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Gefährtinnen
Verfasst: Montag 12. Juni 2006, 15:28
von Ronya Sotan
Ein Lautes rufen schreckte an jenem Morgen das Lager auf.
" Ich bringe den bestellten Stein "
Rief eine Dröhnende Männerstimme.
Für einen kurzen Moment der Schlaftrunkenheit öffnete Ronya die Augen und horchte.
Hatte sie das nur geträumt ?
" He ist hier jemand ? "
Rief erneut jener laute Bass.
Ronya erhob sich von Ihrer lagerstatt und schlüpfte eilig in ihre, aus Echsenleder und mit Pyrian beschlagene Lederkleidung.
Sich den letzten Stiefel anziehend und dabei auf einem Bein zur Tür hüpfend rief sie :
" Jaja Moment "
Endlich saß der Fuß im Stiefel und sie öffnete die Vorhänge des Zeltes um sofort die augen wieder zuzukneifen ob des grellen Sonnenlichtes.
Einige Male noch blinzelte Sie ehe sich die Augen an jenen hellen Schein gewöhnt hatten.
" Hier bin ich, wer stört ? " Rief Sie in richtung des Mannes.
" Ich bringe den bestellten Stein " meinte er und deutete auf eine Zugbahre hinter seinem Packpferd.
Dort ruhte er , ein feingemeisselter Stein mit diversen Verzierungen und Ornamenten.
" Wer brüllt den hier so herum " Tönte eine andere Stimme und in kurzer Zeit standen alle Bewohner des kleinen Lagers um den Mann herum und bewunderten das Kunstwerk.
" Das macht dann mal 20 Goldkronen " Hob der Mann seine Stimme und hielt die Hand auf.
" Aye die sollt ihr bekommen und noch was mehr obendrauf wenn ihr mit anpackt den Stein an seinen vorläufigen Platz zu stellen.
So packten sie alle mit an und nach wenigen Minuten stand der Stein an seinem Platz.
Der Lieferant wurde entlohnt und zog fröhlich Pfeifend seines Weges.
Wie gebannt standen die Kriegerinnen nun vor dem Stein.
" Dies ist der Grundstein für unsere neue Gemeinschaft "
Meinte Ronya feierlich zu den anderen.
Einen Moment schwiegen sie alle.
Auf diesen Augenblick hatten sie hingearbeitet und jetzt sollte er wirklichkeit sein.
Ronya schaute einzeln in jedes Gesicht und nahm einen kleinen Hammer und einen feinen Meissel und begann in den Stein von oben nach unten jeden einzelnen Namen einzuschlagen.
Anschliessend reichte Sie zur überaschung der anderen, jeder einen reich verzierten Siegelring, die sie schon vor Wochen anfertigen lies.
Dies soll fortan unser Zeichen sein, tragt jenen Ring mit Stolz wie es sich für eine Kriegerinn gehört.
Ein Moment des Schweigens begann erneut und kurz drauf wurde die morgendliche Stille des Waldes um sie herum, durch lauten Jubel unterbrochen.
Verfasst: Montag 12. Juni 2006, 16:11
von Ronya Sotan
Zwar war es nur ein lebloser Stein der nun die Gruppe miteinander verband aber die eingemeisselten Namen drauf gaben ihm fast sowas wie lebendigkeit.
Bald schon, so hofften alle, würden sich weitere Frauen und junge Mädchen in ihre Mitte verirren um die Gemeinschaft zu stärken.
Vor allem Seraya und Ronya hatten keinen zweifel daran das es ein weiteres mal gelingen sollte , was schon einst gelang.
Zwar war das eine andere Insel aber schon damals stiessen auch dort immer wieder Kriegerinnen und Handwerkerinnen Gerimors zu ihnen.
Die Sache brauchte Zeit und noch wussten ja nur wenige im Land von jener neuen Gemeinschaft.
Doch das sollte sich ändern und grade jene neu entdeckte Insel sollte dabei hoffentlich ihren Teil beitragen.
Seit dem tag an dem sie die erste Exkursion dahin unternahmen und einen kleinen Eindruck von dieser Insel gewannen, machte sich die Gruppe auf um Stück für Stück dieses unentdeckten landes zu erkunden.
Sie schlossen sich oft dem Clan Hinrah an und durchstreiften gemeinsamm die Wälder und erkundeten die Küstengebiete um einen Eindruck von der größe der Insel zu bekommen.
Gemeinsamm mit Leuten vom Clan und einigen anderen bekannten und auch Freunden hielten sie Nachts Wache am hafen und sicherten das nahe liegende unbewohnte Dorf,m wieder und wieder vor den Rattenscharen welche, Frische Beute witternd aus allen Richtungen immer wieder versuchten das Dorf zu ihrem Lebensraum zu machen.
Die Gefährtinnen untersuchten gemeinsamm jeden Winkel der Insel.
Der Gedanke der in Ronya seit der Entdeckung keimte, sich hier niederzulassen, nahm mehr und mehr Formen an.
Zwar wussten sie noch nicht wo aber sie wussten, das sie hier bleiben wollten.
Es war schliesslich eines ihrer ziele, weit ab der Städte zu leben und genau sowas gab es hier nicht.
Ein dorf ja aber wenn man es gemeinsamm mit dem Clan Hinrah geschickt anstellte, so sollte es sich doch bewerkstelligen lassen das dies auch eine Ländliche gegend blieb.
Oft trafen sie auf eingeborene im Wald, doch meistens verschwanden jene sofort wieder.
" Lasst uns bei unseren Erkundigungen einen geeigneten Ort finden an dem wir planen uns fest niederzulassen"
Meinte Ronya abends am feuer sitzend zu den anderen.
Die Gefährtinnen nickten zustimmend, denn sie waren es leid das man sie, kaum das erste gerüchte über ihre neue gemeinschaft in den Tavernen sich verbreiteten , ständig aufsuchte und ein jeder meinte seine Macht zu demonstrieren.
Sie wollten nichts zu tun haben mit den Burgenbauern oder irgendwelchen anderen Städtisch anmutenden Gilden und Vereinigungen.
Sie wollten einfahc nur in Ruhe gelassen werden und selber entscheiden wer irgendwann ihr freund wurde und wer eben nicht.
Der Clan Hinrah stand dabei ganz oben auf ihrer Liste derer, denen sie sich eher geneigt sahen jenen als Freund zu betrachten.
Doch dies sollte zeit brauchen.
Ronya wusste genau das Falk es ebenso wie sie schätzte, das man Freunde nicht durch Worte sondern durch Taten gewann.
Die neue gemeinschaft war noch klein und hatte sich keinen Namen im Land gemacht doch irgendwann sollte sich das ändern.
Sie wollten nichts mit dem Krieg und seinen damit einher gehenden Intriegen auf Gerimor zu tun haben.
Alle wussten aber das es nur eine Frage der zeit sein würde, wann eben jene kriegstreiber auch diese neuentdeckte Insel erreichten und ein Jeder von ihnen einen teil dieses Landes für sich beanspruchte.
Alleine waren sie kaum in der Lage das zu verhindern, doch alles schien drauf hinzudeuten das sie dies nicht sein würden.
Sie hatten endlich ihre aufgabe gefunden.
Einen Ort auf dieser Insel zu finden um sich niederzulassen und dann dafür zu sorgen das dieses Land nicht austragungsort der Festlandkriege wurde.
Das einzige was ihnen sorge bereitete waren die eingeborenen der Insel.
Erste gerüchte gab es bereits.
Sie seien Menschenfresser, hieß es.
Einige wagemutige drangen bis dicht an deren Lager heran und sahen große Gruben mit menshclichen Knochen und einen riesen Topf mit menschlichen Gebeinen über einem Feuer.
Gerüchte ?
Ronya und die anderen wollten sich davon selber überzeugen.
Erste Worte von den Abenteurern die die Insel betraten wurden laut, jene eingeborenen auszurotten.
Was dachten die sich eigentlich dabei ?
Auch wenn diese eingeborenen tatsache menschenfresser waren , so war der teil in dem sie lebten doch ihr land.
Die Gefährtinnen sahen darin eine weitere Aufgabe.
Sie würden die eingeborenen beobachten und auch jene die sich dem Lager näherten um es zu zerstören.
Vielleicht , so hoffte Ronya, konnte man in frieden nebeneinander wohnen wenn die eingebrorenen erst sahen das man sie zu schützen versuchte.
Denn sicher war eines, es würde nicht mehr lange dauern bis die ersten Schiffe mit Baumaterial kommen sollten und dann war es mit der natürlichen Wildheit der Insel vorbei - es sei denn jemand nahm die Dinge in die Hand und steuerte sie.
Doch was kommen sollte wusste niemand.
Man konnte mutmassen und drüber nachdenken soviel man wollte.
" Wir suchen uns einen Platz an dem wir unser neues Lager aufbauen "
Meinte Ronya zu den anderen.
" Anschliessend sichern wir das so gut es geht und versuchen dem Clan bei seinen bemühungen hier beizustehen. "
Mit jenen Worten machte sie die kleine Gruppe Kriegerinnen erneut auf die Insel zu erkunden um eine neue Heimat für sich zu finden.
Verfasst: Montag 12. Juni 2006, 18:31
von Xinthra
Auch wenn sie die Insel Anfangs mit etwas Skepsis beäugte, das tat in diesen Tagen wohl jeder, aber dennoch verdiente sie es, erkundet zu werden. In Begleitung ihrer Gefährtinnen war das kein Problem, sie fühlte sich sicher und geborgen, dazugehörig. Endlich hatte sie eine Aufgabe gefunden.
Die Trennung von Erinna hatte sie beinahe schon vergessen, ebenso den Gram den sie für Lyanna verspürt hatte, da diese sich schon seit einigen Tagen nicht mehr hatte blicken lassen. Vermutlich schien ihr Interesse eher an Erinna gelegen zu haben als an der Zugehörigkeit zur Gruppe. Vielleicht aber auch gefiel ihr Ronyas Führungsstil nicht, was auch immer, sie war anscheinend fort und Xinthra war insgeheim froh darüber.
Und nun diese Insel. Weite, saftige Wiesen, grenzend an dichten Wäldern, hohe Berge.. und bewohnt von Menschenfressern. So waren die Berichte derer, die sich das Dorf der Wilden näher angeschaut hatten, während Ronya mit ihren Kriegerinnen am Feuer saß und mit dem Clan beratschlagte, wie die Insel vor Raubbau, allzu schneller Besiedlung und die Bewohner vor der Vernichtung zu schützen seien. Denn auch der Jarl schien großes Interesse an dem neuentdeckten Eiland zu haben. Bei gestrigen Tour, die die Kriegerinnen unternahmen, entdeckten sie nicht nur einige Gute stellen zum siedeln, sondern auch zwei Ruinen, die wohl als Versteck für Banditen dienten. Hier rasteten sie kurz, ehe sie durch eine Schlucht gingen und auf etwas erstaunliches stießen.
Neben einer Höhle, etwas höher gelegen, in den Fels gehauen, stand ein riesiges Bildnis eines Zwergen. Der Bart war unverkennbar, ebenso die Haltung und die kurzen Beine. Doch die Höhle war verschüttet, außerdem fehlte es an Werkzeug und so zogen sie weiter, obwohl sie gerne in die Höhle hinein gesehen hätten. Ein Stück weiter fanden sie wieder etwas Erstaunliches. Ein Haus im Stil der Menekaner, wohl ein Gasthaus, jedoch nicht mehr gut in Schuß. Der feine Putz bröckelte von den Wänden, wenn man diese nur anblickte, außerdem strotzte eine Wand nur so von Rissen. Jedoch im gegensatz zu den anderen Gebäuden auf der Insel war diese Herberge eingerichtet. Sogar Spirituosen und Gläser standen noch auf der Theke, fein säuberlich aufgereiht.
Die Kriegerinnen gingen weiter um den Berg herum, da krachte neben ihnen ein Stein auf den Boden. So einen großen Felsbrocken kann nur ein Zweikopf werfen, und da siehe, es wankte ihnen einer entgegen. Hinterm nächsten Baum noch einer. Und da war noch einer, ein besonders großer. Die Frauen nahmen die Beine in die Hand und rannten, was das Zeug hielt. An besonders großen Zweiköpfen vorbei, wütenden Wildtieren, Ogern, Trollen und was diese Gegend sonst noch so auf Lager hatte. Ein ganzes Stück nachdem sie den letzten Stein neben sich aufdonnern hörten, verschnauften sie und kehrten dann ruhigen Schrittes zum Hafen zurück.
Dort wartete bereits Seraya auf sie, Ronya freute sich und reichte ihr den Ring der Mitgleidschaft und begab sich mit ihr ins Zeltlager, wohl mussten sie noch etwas besorgen oder dergleichen. In der Zwischenzeit sicherten Erinna und Xinthra den Hafen. Zu ihnen gesellte sich eine Kriegerin, Xinthra begann, sich mit ihr zu unterhalten und in ihr keimte der Gedanke, dass dies ein weiteres Mitglied der Gemeinschaft werden könnte. Als Ronya wiederkam, übernahm diese das Gespräch, und es wurde immer klarer, dass diese Person die Bedingungen zu einer Probezeit erfüllte.
Heute zur achten Stunde soll Xinthra diese Frau abholen. Ja, sie würde dort sein und warten.
Verfasst: Mittwoch 14. Juni 2006, 17:15
von Erinna Hinrah
Umziehen?
Erinna verstand nicht wirklich warum eigendlich.
Dort wo sie jetzt waren, war es doch schön
und sie hatte dort auch ausserhalb der Gefährtinnen Freunde.
Auf der Insel musste sie dann wieder ganz von vorne anfangen.
Und auf der Insel konnte sie ihren Sohn nicht mehr besuchen.
Jede Nacht stand sie immer an der Stelle wo sein Gestell stand das verbrannt wurde.
Sie seufzte.
Den Schwur würde sie dennoch halten, sie würde mit umziehen,
immerhin hatte sie Ronya einst geschworen dahin zu gehen, wo auch sie hinging.
Langsam hatte sie schon begonnen einiges zusammen zu packen,
damit sie am Tag des Umzuges nur noch ihr Zelt zusammenfalten musste
und die Stangen auf ein Pferd laden brauchte.
Wärend die anderen vermehrt auf die Insel reisten, nach Plätzen ausschau hielten und einige Flüche entfernte,
war Erinna meistens im Nebelwald, in ihrer Heimat.
Seit es den Stein gab, fühlte Erinna sich auch irgendwie wohler zwischen Ronya, Seraya, Xinthra und Lyanna,
obwohl letztere sich seit Tagen nicht mehr hat blicken lassen.
Leicht hob sie ihre Schultern hoch und blickte auf das Bild das sie gemalt hatte.
Der Wolf verliess das Rudel, so war es immer und so hatte sie es im Clan gelernt.
Wer gehen wollte ging eben, aber sie hatte daraus gelernt,
ausser ihr wird niemand mehr die Wände mit ihr teilen.
Langsam löste sie das Bild von der Palette und rollte es fest zusammen.
Ein Gefühl sagte ihr das Lyanna nicht mehr wieder kommen würde.
Sie war es leid scheinbar nur als Herberge benutzt zu werden auf unbestimmte Zeit
und dann doch von jetzt auf gleich alleine da zu stehen.
Glücklich war sie mit Ronyas Entscheidung nicht
sie hasste geradezu langsam diese neue Insel.
Warum das so war, wusste sie nicht,
sie wusste nur das sie dort nicht zu Hause war
und auch niemals zu Hause sein würde.
Ronya freute sich richtig auf den Umzug und
deswegen sagte Erinna ihr auch nicht was sie
über diese Insel dachte. So gut es eben ging hielt
sie sich noch so fern wie möglich von der Insel.
Lieber durchstreifte sie die Wälder Gerimors und den Nebelwald.
Verfasst: Donnerstag 15. Juni 2006, 13:12
von Ronya Sotan
Nun waren sie also schon zu fünft.
Felicica eine junge schützin war zu ihnen gestoßen und machte sich bisher ganz gut.
Sicher war es für die anderen, besonders Erinna , recht schwer ein neues Gesicht zu akzeptieren aber das war schliesslich der Sinn der Gemeinschaft.
Ohne neue Gefährtinnen standen die geschmiedeten Pläne auf der Waagschale.
Zumindest gab es keinen Streit und das war doch schon mal was.
Ronya hoffte das es bald noch mehr wurden, die zu ihnen stiessen.
Jede Gefährtin mehr bedeutete Stärke.
Stärke war es die in diesem Land als einziges von Gewicht zu sein schien.
Je stärker eine Gruppe, umso mehr Respekt zollte man ihnen.
Als ob das wichtig war.
Sie wollte keinen Respekt von diese Städtischen herumstolzierenden gecken.
Sie wollte Stärke zeigen mit ihren Kriegerinnen.
Respekt das wusste Ronya besser, musste man sich eh verdienen und eines Tages wenn die Gemeinschaft groß genug war, dann würden sie sich das vielleicht auch.
Aber bis dahin galt es die Gemeinschaft zu stärken und die Pläne voranzutreiben.
Verfasst: Samstag 17. Juni 2006, 15:58
von Ronya Sotan
Versonnen blickte Ronya über die Lichtung.
Vier Zelte - ein Anfang aber lange nicht genug.
Tag für tag kämpften die Gefährtinnen gegen Ratten auf der zukünftigen neuen Heimatinsel, die sie sich auserkoren hatten.
Doch irgendetwas fehlte.
Bis zu dem Moment wo Seraya ihr den Rücken vor einer besonders angriffslustigen Ratte freihielt.
In just diesem Moment wurde ihr klar was in dieser neuen gemeinschaft fehlte.
Es war etwas das in der alten Kriegerinnengemeinschaft deren Anführerin sie einst war, ein elemtares Ritual darstellte.
Ein Blutsband.
Sie und Seraya hatten dies einst geschlossen - doch zwischen den anderen bestand es nicht.
So ein Blutsband würde die gemeinschaft festigen und einer jeden Kriegerin das Gefühl für die zusammengehörigkeit verstärken.
Am Abend im Lager bereitete Ronya alles vor.
Sie legte ein Tuch auf dem Boden aus und legte dort einen alten Dolch bereit.
Jener Dolch war es, der schon damals benutzt wurde um das Blutritual zu vollziehen.
Er gehörte zu den Wenigen Habseligkeiten die Ronya einst auf der Flucht retten konnte.
Sie nahm einen aus Knochen bestehenden Kelch und stellte jenen in die Mitte des Tuches.
Vier Kerzen stellte sie an Jede Ecke.
Eine für jede an dem Ritual teilnehmende Kriegerin.
Der Mond ging unter und am Waldrand war Hufgetrappel zu vernehmen.
Erinna sprang vom Pferd und blieb verwundert auf der Lichtung stehen als sie Sah was Ronya da trieb.
Seraya war die nächste die den Wald verliess und ihr Pferd führte.
Sie war wenig verwundert doch meinte sie zu Ronya :
" Denkst du die Zeit ist schon reif dafür ? "
Ronya nickte und erntete ein ebensolches nicken dann von Seraya.
Als letzte Kam Xinthra aus dem Wald geritten und stieg , dabei verwundert auf den kleinen Platz blickend , vom Pferd herab.
" Was wird das ? " Fragte Sie.
Erinna neben Ihr schüttelte den Kopf , denn auch sie wusste nichts anzufanegn mit dem ganzen.
Einzig Seraya wusste bescheid.
" Setzt euch zu mir an jede Ecke an der eine Kerze steht "
Die drei setzten sich und Ronya erklärte nun feierlich um was es ging.
Ich bin der Meinung es ist an der Zeit das wir unser Band festigen.
" Und warum ist Felicia nicht dabei ? " Fragte Erinna erstaunlich leise.
" Sie wird ebenfalls an solch einem Ritual teilnehmen mit uns zusammen sobald sie sich bewiesen hat ."
Die anderen nickten und Ronya erzählte weiter.
Jede von uns nimmt der Reihe nach den Dolch und gibt etwas seines Blutes in den Kelch.
Anschliessend wird jede von uns einen schluck davon trinken.
Somit werden wir zu Blutsschwestern.
Ab diesem Augenblick sind wir nicht nur Gefährtinnen sondern Schwestern.
Der Lebenssaft einer jeden fliesst dann in den Adern der anderen."
Ronya nahm den Dolch und zog die Klinge gekonnt und schnell , quer über die innenseite des handgelenkes.
Anschliessend hielt sie den Kelch darunter , welcher das Blut auffing.
Sie reichte den Dolch und den Kelch an Seraya weiter, welche diese Prozedur wiederholte und reichte jenen an Erinna.
Erst blickte sie etwas skeptisch in die Runde doch dann tat auch sie es den anderen gleich und reichte anschliessend den Dolch an Xinthra weiter.
Auch sie blickte etwas unsicher in die Runde und tat es dann nach kurzen zögern ebenfalls.
Ronya nahm den Kelch entgegen und erhob sich .
Auch die anderen standen nun auf und blickten zu Ihr.
Ronya hob den Kelch mit beiden Händen in die Mitte auf Augenhöhe und hob die Stimme.
" Ab dem heutigen Tage soll nichts mehr zwischen unserem Band stehen.
Das Blut jeder anderen befindet sich in diesem kelch und wird uns auf ewig verbinden.
Einzig Verat wird dieses Band brechen können und macht die Veräterin zu einer geächteten.
Vom heutigen tage an wollen wir jedoch im Bande des Blutes zusammenstehen und uns fortan Schwestern nennen.
Nichts möge zwischen uns stehen, nichts möge dieses Band brechen.
Ein leben einer jeden liegt nun in den händen aller anderen. "
Damit führte sie den Kelch an die lippen und trank von ihm.
Anschliessend wurde jener herumgereicht und nacheinander tranken alle davon.
Es war also vollbracht.
Ronya wusste zwar nicht genau ob sich insbesondere Erinna und Xinthra jener bedeutung genauer bewusst waren, doch hatte sie Hoffnung.
Schliesslich waren diese vier die von anfang an auf diese gemeinschaft hinarbeiteten.
Den Abend verbrachten sie alle im Kreis der Zelte und so manche Geschichte wurde zum besten gegeben und einige Krüge Met geleert.
Verfasst: Sonntag 18. Juni 2006, 04:09
von Xinthra
Es war ein befremdliches Ritual, welches vollzogen wurde. Es sollte wohl die Einigkeit der Frauen besiegeln, ein unsichtbares Band zwischen ihnen erschaffen. Solch ein Ritual war Xinthra nicht bekannt. Als ihr die beiden Utensilien von Erinna gereicht wurden, blickte sie erst auf den Dolch. An jenem befand sich bereits das Blut der anderen, und im Kelch waren auch einige Tropfen der anderen gesammelt und vermischt. Ungewiss, welche Stelle sie an ihrem Körper nehmen sollte, musste sie nicht lange überlegen. Welches Körperteil könnte besser geeignet sein, als ihr Schwertarm. Jener, der das Schwert führte, diese Gemeinschaft zu unterstützen in allen belangen, sie zu verteidigen, jede ihrer Schwestern gleichermaßen zu beschützen. So schnitt sie sich eine kleine Wunde in ihre linke Hand und ließ einige Momente Blut in den Kelch tropfen, ehe sie die Hand wieder schloß, mit einer Bandage in der Faust.
Dolch und Kelch gingen zurück an Ronya, diese steckte den Doch in sein verziertes Heft zurück und sprach einige Worte. Nach diesen Worten nahm jede der vier Frauen etwas von dem Blut in sich auf. Es schmeckte seltsam, süßlich, und doch irgendwo bitter. Doch nicht der Geschmack war wichtig, sondern lediglich die Bedeutung dieses Rituals. Sie waren nun verbunden. Bevor Xinthra den Kelch an ihre Lippen setzte, ließ sie ihren Gedanken noch einmal freien Lauf. "Mein Leben für die Gemeinschaft" meinte sie, bevor sie ihren Schluck tat.
Niemals würde sie diese Gemeinschaft verlassen wollen oder wissentlich verraten, lieber würde sie sterben denn in dem Wissen leben, die anderen einer Gefahr ausgesetzt zu haben. Die vielen Krüge Met, die am Abend danach noch ihre Wege in die Mägen der Frauen fanden, selbst in Xinthras Magen, der sonst kein Alkohol gewöhnt war, vertrug an diesem Abend erstaunlich viel. Durch die Kleidung, die nun alle trugen, konnte man gut die Spuren des Kampftrainings vom Vortag erkennen. Mit Knüppeln und Schwertern aus Holz hatten sie sich traktiert, mit Fäusten waren sie aufeinander losgegangen. Das Training hatte Xinthra viel Freude bereitet und sie wünschte sich bald wieder eine Übungsstunde.
In der Nacht nach dem Ritual besuchte Erinna Xinthra in ihrem Zelt. Jene schlief noch nicht richtig und bemerkte, wie Erinna neben ihr ihre Kleider ablegte und sich an Xinthra kuschelte. Sie tat einfach so, als schliefe sie tief und fest und bemerke all das nicht. Erinna war ganz leise und vorsichtig, und war auch bald eingeschlafen. Doch Xinthra spürte, dass etwas nicht richtig war. Erinna hatte ihr eigenes Zelt. Doch trotz Drago schien sie sich dort einsam zu fühlen. In diesem Moment freute sie sich sehr, Erinna ihren Zeltschlüssel gegeben zu haben. Obwohl sie es nie für möglich gehalten hätte, dass Erinna das Angebot tatsächlich annehmen würde, welches Xinthra ihr mit dem Schlüssel übergeben hatte - nämlich ihr Zelt als Zuflucht zu nutzen, falls sie es für nötig hielte. Vermutlich würde Erinna wieder verschwunden sein, bevor Xinthra erwachte, und wenn nicht, dann würde sie einfach so tun als schlafe sie noch, damit Erinna im Glauben sein konnte, gekommen und gegangen zu sein, ohne dass dies jemand bemerkt hatte.
Verfasst: Sonntag 18. Juni 2006, 10:15
von Alassea
hubsa falscher thread
Verfasst: Sonntag 18. Juni 2006, 10:18
von Erinna Hinrah
Eine ganze Weile lang drehte sie den Dolchknauf in ihrer Hand. Sie spürte die Blicke der anderen aber sie war unsicher und zögerlich. Die Bedeutung des Rituals war ihr zwar vollkommen klar und sie wusste auch was das bedeuten würde aber Gedanken jagten durch ihren kleinen Kopf. Man konnte in ihren Bernsteinfarbenden Augen die ein leichtes schwarzes Muster aufwiesen deutlich Angst erkennen. Eine nach der anderen sah sie Momente lang an, als forsche sie nach Etwas, suche nach irgendwas was sie daran hindern würde das Ritual mitzumachen.
Was ist wenn ich was falsch mache und das genauso genauso nichtig wird, wie die Adoption die Falk damals gemacht hatte? Was ist wenn ich den Erwartungen nicht gerecht werde, werde ich dann auch ausgeschlossen und das Band dann zerbrechen?
Eine lange Weile ruhte ihr Blick auf Ronya, mehrere Male setzte sie an und zögerte dann doch
Kann ich dieses Wagniss eingehen? Werde ich auch nicht wieder enttäuscht? Ich habe Angst, Angst dann doch bei Fehltritten alleine zu stehen und wieder niemanden zu haben.
Man konnte förmlich hören wie ihr Geist arbeitete, immer wieder huschte ihr Blick über die anderen. Wohl zehn Minuten lang zögerte sie ehe sie dann doch den Schritt wagte. Da sie linkshänderin war schnitt sie sich in das rechte handgelenk und liess mit geballter Faust ihr Blut ebenfalls in den Kelch wandern.
Als der Kelch dann wieder zum Trinken bei ihr angelangt war murmelte sie leise, aber doch verständlich
Mein Leben für die Schwestern
Danach trank sie ein wenig von dem Blut und irgendwie schauderte sie. Sie zitterte dabei, als wenn es ihr Angst machen würde das alles hier zu tun. Wie ein Blitz durchzog ein Bild dabei ihren Kopf. Sie sah sich und Falk und Laila und spürte wieder wie Falk sein Blut an ihres drückte. Schnell reichte sie den Kelch zurück und rannte in ihr Zelt und verkroch sich unter ihre Felle. Sie bemerkte kein Klopfen oder Rufen. Erst Nachts suchte sie einfach nur irgendwo Nähe und schlich sich in Xinthras Zelt. Lautlos zog sie ihre Robe aus und kuschelte sich an, langsam schlief sie ein und wachte wieder lange vor Sonnenaufgang auf.
Verfasst: Sonntag 18. Juni 2006, 14:34
von Seraya Khanor
Ein leichtes Lächeln überzog ihre Lippen,als Ronya das Ritual erklärte und innerlich nickte sie.
Ja,das hatte gefehlt,erst dies hier würde sie alle eins werden lassen.
Als die Reihe an ihr war,ergriff sie den Dolch und setzte den Dolch am linken Handgelenk an.
Friedlich wirkte sie,als ihr Blick dem Blut folgte,das über das Handgelenk in den Kelch floß.
Schon einmal hatte sie es hinter sich gebracht und nun murmelte sie leise,aber gut hörbar.
Mein Blut für die Gemeinschaft,jetzt und immer...
Danach reichte sie den Kelch weiter und verband das Handgelenk gekonnt.
Als Ronya dann den Kelch später rumgehen ließ,damit alle aus ihm tranken tat sie es,aber zögerte dennoch kurz - sie konnte den Geruch nicht immer ausstehen,wenn sie nicht gut gegessem hatte.
Rasch trank sie davon und reichte das Blut dann ruhig wirkend weiter.
Sie wußte,daß sie nun alle eins waren und stets eine für die anderen da wären.
Das Blut eines anderen zu trinken verband tiefer als alles andere.
Das hatte sie schon einmal zu spüren bekommen und diesmal war es nicht anders.
Anschliessend,als sie alle noch zusammen saßen,gab auch sie die eine oder andere Anekdote aus alten Zeiten zur Güte und briet nebenher ihre Lieblingsspeise - Äpfel...
Verfasst: Sonntag 25. Juni 2006, 20:59
von Ronya Sotan
Ronya kniete sich nieder und rammte Ihr Schwert in den Boden.
" Hier an dieser Stelle wird unser Feuer brennen. " meinte sie feierlich und blickte dabei in die Augen der anderen Gefährtinnen.
tage und Wochen seit sie das erste mal diese Insel betraten , haben sie dafür gekämpft, das Dorf und diesen Platz von wilden biestern und mannshohen Ratten zu säubern.
Noch immer wussten sie alle nur wenig um die Geheimnisse der Insel.
Niemand wusste was sich in den Höhlen verbarg und keine von ihnen verstand die Sprache der Eingeborenen.
Doch es wurde einfacher dies alles zu erkunden wenn sie endlich hier ihr Lager hatten.
Keine langen Schiffsreisen mehr und direkt mitten auf der Insel ein Lager, würden das weitere Erkunden der Insel einfacher machen.
Die Gefährtinnen wussten das sie auch in Zukunft noch mit wilden Tieren rechnen mussten und sicher auch mit Besuchern aus dem Einegborenemdorf aber genau deswegen wählten sie jene Stelle.
Sie wollten nahe beim Dorf und den Eingeborenen Siedeln.
Das Dorf vor jenen schützen und die Eingeborenen vor dem Dorf.
Eine Aufgabe lag vor ihnen und es sollte keine Einfache werden.
Stunden Später begannen die Gefährtinnen ihre Zelte zusammenzupacken und setzen am frühen Morgen mit den Packpferden und Baumaterial über an die Insel.
" zwei bleiben hier und bewachen die Pferde " Meinte sie nachdem sie angekommen waren.
" Wir anderen kämpfen den Weg zum Lagerplatz frei "
" Sobald ihr den Rauch des feuers seht - Macht euch auf mit den Tieren, wir kommen euch dann entgegen. "
Einige Stunden mag es gedauert haben ,bis der rauch des feuers vom Hafen aus zu sehen war.
Die zwei Gefährtinnen machten sich auf und trafen unterwegs auf die restlichen Kriegerinnen.
Am zukünftigen Lagerplatz angekommen, luden sie die Pferde ab und begannen das Baumaterial abzuladen.
Zwei bauten die Zelte auf und die anderen begannen die feste Blockhütte zu errichten.
Es war getan .
Der Anfang war getan und in den kommenden Wochen würde sich das Lager mit einer Festen Palisade schützen und schon bald zu einer kleinen aber wehrhaften Feste heranwachsen.
Einer Feste zwar aus Holz aber gut genug von hier aus das Dorf und die Eingeborenen voreinander zu beschützen.
Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 13:13
von Ronya Sotan
Zeit verflog.
Oft erschien es als wäre es erst gestenr gewesen das sich die kleine Gruppe zusammenfand um eine Gemeinschaft zu gründen.
Und an anderen tagen war es fast als würden sie schon ewig alle zusammen sein.
Geändert hatte sich vieles und nach aussen mochte mancher denken das Chaos hielt die kleine Gruppe in seinem Bann.
Doch im inneren gab es ein Band das alle zusammenhielt.
Alle hatten ihre Aufgaben und es gab auch hier und da den ersten Streit.
Doch grade letzteres war kein Grund zur Besorgniss.
Ronya nannte sowas " sich zusammenraufen ".
Aus der lockeren Gemeinschaft die einst durch die Wälder Gerimors zog und wie Nomaden gleich , ihre Zelte aufbaute und abbaute und anderorts wieder aufbaute - wurde eine feste kleine Gruppe die endlich Sesshaft wurde.
Das Lager wuchs und mit ihm die Gemeinschaft.
Jung waren die meisten doch nicht immer sollte Jugend ein garant für unerfahrenheit sein.
Still für sich , war es grade Ronya die sich änderte.
Sie konnte von einigen fast schon die Mutter sein - wenn man streng nach dem Alter ging , doch grade das wollte sie nicht.
Erinna war es die das wollte , ja suchte und Ronya konnte ihr dieses gefühl nicht geben.
Auch wenn sie noch so sehr wollte so sah sie sich niemals in einer solchen Rolle.
Und so kam was kommen musste , Erinna verlies die Gemeinschaft und siedelte irgendwo im Wald.
Keine drei Tage später fanden anderen den Weg zur Gruppe und wenn auch ungewollt , vertrieben jene die düsteren gedanken an Erinnas weggang und liessen die Gruppe sich auf die drei neuen konzentrieren.
Viel arbeit stand bevor und man würde sehen wer am ende bei der Gemeinschaft bleiben würde.
Nicht jedem gefiel dieses leben in der Wildniss und lange nicht jeder konnte sich einer Gemeinschaft einfügen und mit ihr verschmelzen.
Ronya wusste zu gut wie schwer sie es am Anfang damals vor vielen jahren hatte.
Sie gab einem jeden eine Chance der es verdiente und die zeit würde zeigen wer am Ende übrig blieb.
Wieder und wieder kam ihre alte Gefährtinn aus lange vergangener Zeit zum Lager.
Alassea die Heilerin.
Damals ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft war sie ,seit sie das Massaker überlebten und mit mühe nach Gerimor fliehen konnten zusammen, ein anderer Mensch geworden.
Sie hatte andere aufgaben und neue Freunde... doch grade ihr verstärktes auftauchen bei der neuen Gruppe , sagte Ronya das sie lieber hier wäre bei den anderen.
Sie kannte dieses leben.
Tag um Tag wuchs das lager , immer ein Stück mehr Palisade wurde gebaut und am Ende sollte es gut geschütztes , wenn auch nur aus Holz bestehendes Bollwerk werden - das Feindezumindest eine weile aufhalten konnte und sie in friedenszeiten zumindest in Ruhe leben lies.
Viel hatte sich auf Lameriast verändert.
Woher der name kam wusste lange schon niemand mehr er war eines Tages in aller Munde und kaum noch einer fragte woher und wieso diese Insel so heisst und ihren Namen hat.
Gilden und gemeinschaften kamen auf die Insel.
Und das wovor Ronya am meisten greul hatte - war unausweichlich nötig geworden.
Diplomatie - ein wort das schon vom klang her nach Aufgeben und Feigheit nur so schrie.
Sie wusste sie kann es aber es wiederstrebte ihr dies anzuwenden.
Zusicherungen hier und Versprechen da.
Klein bei geben um des friedens willen.
Doch sie wusste , es würde die Zeit kommen , da war sie es die Forderungen stellen würde und andere hatten sich diesen zu unterwerfen.
Eine Frage der Zeit.
Bis dahin hiess es überleben ,stark werden , die Gemeinschaft festigen und zu einer Gruppe zu machen in der jedes Glied wusste wo sein Platz war und was seine Aufgabe.
Viel Zeit würde vergehen bis dahin und das bedeutete heute Feige zu sein und klein bei zu geben , damit die Gemeinschaft hinter ihr , erstarken konnte und eines Tages Bereit war.
Verfasst: Mittwoch 9. August 2006, 23:05
von Zera Asira
Als der Morgen graute wachte Zera sofort auf.
Ihre ersten gedanken die sie beschäftigten waren jene an Arbeit.
Sie war es so gewöhnt.....
Viele Aufgaben wären zu erledigen gewesen und sie entschied sich dafür mit ihren wenigen kenntnissen ein wenig Holz hacken zu gehen.
Nachdem sie sich aufgerapelt hatte fiel ihr ein dass Ronya ihr sagte dass sie in dem haupthaus in der Kiste alles finden würde was sie benötige.
Vermutlich auch ein Beil...dachte sie sich.
Dort angekommen fand sie vielerlei sachen darunter Werkzeug und Waffen sowie Rüstungsteile. Alles ganz neu. Sie hätte gern eine Rüstung gehabt doch scheu liess sie alles an seinen Platz bis sie es sich wenigstens Verdient hätte.
Da sie kein Beil fand und auch nirgends eines aufzutreiben war, beschloss sie sich in der Gegend umzusehen ob nicht in der Nähe ein Dorf gäbe wo sie eines erstehen konnte. Nach langem marschieren bagrab sie ihre hoffnung und auch die Bewohner des Dorfes welches Nordwestlich des Lagers war mussten sie enttäuschen.
Nach einem kurzen Blick in ihren Beutel in welchem sich nur wenige Münzen befanden suchte sie den Hafen auf um auf dem Festland eines benötigtes Beil zu besorgen.
Auf dem Weg sammelte sie dafür wenn sie wenigstens keines auftreiben konnte, jede Feder auf die sie fand.
Leider wurde selbst am Festland ihre Hoffnung fündig zu werden zerstört und somit suchte sie weiter Federn. Stundenlang lief sie durch Wald und Hain und auch über Gräser und Felder und jagte jeder noch so unbedeutenden Feder nach. Sie wollte das Vertrauen welches Ronya und die ganze gruppe in ihr hatten nicht brechen und mit leeren Händen zurückkehren.
Nachdem sie in ihren Augen reichlich Federn fand machte sie sich auf den Weg nach Varuna und liess sich bei der dortigen Heilerin gegen ein kleines entgelt beibringen wie sie schwere Wunden provisorisch Versorgen konnte.
Auf dem Rückweg zum Hafen in Bajard wurde ihr unterwegs bewusst dass sie nichts mehr habe um die Reise zur Insel Lameriast zu bezahlen somit würde sie die nächsten Tage hier verbleiben bis sie genügend zusammen hat um den Kapitän zu entlöhnen
Verfasst: Freitag 22. September 2006, 15:11
von Ronya Sotan
Fertig war das Lager noch lange nicht, große Pläne harrten auf ihre Umsetzung.
Denoch war das was man sehen konnte ein gewaltiger Schritt gewesen.
Sie hatten einen dieser Landvermesser kommen lassen und jener steckte das Gebiet ab, welches ab sofort die Heimat dieser Ilustren Gemeinschaft werden sollte.
Wochenlang wurde gehämmert, gesägt und Material aus weit entfernten Gebieten herangeschaft.
Dann endlich waren die Hütten und zelte von einer starken Palisade umgeben.
Zwar nicht so stark wie sie mal werdne sollte aber immerhin stark genug um dem Wetter zu trotzen und neugierige Blicke fernzuhalten.
Die Gemeinschaft wuchs, fast jede zweite Woche kamen neue Kriegerinnen und selbst eine Bäuerin fand den Weg in diese Gegend.
Es hätte nicht besser laufen können doch wo viele unterschiedliche Menschen auf kleinem Raum zusammenleben, da war es nur eine frage der Zeit wann die ersten Meinungsverschiedenheiten auftraten.
Es kam wie es kommen musste.
Die eine zog sich zurück, die andere meckerte hier, die nächste da und so langsamm fing es Ronya an auf die Nerven zu gehen.
Hier und da wurde Kritik laut aber niemand wagte sich damit zu Ihr zu kommen.
Warum nur ?
Hatten sie Angst ?
Ronya beschloss, die Sache zu beschleunigen und rief eine versammlung ein.
Jeder sollte für einen Moment vergessen was er war.
Es galt unverblühmt und ohne verschönernde Worte, die Tatsachen auf den Tisch zu bringen.
Niemand sollte sich beleidigt fühlen und denoch sollten sich alle die meinung sagen.
Ein schweres unterfangen und auch ein riskantes.
Sie kannte die herausragendsten Eigenschaften einiger besonders gut und wusste das die Stimmung auch sehr schnell in Streit umschlagen konnte.
Und genau das passierte . . . . . . .
Verfasst: Sonntag 1. Oktober 2006, 01:02
von Ronya Sotan
Die Wogen waren geglättet.
Was Anfangs nach einem Handfesten Streit aussah, das entpuppte sich rasch zu einer Verkettung von Missverständnissen.
Während die eine stolz ihre Beute vorzeigte, erzeugte genau jene Geste bei anderen sowas wie Verdruss.
Anfangs dachte Ronya es wäre Eifersucht gewesen auf den Erfolg der anderen, doch am Ende war es nur Niedergeschlagenheit derer die sich zurückgesetzt fühlten.
Sie dachten schlicht weniger Wert zu sein, weil sie eben noch nicht die große Beute anbrachten.
Wie in jeder Familie so gab es auch hier eben Streit.
Zwar waren die Gefährtinnen nicht verwandt aber das allgemeine klima im Lager war dann doch eher dem näher wie es einer Familie änlich war.
Der Streit und seine Nachfolgende Klärung wirkten wie eine reinigender Regen.
Er spülte alle diese Missverständnisse weg und schaffte Raum für neue Probleme.
War es tags drauf ein Eisenwartler der das Lager besuchte um drüber zu verhandeln wie sich einer seiner Kumpane bei Tajara angemessen für sein fehlverhalten entschuldigen konnte.
So war es am drauf folgenden Tag eine ganze Meute Eisenwartler, welche großspurig vor dem Tor stand und sich ganz anders verhielt als der eine abgesandte.
Kein Tag verging ohne das irgendwas beunruhigendes von Gerimor die Insel Lameriast und auch das Lager erreichte.
Gerüchte über den Ausnahmezustand in Varuna erreichten das Lager ebenso wie die Nachricht das ehemalige Alatarfanatiker nun die Bürgerwehr Bajards stellte.
Es wirkte hier abseits des Kontinents Gerimor fast schon unwirklich.
Die Fülle an Neuigkeiten wirkten fast als wäre die halbe Welt im Umbruch.
Wo früher die Völker Krieg führten so waren jetzt List und Hinterlist am Werke.
Waren die Grafschaften Varunas und die Reiche Rahals zu schwach einen Krieg zu führen ?
Ehrloses gegenseitiges spionieren und das schüren von Intriegen schienen die neue art Kriegsführung darzustellen da drüben auf Gerimor.
Fast hätte Ronya gelacht vor Freude als der Jarl des Clans Hinrah sie besuchte um sie davon in Kenntniss zu setzen das sie im Krieg lagen mit den Eisenwarts.
Wenigstens hier auf Lameriast war die Welt noch in Ordnung.
Wenigstens hier wurden Konflikte noch auf altmodische Weise mit dem Schwert ausgetragen.
Es beruhigte Ronya ungemein, denn an manchen Tagen fühlte sie sich schon als ein Relikt vergangener Zeiten das nicht den ihr viel zu modernen Weg der Diplomatie beschritt.