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Ein Schreiben an den Emir

Verfasst: Samstag 3. November 2018, 22:07
von Ahmad Fadlan Azeezah
*Ein versiegeltes und unmissverständlich an den Emir adressiertes Schreiben wird persönlich vom Absender am Palast abgegeben, um es über eine der Palastwachen an entsprechende Stelle weiter zu leiten. Trotz des doch prekären Inhaltes ist das Schriftbild steril und gut leserlich, so wie man es vom ausgeglichenen und peniblen Azeezah nun mal auch erwarten kann.*


Salam Aleikum mein Emir, ehrenwertester Anaan's Durrah,

zunächst einmal hoffe ich, Eure Erhabenheit erfreut sich bester Gesundheit.
Der Anlass für mein Schreiben ist leider kein erfreulicher. Ich sehe mich nämlich unglücklicherweise dazu gezwungen den Anaan's Bashir, Chalid ibn Zekir, Tränensucher unseres Reiches wegen erneutem Handeln mit offenkundigen Reichsfeinden anzuzeigen.
Wie bereits vor seiner Reise einmal, vor nun ziemlich genau 2 Jahresläufen auf einem Bajader Markt, hatte er heute am 03. Rabenmond 261 einen Marktstand im Fischerdorf der Suktir angemietet, um dort seine Waren zum Tag der Heimkehr zu vertreiben. Für das Haus des Berglöwen war ich direkt am gegenüberliegenden Stand beschäftigt und konnte somit beobachten, dass zu später werdender Stunde immer mehr Templer des Brudermörders, Letharen und andere finstere Gestalten sich offen an die Stände der recht glaubenden Völker stellten und dort einkaufen wollten.
Während das Volk der Thyren und meine Person den Feind auflaufen ließen und ihm unsere Waren verwehrten, verkaufte Chalid bedauerlicherweise trotz meines erinnernden Zurufes, dass es sich hierbei um Reichsfeinde handele weiter seine Waren. Und ich schwöre bei meinem Blute, dass einige der Ornate, geschweige denn ihre provokanten Grußformeln nicht zu übersehen beziehungsweise überhören waren.
Als ich dann etwa zur halben 22. Stunde Chalid anbot mit mir das Dorf wieder zu verlassen, damit er sicher in der goldenen Stadt ankäme, schlug er dieses Angebot des weiteren Gold Verdienens wegen aus und verwies darauf, dass er sich in der Nähe der Thyren an ihrem eigenen Stand sicher genug fühle. Um ihn nicht noch weiter vor den Augen der Suktir bloß zu stellen, nahm ich seine Entscheidung widerwillig hin und verließ das Dorf alleine. Ab da kann ich nicht mehr sagen, was er dann noch getan hat.
Ich verbleibe in demütigster Haltung Euch und Euren Entscheidungen in jenem Fall gegenüber sowie mit den besten Wünschen für Eure Erhabenheit und die Euren.

Ma'Salema!
gez. Ahmad F. Azeezah
Kafa des Hauses des Berglöwen
Jemaat des Reiches der Sonne
Händler und Jäger des Basars edler Künste

Verfasst: Sonntag 4. November 2018, 09:39
von Abbas Wakur Omar
Am Morgen überreicht eine der Palastwachen das versiegelte Schreiben an den Erhabenen, er nimmt es mit einem leichten Nicken des Dankes entgegen, ehe er sich mit diesem Schreiben in seine Gemächer zurückzieht. Dort angekommen wird das Siegel gebrochen und die Augen wandern über die Zeilen. Die Brauen rücken mit jedem Wort enger zusammen, schlussendlich drücken sich die Kiefer aufeinander und er schüttelt das Haupt. Einige Minutenläufe später setzt er eine knappe Nachricht auf, welche Ahmad erreichen wird.

Salam Alaikum Ahmad,

ich würde gern deine Schilderung in einem Gespräch genau erläutert bekommen. Somit erwarte ich dich schnellstmöglich im Palast.
Möge die Mara über dich wachen.

Abbas Wakur Omar
-Emir des Reiches Menek‘Ur

Verfasst: Sonntag 4. November 2018, 12:21
von Ahmad Fadlan Azeezah
*Der Bote wird Ahmad während des Dienstes antreffen, sodass es zu einer mündlichen Versicherung kommt, dass der Jemaat direkt nach seinem Dienst am Haupttor zum Palast kommen könne. Es würde wohl damit auf die 16. Tagesstunde hinaus laufen, so dies dem Emir genehm sei.*