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Ein verlorenes Reh
Verfasst: Donnerstag 23. August 2018, 22:58
von Leran Tarrant
Kriege waren eine komische Sache, verbittert kämpften die beiden Reiche gegeneinander, stets verloren beide Seiten eine Vielzahl an Kämpfern und viel Landgewinn kam dabei meist nicht rum, so dass man meinen sollte alle wären Verlierer. Doch Schlachten wie sie dieser Tage stattfanden brachten immer eine Eigenheit mit sich: Sie stürzten alles ins Chaos. Zwar behaupteten die Anführer der Reiche sie hätten alles im Griff, doch wirklich alles konnte man nie im Griff haben. Im Tumult konnte so einiges unter gehen, es verhielt sich beinahe wie eine flüchtende Rehfamilie die ihr Junges verliert, wenn die hungrigen Wölfe angreifen. Wo Krieg und Chaos herrschte, gab es meist einiges abzugreifen, ein wahres Paradies, das sich lohnte näher in Augenschein zu nehmen. Der Krieg spülte den Abschaum nach oben, Abschaum zu dem auch er gehörte. Er hatte nie viel für die beiden Reiche übrig, doch würden diese sich nicht ständig bekriegen wäre sein Leben um einiges langweiliger.
Des Nachts machte sich die Bande auf um sich aus sicherer Entfernung einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Er war nicht alleine, die Bande war eine eingeschworene Gemeinschaft loyal und treu nur sich selbst gegenüber. Zumindest so lange sie nützlich waren und die Höhe der Kopfgelder es nicht wert war diesen Bund aufs Spiel zu setzen. Viel lohnenswertes sahen sie leider noch nicht, Kriegsgerät und hohe Palisaden die sie hätten überwinden müssen, nichts was sich zu plündern lohnte. So machten sie es sich in der Nacht, nahe eines Weges in einem geschützten, von Felsen umgebenem Talkessel, gemütlich. Das Feuer prasselte leise vor sich hin, aus einer Ecke war schon das Schnarchen zu vernehmen. Eigentlich war er zur Wache eingeteilt, doch konnte er seine Augen jetzt schon kaum aufhalten, die Flasche Schnaps in seiner Hand verbesserte seinen Zustand dabei nicht wirklich. So fiel auch er in einen komatösen Schlaf.
Es war schon wieder hell, als er unsanft durch eine Faust im Gesicht geweckt wurde. Der Koloss der sich vor ihm aufbaute, verdeckte die Sonne zwar beinahe gänzlich, doch war eindeutig der neue Tag angebrochen. Schmerzverzerrt rieb er sich das Gesicht und beteuerte seine Unschuld an der verpassten Nachtwache. Außerdem lebten ja auch noch alle, so hatte auch der Hühne ein einsehen mit ihm, um ein blaues Auge kam er dennoch nicht herum. Mit einem ordentlichen Schluck Alkohol waren auch diese Schmerzen schnell vergessen. Plötzlich schienen sich eilige Pferdehufschritte in ihre Richtung zu bewegen. Neugierig streckten die vier die Köpfe über die Felsen um zu sehen wer es dort so eilig hatte. Ein einzelnes Pferd preschte den Weg entlang, darauf eine scheinbar noch junge Reiterin gehüllt in eine Robe wie sie Heiler tragen. Ob sie zum Lager gehörte? Ein Reh welches von der Familie verloren wurde? Die vier witterten ihre Chance, gehörte sie zum Lager musste sie bald wieder dorthin zurückkehren und hoffentlich den gleichen Weg nehmen.
Drei von ihnen knobelten aus wer den Verletzten spielen sollte, der Hühne war dabei fein raus, hatte er doch eine Sonderaufgabe bei solchen Unterfangen. Natürlich hatte Leran mal wieder das Glück beim Knobeln zu versagen, nach einem weiterem kräftigen Schluck aus der Schnapsflasche, setzte er sich an den Wegesrand. Zusammengekauert, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen wimmerte er vor sich hin. Etliche Zeit verstrich bis endlich wieder Pferdehufe zu vernehmen waren, die anderen hatten sich inzwischen auch so postiert, dass sie eingreifen konnten. Sie gaben ihm ein Zeichen als sich die Reiterin näherte und signalisierten ihm so, dass es die Richtige sei. Aus dem Wimmern wurde daraufhin ein schmerzhaftes Aufschreien und er krümmte sich regelrecht auf dem Boden. Unter dem Wiehern des Pferdes kam die junge Frau tatsächlich rasch neben ihm zum stehen. Sie schien besorgt und fragte sofort was er habe. Ihr wurde entgegnet, dass er sich bestimmt das Bein gebrochen habe, als er über einen Ast im Wald gestolpert sei. Die Frau hatte Mitleid mit ihm und näherte sich ihm weiter, auf seinen Lippen bildete sich ein hämisches Grinsen, welches rasch mit der Maske überdeckt wurde als er es bemerkte. Dann jammerte er weiter klagend vor sich hin. Die Frau wollte sich gerade zu ihm runter beugen als sich hinter ihr etwas unter stampfen und scheppern näherte. Als sie sich hektisch umdrehte und versuchte, ausweichend zur Seite zu springen, war es schon zu spät.
Der Axtgriff des Hühnen traf sie schonungslos seitlich am Kopf, woraufhin sie wie ein Sack zu Boden ging. Leran seufzte einmal tief und sah zu dem Koloss auf, mit dem Hinweis das er endlich lernen sollte leise zu laufen. Aber vielleicht war es auch besser, sie würden das nächste Mal einen anderen für diese Aufgabe auswählen. Immerhin war er nützlich um den reglosen Körper zu schleppen. Nachdem der Feldscher der Bande überprüft hatte das sie noch am Leben war, bei einem Schlag solch eines Kriegers konnte man ja nie wissen, stülpten sie ihr, mangels alternativen, eine Reuse über den Kopf. Bis schließlich jemand auf die Idee kam ihr noch ein Kleidungsstück um den Kopf zu wickeln und etwas in den Mund zu stecken, damit sie nicht schreien kann, sollte sie wach werden. Dazu wurden mit einigen Fetzen noch Arme und Beine gefesselt.
Sie hatten das Reh gefangen und hofften, dass es wichtig genug war um ein ordentliches Lösegeld für sie zu kassieren. Nun mussten die vier sie nur noch unauffällig in ihr Versteck schaffen. Dafür nahmen sie Wege durch den dichten Wald, bis sie schließlich am kleinen Verschlag mitten im Wald ankamen. Es war nicht mehr als zusammengenagelte Bretter mit einem provisorischem Dach darauf, doch es erfüllte seinen Zweck. Drinnen drang der Geruch von modrigem Holz an die Nase, unsanft wurde der „Gast“ auf feuchten Fellen abgelegt. Nun galt es herauszufinden, was sie hier eingefangen hatten.
Verfasst: Freitag 24. August 2018, 11:44
von Nathelia Salberg
Noch mit geschlossenen Augen versuchte Nathelia vergebens mit der Zungenspitze ihre trockenen Lippen zu benetzen. Dieser Durst, er machte sie wahnsinnig. Aber es gab noch etwas weitaus schlimmeres, das ihr schlagartig klar machte, dass etwas nicht stimmte, dass etwas ganz und garnicht in Ordnung war. Ihr Kopf dröhnte vor Schmerzen und die Wunde pochte, es roch bestialisch, sie bekam durch den Knebel kaum Luft, und sie konnte sich nur wenig bewegen, etwas schnürrte ihr die Handgelenke auf dem Rücken zusammen und auch die Beine waren gefesselt.
Etwas in ihr sträubte sich, sie wollte sich befreien, sich bewegen, los laufen. Es war Krieg, sie wurde gebraucht. War sie nun doch eine Gefangene Rahals? Angst umgriff ihr Herz, als der Gedanke wie eine Eislawine ihren Körper durchzuckte und ihr einige Momente die Atemluft nahm. Tief im Inneren war ihr klar, dass sie sich weiterhin schlafend stellen sollte, solange es irgendwie ging. Sie versuchte sich, trotz der wenigen Atemluft und den pochenden Schmerzen an ihrem Kopf, zu konzentrieren. Sie versuchte innerlich all ihre Körperegionen nach weiteren Verletzungen zu erfühlen. Sie lag wohl schon länger auf der linken Seite, die inzwischen taub geworden war. Als sie jedoch merkte, dass sie ansonsten eher unverletzt war, versuchte sie über das Geschehene nachzudenken und sich ganz auf die Zeitfolge der letzten Stunden zu konzentrieren.
Der Sappeurtrupp sollte am Abend starten und die junge Heilerin war schon recht früh auf den Beinen, um alles vorzubereiten. Einige Dinge wollte sie noch besorgen bevor es Abend wurde und sie wollte, so gut es eben ging, auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. Sie hatte sich dafür Andras Pferd Fuchs geliehen, wie auch schon die ganzen Tage zuvor und ihre Freundin Andra gab es ihr ohne nachzufragen, denn sie wusste, Nathelia durfte über alle Vorhaben nicht reden. Sie holte die frischen und länger haltbaren bestellten Vorräte bei Hedra ab und machte sich auch schon wieder auf den Rückweg, schnell reitend, damit sie auch niemand aus Rahal irgendwie zu fassen bekam. Erst schmerzvolle Klagelaute liessen sie anhalten und als sie den Mann am Boden schreiend und klagend und offenbar verletzt sah, begann sie sich mehr um ihn zu sorgen, statt um sich selbst.
Er war kein Rahaler, er sah zumindest ganz und garnicht so aus, wirkte ärmlich, hatte abgeranzte Kleidung an, trug einen schäbigen Umhang mit Kapuze, die weitestgehend sein Gesicht bedeckte und trug auch keinerlei Waffengurte. Zudem war er ganz allein. Die Klagelaute wirkten so mitleiderregend, das sie gleich abgestiegen war, aber noch auf Abstand blieb. Der Mann hielt sich sein Bein und wiegte sich krümmend vor und zurück.
Mit wenigen Worten erklärte Nathelia, dass sie Heilerin sei und ihm helfen könnte, so er nur sagen würde, was ihm geschehen sei. Der Mann befürchtete sein Bein sei gebrochen und jammerte klagend voller Schmerzen. Die junge Heilerin machte sich nur Gedanken um den Verletzten und dachte auch nicht darüber nach, wie er es mit gebrochenem Bein zum Wegrand geschafft haben sollte. Nathelia nahm ihren Heilerkoffer vom Sattel und ging auf den Mann zu um ihm zu helfen. Kaum beim Patienten angekommen, kam ein fester Schlag und schickte sie in tiefe Dunkelheit.
Fuchs, das Pferd von Andra lief hoffentlich vor Schreck davon, mit samt den Vorräten zurück zum Lager, ging es ihr erst durch den Kopf, ehe sie wütend schnaubte, sich aber rasch wieder unbeweglich und leise vernahm und hoffte man hatte nicht bemerkt, dass sie wach war. Vielleicht würden sie sie ja auch einfach nur liegen lassen? Sie dachte an ihre erste Entführung, von der sie bis heute nie jemandem etwas erzählt hatte und Angst und Schuldgefühle plagten sie. Es folgte ein anderes Gefühl: Wut. Entschlossen kam ihr der Gedanke auf, dass sie diesmal niemandem irgendetwas verraten würde, da konnten die Rahaler mit ihr machen was sie wollten. Sie war keine neun Jahre alt mehr und dieses Mal würde sie schweigen. Und wenn sie sterben würde, dann war es eben so. Dann dachte sie an Clara und was sie ihr am Tag vor der Abreise in den Krieg versprochen hatte. Danach dachte sie an die anderen Sappeure und dass sie nicht dabei sein konnte und ihnen die Vorräte fehlen würden. Sie betete in Gedanken zu Temora, dass es den Sappeuren an nichts fehlen dürfe, und sie nur wegen ihrer eigenen Dummheit alle in Gefahr gebracht hatte. Das Atmen fiel ihr immer schwerer, und Übelkeit überkam sie. Man hatte ihr den Kopf mit verschiedenen Sachen verhüllt und es roch bestialisch nach Fisch und von weitem nach feuchtem Moder, Alkohol und Männerschweiss.
Die Wut und Entschlossenheit wichen wieder der Angst, als mehrere schwere Schritte auf sie zu kamen und sie mehr als unsanft an den Armen in die Höhe auf die Beine gezogen wurde.
Verfasst: Samstag 25. August 2018, 17:34
von Ascar Tarrant
"Ausgeschlafen Prinzessin?" flüsterte er mit seiner rauhen, kratzenden Stimme in ihr Ohr und zerrt sie an den Armen ohne Rücksicht hoch und stieß sie auf einen der verwitterten Schemel im Raum. Es war dunkel. Nur eine kleine Kerze versuchte den kleinen Raum mit ihrem fahlen Schein auszuleuchten. Groteske Schatten warfen sich an die Wände, währen die Flamme immer wieder bei den heulenden Windzügen der Bruchbude nervös zuckte und flatterte.
"Ich hoffe doch sehr, dass dir dein neues Domizil gefällt, meine Teuerste." sprach er dann, als er mit dem Fuß den nächsten Schemel zu sich zog und sich einen halben Schritt vor sie saß und unter der weite Kapuze sich ein gehässiges Grinsen breit machte. "Also..." setzte er dann wieder mit ruhiger Stimme an, sich seinen Glimmstängel an der Kerze entzündend, bevor er fortfährt. "...du hast ein hübsches Gesicht - das soll doch sicher auch so bleiben, oder? Die Spielregeln hier sind ganz leicht. Ich stelle dir Fragen - du antwortest. Wenn du mich anlügst, und glaube mir, ich merke das. Dann schlage ich dir dein Gesicht ein. Wenn du kreischt, schreist oder heulst, dann...richtig!... dann schlage ich dir auch dein Gesicht ein. Es gibt hier zwei Wege raus in die Freiheit. Du spielst schön mit und sagst uns, was wir wissen wollen. Dann kommst du hier heil und unversehrt wieder raus. Oder aber du glaubst, du kannst uns hier zum Narren halten - dann kommst du hier Stück für Stück raus. Ein Finger, ein Zeh, ein Arm, ein Bein und so weiter. Verstanden? Schön!"
Einige Stunden später...
Die Göre verweigerte die Teilnahme an seinem Spielchen. Genauer gesagt - sie schwieg wie ein Grab. Wenn man von dem Geschluchze und Geheule einmal absieht. Aber da war sie nicht die Erste und gewiss auch nicht die Letzte, die seine unnachsichtige Rückhand zu spüren bekommen hat. Aber für abgeschnittene Körperteile war es noch zu früh.
Sie würde schon noch reden. Das haben sie alle bisher.
"Es geht in die nächste Runde, Liebes. Luft holen!" - und schon packte er sie wieder an ihren langen, blonden Haaren und tauchte ihren Kopf in das Wasserfass.
Verfasst: Samstag 25. August 2018, 21:02
von Nathelia Salberg
Sie war sich nicht sicher, wie lange sie schon eine Gefangene war. Nathelia begann die Nächte zu zählen, aber sie hatte es nicht von Anfang an getan. In den Nächten liess man sie weitestgehend in Ruhe und obwohl die beständige Feuchtigkeit und Nässe, sie längst krank gemacht hatte, und die Nachtkälte sie noch mehr erzittern liess, fühlte sich in diesen Stunden am wohlsten. In den Nächten betete sie auch zu Temora, dass sie ihr half tapfer und schweigsam zu bleiben. An den ersten Tagen als sie noch etwas sehen konnte, war kaum Licht in der kleinen modrig stinkenden Hütte. Und obwohl die Hütte keinerlei Tür besaß, und die Wände hier und dort zerstört waren, drang kaum Licht von Aussen hinein. Nathelia wusste genau an welchem Ort sie war, auch wenn sie ihr für den Weg zur Hütte wieder die Augen verbunden und sie geknebelt hatten. Sie kannte die Geräusche dieses Ortes und sie kannte die Gerüche. Nachts vorallendingen bei den unverkennbaren Geräuschen die dieser Ort mit sich brachte, dachte sie daran wie nah sie ihrem eigenem Zuhause eigentlich war.
Am ersten Tag hatten sie ihr all ihre Sachen genommen und sie in irgendwelche lumpigen, stinkenden Kleider gesteckt. Gefesselt war die junge Heilerin die ganze Zeit über und ihre Handgelenke und Knöchel brannten jeden Tag mehr. Hunger und Schmerzen machten ihr nie viel aus, sie war Schmerz schon lange gewohnt. Schmerzen liessen sie auch nicht in Sorge oder Angst verfallen und um ihr Leben fürchten. Als die Halunken sie nach einigen Tagen in den Wäldern immer noch nicht zum reden gebracht hatten und weiter reisen wollten, dachte sie im ersten Moment, das wäre ihr Ende. Sie war bereit. Sie würde nichts sagen, sie würde niemanden in Gefahr bringen und heute sterben.
Ihr Körper war von den vielen Schlägen und der Folterei gezeichnet und auch ihr Gesicht war kaum wieder zu erkennen. An einem Punkt in ihrem Leben, sie konnte ihn nicht einmal genau ausmachen, vielleicht während ihrer Heilerausbildung oder all dem Ärger den sie in ihrem Leben hatte, hatte sie gelernt zu schweigen. In den Jahren hatte sie sich immer mehr und mehr in sich zurück gezogen und geschwiegen. Nur wenn es wirklich wichtig war, und es um sehr wichtige Dinge ging, sprach sie noch aus was sie dachte. Ausser bei ihrer Familie und ihren engen Freunden.
Die Halunken wollten ihren Namen, sie wollten den Namen ihrer Familie und Freunde und alles weitere über sie erfahren. Bei all der Gewalt die sie erfuhr, hörte sie sich weinen und bemerkte wie ihr Körper zitterte und sich veränderte. Sie dachte konzentriert an die Lichtbringerin und in manchen Momenten kam ihr der Gedanke auf, dass es vielleicht einen Grund gab, für das was sie hier erlebte, auch wenn sie diesen Gedanken nie weiter zuliess.
Jetzt in der modrigen Hütte war es anders. Die Halunken hatten ihre Schwachstelle gefunden. Auch wenn sie sich anfänglich sicher nicht darüber bewusst waren, war das Wasser, in das sie sie jedesmal tauchten, schlimmer, als jeder Schlag und jede andere Folterei, die sie ihr antun konnten. Am Anfang versuchte sie weiterhin tapfer zu sein, und weiter zu schweigen. Sich nicht zu wehren und sich nichts anmerken zu lassen. Wenn sie im Wasserfass um ihr Leben kämpfte, war sie jedoch zunehmend wieder neun Jahre alt und fühlte sich wie bei der ersten Entführung. "Millie - Millie!" ging es ihr immer wieder durch den Kopf mit einer Bildfolge von Freunden von damals die heute nicht mehr am Leben waren. Wenn Nathelia wieder atmen durfte, was mehr ein Japsen und schweres Husten war, wimmerte sie anschliessend wie ein kleines Kind. Aber sie schwieg.
Die Hoffnung niemanden zu verraten, schwand bei jedem Untertauchen und die Angst vor dem Wasser wurde zunehmend größer, was sicher auch den Halunken nicht entgehen würde. Als man ihr heute am frühen Morgen den Knebel abnahm, um sie erneut in das Wasserfass zu tauchen, biss sie den Kerl fest in die Hand und auch als sie Blut schmeckte, liess sie nicht gleich los. Es bedurfte einigen weiteren Schlägen. Erschrocken stellte Nathelia fest, dass sie sich nun vielleicht verraten hatte, sie hatte sich zum ersten Mal gewehrt. Noch hielt sie tapfer durch, doch war es nur eine Frage der Zeit.
Verfasst: Samstag 25. August 2018, 22:00
von Leran Tarrant
Dieses kleine dreckige Biest! Nicht nur das sie ihr Maul einfach nicht aufmachen wollte, egal was sie mit ihr versuchten, nein jetzt hatte sie ihm auch noch ein Stück seiner Hand raus gebissen! Wie vor jeder „Morgenwäsche“ nahm er ihr den Knebel aus dem Mund, doch diesmal war er wohl noch unachtsamer als zuvor und da erwischte sie ihn. Laut schreiend und fluchend schlug er mit der freien Hand auf sie ein bis sie endlich los lies. Dann rannte er aufgebracht im Kreis herum und fluchte weiter vor sich hin, eine Flasche Schnaps wurde gepackt und der Inhalt über die Bisswunde gekippt, was einen weiteren schmerzhaften Aufschrei verursachte. Gut das sie mittlerweile in den Sumpf weiter gezogen waren, hier hörte ihn hoffentlich niemand. Die alte Hütte war zu gefährlich geworden, ihr Späher hatte in unmittelbarer Nähe einige Jäger ausmachen können, es war also nur noch eine Frage der Zeit bis sie entdeckt werden würden. So zogen sie weiter in den Sumpf, abgelegen von allem. Nachdem Ascar das Tauchritual beendet hatte, durfte er sich die Wunde ansehen und diese verbinden, es fehlte ein ordentliches Stück Haut zwischen Daumen und Zeigefinger, sicher blieb eine Narbe zurück.
Von wegen Prinzessin und unschuldiges Reh, ein kleines Mistvieh war das! Mit verbundener Hand und einer ordentlichen Portion Wut im Bauch machte er sich daran die Sachen des Biestes durchzusehen. Hier Plunder, da Mist, irgendwelche Verbände und sonstiger Kram. Ascar konnte sicher etwas damit anfangen, zumindest wenn er wirklich mehr als ein Scharlatan war. Der Rest ihrer Sachen wurde fachgerecht im Feuer entsorgt, da es sich nicht zu Gold machen lies. Eigentlich sollte sie ihnen dankbar sein, dass sie die Kleidung der Wegelagerer mitgenommen hatten und nun ihr zugute kommen liesen. Sie sollte nur abwarten, noch hatten sie jedes Vögelchen zum singen gebracht, da würden sie an dieser kleinen gemeinen Krähe nicht scheitern, das fehlende Stück seiner Hand würde sie schon noch zahlen müssen.
Abwechselnd hielten die vier Wache, einer von ihnen hielt dabei stets die Umgebung im Sumpf im Blick. Das Wasser schien sie doch nach eine Weile langsam zu brechen, auch wenn sie es wohl nie zugeben würde, konnte man es an ihren Augen erkennen. Doch irgendetwas mussten sie sich überlegen um schneller an die Informationen zu kommen, ohne Gold lohnte sich die ganze Sache doch nicht.
Verfasst: Sonntag 26. August 2018, 14:56
von Andra von Amaryll
Die wirren der Offensive legten sich und doch spürte Andra das noch nicht alles vorbei war. Irgendwas stimmte nicht. Eines derer Dinge die ihr die Ruhe noch nicht einziehen lassen wollte war:
Was ist mit Nat?
Sie fand Fuchs, das Pferd was sie Nat während der Offensive gab, alleine im Wald bei Bajard wie er Richtung Schwingenstein lief. Er war sichtlich hungrig und verstört mit kleineren Wunden als irrte er im Wald schon eine Weile umher. Mit Zeit konnte sie ihn zum Glück soweit beruhigen das sie ihn führen konnte.
Sehr Nachdenklich war sie nun, weil sie nicht wusste was nicht stimmte. Sie wollte keine Pferde scheu machen. Sie überlegte nun zunächst was los ist und passiert sein konnte.
Mit dem Versprechen und dem Schwur den Nat und Andra sich seinerzeit bei der Wassergrippe gaben, durchwühlte sie nun die Tasche nach einer Information. Einem Hinweis von Nathelia. Doch da war nichts was Andra einen Hinweis geben konnte.
Amten, ruhig Atmen und Überlegen, überlegen und kundschaften:
Doch das Nachdenken zeigte ihr auch eines auf. Gewisse Leute sollten wissen das sie nicht da ist und was sie selbst vorhatte.
Ja sie hatte beschlossen die Augen und Ohren zu spitzen. Sie würde raus finden wohin ihre Freundin Nat verschwunden ist. Raus finden was passiert ist und gewisse Leute informieren und versuchen den Kopf freizuhalten.
Verfasst: Sonntag 26. August 2018, 22:11
von Leran Tarrant
Endlich! Endlich hatten sie das kleine Biest gebrochen! Nach tagelanger Folter und sogar dem abschneiden ihrer Haare hatten sie es heute endlich geschafft. Wie ein kleines Kind saß sie zusammengekauert und heulend auf dem feuchten Boden. Dabei stammelte sie Worte vor sich hin. „Millie“ „Andra Schwester“ und „Bajard“ konnten sie verstehen. Nach einer Weile schien sie sich wieder ein wenig zu beruhigen und die Worte wurden klarer. Sie hieß Millie und hatte wohl eine Schwester Namens Andra in Bajard. Jetzt hatten sie Namen und konnten endlich handeln.
Sie liessen diese Millie einen Brief an ihre Schwester schreiben, darin forderten sie ein Lösegeld, sonst würden sie Millie umbringen. Der abgeschnittene Zopf den sie zu dem Brief legten würde die Echtheit nochmals bestätigen. Unter Umwegen kam der Brief dann auch rasch in Bajard an und wurde in der Bank für Andra hinterlegt. Sollte sie ihn öffnen wird ihr zuerst der Blonde Zopf auffallen.
Verfasst: Montag 27. August 2018, 19:11
von Nathelia Salberg
"Ho, Millie du siehst aber heute müde aus! Da gewinn ich heute bestimmt erst recht, wenn wir um die Wette klettern!" - die handvoll Kinder lachte und die neunjährige Millie lachte glücklich mit, ehe sie erklärte: "Na von wegen, war nur so ein Alptraum wie immer, hab gedacht, da wollen mich paar umbringen und Leute die ich mag auch. Aber ich gewinne trotzdem!"
Nathelia war im Fiebertraum, die ewige Nässe und Kälte, die Folter und das tägliche stundenlange versuchte Ertränken im Sumpfwasser hatte sie sehr krank werden lassen. Ab und an murmelte sie etwas, kindliche Worte oder einfach nur eigenartige Laute. Sie hatte aufgegeben.
Die junge Heilerin hatte Namen genannt, ihren Spitznamen und den ihrer Freundin. Sie hatte Andra in Gefahr gebracht. Gleich nachdem sie die Namen sagte, und gleich nachdem sie den Brief geschrieben hatte, wurde ihr erklärt, dass man Andra vor ihren Augen töten würde und dann erst sie. Sie hatte noch versucht sich zu wehren, doch die Fesseln waren immer noch an ihren Händen und Füßen. Sie hatte versucht irgendwie zu verhandeln am Ende, bevor Andra etwas passierte. Es war vergebens. Sie lachten und sprachen davon, wie sie beide töten würden, und darüber. was sie mit ihr tun würden, wenn niemand auf den Brief reagieren würde.
Sie hatte versucht den Zettel wieder zu bekommen, sie hatte versucht zu beissen, alles was sie noch an Kraft aufbringen konnte, aber es war vergebens. Sie würden Andra informieren. Für all ihr Aufbegehren, wurde sie geschlagen, getreten und vieles mehr. Als ihr Körper ihr nicht mehr die Kraft gab, die sie brauchte, betete sie noch ein letztes Mal zu Temora, das Andra verschont bleiben möge und ihre eigene Familie nichts von alldem erfahren dürfe. Dann gab sie auf. Sie bekam kaum noch mit, wie man ihr ab und an Wasser verabreichte, damit sie noch etwas am Leben blieb und sie bekam auch keine Worte mehr mit. Sie zog sich in sich selbst zurück, tief in eine Zeit in der sie weder Andra noch die Familie in Gefahr bringen konnte. Als sie nur ein paar gute Freunde hatte und ihre Freiheit.
"He Nephele, wir besiegen die Jungs heute beim klettern! Komm schon! Wir müssen uns beeilen!" rief die kleine Millie lachend ihrer besten Freundin zu und rannte schon vor, sie war immer die schnellste von allen.
Verfasst: Montag 27. August 2018, 20:15
von Andra von Amaryll
In den frühen Morgenstunden, wie an jedem Tag seit sie auf Gerimor lebte, kontrollierte sie in Bajard die Aushänge und fragte nach, ob Nachrichten für sie hinterlegt wurden. In der letzten Zeit war dort meistens nichts, doch dieses mal wurde ihr etwas überreicht.
Sie zog sich in den Wald zurück und erst dort, an einer ihrer Lieblingsstellen, las sie die Zeilen und erkannte die Handschrift ihrer Freundin. Ihre Miene versteinerte sich, als sie den blonden Zopf ihrer besten Freundin in den Händen hielt und dem ersten Impuls nachgebend, musste der nächste Baum herhalten, indem sie mit der behandschuhten Faust einmal wütend gegen jenen schlug. So konnte sie wenigstens ihre Wut in Schmerz umwandeln und wieder klarer denken. Zumindest war dies eine Möglichkeit die sie kannte, um nicht unbedacht zu handeln.
Sie atmete viele Male tief durch, las die Zeilen immer wieder und auch die versteckten Botschaften darin. Nach einigen Stunden und einem Gebet im Kloster, bei dem sie vor Temora ihre Handlungen erklärte, machte sie sich an die Arbeit.
Nein, sie würde niemanden in Gefahr bringen. Sie würde keine unüberlegten Schritte gehen. Nein, sie würde niemanden ernsthaft etwas antun, dies versprach sie vor Temora. Sie wollte nur ihre Freundin da raus holen und sie zurück in Sicherheit und zurück zur Familie bringen. Ja, sie würde aufpassen und handeln, aber ohne großes Aufsehen zu erregen.
Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 18:12
von Andra von Amaryll
Ruhig saß sie auf der Bank im Kloster, versunken in ihren Gedanken und im Zwiegespräch.
Gestern war alles andere als so gelaufen wie sie dachte. Sie erzählte Lucien was Sache ist und wie wenn sie ehrlich zu sich war reagierte wie sie es dachte.
Er hieß es nicht gut war nicht begeistert aber sagte sie sollte los und sie suchen und so machte sie machte sich los. Sie wartete nicht und war am Sumpf noch ehe vermutlich man es finden würde.Um erlich zu sein, war ihr egal wer es findet. Sie wuste nicht wer sie waren und so blieb es hoffentlich. Sie wollte auskundschaften und vorher lies sie auf Umwegen etwas los das es reichte und den Weg finden würde wo er hin soll.
Sie selbst machte sich auf zum Sumpf und da hörte sie schon ihren Namen.
Der Freiherr war dort und wie ein ertappter Welpe ging sie vor und versuchte ihre Haltung zu waren. Sie wollte heute auskundschaften wie die Lage ist. Wenn sie genaueres herausgefunden hätte, wäre sie sich Hilfe holen gegangen wenn es zu gefährlich war. Immerhin wusste sie sich zu bewegen und zu tarnen.
Vermutlich glaubte ihr dies zwar keiner, aber was sollte sie machen, es war wie es war passiert. Damit würde sie klar kommen und hinter stehen. Es war wie es war aber Lucien verteufelte sie insgeheim doch einige Augenblicke.
Ihr altes ich war stark seid dem Brief hervorgekommen. Jetzt wo sie im Kloster saß spürte sie erst wie stark es noch im Unterbewusstsein schlummerte. Vor allem da es um eine ihr sehr wichtigen Person ging. Nein noch eine Person wollte sie nicht verlieren, nicht wie ihren Freund Tharon damals, dem sie nicht helfen konnte und er viel zu früh gestorben war.
Nathelia und ihre Familie, vor allem aber Nat wollte sie nicht in Gefahr bringen und auch keinen anderen den sie kannte. Um keinen Preis wollte sie es.
Nun aber war es geschehen und passiert. Was wichtig war und gerade das wichtigste war, Nat lebte, war sehr schwach und verletzt, aber in Obhut ihrer Familie und die Großmutter würde sich um die Wunden kümmern können.
Die Nacht noch war sie in Kronwalden geblieben, half sie zu reinigen und legte ihr saubere Kleidung an. Wachte über sie stumm. Am frühen Morgen jedoch musste sie einer Pflicht nachgehen. Den Bericht schreiben an Luninara für das Regiment. Sie hatte es versprochen so sollten sie ihn bekommen.
Sie schrieb rein was sie wusste auch wenn es nicht viel war.
Nun saß sie erst einmal einige Stunden im Kloster und atmete tief durch, dachte nach ehe sie ihrer Pflicht nachging. Später das wusste sie würde sie wieder bei ihrer Freundin vorbei schauen und bei ihr bleiben. Bis dahin war sie in guter Obhut.
Verfasst: Dienstag 28. August 2018, 23:40
von Leran Tarrant
Fast stündlich kämpfte sich der ausgemergelte Bettlerjunge durch den Wald zur beschriebenen Stelle. Die Nächte waren schon kalt, so wunderte der Husten des Kleinen kaum, doch die Aussicht auf die Belohnung die ihm versprochen wurde war zu verlockend. Mal um Mal des vergebenen Marsches trübte sich seine Miene weiter ein, dort verweilen durfte er nicht, würde man ihn doch entdecken. Es dämmerte schon bei seinem letzten Gang des Tages, er musste sich beeilen um vor Einbruch der Dunkelheit zurück zu sein, des Nachts war es zu gefährlich für ihn im Wald. Wieder war der Gang umsonst, geknickt zog er sich für den Tag zurück.
Auch diese Nacht sollte wieder kalt werden, zusammengekauert und in seine löchrige und zerschlissene Kleidung eingewickelt, versuchte er diese zitternd durchzustehen. Ein angenehmer Schlaf wurde ihm, wie fast immer, verwehrt. Die kalte Nacht setzte ihm sichtlich zu, schon früh war er deshalb auf den Beinen. Die Morgensonne streckte ihre Fühler gerade erst über den Horizont, da machte er sich schon auf den Weg zu der Stelle im Wald, die er schon am Vortag so oft besucht hatte. „Bitte sei da, bitte sei endlich da.“ murmelte er stets zu sich selbst, während er, mittlerweile routiniert, dem Weg folgte. Die kleine Lichtung unterhalb des Bergmassivs lag noch im Schatten, einige Nebelschwaden suchten sich langsam ihren Weg zu den Baumkronen, welche vom Sonnenlicht sanft umspielt wurden. Die malerische Idylle wurde durch das erneute Husten des jungen Burschen gebrochen, dieser machte seine übliche Runde auf der Lichtung und hielt Ausschau nach dem Objekt der Begierde.
Ein quietschender Aufschrei hallte von der steilen Felswand über die Lichtung. Panisch schlug er sich die Hand vor den Mund, er sollte doch nicht auffallen, dennoch prägte sich unter der Hand ein glückliches Grinsen. Der Schrei galt dem Beutelchen, welches mit einigen Ästen und Blattwerk bedeckt war. Rasch wurde es gegriffen und er warf einen Blick hinein, soviel Gold hatte er sein ganzes Leben noch nicht gesehen. Kurz schaute er sich hektisch um, doch war niemand auszumachen, ein Zettel aus seiner Tasche fand den Weg auf den Boden, darauf der Ort der Gefangenen. So schnell ihn seine Beine trugen, rannte er aus dem Wald hinaus. Der Auftraggeber würde schon auf ihn warten, wer dies war wusste der Junge nicht, es war ihm auch herzlich egal. Allein die Aussicht auf einen Teil der Beute lies ihn vor Glück strahlen.
An einem unscheinbaren Ort wechselte der Beutel den Besitzer. Der Bursche wurde, für seine Verhältnisse, fürstlich für die Dienste entlohnt und freute sich auf etwas warmes zu Essen, neue Kleidung und einen warmen Schlafplatz für die nächste Zeit. Der Empfänger trug ein schelmische Grinsen auf den Lippen als er den Beutel in der Hand wog, es hatte sich also doch noch gelohnt. Auch er freute sich auf eine warme Mahlzeit, ob er dafür bezahlen würde stand auf einem anderen Blatt. Zunächst musste der Lohn jedoch unter der Bande aufgeteilt werden, jeder bekam einen gerechten Lohn für die vergangenen anstrengenden Tage. Die Gefangene hatten sie schon den ganzen Tag über alleine gelassen, sie stammelte sowieso nur noch vor sich hin und konnte sich von alleine kaum bewegen. Sie würde schon gefunden werden mit dem Zettel den der Bursche zurück lies, sie hatten das was zählte, Gold.
Eines jedoch hatten sie nicht bedacht, die Hinterhältigkeit der Weiber. Scheinbar hatte die Überbringerin irgendein Mittel auf den Beutel und die Münzen aufgetragen, anders konnten sie sich den Massenandrang am Donnerbalken nicht erklären. Statt den Erfolg zu feiern würden sie mindestens diesen Tag die längste Zeit dort verbringen, mussten sie doch die Echtheit der Münzen durch eine Beissprobe testen. Auch den jungen Burschen hatte es erwischt, seine Freude endete an diesem Tag doch wieder in den Wäldern...
Verfasst: Mittwoch 29. August 2018, 17:57
von Keylon von Salberg
Keylon saß die Nacht über am Bett von Nathelia, nein... von Milli.
Es tat weh sie so zu sehen, und ihr nicht helfen zu können.
Seiner Meinung nach sollte man sie zum Kloster bringen später, denn sie war nicht nur schrecklich Körperlich verwundet, was seine Mutte, Tiara sicher richten konnte,
Aber das geistige ... Milli war in ihrer Kindheit gefangen, konnte nur Temora und damit ein Priester heilen, davon war Keylon fest überzeugt, aber er vertraute auch seine Mum.
Andra war es die Milli gerettet hatte, und das fast im alleingang, aber zum Glück hatte sie am Ende wohl doch noch das Regiment eingeschaltet, und so hatte man Milli heim holen können.
Die Entführer konnten fron sein das Keylon selbst sie nicht gefunden hatte, denn im Moment wusste er nicht ob er sie wirklich verhaftet hätte und nicht gehofft das sie sich wehren würden.
Aber wichtig war nur das sie jetzt daheim war. Alles weiter würde sich zeigen.
Er jedenfalls konnte nicht helfen, denn ihn erkannte sie nicht einmal.
Temora würde es schon richtigen. So glaubte er, so hoffte er.