Ein Schreiben an den Hof der Vogtin Nyome von Thronwall
Verfasst: Sonntag 13. Januar 2019, 17:18
Johan nickte Laurel nochmal dankend zu. Die Adoraner Bibliothek erlaubte ihm großzügigerweise eine Schreibnische zu nutzen, um kleinere Briefe aufzusetzen. Er hatte nur drei Briefe zu schreiben: Einer ging in die Heimat, einer an einen alten Freund und der letzte war eine Amtssache. Um jenen geht es hier.
Er zog also aus seinem Packen das aufgerollte Schreibzeug hervor, löste die Schlaufe und breitete es an der fernen Kante des Pultes aus. Johan rieb seine Hände aneinander, hielt sie sogar hoch über die brennende Kerze um etwas Blut und Wärme in die Finger zu bekommen. Letztlich knetete er die geplagten Glieder, die sich selten um Feinarbeit wie diese kümmerten. Dann griff er das Tintengläschen. Aufgeschraubt fand er die kohlehaltige Tinte deutlich angetrocknet vor und spuckte beherzt hinein. Das Resultat wurde dann mit dem Federkiel durchmischt, ehe er einige Probestriche auf seinem Handrücken übte. Mit einem unzufriedenen Knurren hielt er das Gläschen dann über die einzelne, leckende Kerzenflamme, bis der Boden verrußt war und seine Fingerspitzen schmerzten. Das sollte reichen! Wieder probte er die Konsistenz der Tinte und unter der hohen Stirn des Mannes zeigte sich Zufriedenheit. Er benetzte die Lippen, strich mit der Linken den Bogen seines besten Papiers glatt um mit der Rechten anzusetzen.
Adoran, sei es der 13. Hartung261 262 des Königlichen Kalenders.
Zum Hofe der Vogtin Nyome von Thronwall.
Eure Hochgeboren,
mein Name sei Johan Berger, Gemeiner im Volke Alumenas und treuer Anhänger der Streitenden. Es ist mein fester Entschluss dem König in seiner gerechten Sache zu dienen, mit dem Speer in der Hand und Schulter an Schulter mit Gleichgesinnten. Das Regiment zu Adoran suche ich zu verstärken, wozu ich selbstverständlich den Mittelpunkt meines Lebens und Waltens in Eure Stadt legen will.
Die Regimentsordnung verlangt im rechten Sinne einen Bürgerschaftsbrief, so wurde es mir angetragen und so will ich Euch vorstellig werden um diesen zu ersuchen. Es erscheint mir eine glückliche Fügung, dass Ihr mir auf dem Marktplatz Adorans zugetragen habt, dass am Tag des Dienstes am 8. Glockenschlag das Drängen eurer Bittsteller am geringsten ist. Darum ersuche ich Euch um einen Termin zu jener Stunde in dieser Angelegenheit.
Hochachtungsvoll,
im Sinne den König und die Göttin,
Johan Berger.
Besah das Blatt nochmals, ehe er mit einem Seuftzen einige Schmierereien bemerkte und das Blatt zerknüllte. Er setzte das Schreiben mit identischen Inhalt nochmals auf und bemerkte diesmal die falsche Jahreszahl. Eine kleine Ausradierung folgte, mit der Rasierklinge behutsam gekratzt. Das so beschriebene, zweitbeste Blatt seiner Sammlung gab er dann in einen Umschlag, legte ein einzelnes Haar einer blonden Jungfrau für etwas Glück dazu und verschloss ihn mit dünnem Leim. Er adressierte das Schreiben sorgfältig und gab ihn dann einem Botenjungen zur Adoraner Stadtbank, gemeinsam mit zwei Hellern.
[OOC] Bitte um einen Termin am Dienstag, 15.01.2019, 20.00 oder später. Danke! [OOC-Ende]
Er zog also aus seinem Packen das aufgerollte Schreibzeug hervor, löste die Schlaufe und breitete es an der fernen Kante des Pultes aus. Johan rieb seine Hände aneinander, hielt sie sogar hoch über die brennende Kerze um etwas Blut und Wärme in die Finger zu bekommen. Letztlich knetete er die geplagten Glieder, die sich selten um Feinarbeit wie diese kümmerten. Dann griff er das Tintengläschen. Aufgeschraubt fand er die kohlehaltige Tinte deutlich angetrocknet vor und spuckte beherzt hinein. Das Resultat wurde dann mit dem Federkiel durchmischt, ehe er einige Probestriche auf seinem Handrücken übte. Mit einem unzufriedenen Knurren hielt er das Gläschen dann über die einzelne, leckende Kerzenflamme, bis der Boden verrußt war und seine Fingerspitzen schmerzten. Das sollte reichen! Wieder probte er die Konsistenz der Tinte und unter der hohen Stirn des Mannes zeigte sich Zufriedenheit. Er benetzte die Lippen, strich mit der Linken den Bogen seines besten Papiers glatt um mit der Rechten anzusetzen.
Adoran, sei es der 13. Hartung
Zum Hofe der Vogtin Nyome von Thronwall.
Eure Hochgeboren,
mein Name sei Johan Berger, Gemeiner im Volke Alumenas und treuer Anhänger der Streitenden. Es ist mein fester Entschluss dem König in seiner gerechten Sache zu dienen, mit dem Speer in der Hand und Schulter an Schulter mit Gleichgesinnten. Das Regiment zu Adoran suche ich zu verstärken, wozu ich selbstverständlich den Mittelpunkt meines Lebens und Waltens in Eure Stadt legen will.
Die Regimentsordnung verlangt im rechten Sinne einen Bürgerschaftsbrief, so wurde es mir angetragen und so will ich Euch vorstellig werden um diesen zu ersuchen. Es erscheint mir eine glückliche Fügung, dass Ihr mir auf dem Marktplatz Adorans zugetragen habt, dass am Tag des Dienstes am 8. Glockenschlag das Drängen eurer Bittsteller am geringsten ist. Darum ersuche ich Euch um einen Termin zu jener Stunde in dieser Angelegenheit.
Hochachtungsvoll,
im Sinne den König und die Göttin,
Johan Berger.
Besah das Blatt nochmals, ehe er mit einem Seuftzen einige Schmierereien bemerkte und das Blatt zerknüllte. Er setzte das Schreiben mit identischen Inhalt nochmals auf und bemerkte diesmal die falsche Jahreszahl. Eine kleine Ausradierung folgte, mit der Rasierklinge behutsam gekratzt. Das so beschriebene, zweitbeste Blatt seiner Sammlung gab er dann in einen Umschlag, legte ein einzelnes Haar einer blonden Jungfrau für etwas Glück dazu und verschloss ihn mit dünnem Leim. Er adressierte das Schreiben sorgfältig und gab ihn dann einem Botenjungen zur Adoraner Stadtbank, gemeinsam mit zwei Hellern.
[OOC] Bitte um einen Termin am Dienstag, 15.01.2019, 20.00 oder später. Danke! [OOC-Ende]