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Auf neuen Pfaden wandelnd...

Verfasst: Mittwoch 19. Dezember 2018, 23:09
von Der Erzähler
Er hatte sie gesehen und Potenzial erkannt, doch auf Pfaden, welche sie nicht beschreiten wollte.
Er konnte sehen, dass sie andernorts ein wichtiges Zahnrad im großen Ganzen war, das sich emsig drehte und für Leistung und Fortschritt im Reich einstand, doch am jetzigen Platz surrte das Rädchen langsamer, beständig aber nicht annähernd das, was es im Vergleich schaffen konnte.
Er sah es.
Sie nicht.
Also musste er es ihr zeigen!
Seltsamer Anblick... goldener Sonnenschein, saftige Wiesen und süßer Sommer zeichnen die Konturen eines Schlachtfeldes. Gar nicht so viel Blut, wie man meinen könnte, denn das Meiste saugt die lebendige Erde gierig auf, doch die Körper bleiben. Gliedmaßen, Tote und hier und dort regen sich Verwundete, rufen um Hilfe. Immer und immer wieder.
Der Sonnenschein und der liebliche Hauch des Sommers machen all dies nicht wett und können die bedrückende Stimmung keineswegs schmälern. Es wird eng im Hals und in der Brust, als deutlich wird, dass diese Menschen, die immernoch Leben in sich tragen, wohl zusehen müssen, wie es weiter aus ihnen herausrinnt. Die Rufe werden schwächer und der Schrei im Inneren lauter. So viele sollen vergehen? Jetzt noch? Wo die Schlacht doch tapfer geschlagen wurde?
Dieses Wissen und das Entsetzen schieben sich zu einer dunklen Wolke zusammen, unmittelbar vor den Sommer, dessen Schein zu verblassen droht, bis...
Ein Licht.
Eine Gestalt in den schimmernden Roben einer Heilkundigen gewandt und eine leise klingelnde Tascher voller Phiolen und Bandagen bereit, bahnt sich durch die Hilfesuchenden. Hier und dort hört man es aufatmen, als sie beginnt jene zu versorgen und die Schwärze des Todes verscheucht.
Ein Licht.
Sie kommt näher und widmet sich den Menschen in der Nähe, schenkt Zuversicht und Sicherheit. Ja, sie ist das Ziel, das Licht, sie ist es.
Ein Griff nach ihr und sie dreht sich um, sieht hinab und da siehst es auch du:

Sie trägt dein Gesicht, Rilytia!
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