaniel, das die Kraft des Liedes schwindete, auch wenn es hieri n Ered Luin noch nicht so stark spürbar war. Umso wichtiger war es also nicht nur zu lauschen, sondern zu verstehen und zu erhalten.

Konzentriert schloss Nethaliel seine Augen, wandte den Blick ab vom Berg und lauschte nun in den Wald, dem Vogelgezwitscher. Lauschte den sich im Wind wiegenden Gräsern und Blättern, den Säften welche durch die starken Stämme gesunder und kräftiger Bäume flossen, den Tieren welche die Luft und den Boden mit ihrer Anwesenheit kultivierten. Es war ein wundervoller Klang, für wahr und ein Leben ohne jenen? Unvorstellbar. Langsam erhob er sich, die Robe aus fein gewobenen Stoffen raschelte leise und einige der Tiere schauten zu der hochgewachsenen Gestalt, welche sich in elfischer Anmut bedächtig durch den magischen Wald bewegte. Ein schwieriger und harter vor allem aber weiter Weg lag vor ihm, dass wusste jene Gestalt aber er glaubte mit der Hilfe seiner Brüder und Schwestern und ihren Lehren wird er jenen gehen können. Er wird dafür einstehen das Lied zu bewahren, hier und allerorts an dem der Wind diesen elfischen Geist tragen wird ...

Verfasst: Dienstag 27. Juni 2006, 17:30
von Nethaliel Aduial
*Das leise Plätschern eines kleinen Baches, der sich seinen Weg von hohen Gipfeln hinab in das Tal und den Wald suchte und das ihn umgebende kleine Flussbett aus, vom Wasser glatt geschliffenen Kieselsteinen, starr folgte war zusammen mit dem Majestätischen Schreien der stolzen Adler die einzigste Geräuschkulisse, welche bis an die Ohren des Elfen drangen. Hier, umgeben von Moosbewachsenen grau-weissen Gestein der Berge Ered Luins mit der kühlen und frischen Hochlandluft, welche in diesen Höhen deutlich dünner war als im Tal, fand Nethaliel die Ruhe und Entspannung um die Übungen zu beginnen, welche ihm Gwador Isdaniel nahe legte. Der Schlüssel zum Lied war es, das eigene Seelenlied zu lasuchen, denn jenes ist der Schlüssel um hinter die Pforte zu schreiten, welche die Töne vom Zugriff der Welt schützte und die Melodien der einzelnen Dinge Beständigkeit verlieh sodass sie ihre Formen beibehielten. Ein Kühler WInd trug einen erneuten Schrei des über ihn kreisenden Adlers an sein Ohr und entfachte erneut das Gefühl der Freude in ihm. Kurz noch glitten die Tannengrünen Augen über das sich unter ihm ausbreitende Tal mit dem magischen Wald und dem Gebirge der Zwerge in weiter Ferne. Einzelne Wolken zogen über das Tal und tauchten den sich unter ihm ausbreitenden Wald der Elfen in ein wundervolles Spiel aus ziehenden Schatten- und lichtdurchfluteten Sonnenplätzen. Es war ein herlicher wundervoller Anblick, wenngleich er sich nicht deshalb soweit oben in den Bergen Ered Luins befand und so schloss er seine Augen und verlangsamte seine Atmung. Tiefe Züge der dünnen Luft durchfluteten seinen im Schneidersitz ruhenden Körper, während die angespitzten Ohren sich auf die Klänge der Umgebung konzentrierten. Insbesondere lauschte er den Klängen der Adler, seiner Seelentiere. Hörte dieeinzigartige Melodie ihres tiefen seins und lauschte dann in sich selbst, versuchte den Klang seines Seelenliedes zu erfassen, doch je länger er lauschte und die Klänge des Seelenliedes missen liess je öfter konzentrierte er sich wieder voll auf seine Umgebung und die Adler. Es war eine majestätische Melodie, welche von Hohen Bergen und weiten Tälern erzählte, von der Jagd und von der Freiheit welche einem das Fliegen in der Luft bot. Kaum ein Ort der nicht erreichbar für sie war.
So ähnlich wie der Klang des Seelentieres wird auch dein Seelenlied klingen, hatte Isdaniel zu ihm gesagt und so lauschte er noch intensiver, nahm jede einzelne Note in sich auf und brannte sie förmlich in sein Gedächtnis. Anschliessend hörte er wieder in sich selbst. Wo war die Melodei in ihm, welche von der Freiheit der Lüfte und der erfolgreichen Jagd, von Hohen Bergen und weiten Tälern sang? Lange lauschte er in sich und glaubte schon erneut nicht viel mehr zu vernehmen als das Lied seines seins, als er sehr leise eine andere Melodie vernahm. Flüsternd fast, von den ihn Umgebenden Klängen übertönt sodass es wirklich schwer war sichauf dieser zu konzentrieren doch sie war da, dass spürte er. Doch bevor es ihm gelang sich auf jene zu konzentrieren verschwand sie auch schon wieder und liess ihn die Augen öffnen.

Die Sonne stand schon ein ganzes Stück weit tiefer und das satte Gold verwandelte sich langsam in ein warmes orange. Etwas verwundert darüber wieviel Zeit verstrichen sein musste flogendie Blicke des Elfen über das Tal und die immer länger werdenden Schatten der Berge welche sich über selbiges ausbreiteten. Für ihn waren es nur wenige Augenblicke gewesen und doch schienen mehrere Stunden vergangen zu sein. Die majestätischen Rufe der Adler waren verklungen und liessen ihn zurück mit dem gedmäpft an seine Ohren klingenden gezwitscher vieler Waldvögel und der Stille jenes Ortes. Sein Atem normalisierte sich ein wenig und er genoss noch die letzte Wärme und Stille jenes Ortes. Tauchte seine rechte in den Knapp an ihn vorbeifliessenden eiskalten Bach und benetzte die makellose Haut seines Gesichtes mit dem erfrischenden Nass. Behutsam strich er sein Haar zurück und erhob sich mit einem feinen rascheln seiner leichten Robe. Den neben ihn ruhenden Stab aufhebend machte er sich an den Abstieg, wollte er sich heute doch mit den Edain treffen und erneut dem furchterregenden schwarzen Tor gegenüber treten...*