Ungebetener Gast
Verfasst: Montag 11. März 2019, 18:09
Lautlos waren die Schritte der schwarzen Raubkatze. Anmutig schlich sie auf eine riesige Pforte zu und ein kleines Knurren, dass Gislaug in der Entfernung kaum vernehmen konnte, brachte die Tür in Bewegung. Während sich die Flügel des mächtigen Tores langsam öffneten, wandte der Panther seinen Blick auf seinen Gast. Rot glühende Augen, in denen Flammen zu tanzen schienen, durchbohrten die Gestalt der Thyrin. Ihr Puls stieg und der Griff um ihre Sax wurde so fest, dass die Fingerknöchel ihre Farbe verloren. Sie wusste was kam und das machte ihr Angst. Nichts sollte ihr Angst machen. Umso wütender machte sie dieser Fakt. Wie immer würde sie sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben, auch wenn dass das Ende nicht beeinflussen würde. Die Türangeln krachten und aus dem Tor trat ein monströses Dämonenwesen, dass ohne Umschweife Tempo aufnahm und auf die Kriegerin zuhielt. Mithilfe seiner Schwingen brachte sich der Balron in die Höhe und ließ seine Faust auf sie niederhämmern. Der Wolfsinstinkt in ihr übernahm und ohne nachzudenken tauchte sie seitlich ab und ließ ihre kurze Klinge am Bein des Wesens entlangstreifen. Effektlos dieser kleine Streich, genauso wie ihre Bemühungen. Den zweiten Schlag erahnte sie hinter sich, doch noch ehe ihre Augen diese Ahnung bestätigen konnten, traf der Hieb sie am Kopf und die Welt um sie herum wurde schwarz.
Diesen Traum durchlebte sie unzählige Male. Vor ihrer Ankunft in Wulfgard und auch in den ersten Nächten unter den Clannern der Sturmheuler. Erst als sich das Schwert der Bunjam dazu überwinden konnte, ihre Pein mit der Ahnenruferin zu teilen, kam etwas Licht ins Dunkel. Die Schamanin konnte erspüren, was mit ihr nicht stimmte. Die Geister zeigten ihr die Hinweise, die diesen elenden Albtraum endlich zu erklären vermochten.
Als sie vor einigen Wochen den Keiler mit ihrem Jagdspieß niederstreckte, dabei allerdings von einem seiner Hauer verletzt wurde, konnte sie nicht ahnen, welchen Einfluss das auf ihr Leben haben sollte. Der Keiler war überdurchschnittlich groß und hatte seltsam gefleckte Borsten, schien darüber hinaus allerdings nicht ungewöhnlich für ein Tier seiner Art zu sein.
Doch offenbar war da mehr. Das Tier hatte eine blutige Vergangenheit und ihm wohnte eine dunkle Präsenz inne, die er mit dem seinem letzten Atemzug an Gislaug übertrug. Als Ketiley den Lebensfluss in ihr zu steuern begann und die Geister um Mithilfe bat, dieses Wesen aus ihr zu bannen, konnte sie ihre alte Wunde deutlich spüren. Das Blut hinter ihrer frischen Narbe schien sich zu erhitzen und der Druck auf ihr machte deutlich, dass da etwas herausgepresst werden sollte. Doch der Keiler ist zu stark, wehrt sich heftig und hält jene in Ketten, dessen Leben er nahm. Die Schamanin sagte, er habe das Leben etlicher Thyren genommen und ihre Geister hält er gefangen - verwehrt ihnen den Aufstieg nach Anundraf. Gislaug würde einen Weg finden müssen, ihn selbst zu bezwingen. Ihn zu überlisten oder irgendwie nach draußen zu bekommen, auf dass die Schamanen das Wesen gemeinsam nach Helheim schicken können. Doch für ein einfaches Schwert, dass nicht sonderlich viel von den Geistern oder derartigen Wesen verstand, erschien die Aufgabe schier unlösbar. Sie hatte Zweifel und Angst. Angst vor der nächsten Nacht und der Gefahr, wieder keinen Schritt weiter zu kommen. Nun war klar, dass es nicht mehr nur um sie selbst ging.
Diesen Traum durchlebte sie unzählige Male. Vor ihrer Ankunft in Wulfgard und auch in den ersten Nächten unter den Clannern der Sturmheuler. Erst als sich das Schwert der Bunjam dazu überwinden konnte, ihre Pein mit der Ahnenruferin zu teilen, kam etwas Licht ins Dunkel. Die Schamanin konnte erspüren, was mit ihr nicht stimmte. Die Geister zeigten ihr die Hinweise, die diesen elenden Albtraum endlich zu erklären vermochten.
Als sie vor einigen Wochen den Keiler mit ihrem Jagdspieß niederstreckte, dabei allerdings von einem seiner Hauer verletzt wurde, konnte sie nicht ahnen, welchen Einfluss das auf ihr Leben haben sollte. Der Keiler war überdurchschnittlich groß und hatte seltsam gefleckte Borsten, schien darüber hinaus allerdings nicht ungewöhnlich für ein Tier seiner Art zu sein.
Doch offenbar war da mehr. Das Tier hatte eine blutige Vergangenheit und ihm wohnte eine dunkle Präsenz inne, die er mit dem seinem letzten Atemzug an Gislaug übertrug. Als Ketiley den Lebensfluss in ihr zu steuern begann und die Geister um Mithilfe bat, dieses Wesen aus ihr zu bannen, konnte sie ihre alte Wunde deutlich spüren. Das Blut hinter ihrer frischen Narbe schien sich zu erhitzen und der Druck auf ihr machte deutlich, dass da etwas herausgepresst werden sollte. Doch der Keiler ist zu stark, wehrt sich heftig und hält jene in Ketten, dessen Leben er nahm. Die Schamanin sagte, er habe das Leben etlicher Thyren genommen und ihre Geister hält er gefangen - verwehrt ihnen den Aufstieg nach Anundraf. Gislaug würde einen Weg finden müssen, ihn selbst zu bezwingen. Ihn zu überlisten oder irgendwie nach draußen zu bekommen, auf dass die Schamanen das Wesen gemeinsam nach Helheim schicken können. Doch für ein einfaches Schwert, dass nicht sonderlich viel von den Geistern oder derartigen Wesen verstand, erschien die Aufgabe schier unlösbar. Sie hatte Zweifel und Angst. Angst vor der nächsten Nacht und der Gefahr, wieder keinen Schritt weiter zu kommen. Nun war klar, dass es nicht mehr nur um sie selbst ging.