Ferne Ufer
Verfasst: Sonntag 12. August 2018, 00:17
Sanft leuchtete der Morgen durch Rheaonnas Augenlider. Doch sie weigerte sich noch die Augen zu öffnen. Lächelnd nahm sie den bekannten Duft in ihrer Nähe wahr. Noch im Halbschlaf schob sie den Kopf gegen Moiras Oberarm. Das genügte anscheinend schon, um diese aus dem Schlaf zu reissen. 'Schon so spät? Du solltest mich doch wecken!', entfuhr es dieser und sprang aus dem Bett. Schlaftrunken öffnete das Mädchen nun doch die Augen. 'Marsch, marsch', kam das Kommando. 'Waschen, anziehen ... los, los. Sonst musst Du hierbleiben, Sonnenschein.' Mühsam schob Rhea sich darauf aus dem Bett und nuschelte etwas von 'fast fertig, Mama' und 'an irgendetwas sollte ich Dich erinnern...'. 'Ja. An Anouk', antwortete Moira prompt. Wie konnte sie nur so wach sein, nachdem sie die halbe Nacht Wache gehalten hatte? Nach einer Katzenwäsche steckte sich die Kleine ungekämmt die Haare hoch - sie brauchte sowieso schon zu lange. Dann schnappte sie sich die zwei schon fertig gepackten Taschen und hängte sie sich um. Eilig im Laufschritt ging es dann Anouk abholen und dann mit der Kutsche nach Adoran. Die Zeit in der Kutsche nutzte Moira die Medizin gegen Seekrankheit zu sich zu nehmen, und Rhea sich ausgiebig zu kämmen.
Im Hafen angekommen war es schon fast die zehnte Stunde. Moira wurde schon beim Anblick des Schiffes etwas blasser und hielt an. 'Los, los', übernahm dieses Mal das kleine Mädchen das Kommando. Und so hasteten sie gerade noch pünktlich auf das Schiff. Kaum waren sie an Bord wurde die Brücke eingezogen. Um den Matrosen aus dem Weg zu sein - und weil es Rheaonnas Meinung nach der beste Platz war - verzogen sie sich in den Bug. Moira war es gleich, solange sich eine Reling in der Nähe befand. Aber die See war zum Glück ruhig, und der Schoner teilte das Meer mit einer sanft aufstäubenden Gischt als er Fahrt aufnahm. Trotzdem hielt Moira sehnsüchtig nach Land Ausschau, während sich Anouk einfach auf die Planken und den Kopf auf die Pfoten legte. Rheaonna hingegen betrachtete die Masten und Seile und teilte das Schiff gedanklich als Spielplatz auf. Sie genoss die Reise in vollen Stücken. Schönstes Wetter, kühle Brise, mal wieder unterwegs, neues Kennenlernen - und das Wichtigste - ihre Wahlmama in Ihrer Nähe. 'Frühstück?', hielt sie Moira etwas Brot hin. Diese schüttelte nach kurzem Überlegen nur sachte den Kopf. Schulterzuckend lächelte die Kleine sie aufmunternd an: 'Dann bleibt mehr Platz für das Essen später.' Was ihr nur ein Augenrollen einbrachte.
Mit einem Aufseufzen kommentierte Moira das 'Land in Sicht'. Die Fahrt hatte nur wenige Stunden gedauert. In welch kurzer Zeit man mit so einem Schiff wohl das Festland erreichen konnte? Die Fahrt mit dem Handelsschiff hatte Wochen gedauert. Schnell rückte der Hafen näher und ein fröhliches Zuwinken beiderseits des Wassers folgte, bei dem Rhea die an Land stehenden ausgiebig musterte. Mara war leicht auszumachen und entsprach ganz der Beschreibung: klein, dunkle Haare und gut genährt. Und der Mann neben ihr musste dann wohl Siegfried sein. Als sie schliesslich wieder auf festem Boden standen, hielt sich Rhea erst mal vorsichtig im Hintergrund bis die alten Freunde sich herzlich umarmt hatten. Aber danach blieb ihr kaum Zeit zu knicksen, bevor sie fast erdrückt wurde. 'Wen hast Du denn da mitgebracht?', wollte Mara von Moira wissen. 'Wenn Du ihr etwas Luft lässt', erklärte ihr diese schmunzelnd, 'würde sie sich sicherlich selbst vorstellen!' Widerwillig liess diese daraufhin etwas von der Kleinen ab. 'Man nennt mich Rheaonna', sagte diese nun artig. 'Und Alles Gute zum Geburtstag!' Mit diesen Worten streckte sie ihr einen weichen Kuschelbär mit runden Knopfaugen entgegen. 'Der ist ja schön. Kommt, ich muss Euch erstmal was kochen. Ihr habt sicher Hunger nach der Reise und wollt Eure Sachen ablegen.'
Die Begrüßung auf dem Hof war nicht weniger ausgiebig. Anouk sprang den vier Geschwistern entgegen und es wurde geschnüffelt und gebellt. Rheaonna hingegen wuselte begeistert über das große Anwesen und versuchte möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erblicken. Was es hier alles zu entdecken gab! Diese Zeit nutzten die Erwachsenen, um die Neuigkeiten auszutauschen. Und Sigi erzählte von seinem Besuch bei Eliane und Ciru. Sehnsüchtig lauschte die Mutter der beiden seinen Worten und versicherte sich mehrfach, dass es diesen gut ging. Als Rhea schliesslich wieder zu ihnen stiess, war der Tisch mit Essen überhäuft. Eine grosse Torte thronte in der Mitte und es fehlten schon einige Stücke. Sie drückte sich um diese und ergatterte stattdessen eines der vielen verschiedenen Brötchen und etwas Marmelade. Über Auswahl und Menge konnte man sich kaum beschweren. Eher dass man danach sich nicht mehr rühren möchte.
So wurde der Ausflug zum Strand auch in sehr gemütlichem Tempo und erst am frühen Nachmittag geführt. Der Sand war durch die Sonne warm und Bäume spendeten Schatten, so dass man frei wählen konnte, wieviel Hitze man sich aussetzen wollte. Die Wellen liefen am flachen langestreckten Ufer aus, und luden zum Schwimmen und Herumalbern ein.
Im Hafen angekommen war es schon fast die zehnte Stunde. Moira wurde schon beim Anblick des Schiffes etwas blasser und hielt an. 'Los, los', übernahm dieses Mal das kleine Mädchen das Kommando. Und so hasteten sie gerade noch pünktlich auf das Schiff. Kaum waren sie an Bord wurde die Brücke eingezogen. Um den Matrosen aus dem Weg zu sein - und weil es Rheaonnas Meinung nach der beste Platz war - verzogen sie sich in den Bug. Moira war es gleich, solange sich eine Reling in der Nähe befand. Aber die See war zum Glück ruhig, und der Schoner teilte das Meer mit einer sanft aufstäubenden Gischt als er Fahrt aufnahm. Trotzdem hielt Moira sehnsüchtig nach Land Ausschau, während sich Anouk einfach auf die Planken und den Kopf auf die Pfoten legte. Rheaonna hingegen betrachtete die Masten und Seile und teilte das Schiff gedanklich als Spielplatz auf. Sie genoss die Reise in vollen Stücken. Schönstes Wetter, kühle Brise, mal wieder unterwegs, neues Kennenlernen - und das Wichtigste - ihre Wahlmama in Ihrer Nähe. 'Frühstück?', hielt sie Moira etwas Brot hin. Diese schüttelte nach kurzem Überlegen nur sachte den Kopf. Schulterzuckend lächelte die Kleine sie aufmunternd an: 'Dann bleibt mehr Platz für das Essen später.' Was ihr nur ein Augenrollen einbrachte.
Mit einem Aufseufzen kommentierte Moira das 'Land in Sicht'. Die Fahrt hatte nur wenige Stunden gedauert. In welch kurzer Zeit man mit so einem Schiff wohl das Festland erreichen konnte? Die Fahrt mit dem Handelsschiff hatte Wochen gedauert. Schnell rückte der Hafen näher und ein fröhliches Zuwinken beiderseits des Wassers folgte, bei dem Rhea die an Land stehenden ausgiebig musterte. Mara war leicht auszumachen und entsprach ganz der Beschreibung: klein, dunkle Haare und gut genährt. Und der Mann neben ihr musste dann wohl Siegfried sein. Als sie schliesslich wieder auf festem Boden standen, hielt sich Rhea erst mal vorsichtig im Hintergrund bis die alten Freunde sich herzlich umarmt hatten. Aber danach blieb ihr kaum Zeit zu knicksen, bevor sie fast erdrückt wurde. 'Wen hast Du denn da mitgebracht?', wollte Mara von Moira wissen. 'Wenn Du ihr etwas Luft lässt', erklärte ihr diese schmunzelnd, 'würde sie sich sicherlich selbst vorstellen!' Widerwillig liess diese daraufhin etwas von der Kleinen ab. 'Man nennt mich Rheaonna', sagte diese nun artig. 'Und Alles Gute zum Geburtstag!' Mit diesen Worten streckte sie ihr einen weichen Kuschelbär mit runden Knopfaugen entgegen. 'Der ist ja schön. Kommt, ich muss Euch erstmal was kochen. Ihr habt sicher Hunger nach der Reise und wollt Eure Sachen ablegen.'
Die Begrüßung auf dem Hof war nicht weniger ausgiebig. Anouk sprang den vier Geschwistern entgegen und es wurde geschnüffelt und gebellt. Rheaonna hingegen wuselte begeistert über das große Anwesen und versuchte möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zu erblicken. Was es hier alles zu entdecken gab! Diese Zeit nutzten die Erwachsenen, um die Neuigkeiten auszutauschen. Und Sigi erzählte von seinem Besuch bei Eliane und Ciru. Sehnsüchtig lauschte die Mutter der beiden seinen Worten und versicherte sich mehrfach, dass es diesen gut ging. Als Rhea schliesslich wieder zu ihnen stiess, war der Tisch mit Essen überhäuft. Eine grosse Torte thronte in der Mitte und es fehlten schon einige Stücke. Sie drückte sich um diese und ergatterte stattdessen eines der vielen verschiedenen Brötchen und etwas Marmelade. Über Auswahl und Menge konnte man sich kaum beschweren. Eher dass man danach sich nicht mehr rühren möchte.
So wurde der Ausflug zum Strand auch in sehr gemütlichem Tempo und erst am frühen Nachmittag geführt. Der Sand war durch die Sonne warm und Bäume spendeten Schatten, so dass man frei wählen konnte, wieviel Hitze man sich aussetzen wollte. Die Wellen liefen am flachen langestreckten Ufer aus, und luden zum Schwimmen und Herumalbern ein.