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Der Kalif sowie der Tempel erhalten einen Bericht

Verfasst: Sonntag 2. Juni 2019, 22:25
von Ahmad Fadlan Azeezah
*Man wird in der frühen Nacht ein laut schnaubendes wie auch schwitzendes Pferd mit Reiter durch das Haupttor Menek'Urs galoppieren sehen, bevor der Reiter aus dem Sattel springt, dem Pferd bedeutet an der Kaserne zu warten, und selbst dann darin verschwindet für eine Weile. Bekannte mögen besagten Reiter als Ahmad identifizieren können, der folglich einen Bericht in dreifacher Ausführung verfasst, um ihn dann einmal auf dem Schreibtisch des Sajneen abzulegen, einen am Palast gegenüber abzugeben und den letzten per Botengang hoch zum Tempel zu senden. Danach mag er sich wohl um sein sehr erschöpft wirkendes Reittier kümmern.*



Bericht - Vorfall vor Bajard am 02.06.262
Salam Aleikum Sajneen,

etwa zur 19. Tagesstunde sichtete ich eine große Lache von Fischgreten, Holz und Gestein vor der Academia Arcana sowie später, nördlich der Kutschstaion Bajards ein alatarisches Konstrukt unbestimmter Bedeutung.*
Ich war zu diesem Zeitpunkt als Händler ungerüstet und mit Packtieren unterwegs. Daher zog ich mich zunächst zurück nach Menek'Ur, um dann von dort aus gerüstet einen Erkundungsritt zu starten. Noch auf dem Weg dorthin war ein Beben spürbar. Nördlich Bajards war es nach Erfahrungsberichten am stärksten. Das war bereits etwa zur 20. Tagesstunde.
Wieder am alatarischen Konstrukt angelangt, stieß ich auf eine bunte Ansammlung grünländischer Frauen, die alle planlos wie auch neugierig drum herum standen und über das Objekt philosophierten. Unter ihnen machte ich schnell verdächtige Personen aus, die sich im Laufe des Abends als Feinde des Reichs herausstellten. Zu ihnen gehören: Rabea, Auriane, Shianna und Taran Rabenschnabel
Das Lichtenthaler Regiment stieß hinzu, ebenso etwas später noch die Kirche Temoras und unser ehrenwerter Kalif, welchen ich bewusst nicht als jenen ansprach und mich wider unserer Etikette vertraut mit ihm verhielt. Er verließ den Ort des Geschehens über arkane Wege noch vor mir, nachdem er sich einen Überblick verschaffen hatte.
Festzuhalten ist nach derzeitigem Stand: Es handlt sich hierbei scheinbar um nichts Arkanes, auf die klerikale Untersuchung durch die Kirche der Tochter reagierte das Konstrukt allerdings. Genaueres konnte ich mit dem Rücken zur Untersuchung nicht beobachten. Ich hörte es jedoch munkeln, dass es sich um etwas Mächtiges zu handeln scheint, da eine Reinigung so spontan wohl nicht möglich war. Ein Reh wurde bei eher zufälliger Berührung des Objekts von etwas Unsichtbaren unter lautem Rauschen und Keifen gerissen. Seine Wunden sahen wie zahlreiche Krallenhiebe aus.
Nach und nach wurden wir von einzelnen Feinden umstellt, die immer mehr wurden mit der Zeit. Unter ihnen waren viele bekannte Gesichter aus den jüngsten Schlachten. Zumindest, wenn man ihren Worten glaubt, wussten sie zu dem Zeitpunkt selbst noch nicht, was vor Ort los war. Es ist also anzunehmen, dass es kein Streich einer ihrer Institutionen ist, sondern womöglich etwas Höheres. Ich empfehle, dies im Auge zu behalten.
Als wir endgültig von drei Seiten umzingelt, aber eindeutig überlegen waren, riefen mehrere niedere Regimentler, wenn überhaupt Unteroffiziere den Rückzug Richtung Schwingenstein aus. Die anwesenden Offiziere waren mit die Letzten, die das Feld verließen. Auf Rückfragen meinerseits wurde in keinster Weise eingegangen. Stattdessen waren irgendwann fast alle geflohen und die Oberste des Regiments hatte nichts Besseres zu tun, als sich sarkastisch mit Zydarak und Demian Athes zu unterhalten, auf offener Wiesenfläche. Das war kurz vor Vollendung der 22. Tagesstunde. Zu diesem Zeitpunkt zog ich mich resigniert zurück, die feindlichen Verfolger durch Bajards Umland umrundend, um hier Bericht zu erstatten. Mir erschließt sich bis jetzt nicht der Sinn dieses unkoordinierten und scheinbar unnötigen Rückzugs gen einer schutzlosen Siedlung, die ohne Wehranlagen da steht und zudem noch das höchste Heiligtum der Staatsreligion der östlichen Grünländer darstellt. Eluive möge ihnen gnädig sein.

Ma'Salema!
gez. Jijkban Ahmad F. Azeezah


Skizzen zu den oben genannten Punkten:


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