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Ein versiegelters Schreiben für Clerica Falon

Verfasst: Samstag 15. Juni 2019, 10:04
von Khain Dornfeld
Bricht die Clerica den siegellosen Wachsverschluss und öffnet den Umschlag, springen ihr die folgenden Lettern ins Auge


Khain Dornfeld hat geschrieben:
Untertänigst entsende ich euch den Segen des Einen Clerica,


wie von euch aufgetragen, habe ich mir in den letzten Tagen Gedanken über das siebte und achte Gebot gemacht und sie in einer schriftlichen Erörterung festgehalten.

Sieben


Je näher ich mich mit diesem Gebot befasse, desto eher bin ich der Überzeugung dass es keine Mauer auf dieser Welt gibt, die die Armee des Einen nicht zu Klump schlagen würde. Der Wall der hier gemeint ist befindet sich in den Schädeln der Ketzer und er wird immer höher und breiter, je mehr sie sich von den Worten ihrer Pfaffen einsalben lassen. Ich stelle es mir vor wie eine Leinwand. Die Leinwand ist der Geist eines jeden und die Farbe, die Schicht um Schicht aufgetragen wird das verblendete Wort. Je mehr Wörter sie ihren Schafen an den Kopf knallen, desto dicker ist die Schicht aus Farbe, die die Leinwand hinter sich verbirgt. Wir müssen diese armen Hunde von ihrer Last befreien und das können wir nur schaffen indem wir mit jedem wortgewaltigen Satz dagegen ankämpfen. Jede Silbe muss sich hindurch ätzen, durch den Mantel aus falscher Überzeugung. Befreien wir ihren Geist und führen ihn mit wahrer Kunde des Einen ins rechte Reich, fort von der Verblendung in der sie sich befinden. Das gesprochene Wort gilt es zu üben. Wir müssen unseren Kokon verlassen in dem wir uns all zu gerne verstecken und die Diskussion suchen, den Kontakt zu unseren Mitbürgern im Reich müssen wir stärker fokussieren, denn nur so lässt sich an der eigenen Rhetorik feilen.

Acht

… zur Ankunft deines Reiches gerichtet ...


Sollten wir dann nicht alle sofort zu den Waffen greifen und einen Sturm übers Land lassen, der alle Ketzer davon fegt? Der Feind ist stark, nicht nur seine eigens erschaffene Barriere die ihn vor unseren Worten abschirmt. Seine Waffen sind unsere, seine Rüstungen sind unsere. Was ist es aber dass uns stärker macht? Disziplin? Überzeugung? Der Glaube? Es ist alles in einem. Mit der richtigen Disziplin werden wir zu den gefürchtetsten Recken unter den Augen des Einen aufsteigen, die dieses Land je gesehen hat. Die richtige Überzeugung treibt uns an, an unsere Grenzen zu gehen und darüber hinaus. In der Garde werden die tapferen Schwert und Axtkämpfer, die Bogen und Armbrustschützen ein Liedchen davon trällern können. Sie sind die Faust, die mit einem Hieb eine Bresche ins Land reißt. Doch wir alle müssen unseren Körper und unser Geschick im Auge behalten, Der Feind schläft nicht und genauso wie wir wird er sich im Kampfe üben, denn für ihn sind wir die Gefahr und umgekehrt. Wir müssen im ständigen Kampf bleiben um bereit zu sein, bereit für den Krieg der unausweichlich vor uns liegt. Jeder Tag bringt ihn uns näher, nutzen wir also alle Tage und auch Nächte um gewappnet zu bleiben. Wann der Tag uns erreicht, wird allein der Eine wissen.

Möge ihm gefallen was er sieht Clerica

Khain

Verfasst: Sonntag 16. Juni 2019, 14:07
von Elea Falon
Ein Bote wird ausgesandt mit der Nachricht, dass die Clerica den Brief erhalten habe mit der Ausarbeitung und sich bald bei Herrn Dornfeld melden werde für ein Gespräch darüber.

Verfasst: Sonntag 23. Juni 2019, 16:44
von Elea Falon
Ein Tempelbote wird ausgesandt, um Herrn Dornfeld zu finden und ihm ein Schreiben zu überreichen. Versiegelt mit dem offiziellen Zeichen des Tempels, erblickt man im inneren des Briefes ein ordentlich akribisches Schriftbild:
Des All-Einen Segen mit euch,
Herr Dornfeld,

nach eingehender Studie eurer Worte und Prüfung meiner derzeitigen Möglichkeiten, ein Gespräch anbieten zu können, lade ich euch für den 30ten Schwalbenkunft in die heiligen Hallen des Herrn in Rahal ein. Wahlweise wäre eine Stunde ab dem vierten Glockenschlag nach Mittag mir möglich, um einander zu sprechen und auszutauschen über eure bisherigen Aufgaben und eure Eindrücke. Ebenso wird dabei euer Wunsch weiterhin geprüft, inwiefern ihr euch eurem Weg stellen wollt, den ihr derzeit anstrebt.

Möge er euch stets leiten,
Elea Falon
Clerica Alataris


[img]http://i.imgur.com/lW4KcDh.png[/img]

Verfasst: Montag 24. Juni 2019, 05:19
von Khain Dornfeld
Als der Tempelbote an Khains Türe klopft und ihm das Schreiben der Clerica überreicht, wird ihm die Tür auch schon wieder vor der Nase zugeschlagen. Als Khain sich den Inhalt des Schreibens dann aber zu Gemüte führt, eilt er ans Fenster und ruft ihn mit einem lauten "Eh!" wieder zurück und deutet ihm an, einen Moment zu warten. Eine Antwort mit dem folgenden Inhalt wird aufgesetzt:

Seinen Segen Clerica,

selbstverständlich werde ich euer Angebot annehmen und den genannten Termin wahrnehmen. Möge ihm gefallen was er sieht Clerica.

Untertänigst...

Khain