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Krieg... Krieg bleibt immer gleich...
Verfasst: Donnerstag 18. Oktober 2018, 19:24
von Aiden Deveryn
...steht in feinen Lettern auf dem Ledereinband des Tagebuches. Der junge Soldat ist dabei das erste seiner Erlebnisse nieder zu schreiben. Vielleicht würde es ihm helfen seine Aufgaben und Ziele etwas einfacher zu machen. Den egal was man macht auf Gerimor der Krieg schwingt immer im Hintergrund mit und Krieg beleibt immer gleich.
Verfasst: Donnerstag 18. Oktober 2018, 19:59
von Aiden Deveryn
18. Goldblatt 261
Wenn es dich trifft im Leben trifft es dich hart. Ich habe mich verliebt. In eine Frau die ich eigentlich nicht lieben dürfte. Es war wie ein Blitzschlag eines Zaubers, kurz verwirrend und am Ende schmerzt das Herz. In diesen nicht magischen Fall wusste ich am Anfang nicht warum. Sie war so wunderschön für mich. Jedesmal wenn ich sie ansehe schlägt mein Herz schneller. zu viele Worte aus allen Richtungen. Ich muss mich sammeln.
Also ganz von vorne. Ich habe sie in Berchgard getroffen. Ich wollte zur Jagd in den Unheilsberg. Sie war auf den weg nach Hause. Wir waren uns vom sehen bekannt doch an diesen Tag war alles anders. Ein Lächeln reichte und ich war wie verzaubert. Moment mir fällt gerade auf, ist es vielleicht doch Magie? Nein kann nicht sein. Sowas kann kein Magier erschaffen. Dieses Gefühl nach Sehnsucht in der Brust. Jeden Moment der frei bleibt, denke ich an sie. Manchmal fällt es mir schwer wieder klaren Gedanken zu fassen? Ist das normal? Wenn kann ich schon fragen. Ich als junger Rekrut kann nicht zu irgendwen im Regiment sagen:
"Hey du ich hab da so ein komisches Gefühl...!"
Nein das geht nicht, nie und nimmer. Doch ich muss jemanden Fragen. Ich werde schon jemanden finden glaube ich. Und Mist ich bin vom Anfang abgewichen. Vielleicht schreibe ich besser weiter wenn ich mehr einen klaren Gedanken fassen kann.
Doch es fällt auch schwer. Meine liebste ist vergeben. Man darf uns nicht auf der Straße sehen. Keiner darf verdacht schöpfen. Es würde sie entehren, auch mich. Ehre ist mein wichtigstes gut. Etwas das ich nur selber mir erhalten und halten kann. Kein anderes Gebot des diamantenen Kodex ist mir wichtiger. Ich hoffe das ich sie bald wieder sehen darf. Der Sehnsucht eine kurze Pause zu geben und die wenigen Momente zu zweit zu verbringen.
*Aiden beginnt mit Farben unter den Text ein Bild zu zeichnen*

Verfasst: Donnerstag 22. November 2018, 19:49
von Aiden Deveryn
22. Rabenmond 261
Die Finger führten gedankenverloren über die Kanten über die große Kiste vor ihm. Vor einigen Momenten hatte ich erst die beiden Boten dafür entlohnt, sie mir von Bajard nach Kronwalden zu bringen. Der Schlüssel der mir einige Tage vorher mit einen Brief meiner Tante überreicht wurde öffnete das Schloss. Wie ein Stein fiel es zu Boden und nervös öffnete ich die Lieferung... oder sollte ich eher sagen Geheimnis?
Ein Brief liegt oben auf roten Samt der irgendwas verhüllt. Ich breche das dunkelgrüne Siegel auf dem Ein Pferd mit wehender Mähne zu sehen ist. Etwas zittrig öffne ich den Umschlag und beginne die Zeilen zu lesen.
„Mein Sohn,
wenn dich diese Kiste erreicht bist du der letzte unserer Familie. Das Haus Deveryn hatte einst einen guten Ruf. Wir waren Krieger, Schützen sowie Heiler und Magier. Unser Wappen ist ein Pferd mit fliegender Mähne auf grünen Grund. Es zeigt die Ursprünge unser Familie als Reiter und Diener unseres Lehensherren. Oft kümmerten sich unsere Vorfahren als Schmiede und Stalljungen um die Pferde, bis einer dieser Vorfahren im Dienst vor Baron Beneth in die Leibwache berufen wurde.
Das alles wird dir nicht viel sagen den du bist mit mir und deiner Mutter als Bauern aufgewachsen. Alles hat seinen Grund. Im Leben gibt es oft keine Möglichkeit zu überlegen.
„Tue es oder lass es!“
Sagte mein Schwiegervater immer. Du kennst ihn sicher schon. Es ist der alte verbitterte Mann am Dorfrand. Keiner spricht gerne mit ihm und wenn man mich von außen fragt ist er der schlimmste Schwiegervater den man sich vorstellen kann. Doch würde man mich in der Familie fragen ist er einer der intelligentesten Männer die ich kenne.
Aber ganz an den Anfang um die es nicht zu mysteriös zu machen. Ich bin Bürger des alatarischen Reiches weil ich deine Mutter liebe. Ich habe Alumena und alles was ich besessen hatte hinter mir gelassen, um meinen Herzen zu folgen. Dennoch auch in diesen Herz war ich immer den Licht zugeneigt. Ich wurde Informant für die alumenische Armee. Habe Informationen besorgt und weiter geleitet. Dein Großvater, mein Schwiegervater war der Kopf hinter den vorhaben. Er selbst ist auch ein Verräter seiner Ideologie. Nachdem er gezwungen wurde irgendetwas unsäglich schreckliches zu tuen, hat er seine Tatigkeit als Scharfschütze des alatarischen Reiches beendet. Nachdem wir beide Vertrauen aufgebaut hatten begannen wir jeder mit seiner Vergangenheit als Grund unseren eigenen Krieg zu führen. Wir schleusten Flüchtlinge nach Alumena, spionierten in kleinen und großen Stil. Sogar Mord war uns nicht Fremd. Mit meinen Taten war aber auch die Familienehre in Trümmern.
Am Schluss ging etwas schief. Einer der Flüchtlinge brachte die Pest mit ins Dorf. Zu spät merkten wir das es ein Plan des Gegners war uns so zur Strecke zu bringen. Subtil und einfach. Deine Mutter und ich haben uns angesteckt. Dein Großvater bringt uns gerade Gift, um unser Ende nicht zu schwer zu machen.
Mein Sohn dein Weg mag nicht der einfachste werden, doch vergiss niemals, deine Mutter und ich werden im Geiste immer an deiner Seite sein.
Mein letzter Wille ist das du meine alte Plattenrüstung bekommst. Sie ist nicht mehr die beste aber sie wird dir gute Dienste leisten. Das Langschwert ist von deinen Großvater. Er sagte ich soll es dazu legen um zu beweisen das diese Kiste, die du erhalten wirst kein Trick ist dich zurück nach Hause zu locken. Er wird dir den Namen des Schwertes beibringen. Dein Großvater wird dich ausbilden und erziehen. Doch das wird nicht einfach. Viel von dem was er war, ist noch in ihm. Er wird sein Tarnung wahren um dich nicht in Gefahr zu bringen und so wirst du durchaus jetzt erst verstehen das er es gut mit dir meinte.
„Gleichzeitig mit dem Namen auf dem Papier sprach Aiden die Worte... den Namen seiner Großmutter Elaine. Das Schwert heißt Elaine.“
Gehe deinen Weg mein Sohn, wo er dich auch hinführen mag. Ich bete zu Temora das du das findest was du suchst, und sei es nur ein Zuhause und eine warme Mahlzeit.
Vergiss nie wer du bist. Deine Mutter und ich lieben dich.
Der Brief endete hier. Die Unterschrift war verblasst...verwischt, als wäre eine Träne darüber laufen.
Kurz blickte ich wie versteinert noch auf die Zeichen, bevor Tränen meine Augen verließen. Die Unterschrift wurde durch meine eigenen Salztropfen unleserlich. Kraftlos sacke ich vor der Kiste zusammen, denn so viele Fragen hatten ihre Antwort gefunden auf meine Vergangenheit. Doch nach einiger Zeit wurde ein Entschluss in mir immer klarer.
Ich werde das Erbe meines Vater weiter führen. Mit dem Bogen fühlte ich mich noch nie so gut. Es war immer eine Plattenrüstung, ein Schwert und ein guter Schild der in meinen Kopf mehr Sinn ergab.
Mit dem Entschluss an diesen Punkt in seinen Leben etwas entscheidendes zu Verändern griff meine Hand zum Bogen. Ein Blick über die Kerben wichtiger Ziele und er landete im Kamin wie altes Holz.
Es gab einen neuen Krieger in Lichtenthal.
