zu den Hüter des Nordlichts...
Verfasst: Samstag 6. Juli 2019, 12:37
*...macht sich ein Bote auf durch Wälder und Auen, folgt den ausgefahrenen und ausgetretenen Wegen bis er am Gildenhaus angelangt ist. Dort möchte er persönlich ein Schreiben abgeben, das gerollt mit einer Bandage mit Schleife versehen ist, ein Bienenwachssiegel drauf und ein Daumenabdruck. Darinnen steht zu lesen, für die, die es aufrollen möchten:*
- Mutters Segen an Euch, ihr Hüter, aus Ärenaue,
hiermit möchte ich mich mit einem besonderen Anliegen und einer Bitte an Euch wenden.
Wie ihr sicher vernommen habt, gab es ein Unglück im Hause Lenjar. Ihr selbst geht es den Umständen nach besser, doch sind Gebete für ihre Gesundung auf jeden Falle hilfreich und willkommen.
Sie wird sicher in naher Zukunft zurückkehren wollen und dabei hatte ich den Gedanken, dass ihr Heim wieder hergerichtet werden sollte. So ich dies in den Momenten des Verbindens überblicken konnte, sind Teppich und Boden mit Blut besudelt und ich nicht sicher, ob dies gereinigt werden kann. Es wäre wundervoll, wenn dies in Angriff genommen werden könnte, vielleicht muss der Teppich ausgetauscht werden oder der Boden abgeschmirgelt von dem eingezogenen Lebenssaft, ein Wischen und Lüften und beräuchern mit entsprechenden Räucherwerken angebracht. Auch denke ich, dass der Keller entsprechend gereinigt werden sollte, nicht dass Schwärme von Fliegen sich an am dem noch ergötzen.
Ihr wohnt in Nachbarschaft und ich gehe in diesem Schreiben davon aus, dass ihr einander gut kennt und vertragen habt. Und sehr gern bin ich bereit bei diesem Unterfangen zu helfen, weiß ich doch meinen Besen zu schwingen und mit dem Feudel umzugehen! Vielleicht habt ihr Schreiner und Schneider unter Euch und - wie ich an anderer Stelle bereits von hohen Damen und Herren mit Rat holte dazu - wird auch sicher das Jagdkontor dabei mithelfen wollen, um das Heim wieder herzurichten.
Bedenket aber, dass über allem steht, Rücksprache mit dem Lichtenthaler Regiment zu halten, wann diese ihre Nachforschungen abgeschlossen haben, damit freier Zugang gewährt werden kann.
Es wäre, so denke ich, ein schöner Gedanke, wenn Frau Lenjar ein Heim vorfindet und nicht an die Schrecken erinnert werden muss, die sich womöglich zugetragen haben.
Noch eines sei mir gestattet zu Fragen:
Habt ihr Kunde oder könnt ihr in Erfahrung bringen, ob die Kinder der Familie bei deren Amme und Kindermädchen weihen und somit in Sicherheit, dieses dann ebenfalls dem Regiment zu Händen der Wachtmeisterin Salberg an Wissen zukommen lassen?
In der Hoffnung, dass sich alles zum Guten wendet und ich auf Eure Erfahrung und guten Herzen bauen kann, verbleibe ich mit den besten Grüßen und Wünschen,