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Ein neuer Weg ward ihm aufgetan...

Verfasst: Freitag 2. Juni 2006, 17:25
von Rafael de Arganta
Es war eine lange Nacht gewesen, die er auf Knien vor dem Altar der kleinen Kapelle, betend verbracht hatte.
Erst im Morgen grauen war er dann nach Hause geritten. Müde, und die Knochen Steif vor Kälte und vom Knien.
Angelina war bereits wach und so frühstückten sie gemeinsam bevor sie dann zum Kloster ritten.
Angelina um die Verbände der Heiligkeit zu wechseln, Rafael... weil die Heiligkeit ihn zu sprechen wünschte.
Noch einmal gingen ihm ihre Worte durch den Kopf.
„Ritter de Arganta in einem ruhigeren Moment werde ich dich sprechen mögen, Es ist mir aufgetragen durch die Herrin selbst. Es ist ihr Mal das auf dir liegt. Ihr werdet es bald erkennen.“

Worte die sein Blut zum rauschen gebracht hatten. Worte die ihn wanken ließen.
IN seinen kühnsten Träumen hätte er es niemals zu hoffen gewagt, und doch... schien es wahr zu werden.
Jene Nähe die er gespürt hatte als er gefangen gewesen war, all das was ihn hatte hoffen lassen.
Mit Herz und Seele hatte er sich Temora verschrieben.

Am Kloster angekommen, begegnete Rafael erstaunt der Sicherheit der alten Templerin.
Blind, voller Schmerzen, fand sie doch gefasst ihren Weg und machte gar Scherze.
Obwohl... sollte es ihn wirklich erstaunen?
Temora war doch mit ihr. Sie stand so fest im Glauben, war jene zu der man aufblickte, die Temoras Gunst besaß.
Die Heiligkeit war in ihrem Schmerz, in ihrer Dunkelheit nicht alleine...
So wie er es damals nicht gewesen war.
Er sah Angelina einen Moment lang zu, wie sie die Heiligkeit neu Verband, dann als sie fertig war, bat die heilig Frau ihn vor zu treten und er tat es mit klopfenden Herzen, beugte das Knie vor ihr und neigte den Kopf als sie ihre Hand auf diesen legte.

„ Dies sprach die gütige Botin der Tugenden.“ begann sie mit leiser, dennoch klarer Stimme zu sprechen.
„Siehe ich sah in das Herz sah Entschlossenheit und Stärke, Ungestüm aber auch Liebe
Und ich sah den Willen der Treue in ihm...“ erklärte sie, den Kopf zu ihm gedreht als könnte sie ihn sehen. „So sollst du den Weg finden auf den Pfaden der sieben.
Suche ihre Schritte und folge ihnen nach sie zu finden. Wenn du sie gefunden hast, einen jeden von ihnen und ihr Wohlwollens auf dich abstrahlte, so suche den alten Gesell und berühre seine raue Haut auf dass du erkennst. Dies sei dir Aufgabe, Weg und Prüfung.“
Sie endete, und es trat einen Moment lang Stille ein die schwer auf ihm lastete.
Der alte Gesell?
Rafael war einen Moment zu durcheinander um wahrlich darüber nach denken zu können.
„So... sei es.“ meinte er nur seine Verwirrung war ihm sicherlich an zu sehen, doch vermochte es die Heiligkeit wohl auch zu spüren.
„Ich weiß sehr wohl dass dies dir ein Rätsel ist doch soll es auch eins sein.“
meinte sie woraufhin Rafael nun auf sah zu ihr. „Ich werde Erkenntnis finden denn die Hoffnung stirbt nie. Ich werde mein Bestes geben. In Demut diene ich ihr, und sie weiß um meine Stärken und meine Schwächen“ meinte er mit fester stimme und Alyssa nickt fest. „Sie blickt in Liebe auf dich, gewiss wirst du sie nicht enttäuschen. So wird dein Weg bestimmt sein. Ihr Segen geleite dich in Güte und Liebe.“
Rafael erhob sich auf diesen Wink hin.
Leise fragte er ob sein Knappe und auch Angelina in begleiten dürfe, und die Heiligkeit erlaubte dieses. „Nehme nur mit wen du mit nehmen möchtest, mein Sohn.“

meinte sie und geleitete ihn und Angelina noch hinaus.
Das Gefühl des Friedens der Ruhe wich ein wenig der Ruhelosigkeit die ihn ergriffen hatte, und er hätte sich am liebsten sofort auf den Weg gemacht, doch zwang er sich zur Ruhe.

„Wir begeben uns Morgen auf die Reise, hm?“ meinte er gen Angelina, während er noch über den Gsell nachdachte, und noch immer so verwirrt von den Worten überhaupt war das er nicht auf die einfachste Lösung kam.
Er fühlte sich als würde er auf Watte gehen, Demut, Ehrfurcht hatten ihn ergriffen, und voller Dankbarkeit an die Lichteine, ging er mit Angelina gemeinsam Heim, um sich für die kommende Reise aus zu ruhen.

Verfasst: Freitag 2. Juni 2006, 18:05
von Angelina de Arganta
Wie an jedem der letzten Tage war sie zum Kloster geritten, um der Heiligkeit die Verbände zu erneuern. Heute war sie jedoch in Begleitung ihres Gatten, da die Heiligkeit am vergangenen Abend nach der Weihe des Schreines der Geistlichkeit ihm ein Gespräch angekündigt hatte.
Mit kleinen Scherzen versuchte Angelina die Heiligkeit beim Auftragen der Salben abzulenken und verband die Wunden mit großer Sorgfältigkeit neu.
Bei dem Gespräch der weisen Frau mit Rafael verhielt sich die junge Heilerin jedoch ganz still. Ihr liebevoller Blick ruhte auf seinem Rücken, als er vor der Heiligkeit kniete und diese ihre Hand auf sein Haupt gelegt hatte.
Die Worte waren nur an ihn gerichtet, doch Angelina spürte, wusste… dass die Aufgabe, die Alyssa Arnis ihrem Gatten stellte, von großer Bedeutung war. Sie hatte gesagt, sie spreche im Auftrage Termoras selbst…
Ehrfurcht hatte von Angelina Besitz ergriffen und als Rafael danach fragte, ob ihn seine Gattin begleiten dürfe, machte ihr Herz vor Freude einen Satz. Er wollte sie gern bei sich haben… und das war genau das, was Angelina sich vor einiger Zeit vorgenommen hatte.
Sie wollte so viel Zeit wie möglich mit Rafael zusammen sein, ihn begleiten wenn es irgend möglich war. Nie wieder sollte aus Unachtsamkeit heraus ihre Beziehung leiden, so dass sie sich voneinander entfernten und der Zeitpunkt des Gespräches, des sich Anvertrauens verpasst werden würde. Da nahm sie lieber die Gefahr an seiner Seite in Kauf und auch sein Grollen, wenn er es für zu gefährlich hielt und sie zuhause bleiben sollte, doch sie sich nicht fügen wollte. Sie hatte ihm erklärt, warum sie auch Gefahr nicht schreckte. Drei Wochen kein Lebenszeichen von ihm… nicht zu wissen, wo sie ihn suchen sollte, ob er überhaupt noch leben würde… das wollte sie einfach nicht noch einmal durchmachen. Gehörte eine Gefährtin nicht an die Seite ihres Mannes?
Und genau darüber entstand auf dem Wege aus dem Kloster erneut eine Diskussion unter den Eheleuten. Angelina konnte ja so stur sein! Sie kostete es ein Schmunzeln, als Rafael es wieder einmal feststellte, und ihm ein resigniertes Seufzen.
Doch auf die Reise zu den Schreinen freute sich Angelina schon. Einige kannte sie… aber eben noch nicht alle…

Verfasst: Samstag 3. Juni 2006, 16:46
von Rafael de Arganta
Der Schrein der Opferbereitschaft

Es war noch früher Morgen als er mit Angelina zusammen aufbrach.
Der Morgen graute gerade erst und Rafael hoffte so, auf keinen der Rahaler zu treffen, da sie in die näher der Stadt Alatars mussten.

Der Schrein der Opferbereitschaft. „Hier wirkte Brynn, die Händlertochter.“ erklärte er leise gen Angelina, und näherte sich dem Schrein mit klopfendem Herzen.
Als er ihn betrat war es als würde ein bläuliches Licht, wie er es auch schon so oft vom Stab der Heiligkeit ausgehend sah, ihn einhüllen, gar als hätte es auf ihn gewartet, und wie auch bei der Heiligkeit fühlte er Geborgenheit in sich.
Demütig verneigte er sich vor dem Altar, trat dann vor um das Knie zu beugen.
Das Angelina hinter ihn trat, bemerkte er nur nebenbei, bevor er andächtig spürte wie von dem heiligen Symbol, ein sanfter Schimmer ausging und ihn umhüllte.
Etwas unbestimmtes schien sich zu manifestieren, und Rafael hörte Stimmen. „Er ist gekommen,“
eine Andere „Wird er auch wissen, erkennen?“ „Es wird sich fügen wir werden sehen“ hörte Rafael weiter und er hielt den Kopf gesenkt, einfach weiter das Gefühl in sich erfassen wollend.

Aus dem Licht bildete sich eine Frauengestalt. Nicht klar sondern eher Schemenhaft und doch eine Ruhe und Weisheit ausstrahlend. „So bist du gekommen“ erklang eine freundliche Stimme wie von einem Nebel gedämpft.
„Wie hätte ich nicht.“ meinte er und die Gestalt sprach weiter „Doch bist du auch bereit zu erkennen? Bedenke dich, lausche dir selbst und sprich.. Was gibst du?“
Rafael überlegte nicht lange und antwortete fast umgehend. „Mein Leben, meine Wünsche, Hoffnung. So wie Brynn all das gab was sie zu geben vermochte, so werde ich all das meinige geben was ich kann... und die Hoffnung mag man geben, doch wird man sie niemals verlieren, wenn man fest im Glauben steht. “
„Was würde dir bleiben , würde dir die Hoffnung genommen ?“ Fragte die schimmernde Gestalt und berührte ihn nun, und sofort fühlte Rafael sich zurück versetzt in den Kerker der Krathordiener. Dunkelheit um ihn, und nichts scheint bei ihm, nicht einmal die Hoffnung selbst.
Rafael konnte nicht verhindern das er zitterte, alleinig seiner Beherrschung verdankt er es das er nicht einfach aufsprang.

„Erkenne dich...“ hörte er die schimmernde Gestalt flüstern, „Ist dies was du suchst? Ein Leben ohne Hoffnung? Erkenne dich.. was gibst du?“
„Ich werde fest halten an meinem Glauben. Ich gebe Hoffnung doch ohne sie zu verlieren, denn das werde ich nie! Das wird niemand der wahrhaft glaubt, denn sie ist bei jenen, und sie ist Hoffnung, und man kann Hoffnung geben, ohne die eigene zu verliere! Denn den Menschen Hoffnung geben das sollte man“
Fest klingt seine Stimme und er atmet auf als das beklemmende Gefühl schwindet und er sich wieder in dem kleinen Schrein sieht. Das bläuliche Licht umschmeichelt ihn wieder und schenkt ihm Wärme... Geborgenheit.
Als nun die schimmernde Gestalt auf ihn zukommt, verharrt er in Demut abwartend.
Sie scheint sich auf ihn zu legen, mit ihm zu verschmelzen, und und wie aus dem Nichts fließen ihm Bilder durch den Geist. Bilder eines fremden Lebens, einer Händlerstochter die auszog und lernte, die Welt durchwanderte, den Schrein errichtete und am Ende mit anderen Gestalten um den Baum des Lichts stand.
„Brynn.“ wisperte Rafael benommen und erfüllt von dem Geschehen was ihn umgab und er durchlebte. „Das Opfer ... sammelt die Liebe im Herzen..Es erfordert die Liebe zu uns selber die ohne Rücksicht auf einen selbst weiter gegeben wird.“ meint er leise, und erst nach Minuten spürte er die Hand Angelinas auf seiner Schulter.
Auch sie schien angetan durch das was sie erlebte, spürte... hatte sie auch die Stimmen gehört? All das gesehen was er gesehen hatte?
Zu sehr beeindruckt von den Geschehnissen die jeder für sich selber einen Moment lang nachging, ritten sie andächtig weiter zum Schrein der Geistigkeit.

Verfasst: Samstag 3. Juni 2006, 17:19
von Rafael de Arganta
Der Schrein der Geistigkeit

„Hier wirkte Fasamar.“ erklärte Rafael während er von seinem Pferd glitt und es an einen Baum band.
Der Schrein erstrahlt wie vor seiner Schändung vor Wochen, nun da ihn die Heiligkeit neu geweiht hatte, konnte man auch von weitem schon die Besonderheit dieses Ortes fühlen.

Gemeinsam trat man nun in das kleine Gebäude hinein und als hätte es auf ihn gewartet, wurde Rafael erneut von einem blauen Leuchten umgeben.
Der junge Ritter schloss die Augen, ließ dieses Gefühl der Geborgenheit, in sich wirken, kostete es gar aus, bevor er sich voller Demut vor dem Ankh verneigte, und sein Knie beugte. “Geistigkeit ist der Wunsch seine Seele ständig zu verbessern. Die Suche nach Wahrheit liebe und Mut.“
Wispert er leise und hört dann eine leise Männer stimme aus dem sich zu einer Gestalt, manifestierenden Nebel. „Lausche in dich, und erkenne dich... Was ist es das du lernen wirst.“
„Das das Leben ein stetes Lernen ist.“ antwortete Rafael sofort. „Niemals lernt man aus, und man lernt stetig dazu, aus Liebe werde ich Kraft schöpfen und werde stets nach der Wahrheit suchen. Was ich lernen möchte ist mich und meine Schwächen zu erkennen und aus meinen Schwächen zu lernen, sie zu meinen Stärken zu machen.“

Die Gestalt schien auf ihn zu zu schweben als sie weiter spricht. „Erkenne deine Schwächen..“ mit diesen Worten berührte sie ihn und sofort wandelte die Umgebung um Rafael sich.
Er findet sich wieder in Ketten, und vor sich.... Angelina in Not. Wie sie hilfesuchend die Hände ausstreckt.“ Nur mit Mühe vermochte er ruhig zu bleiben, obwohl seine Hände die sich zu Fäusten geballt hatten wohl zitterten.
„Erkenne dich und lerne was wirst du tun...“ Hörte er wieder die Stimme und sofort antwortete er so ruhig wie möglich, jedoch ohne das Beben der Stimme unterdrücken zu können. „Beten und Temora um ihren Beistand bitten. Im Vertrauen auf die Bewahrerin, die Hoffnung und den Mut nicht verlieren.“

Die Vision ging weiter.
Nun sah er einen Mann, Gesichtslos, mit einem Schwert in der Hand, das kurz davor ist Angelina zu durchbohren.
„Was wirst du tun....... tue was dein Herz dich weist. Lebe aus was dein Herz dir vorgibt, öffne dich, zeige dich.“ wisperte die Stimme, und Rafael vermochte nicht zu verhindern das seine Augen sich ob dieser Vision mit Tränen füllten. „Beten, für die Seele jenes Mannes, Weinen... und um Beistand der Einen bitten.“ flüsterte er gequält wirkend. „Erkennen das ich nichts tun kann.“
„Rede nicht was du tun willst, tue es...“ spricht die Schimmernde Gestalt wieder und Rafael sah in seiner Vision wie der Mann das Schwert hob um nun Angelina endgültig damit zu durchbohren.
„NEEEEEEEEEEEEEEIN!!!!!“ brüllte Rafael nun doch. „Temora steh mir bei... steh ihr bei!“
Er ballte die Hände noch fester als vorher schon und barg seinen Kopf zwischen den Knien, ein Schluchzen entrang sich seiner Kehle.“

Erst jetzt fielen die Ketten, in dem strahlend blauem Licht verglüht das Schwert. Die Umgebung wandelt sich wieder und er sieht sich mit Angelina am Sicherheit ausstrahlenden Baum des Lichtes stehen, umspielt von blauem Licht.
Kurz hierauf brach die Vision zusammen und die Gestalt schwebte auf ihn zu. Auch sie verschmolz mit ihm und in schnellen Bildern durchlebte Rafael das Leben von Fasamar, bis am Ende er Sieben Gestalten am Baum des Lichtes stehen sah.
Ein Lächeln auf dem Gesicht, blieb er noch einige Zeit hocken. Der alte Gesell... wie konnte er nur so dumm sein dieses Rätsel nicht sofort zu erkennen.
Er sah zu den Gestalten bis sie verblassten, erst dann erhob er sich wieder. Innerlich gestärkt und voller Zuversicht für die nächste Aufgabe....
Der Schrein der Gerechtigkeit.

Verfasst: Samstag 3. Juni 2006, 17:56
von Rafael de Arganta
Der Schrein der Gerechtigkeit

„Semborel errichtete den Schrein der Gerechtigkeit, er war der Sohn eines korrupten Richters.“
erklärte Rafael Angelina leise, nachdem sie den heiligen Ort betraten, noch während Rafael sich verneigte, spürte er schon das bläuliche Licht das ihn umfing, als hätte es längst auf ihn gewartet.
Ruhig ging Rafaels Atem, demütig sein Knie beugend, während er die Augen schloss und seinen Geist öffnete um all das in sich auf zu nehmen was dieser Ort, diese Gestalt, dieses Licht ausstrahlte.

Das Licht wandelte sich wieder zu einer formlosen gleißenden Männergestalt, die auch sofort ihre erste Frage stellte.
„Erkenne dich .. lausche deinem Herz , wie urteilst du?“
„Ich versuche die Wahrheit nicht aus den Augen verlieren.“ entgegnete er sofort.
„Glaubst du , die Wahrheit zu kennen?“
„Es ist oftmals schwer die Wahrheit zu erkennen, die einem präsentiert wird... Jedoch versuche
ich sie stets zu suchen und zu finden.“
„Wie wahrhaftig bist du im Schmerz?“
„Diese Wahrheit darüber kennt nur Temora, und sie weiß es. Auch wenn ich Schmerz, stets zu verbergen suche.“
Mit dieser Antwort schwieg er erst einmal, und es kam wie bei den Beiden Schreinen vorher... die Gestalt berührte ihn und erneut fand er sich in dem Kerker der Krathordiener wieder, zu der Stunde dar er auf einem Brett festgeschnallt war, und Wasser über sein Gesicht läuft. Wohl ist er gebunden doch erkennt er die in Robe gehüllte Gestalt neben sich.

Angelina vermochte zu sehen wie Rafael zusammen zuckte, die Augen fest zusammenpresste und versuchte ruhig zu bleiben um nicht einfach auf zu springen und dem Grauen zu entkommen.
Doch bleibt er auf seinen Knien, wartet was geschieht als die Vision sich wandelt.
Die Person steht nun unverhüllt vor ihm ohne dass er das Gesicht erkennen mag, und doch spürt er tief in sich es ist sie, und er hat ein Schwert in der Hand.
„Urteile über sie.“ vernimmt er die wispernde Stimme der Gestalt. Und Rafaels Worte, leise gesprochen doch sehr klar durchdrangen nun die Stille.
„ Ich habe ihr vergeben, so wie auch sicherlich Temora ihr vergab, denn sie handelte ihrem Glauben entsprechend. Doch würde sie vor einem weltlichen Amt sicherlich verurteilt werden.“

Die Vision wandelte sich nun wieder. Das Schwert in seiner Hand schwindet, und er hält den Richterhammer in dieser, sitzend auf dem Richterstuhl. Vor ihm wieder diese wohl unverhüllte aber gesichtslose Person.
„Kennst du die Wahrheit? Richte!“ wurde ihm auferlegt und erneut hob der Ritter zu sprechen an.
„Ich habe Mitleid mit ihr... doch die Gerechtigkeit erfordert einen Schuldspruch ...
Dem Kloster zu dienen wäre eines... um Temoras Liebe zu erkennen.
So sie es ist... denn niemals sah ich jenes Gesicht. Besteht noch der kleinste Zweifel an ihrer Identität, würde ich sie gehen lassen.“

Die Gestalt schwebte näher.
„ Ihr Gesicht zu erkennen wird dir heute nicht gegeben, denn auch sie verdient Mitgefühl...wirst du dereinst erkennen, so Urteile nach deinem Herz ,.. erkenne sie , erkenne dich.“
Rafael ließ die Worte auf sich wirken und sprach dann leise. „„Der feurige Wille der zur Gerechtigkeit drängt, vermag manches Auge zu vernebeln so das man die Wahrheit aus den Augen verlieren kann, jedoch sollte man daher erst recht den Mut besitzen nach der Wahrheit zu streben um die Gerechtigkeit zu finden. Ich erkenne das ihr Herz voller Trauer, und Einsamkeit ist. Gerade deswegen mein Urteil im Kloster zu verweilen um zu erkennen was die Liebe Temoras bedeuten kann.“

Erneut wandelt sich die Vision. Dieses mal nicht in Bildern sondern in Gefühlen.
Gefühle eines kleinen Mädchens machen sich in ihm breit dass niemanden in der Welt zu haben scheint , gefangen in Einsamkeit und Trauer, Bilder von sich selbst in einem Kinderkörper wiederfindend der mit großen Augen aufblickt zu einem graugewandeten seltsamen Mann der Kälte ausstrahlt und doch alles zu sein scheint was ihr im Leben blieb. Er sieht sich selbst als kleines Wesen durch Friedhöfe wandern an Untoten vorbei die ihm nichts tun doch Furcht in ihm wecken.
Doch wandern die Bilder die Furchtsamkeit verändert sich während die Jahre verziehen, macht einer kalten Gleichgültigkeit zum Leben Platz die ihn schier zu erfüllen scheint erst dann verblassten die Bilder und er war wieder er selber.

Mitfühlend schüttelte er den Kopf, während die Stimme leise wispert. „Richte dereinst ,, wenn zu richten dir gegeben...“
„Mein Mitleid, und das Wissen um ihr Schicksal, wird mich leiten... und doch gewiss das mein
Urteil vorhin recht war. Temoras Güte zu erkennen, ihre Liebe die das Dunkel zu vertreiben vermag.“
Noch während er spricht, schwebt die Gestalt zu ihm, scheint mit ihm zu verschmelzen, und er erlebt nun in schnellen Bildern das Leben des Dorfrichter Sohns, Semborel, während das Gefühl eines liebevoll gegebenen Segens ihn durchströmt.
Erneut sieht er die Gestalten um den Baum, und erkennt einen nach dem anderen Wieder.
Brynn, Fasamar, und Semborel.
Erfüllt von dieser Erkenntnis, bleibt er andächtig noch einen Moment bevor er sich erhebt und mit Angelina gemeinsam zu den Pferden geht.
Leise berichtet er ihr von all dem was er gehört, gesehen hat, aber vor allem gefühlt, und gemeinsam ritten sie zurück nach Varuna.
Rafael musste noch zu einem Treffen mit dem Grafen, doch würde er so bald es ging seinen Weg wieder auf nehmen... zum Schrein der Demut.

Verfasst: Montag 5. Juni 2006, 10:10
von Rafael de Arganta
Der Schrein der Demut


Der weg führte sie durch Varuna hindurch an der Festung der Hinrahs vorbei zu der kleinen Insels auf dem der kleine Schrein ruhig und in Frieden da lag.
Rafael konnte sich noch gut daran erinnern wie er das erste mal hier war, als er ihn entweiht vorgefunden, und wie er mit seiner Weste all das Blut fort gewischt hatte.
Zwischen den beiden Säulen, leuchtete schon das blaue Licht, das sofort auf ihn zu schwebte ihn einhüllte, noch bevor er sich verneigen und das Knie beugen konnte.
Das Gefühl der Geborgenheit umgab ihn.
Ein Gefühl das er kaum missen wollte.
Kaum blieb ihm Zeit sich gen Angelina um zu drehen, als sich schon die blauen Schemen zu einem schemenhaften Frauenkörper zu manifestierten begannen.
Schon vernahm er auch schon die Stimme die ihn fragte. „So sieh in dich , finde dich selbst.. wer bist du?“ Rafael antwortete ruhig. „Ein Mann der danach strebt, jenen zu helfen die es selber nicht vermögen.“
„Vermagst du es selbst? Kannst du anderen helfen, kannst du dir selbst helfen?“ kam die Gegenfrage, und die Gestalt kam näher um Rafael zu berühren während dieser noch Antwortete
„Mir selber helfen hieße zuerst an mich zu denken, statt um mich zu sehen und vor jenen die Augen zu verschließen die der Hilfe dringender benötigen.“

In dem Moment wo ihn die Gestalt berührt verändert sich wieder die Umgebung, und Rafael sieht sich zu Pferde, umgeben von vielen Menschen, Begleitende Reiter und Bürger die ihn hoch leben lassen ihm zujubeln. „Du bist unser König, Rafael.“ und er sieht zeitgleich mit der Krone die man ihm bietet einen jungen Mann in der Menge. Ador.
Der Junge König wird zurückgedrängt nicht beachtet, einigst ihm schenkt man den Jubel.
Rafael schüttelte freudlos den Kopf.
In der Vision, stieg er vom Pferd, die Krone nehmend sich einen Weg durch die Menge zu Ador bahnend um vor ihm das Knie beugend, ihm die Krone dar zu bieten.

In jenem Moment veränderte sich die Vision, er sag wie das Reich neu erblühte, schien es vorher in den Bildern verdorrt, und zwischen allem Ador der mit Freude und Liebe auf das Volk blickte, Rafael an seiner Seite, während über allem das Bild eines... Baumes lag.
Rafael atmete auf, während die Gestalt auf ihn zu schwebte um mit ihm zu verschmelzen.
Erneut das Gefühl der Geborgenheit, des Friedens, des Eins sein mit allem.
In sich die Bilder Ilaras sehend, ihr leben bis auch sie sich zu den Gestalten um den Baum gesellte, ihm einmal zuwinkte bevor all das verblasste und nichts übrig blieb bis das Gefühl das der Schrein selber ausstrahlte.
Tief und ruhig atmete Rafael und lange blieb er kniend, bevor er sich erhob, sich verneigte und rückwärts zurück trat, bis er bei Angelina war.
Gemeinsam gingen sie zu den Pferden wo Rafael seiner Gemahlin von der Vision erzählte, bevor man wieder aufsaß und zum Schrein Boresals weiter ritt.

Verfasst: Montag 5. Juni 2006, 10:37
von Rafael de Arganta
Der Schrein der Tapferkeit

Andächtig blickte Rafael auf die beiden Schwerter die als Relief im Boden eingelassen waren.
Dann schritt er hinüber in den Schrein wo das blaue Leuchten ihn umgab. Ausgehend von einer sich manifestierende, Männergestalt die ihn schon erwartet hatte.
In Ruhe verneigte der Ritter sich bevor er das Knie beugte, und demütig den Kopf senkte.
Die Gefühle die ihn umfingen kannte er zwar schon doch waren sie jedes mal neu und anders.
Kaum wollte man sie je wieder missen, wissend doch das es so sein würde.
„So lausche in dich,.. erkenne dich... wie erfüllst du dein Herz?“

Rafael ließ die Frage einen Moment lang wirken bevor er sie beantwortete. „Ich erfülle mein Herz mit Liebe.“
„Wird liebe dich allein erretten? Wird es sie erretten ? Kann es allein überhaupt erretten?“
Kaum merklich schüttelte er den Kopf noch während er antwortete. „Liebe die von Temora geschenkt ist. Sie ist rein und vermag zu erretten, denn es ist ein starkes Gefühl an das man sich
Halten kann. Es gehört zu den drei Prinzipien.“
Die Gestalt schwebte Näher und fragte weiter. „Doch wie willst du die Liebe nutzen wird sie unter Schmerz geprüft.“
„In Hoffnung und im Glauben an die Eine.“ entgegnete Rafael darauf und sah nun zu der Gestalt die näher auf ihn zu kam.
„Wen liebst du? Glaubst du du kannst sie alle erretten durch diese Liebe? Oder weicht deine Liebe wirst du selbst geprüft ?“
„Nein das glaube ich nicht, aber wer es nicht versucht hat der nicht bereits verloren? Von sich selbst Tapferkeit zu verlangen, zeigt andren Den Weg zu einem tapferen Herzen. Ist es nicht so?“
Er zuckte fast zusammen als die Gestalt ihn dieses Mal berührte und sich seine Umgebung veränderte.

Er sah sich erneut hoch zu Pferde, Seite an Seite mit Adrian und vielen Freunden und Verbündeten auf Rahal zureiten. Kampfeslärm umgab ihn und die Mauern Rahals fielen.
Er konnte sehen wie sie durchbrachen in die Stadt einfielen.
Neben ihm der Graf von Hohenfels, doch nicht besonnen wie sonst, sondern mit Trauer, Verzweiflung auf dem Gesicht, und... Zorn. Das Schwert erhoben um jeden zu erschlagen!
Rafael fühlte das Erschrecken in sich selber und stellte sich seinem Freund entgegen, schneidet ihm den Weg ab.
Schon wandelt sich die Vision und Rafael konnte sich sehen wie er das Schwert in der Hand seinem Freund gegenüber steht um ihn auf zu halten, in seinen Zorn.
„Ich weiß um deine Trauer, dennoch darf sie sich nicht wandeln in blinden Zorn.“ sprach er leise, nun die Arme vor Adrian ausbreitend. „Ich werde nicht mit dir kämpfen, aber ich muss dich aufhalten.“
Er konnte sehen wie Adrian Zorn erfüllt weiter auf ihn zuging, doch Rafael wich nicht, ihm die Brust bietend, stellte er sich seinem Freund in den Weg. „Handle nicht im Zorn denn es sind Gefühle Alatars... geleitet durch ihn, ist man nicht anders als jene die ihm dienen. Freund, was ist es das du wirklich tun willst “
Sprach er und schon mag das Schwert des Grafen ihn berühren, kurz davor ihn zu durchbohren, doch dann lichtete sich der Blick des Freundes, das Schwert fiel zu Boden und Rafael fand sich von einem verzweifelten Mann umarmt.

Erneut verschwindet die Vision.
Die Schemenhafte Gestalt schwebte weiter auf ihn zu um mit ihm zu verschmelzen, und erneut sah er Bilder in sich.
Das Leben des jungen Boresal, wie er sich weigerte zu kämpfen. Er fühlte die Trauer über den tyrannischen Vater des jungen Mannes doch auch den Wandel im Leben, die Freude über die Gaben Temoras.
Er sah wie die Gestalt ein Gesicht bekam und zu dem Baum des Lichts schwebte, wo die anderen bereits warteten.
Dann verschwand wieder alles und Rafael sah sich wieder kniend am Boden.
Ein tiefes Seufzen entglitt seiner Kehle, bevor er dann aufstand, und zu Angelina ging, sie für einen Moment in seine Arme nehmend, erzählte er ihr die Vision, doch eine Lange Rast gönnten sie sich nicht, sie mussten weiter, zu ihrem nächsten Ziel, dem Schrein des Mitgefühls.

Verfasst: Dienstag 6. Juni 2006, 14:54
von Angelina de Arganta
„Das Mitgefühl“ sagte Rafael leise erklärend, bevor er das kleine Gebäude betrat. Sie nickte nur und lächelte ihm zu, um ihm dann zu folgen.
Auch hier nahm sie wieder dieses besondere Leuchten wahr. Ehrfurcht ergriff sie und sie verneigte sich tief, sank dann auf ein Knie. Doch sie konnte den Blick nicht senken, fasziniert schaute sie auf das Licht, das aussah, als lebe es.
In einem bläulichen Glanz umspielte es ihren Gatten, der mit gesenktem Haupt auf dem Schrein niedergekniet war.
„Amyra“ murmelte Rafael leise und Angelina sah zu ihm.
Doch dann schwebte das wärmende, Ehrfurcht gebietende Licht nicht wie sonst auf Rafael zu, sondern an ihm vorbei zu Angelina, die sich wie auch sonst etwas hinter ihrem Manne hielt.
„Sie war wie Du, Angelina“ wisperte Rafe sehr leise. „Die Tochter einer Heilerin.“
Angelinas Augen weiteten sich vor Erstaunen. Das Licht kam zu ihr?
Vor Aufregung pochte ihr Herz und als das Licht sie sanft umspielte, spürte sie eine tiefe Geborgenheit. Es war für sie wie ein sachtes Streicheln… nein.. es war ein Streicheln.
„Die Gabe in Dir.. nutze sie mit Liebe.. wie Du es immer getan hast. Er wird Dich noch oft brauchen“ hörte sie dann sanft und liebevoll von einer Frau gesprochen aus dem Licht.
Zutiefst ergriffen sah Angelina das Licht nun zu Rafael schweben, ein Lächeln auf ihren Lippen und ein mit Liebe erfülltes und heftig klopfendes Herz bei ihr zurücklassend.
„Ja, Gütige“ konnte sie nur leise hervorbringen. Dann manifestierte sich aus dem Licht vor Rafael eine schemenhafte Frauengestalt.
Amyra hatte sie berührt… mit ihr gesprochen!
Mit ihrem Verstand konnte sie es noch gar nicht erfassen. Sie… eine einfache Heilerin, eine junge Frau, die nicht viel von den Lehren Temoras verstand…
Auch wenn ihr Glaube und ihre Erfahrungen, die sie bisher gemacht hatte, sie immer mehr von der Güte und Liebe der Tugendbringerin überzeugten, so war dieses Erlebnis für sie kaum fassbar…
Angelina konnte erkennen, dass die Lichtgestalt nun mit ihrem Gatten sprach, sie konnte ihre Worte nicht mehr verstehen, nur noch Rafaels Antworten.
Angelina senkte demütig ihr Haupt und spürte ihren Gefühlen nach.
Immer wieder hörte sie die leise gesprochenen Worte in ihrem Geiste…
„Die Gabe, die in Dir ist…“
Mitgefühl.
„Er wird dich noch oft brauchen.“
Rafael.

Verfasst: Mittwoch 7. Juni 2006, 16:45
von Rafael de Arganta
Der Schrein des Mitgefühls



Den Regen, der ihm ins Gesicht schlug, bemerkte er kaum, so sehr war er in Gedanken mit sich und all dem was bisher auf seiner Reise geschehen war.
Immer wieder blickte er zu Angelina die ihm manches mal ein vorsichtiges Lächeln schenkte, auch sie spürte die Einzigartigkeit dessen was geschah, was auf ihn wartete.

„das Mitgefühl.“ wisperte Rafael als sie den Schrein endlich erreichten.
Warum flüsterte er eigentlich? Rafael vermochte es nicht wirklich zu sagen, wohl wegen des ehrfürchtigen Gefühle das ihn durchströmte als er sich dem heiligen Gebäude näherte.
Als er eintrat sah er schon zwischen den Kerzen ein konturloses blaues Leuchten, als wenn es auf ihn gewartet hätte.
Demütig verneigte er sich bevor er voller Anspannung das Knie beugte, darauf wartend was geschehen würde.
Als das Licht sich dieses Mal zu bewegen begann, war es anders als sonst.
Es schwebte auf Angelina zu umspielte sie sanft und Rafael begriff.
Amyra...
Wie Amyra auch war Angelina zum einen die Tochter einer Heilerin auch übte sie nun diesen Berufe selber aus.
Das Licht verblieb noch einige Moment bei Angelina, bevor es zurück schwebte und eine schemenhafte weibliche Gestalt an nahm. Schon erklangen ihre Worte. „ So siehe in dich.. erkenne dich.. was führt deine Seele.“
Rafael brauchte nicht lange um zu antworten. „Die Drei Prinzipien. Liebe, Mut und Wahrheit.“
„Ist deine Liebe stets stark genug, dein Mut von Weisheit gefüllt und deine Augen sind sie offen für Wahrheit?“
Kaum merklich schüttelte Rafael den Kopf. „Ich wünschte es, doch bin ich nicht ohne Fehler.“ gibt er zu. „Doch versuche ich danach zu streben stets die Wahrheit zu finden.“
Die Frauengestalt schwebte weiter auf ihn zu während sie weiter sprach. „Wie viele Fehler sind in dir erkennst du deine vor denen der anderen?“
Demütig blickte Rafael gen Amyra. „Ich erkenne viele der Fehler von mir, Doch ist es nicht das man aus Fehlern lernt um Weisheit daraus zu schöpfen.“
„Wirst du sie erkennen bevor es geschieht..“ sprach Amyra und berührte ihn auf das erneut sich die Umgebung von Rafael wandelte. Er erkennt einen Kerker, eine Frau steht vor ihm...Worte die er nicht wirklich zu hören vermag erklingen und er sieht nur die Lippen die sich bewegen während sich ein tiefes Gefühl von Ruhe in ihm ausbreitet.
Die Bilder wandeln sich. Er sieht wie durch fremde Augen nackte Füße die eine Treppe hinauf schreiten einen Gang durchwandern stets begleitet von einer Frau die er als Luzcilla erkennt, sowie anderen Gestalten hinter Masken die er nicht zu erkennen vermag. Eine Tür öffnet sich und er erkennt eine Folterkammer in die die nackten Füße nun schreiten.
Rafael braucht nicht viel Fantasie um zu erkennen um welche Szene es sich handelt... das dieses die Vergangenheit des Aufenthaltes der Heiligkeit in Rahal war.
Auf seufzend presst er die Lippen zusammen den Atem anhaltend, und er kann spüren den Schmerz die die Peitsche verursacht, stetig hört er Worte die rufen der Zorn würde hiervon bewahren würde man ihm nur nachgeben.
Nochmals wandelt sich das Bild und er sieht erneut Luzcilla sieht sie eine rot glühende Klinge erhebt, er fühlt den Schmerz sieht die Klinge vor sich dann als nächstes nur noch brennender glühender Schmerz und Dunkelheit.

Rafael brüllt auf, stöhnend und gequält lässt er den Kopf hängen die Hände zu Fäusten geballt.
Erneut wandeln sich die Bilde.
Er sieht Luzcilla vor sich nun in Ketten und er selber hält jenes glühende Schwert in der Hand.
„Erkenne dich. Handele!“
Hörte er Amyras Stimme in sich doch er schüttelte den Kopf. „Nein.. Nein...“ wisperte er um auf die Klinge zu schauen. „Niemals Untaten mit Gleichem vergelten.“ meinte er nur um das Schwert nun zu heben, um es in ein Fass mit Wasser zu stecken.
„Hass führt zur dunklen Seite und lässt uns den Weg vergessen den wir gehen wollen. So wie ich es einst tat und nie wieder tun werde.“

In dem Moment wo er die Worte sprach, verließen ihn die Bilder, die Umgebung wechselte wieder und er fand sich wieder kniend in dem kleinen Schrein.
Wie die Gestalt nun ganz zu ihm schwebte, in ihm aufging und er das Leben in Bildern der Amyra sah, bis hin... zum Baum des Lichts, wie sie sich zu den anderen Sechs gesellte und ihn lächelnd anblickte.
Rafael lächelte vor sich hin, doch in seinen Gedanken lächelte er den Siebenen zu. Erleichtert und die Geborgenheit in sich nachspürend.
Erst als Angelina ihn langsam am Arm berührte schaut er auf, schenkte ihr sein Lächeln bevor er sich erhob, sich noch einmal vor dem Schrein verbeugend, verließ er mit seiner Gemahlin den Schrein ihr von all dem berichtend was er gesehen hatte....

Jetzt blieb nur noch ein Schrein über ...
Der Schrein der Ehre.

Verfasst: Freitag 9. Juni 2006, 16:23
von Rafael de Arganta
"Der Schrein der Ehre," Angelina. Wisperte Rafael ergriffen fast als sie sich ihm näherten.
„Ich hoffte Alsamar nie zu enttäuschen.“ meinte er beim Eintreten als er schon von dem blauen Licht umspielt wurde, das wohl schon auf ihn gewartet hatte.
Er verneigt sich ehrfürchtig, bevor er auf die Knie sank, den Kopf geneigt um zu hören was kommen würde.
Dieses mal zog sich sein Magen zusammen, Furcht ergriff ihn.
Zu fehlen...
Die Gestalt manifestierte sich dieses mal zwischen der Rüstung und dem Kerzenständer, bevor sie leise zu sprechen anhob. „Du bist dem Ziel nahe doch fern wie einst .. wissest du um die Wahrheit oder fehltest du doch.. Gehe in dich erkenne deine Hoffnungen, überdenke dich, sieh was dein Ziel ist und sein könnte... Was wird dich leiten... wo liegen deine Wünsche, wie könnte es sein, wäre dein Leben neu. Noch einmal solltest du die Wahl haben... So wie du dich entscheidest so wird es sein..“
„ Mein Ziel ist es, der Einen zu dienen. Mein Wunsch ist es jenen zu helfen die der Hilfe bedürfen
Und das dabei die Tugenden beachtend, zu ihrem Wohlgefallen. Nichts im Leben würde ich ändern den Weg genauso gehen, Denn meine Fehler die ich machte ...daraus lernte ich.“ entgegnete Rafael
und versuchte sich zu wappnen während die Hand der Gestalt sich ausstreckte und ihn berührte, ihm dunkel und absolutes Vergessen schenkte.

Er sah sich in die Nacht zurück versetzt von Roselyns Tod.
Erneut spürte er die verzweifelte Liebe um jene Frau in sich. Sieht sich im Schloss Adrians wieder, doch etwas ist anders.
Roselynn ist nicht tot.

Rafael erkennt Adrian bei ihr als er eintritt. Die Bilder sind wie einst doch Roselynn lebt noch fleht ihn um Hilfe an Er hört die Worte, „Du bist meine Liebe errette mich.“
Rafael hört nichts weiter, doch er weiß er muss sich entscheiden zwischen Roselynn und Adrian.
Rafael bleibt stehen, die Hände an seinen Seiten, obwohl ihm einige Gefühle durchströmten.
Wut, Hass... Eifersucht, doch auch das Wissen um den Freund und Ehrenvollen Mann vor sich.
„Adrian, was macht sie hier, warum ist sie bei dir.“ Er tritt näher, streckt die Hand gen Roselynn aus, ihr diese bietend.
„Rafe du kennst mich. Du kennst mich doch.“ hörte er Adrian, doch Roselynn unterbricht ihn. „Entscheide dich bin ich dir nicht alles wert, mehr als er?“
Die Worte verwirrten ihn. Warum sollte er zwischen seiner Liebe und dem Freund wählen müssen. „ Ich liebe dich, doch ist mir mein Freund wie ein Bruder, so möchte ich auch von ihm hören was
geschehen ist, bevor ich urteilen würde.“ meinte er Beide nicht aus dem Blick lassend, doch Roselynn begehrte auf. „Du und ich wir können leben ohne ihn , er ist falsch er wird lügen sei mit mir.“ Ihre Stimme verführerisch, zart so betörend wie immer und ein leichtes lächelnd legt sich auf seine Züge bei dem Gedanken an die Freuden, doch wir der ernst als er Adrians Blick sieht. Bittend und fragend zu gleicht.
„Er wird uns töten , sein Tod ist uns Schutz... hilf mir.“
„Ein Tod ist niemals eine Lösung und töten erst recht nicht.“ entgegnete er leise blickte aber dann gen Adrian. „Du weißt aber das ich dich fordern müsste wenn du ihre Ehre ... beschmutzt hast.“ meinte er ruhig sich auf seinen Freund konzentrierend, der nun zu seinem Schrecken sein Schwert zieht und hebt. Den Blick warnend, und doch seine Handlung offensichtlich eindeutig gegen Rose gerichtet.
„Wenn du sagst du liebst mich, warum bist du dann bei ihm?“ fragte er Roselynn leise, nun mit Zweifel im Herzen, während er sich zwischen sie und Adrian stellte.
„Er zwang mich!“ hörte sie ihre Stimme hinter sich, und schüttelte stirnrunzelnd die Kopf.
„Das würde er nicht.“ meinte er verwirrt über den Warnenden Blick Adrians, der nun das Schwert erhoben näher trat und befahl. „Geh zur Seite Rafe!“
Doch der junge Ritter schüttelte den Kopf. „ Was ist es mein Freund das sie tat.“ meinte er das Wort mein Freund besonders betonend, den warnenden Blick Adrians ignorierend, und nun doch sein eigenes Schwert ziehend, doch es nicht erhebend. Er konnte, durfte nicht zulassen das Adrian ihr etwas tat. Er musste nach der Wahrheit streben.
Über allem hörte er nun eine Stimme. „Erkenne dich , erkenne den Weg und gehe ihn“
„Die Gerechtigkeit bietet, beide Seiten zu hören, und kein Handeln zu zu lassen, Was ist es das geschah!“ meinte er nun mit fast verzweifelt klingender Stimme.

Schon immer hatten Adrian und er sich fast ohne Worte verstanden, und er sieht die offene
Aufforderung sehr deutlich und dringlich in dessen Augen, die ihn ermahnt sofort zur Seite zu gehen und die bitte ihm doch zu vertrauen, zu sehen..
Erneut hört er die Stimme in sich. „Höre nicht erkenne... sehe und handle.“
Noch immer Adrian im Wege stehend, meint er mit fester Stimme. „Sie gehört zu mir und ich kann nicht dulden das man ihr Leid antut. Du bist ein Mann von Ehre und würdest niemals dein Schwert gegen jemanden erheben der ohne Waffe ist.“ fest ist er von dieser Erkenntnis überzeugt das Rascheln hinter sich nicht beachtend. Er sieht das Nicken Adrians, den flehenden Blick des Freundes der das Schwert jedoch nicht senkt, und Rafael fühlt sich hin und her gerissen zwischen seiner Liebe und der tiefen Freundschaft zu Adrian. Doch weiß er um die Ehre des Freundes, und so dreht er sich nun langsam gen Roselynn um, die gezogene Waffe in ihrer Hand mit der sie auf ihn ein stechen will.“
Sofort greift er mit der Hand nach ihrem Handgelenk, doch ist das der Moment wo die Umgebung um ihn verschwindet und er sich wiederfindet, kniend im Schrein der Ehre.
Eine sanfte Stimme erklingt nun von der Lichtgestalt, vor ihm. „So hast du erkannt und nicht den falschen Kampf der Ehrlosigkeit gesucht. Selbst im Unwissen über das jetzt hast du recht entschieden...“
„Mein Herz ist es das gelernt hat, und mich leitete, Ohne das Wissen über das jetzt.“ meint er demütig, und spürt mehr als das er sieht wie die Gestalt dieses mal mit ihm zu verschmelzen beginnt, und er sieht nun ebenso des Leben Alsamars in sich ablaufen wie von den andren Kindern vorher her, bis hin, da er sich zu den anderen unter dem Baum des Lichtes gesellt.

Aufatmend nahm Rafael die Szene in sich auf, der Geborgenheit und dem Frieden in sich nachspürend das diese mal noch deutlich stärker ist als bei allen Schreinen vorher.
Rafael musterte jede Gestalt unter dem Baum sie wieder erkennend, und auch sie scheinen ihn an zu sehen und Sieben stimmig erklingt es nun von ihnen. „Die Prüfung des Herzens ist fast bestanden doch der letzte Schritt er wartet noch auf dich.“
Rafael wusste was sie meinten. „Der alte Gesell, der Baum des Lichtes.“ meinte er ehrfurchtsvoll
sich noch einmal verneigend vor den Tugendbringern, die nun noch einmal auf ihn zu traten um ihn freundlich zu umarmen. Dann entschwinden sie.. wie es scheint in dem Baum hinein.

Rafael blickte lange darauf, bis die Vision komplett verblasst war und es dauert bis er sich verneigt und sich erhebt, taumelnd etwas von dem Erlebten sich nun zu Angelina umdrehend.
„Ich wünschte,... du könntest fühlen was ich fühlte“ wisperte er leise und lächelt sie an als sie nach ihrem Arm greift um ihn zu halten. „Ich fühlte so viel, ich kann es nicht mit Worten beschreiben“ sagte sie leise und Rafael gab ihr Recht. „ Ja, es ... man kann es nicht beschreiben. Ich sah sie... alle sieben, doch muss ich noch zur letzten Prüfung.“ erklärte er ihr nun von dem was er erlebte berichtend.
„Damals so glaube ich, hätte ich Rosi geglaubt, aber ... es ist so das mein Herz gelernt hat, auch wenn ich selber Vergaß, so fühlte und schlug doch mein Herz mit dem Wissen von Recht und Unrecht.“
Angelina nickte und noch weiter darüber sprechend gingen sie zu ihren Pferden um den letzten Weg an zu gehen...
Den Weg ins Kloster, zum Baum des Lichtes.

Verfasst: Mittwoch 14. Juni 2006, 11:06
von Rafael de Arganta
Rafael war flau im Magen als er die heilige Städte betraf.
Das Kloster der Weg zum heiligen Baum.... zum Baum des Lichtes der ihm jetzt noch so allgegenwärtig war aus all seinen Visionen.
Der nun durch das was er sah noch mehr an Bedeutung angenommen hatte.
Er sah wie die Sieben um den Baum herum standen und er sah die Seelen der Kinder in ihm.

Als Angelina sich neben den Baum kniete, trat er vor und streckte vorsichtig und ehrfurchtsvoll seine Hand aus um den Baum, der so viel Ruhe, Geborgenheit ausstrahlte zu berühren.
Das Licht des Baumes, das ihn stets umspielte, ging nun weiter, strahlte über seine Hand bis es ihn ganz umfing und einhüllte.
„Schon konnte er die Stimmen der Sieben hören. „ Erkannt hat dein Herz viel , gehe den Weg den
du für dich fandest und erkenne dass Tod nicht das ist das du suchen sollst. Nicht Waffe ist ohne Wort siegreich noch kann das Wort allein überleben
Erkenne die Tugenden in ihrer Gesamtheit, nutze sie für dich willst du bestehen“

Schon schwanden die Stimmen und erneut traf ihn eine Vision.
Er sieht sich und Angelina auf sein Haus zureiten als Hufschläge erklingen kurz hierauf reitet eine düstere Gestalt aus dem Wald heraus gezogenen Schwertes und ergreift sich Angelina das Schwert an sie legend scheint die Gestalt dann ihn anzuklicken, doch nicht wie sonst wird gewartet darauf das er reagiert, sondern entschwindet die Vision und nichts bleibt als das Gefühl von Geborgenheit.

Rafael schüttelte leicht verwirrt und bedrückt über das was er sah, den Kopf. Warum schwand die Vision? Warum konnte er keine Lösung suchen? Was würde weiter geschehen?
Er blickte sich mit beunruhigtem Blick gen Angelina um, um dann auf zu atmen als er sieht das sie noch da war. Ihren fragenden Blick beantwortete er mit einem leichten Kopfschütteln, und als er nun langsam die Hand zurück zog hörte er noch einmal die Stimmen. „ Diese letzte Prüfung mögest du überstehen, so wird dein Schicksal sich eröffnen. Gehe und finde, erlöse und errette , suche deinen Pfad , dein Schicksal.“
Nur langsam nickte Rafael nun, er stand auf, verneigte sich abermals vor dem Baum bis er zurück gen Angelina trat.
„Das... war es.“ meinte er leise, „Ich sollte noch mit der Heiligkeit sprechen doch ist sie wohl noch in der Morgenmesse. Kommen wir später wieder her.
Angelina nickte nickte nur, stand ebenso auf, verneigte sich. „ Hab dank für deinen Segen.. Gütige Lichtbringerin.“

Auf dem Wege hinaus erzählte Rafael ihr was er gesehen hatte. „Ich bin Verwirrt.“ meinte er dann leise. „Ich bekam diese Vision aber keine Möglichkeit zu helfen oder zu handeln.“
Angelina krauste die Stirn. „Ja sprechen wir später mit der Heiligkeit, und reiten erst einmal heim.

Verfasst: Mittwoch 14. Juni 2006, 11:53
von Rafael de Arganta
Gemeinsam ritten sie nebeneinander her.
„Ein wenig schlafen und Frühstücken.“ murmelte er während Angelina ihr Pferd antrieb, und lachend vor ihm her ritt. Ihre Antwort indess hörte er nicht mehr, da das Grauen ihn überraschte.
Aus dem Wald vor ihm preschte ein Reiter heran. Düster angezogen, in einer dunklen schimmernden Rüstung, der ohne das er oder Angelina reagieren konnten heran war, Angelina auf sein Pferd riss, ein Stück mit ihr vor preschte um dann mit ihr ab zu steigen,
„RAAAAAAAAAAFEEE.“
Schrie seine Frau erschreckt und nach ihm um Hilfe doch es war zu spät es zu verhindern.
Er konnte sehen wie sie versuchte sich zu wehren, doch war es zwecklos. Die Gestalt zog das Schwert und hielt es ihr nun an die Brust.

„NEEEEEEEEEEEIN!“ brüllte er und preschte blass werdend, heran, hielt sein Pferd dann an. „Lass sie gehen!“ der Gestalt zurufend, ließ auch er sich von seinem Pferd gleiten.
„Ruhe!“ erklingt die Stimme kühl und hart. „Ich bin gekommen die Unreinen zu holen wie es uns immer aufgegeben war...“
Rafael begriff sofort. „Einer der verirrten Templer. Jener die im Namen Temoras stritten jedoch den Falschen Weg gewählt hatten. Ruhig versuchte er seine Stimme klingen zu lassen, obwohl er alles andere als das war. „ Lass sie gehen, Denn sie ist nicht unrein. Ihr streben ist es Leben zu retten. Sie ist eine Heilerin.“
Sein Herz zog sich zusammen als er sah wie Angelinas Augen sich mit Tränen füllten als die Kreatur das Schwert härter ansetzte. „Unrein ist ein jeder vor meinen Augen.. So wie es mir auferlegt ist.. ohne Erlösung.. niemals ruhend... Temora war mein weg das unreine aus der Welt zu schaffen..so wird es immer Schicksal sein Ruhelos, gnadenlos.“

Rafael trat langsam weiter auf ihn zu, die Hand weg vom Schwerte. Es zu ziehen, wäre der blanke Wahnsinn. Jene Gestalt dort, bedurfte des Mitleides und vielleicht verstand er und war zu erlösen.
„ Dann seid ihr es selber, denn sich selbst auf ein Podest zu stellen ist nicht recht. Ohne Erlösung...
ohne Ruhe ist nur wer der Einen nicht folgt, sich ihr und ihren Worten nicht öffnet
Nur wenn ihr nicht erkennt. Öffnet euch ihr und ihren Worten, so findet ihr Vergebung und Ruhe.“
Fast war es als wolle die Kreatur auflachen doch dann schüttelte sie nur den Kopf.
„Was kannst du schon ändern.. was wirst du schon erreichen...“ begann die Gestalt, unterbrach sich dann jedoch um Angelina an zu fahren die langsam zu beten begann.
„Kein Wort sollst du sprechen Frau es ist nicht an dir.“ zischte die Gestalt und blickte wieder vor zu Rafael der weiter zu sprechen begann.
„Ändern ... kann ich nur in dem ich versuche Hoffnung zu geben. Dir Hoffnung zu geben, denn es ist das Licht. Temoras Licht,. Ihre Vergebung, ihre Liebe wird dir Vergebung und Ruhe schenken.“ meinte er nun vor der Gestalt stehen bleibend.
„Wie willst du das schaffen keine Hoffnung ist mehr, nur Rastlosigkeit zu holen und zu strafen
Findest du den weg? oder willst du doch nur verlieren?“ klang es nun fast spöttisch unter der Rüstung hervor.
„Ist es nicht eher erst einmal über sich selber zu richten bevor man andere richtet? Ist es nicht eher das du erkennen solltest welchen Weg du beschreitest? Liebe... Demut, Mitgefühl.“
„Ich kenne meinen Weg,“ zischte die Gestalt, „mein Schicksal.. Kennst du das deine,, kennst du das ihre? Wirst du es finden oder ist es an mir dir zu nehmen?“

Rafael zog es die Brust zusammen als er Angelinas ängstlichen Blick begegnete, und er versuchte ihr Hoffnung zu geben in dem er ihrem kurz ruhig begegnete, bevor er antwortete.
„Man kennt nur den Weg und das Schicksal bestimme nicht ich. Ich gehe nur meinen Weg, und versuche anderen diesen zu zeigen. Den Weg des Lichtes. Den Weg Temoras... Liebe, Mitgefühl Vergebung.“
„So gehe ich nun meinen und sie den , den ich für sie vorsehe , erkennst du nicht was
dein Weg ist?“
Rafael konnte sehen wie die Gestalt nun das Schwert hob um Angelina zu verwunden, doch er wusste auch das kein Weg ihm helfen konnte die Gestalt daran zu hindern.
„Temora steh mir bei.“ keuchte er auf. „Gebe das er erkenne, das er deine Güte sehe.“
„Nichts das du tun kannst bis auf eines doch so du nicht erkennst verlierst du, und mein Los führt sich fort. Tue das Rechte , tue es nun oder sei allem benommen.“
Rafaels Hand fuhr zum Griff des Schwertes doch er zog er es nicht, stattdessen die Worte gut wählend mit denen er weiter sprach, „Du wandeltest auf Irrwegen wie ich einst, der Kampf ist nicht der Weg den man gehen soll. Ich vergebe dir dein Tun so wie sie es längst getan hat. Finde Frieden, Frieden mit dir selber deinem Tun und du findest die Liebe Temoras.“

Langsam streckte der nun die Hand, die vorher am Griff des Schwertes war nach ihm aus, auf die Knie gehend. Die Augen einen Moment schließend, sich öffnend um Temoras Güte zu erbitten und leise nun zu sprechen. „Temora segne dich. Ich erbitte den Frieden und ihren Segen für dich auf das du erfüllt seist mit ihrer Liebe.“
Als er nun einen leisen Laut hörte, riss er sofort die Augen auf, und sah das die Gestalt Angelina los gelassen hatte, und sie unversehrt zu Boden glitt.
Die Gestalt wird nebelhafter, und schließlich schwindet sie ganz.
Angelina, raffte sofort ihre Robe, stürzte auf Rafael zu der sie sofort auffing und in seine Arme nahm und wo vorher noch die Gestalt war, blieb nichts zurück als eine Kiste... und aus dem Nebelhauch der sich langsam auflöste, erklang eine Stimme. “So finde ich nun Ruhe, endlich meinen Frieden..Mögest du den reichten Weg finden von dem ich im Leben abkam.“
„Friede sei dir gegeben. Vergebung und Liebe.“ antwortete Rafael mit noch immer bebender Stimme, Angelina an sich drückend, und erst nach einigen Minuten meinte er leise. „Wie lange er wohl gelitten hat.“ Angelina zuckte die Schultern und es dauerte bis auch sie sich beruhigt hatte.
„Was hat er dir hinterlassen?“ fragte sie leise nun auf die Kiste blickend. „Sehen wir nach.“ meinte er fast nachdenklich sich nun erhebend und zur Kiste gehen, die er fast vorsichtig öffnete, um darin einen Schild zu finden. Zugleich ein leises Wispern. „Sei der Schutz der mir einst gegeben vor meinem Versagten nun für dich da.“

„Einen Schild.“ meine er leise. „Wir sollten... ich muss zur Heiligkeit.“
Er konnte sehen wie Angelina, die noch immer von dem schrecken gezeichnet war nickte.
„Bitte sag ihr das ich später nach ihr sehe, ja? Ich wurde mich gern ein wenig hinlegen.“
Rafael nickte und begleite Angelina noch ins Haus hinein. Auf seine Frage ob er bleiben solle, verneinte sie, und so ging er wieder hinaus. Den Schild in der Hand stieg er auf sein Pferd und ritt zum zweiten male an diesem Tage zum Kloster.
In der Hoffnung die Heiligkeit, würde Zeit für ihn finden.

Verfasst: Mittwoch 14. Juni 2006, 12:35
von Rafael de Arganta
Rafael fand Alyssa kniend und mit gesenktem Haupt vor dem Baum des Lichtes.
Langsam trat er näher, verneigte sich vor dem Baum und ihr um leise einen Gruß zu sprechen.
„ Temoras Segen mit euch eure Heiligkeit,.“ meinte er und diese wand ihr Gesicht ihm zu.
„So bist du also gekommen.“ sprach sie leise und sanft, beinahe wie ein Hauch. Temora segne und behüte dich, auf deinen nun kommenden Pfaden.“
Langsam beugte er das Knie neben ihr. „Ich habe sie gesehen... Alle Sieben.“ meinte er leise.
Alyssa nickte. „Ich hörte ihren Ruf, als sie sprachen empfange jenen der die 7 Segen in sich aufnahm und die letzte Prüfung mit Weisheit statt mit Kampf überstand. So wie es die Hoffnung war dass sein Herz recht erkennt. Fuhre den Weg fort wie du es auf deinem Pfad gelernt hast.
Denn du bist Erbe dessen der fehlte, verbessere wo er versagte.“
Rafael schluckte schwer als er begriff worin sein Erbe bestand. „Kampf hätte nur Tod gebracht eure Heiligkeit.
Erbe... Jener dem ich gegenüber stand?“ fragte er dann?
„Möge dein Herz rein bleiben und die Wunden und das Blut von der Rüstung tilgen die dir gegeben wurde.“
Sachte nickte sie nun zu seiner letzten Frage. „Sieh du bist auserwählt doch begehe nicht seine Fehler.“
„Ich fühle mit ihm. Und Freude erfüllt mein Herz das er nun Vergebung fand zurück fand
in ihren Schoss und nun Ruhe findet.“
Alyssa lächelte als er diese Worte aussprach und als er dann weiter sprach.
„Ich beging jenen Fehler einmal das ich neben dem Pfad wandelte, im festen glauben ihn nicht verlassen zu haben. Ich möchte ihn gehen in Gedenken an die Sieben.
Die Ruhe ist nun mit ihm , dein Weg wird so hofft Temora in Liebe zu dir rein und würdig sein.“
Ließ die Heiligkeit sich nun vernehmen und während sie nun den Stab hob, erstrahlte dieser in einem Hellem Licht, und sie legte ihre Hand auf sein Haar. „So sei gesegnet im Namen der gütigen Mutter der Tugenden. Bewahrerin des Lebens, Weiserin der Sieben die uns zusammenführten.
Wandle so nun stets auf ihren Schritten und im Angesicht der Tugenden selbst die dir zu halten auferlegt sind zu jeder Stunde.
Wisse sie hat dich erwählt dich von nun an zu nennen Paladin der Ehre.“

Rafael brauchte sehr lange um antworten zu können. Zu sehr war er bewegt von den Worten, und als er sprach zitterte seine Stimme merklich. „Im wahren Glauben an Temora ihren Kindern, werde ich mein bestes Geben.“
Er schaute bei diesen Worte auf den Baum des lichtes, und es war ihm als würde er die Sieben sehen.
„So halte die Tugenden und sie wird stets in Liebe und Freude auf dich sehen. Erhebe dich nun für deinen neuen Weg.“ sprach Alyssa und Rafael tat wie ihm geheißen, ehrfürchtig den Kopf gesenkt stand er auf. „Ich werde den Weg gehen im festen Glauben und in der Hoffnung ihr und den Siebenen zu gefallen.“

Alyssa stand nun ebenfalls auf, und obwohl blind, streckte sie doch zielsicher die Hand nach ihm aus um ihm in einer fast mütterlichen Geste lächelnde über die Wange zu streicheln. „Meines und der gütigen Tugendbringerin Vertrauen liegen auf dir.“
„Ich will euch nicht entäuschen.“ hauchte er und Alyssa nickte nur während sie ihre Hand zurück zog. Nun gehe hin denn gewiss wartet jemand daheim auf dich, die Prüfung die dir auferlegt war
war auch für sie nicht leicht.“
Rafael wusste wen die Heiligkeit meinte
„Nein ich weiss...“ antwortete er und fügte an. „Doch denke ich hat sie auch Stärke gefunden durch das was sie fand.“
„Ihr beide habt dies“
„Ja, ich denke auch. Es waren Erfahrungen die ich nie mehr missen möchte.“ meinte er aufatmend,
„Wenn es dir stets Weisung im Herzen bleibt was du gesehen und wie du gehandelt hast
dann wird dein Weg rechtens sein.“ sprach die Heiligkeit.
„ Ich werde versuchen ihn zu gehen, im Lichte ihres Wohlwollens.“ antwortete Rafael ihr und bot an sie zurück zu ihrem Gemach zu geleiten, doch die Heiligkeit lehnte ab, wollte alleine gehen.
Rafael sah ihr noch lange nach, bevor er erneut das Knie vor dem Baum neigte, und in einem Gebet versank.
Erst als es Nachmittag wurde, erhob er sich um heim zu reiten.
Es gab so viel über das er nachdenken musste.
Es war einiges Anders geworden.

Verfasst: Mittwoch 14. Juni 2006, 13:28
von Angelina de Arganta
Durch ihren Gatten gestützt erklomm sie mit weichen Knien und ein wenig zittrig die Stufen.
Nachdem sie sich auf das Bett hatte fallen lassen, schloss sie die Augen. Immer noch völlig erschüttert rasten ihr die Bilder von dem eben Geschehenen durch den Kopf und sie spürte kaum, dass Rafael ihr fürsorglich die Sandalen abnahm und ihr dann liebevoll die Stirn küsste.
Als sie die Augen öffnete, begegnete sie seinem besorgten Blick.
Nein.. sie wollte nicht, dass er bei ihr blieb…
Er sollte mit der Heiligkeit sprechen… viel zu wichtig war das jetzt.

Als sie die Haustür zuschlagen hörte, legte sie ihren Arm über ihre Augen und gab dem Impuls nach, den drängenden Tränen freien Lauf zu lassen.
In den letzten Tagen war so viel geschehen…
Sie hatte das alles noch gar nicht verarbeiten können.
Ihre Gefühle waren aufgewühlt wie noch nie.
Und dann diese Todesangst…
Sie zitterte bei den Gedanken daran immer noch tief im Inneren.
Das Gesicht dieses dunklen Ritters hatte sie nicht erkennen können, nur seinen harten Griff gespürt und seine vernichtenden Worte vernommen.
Erst als sich ihr Blick mit dem ihres Mannes getroffen hatte und seine Worte zu ihr hindurch gedrungen waren, hatte sie begriffen… es war eine erneute Prüfung. Vielleicht die letzte und wichtigste.
Da sie nicht sprechen durfte, das Schwert ihr nachdrücklich vor die Brust gepresst wurde, versuchte sie in ihrer Not still zu beten… was ihr aber wohl nicht gelungen war.
Doch trotz der Drohung ihres Peinigers fühlte sie sich beschützt.
Rafael blieb ganz ruhig… beherrscht.
Im Nachhinein konnte sie ihn dafür nur bewundern.

Er hatte sich in den letzten Tagen verändert…
Und sie sich mit ihm?
Angelina nahm aufseufzend den Arm herab und wischte sich die Tränen fort.
Ja… der Besuch bei den Schreinen und der spürbare Segen, den auch sie dort empfangen hatte, würde auch ihr Denken und Trachten verändern. Da war sie sich sicher.
War sie früher eher pragmatisch, so hatte sich doch mit der Zeit mehr und mehr ihr Glaube gefestigt und sie hatte nun die Segnungen der Lichtbringerin Temora erfahren dürfen.

Eine tiefe Zuneigung empfand sie, ließ es warm werden in ihrem Herzen.
Liebe zu ihrem Mann, der sie gerettet hatte durch seine Besonnenheit…
Liebe zu der Göttin, die ihren Mann so wunderbar gesegnet hatte.