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Kianad al'Dor und Jeunesse Marverna

Verfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 11:32
von Thrillom Samuas
Die letzte Reise

Der Tag war schon sehr langgezogen und der Abend brach schon herein, als Thrillom in aller Seelenruhe in seiner Hütte saß und auf die Ankunft zweier Freunde wartete. Die Sonne versank schon hinter den Bergen im Norden und es sah aus als würde ein mächtiger Drache den Feuerball der Sonne verschlingen, als er des Wartens Müde geworden war und sich aufmachte, den Weg welchen die beiden gerne gingen abzulaufen.
Der Regen vom tage hatte den Weg in einen sachten Schlammpfad verwandelt, welchen er mit Sachter mühe hindurch schritt. Lang mußte er sich nicht durch den Schlamm wühlen als er eine Person neben im Dreck der Straße liegen sah. Als er näher trat weiteten sich seine Augen, er erkannte Jeunesse welche in einer Blut Lake gebettet am Wegesrand lag. Eilig schritt er zu ihr und sank neben ihr in den Match. Mehrer Bolzen hatten ihr Seidenkleid durchbohrt und sind bis in ihr Herz eingedrungen sind. Das Herz schwieg wohl schon etwas länger und das Blut kühlte sich schon langsam ab. Suchend huschte sein Blick durch die Umgebung, bis er Kianad fand. Er lehnte an einer alten Eiche den Kopf auf die Brust gesenkt. Als Thrill näher trat bemerkte er den Strick welcher um Kianads Hals gelegt war und ihn in Aufrichtiger Postion an dem Baume hielt. Sachte kniete er sich neben ihn als er auf die schwere Verletzung des Mannes Aufmerksam wurde. Die Brustplatte war an der Brust geborsten und eine tiefe Stichwunde verlief sich dadurch bis weit in die Brust. Man hatte den Mann feige hingerichtet. An einen Baum gefesselt und ihm den Gnaden Stich verpaßt. Wutentbrannt rannte Thrillom die Straß in Richtung des Wohnhauses der beiden entlang um nach dem wohl der Tochter Kianads zu sehen. Doch schon von weitem war klar zu erkennen das jenes Haus schon Opfer der Flammen geworden war. Rufe nach dem Kinde verhallten in der Finsternis und so gab es nur noch eins für ihn zu tun.

Re: Kianad al'Dor und Jeunesse Marverna

Verfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 11:32
von Thrillom Samuas
Das endgültige Ziel


Betrübt schlenderte er den Weg entlang zurück zu seinen verstorbenen Gefährten. Er mußte ihnen die letzte Ehre erweisen und ihre Reise beenden. Mit starker Mühe zerrte er die beiden durch den Wald an einen Abgelegen Friedhof. Viele Riten wurden hier schon gesprochen und der ein oder andere Blutstropfen wurde hier ebenso vergossen. Eine Schaufel fand sich schnell, wie immer wartete sie auf die Lakain in einer der Baumkrone und schnell ward damit ein Grab ausgehoben und die beiden in die Erde gebettet. Die Siegelringe der beiden nahm er ihnen noch von den Fingern und verstaute sie sicher in einer Tasche. Nun galt es ihre Seelen zu befreien und sie dem einen zu Entsenden welcher sie mit Heißhunger Empfang. Notdürftig wurde ein Pentagram aus Rehblut um das Grab gelegt den die Dämmerung verriet ihm das er sich zu eilen hatte. Vor dem Grabe kniend die Hände vor der Brust gefaltet und das Kinn auf den Fingerspitzen gebettet, verharrte er vor dem Grab. Betete zu seinem Meister und Löste die Seelen von den Toten Körpern um sie in die Hände des Rabens zu legen. Ihre Seelen sollten ihn laben und sättigen und ihre letzte Aufgabe erfüllen um an ihr endgültiges Ziel zu gelangen.
Als die ersten Sonnenstrahlen die Wipfel der Bäume durchbrachen war der Boden wieder zugeschüttet. Auf einem Stein war in krakeliger Schrift etwas hinein gerietst.
„Kianad al’Dor und Jeunesse Marerna – in ewiger Ruhe.“
Selbst eine kleine Blume zierte die noch sichtlich frisch zugeschüttete Erde.
Trauernd schloß Thrillom hinter sich die Türe, als er zu Hause ankam. Sicher hatte er seinem Meister einen wichtigen Dienst erwiesen. Aber denoch überwiegte die Trauer darüber 2 wenn nicht gar 3 seiner engsten Begleiter verloren zu haben.

Kienad al'Dor und Jeunesse Maverne

Verfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 15:48
von Caireen al´Dor
Sicher, sie hatte sich wieder dem Verbot ihres Vaters widersetzt. Normalerweise tat sie alles was er sagte, doch wie wollte man einem kleinen Kind das sich furchtbar langweilte, ein Verbot klarmachen dessen Uebertreten normalerweise niemand bemerkte?
Kurz nachdem sie in dieses winzige Haus eingezogen waren, war sie schon einmal hinausgegangen, weil sie zur Weide der Nachbarn wollte, damals hatte sie sich furchtbar verlaufen, und war am Ende von einem Mann aufgegriffen, dessen seltsamer Dialekt es ihr unmoeglich gemacht hatte ihn zu verstehen. Bis er dieses bemerkte und in die Handelssprache, wie er sie nannte wechselte.
Sie hatte einige Tage in seinem Haus verbracht, wo sie das erste mal Schnee gesehen hatte bis es Kienad gelang sie wiederzufinden. Er wollte sie gar nicht mehr loslassen.
Doch Kienad hatte viel zu tun, sich und seiner Tochter ein gutes Leben aufzubauen, und auch Jeunesse hatte selten Zeit, denn ihr Handwerk konnte sie nicht in dieser kleinen Huette ausueben. Meist schickte sie ein junges Maedchen das fuer ein paar Muenzen auf Caireen Acht geben sollte, doch eine Amme, die ihren und Kienads Anspruechen genuegte, hatten sie noch nicht gefunden. So kam es dass Caireen oefter einmal allein in der kleinen Huette nahe des Strandes war, wenn sich eines der geschickten Maedchen mit den Muenzen aus dem Staub gemacht hatte oder unterwegs aufgehalten wurde.
So war es auch an diesem Abend.
Caireen stoerte das nicht weiter, denn so konnte sie zur Weide hinunter gehen und die Pferde beobachten. Das war ein lustiger Zeitvertreib und manchmal kamen die Fohlen ganz nahe an den Zaun, wenn sie etwas zu essen dabei hatte. So packte sie die kleine Umhaengetasche, die sie noch von Alyssa hatte, zog das schoene dunkelblaue Kleid glatt dass ihr Jeunesse genaeht hatte und ging sich vorsichtig umsehend die Tuer hinaus. Sanft strich sie Ardu noch einmal ueber die Nuestern. „Wenn ich groesser bin, dann frage ich Papa ob ich dich haben kann. Er hat zwar gesagt ich bekomme ein eigenes Pferd, aber ich mag dich viel lieber Ardu.“ Mit den Worten kramte sie eine der Birnen heraus mit denen sie die Fohlen locken wollte und hielt sie Ardu hin. Mit einem Knacken und Schmatzen biss das stark gebaute Reittier ein Stueck der Birne ab und Sabber tropfte auf Caireens Hand. Doch das schien sie nicht weiter zu stoeren. „Verrat Vater nichts Ardu, ich passe auf und bin bald wieder zurueck“ Das Pferd schnaubte als die Kleine sich noch einmal umsah und dann das Gartentoerchen aufstiess und hindurch schluepfte.
Oh nein, sie war eingedoest. Es war so warm und ruhig an der Weide gewesen, das einzige Geraeusch dann und wann das zufriedene Schnauben der weidenden Pferde.
Es daemmerte bereits und Caireen hatte den Rock ihres Kleides hochgerafft so dass sie das fuer ein kleines Maedchen doch ganz beachtliche Stueck von der Weide bis nach Hause rennen konnte. Voellig ausser Atem stand sie vor einer Ruine. Verwirrt blinzelte die Kleine das Gebaeude an.
Das war falsch. War sie etwa in die falsche Richtung gelaufen? Aber sie war diesen Weg doch nun schon so oft gegangen. Sie blieb nach Luft ringend stehen und starrte die schwarzen verkohlten Mauern an. Haette sie sie angefasst, haette sie wohl gemerkt dass diese noch warm waren, doch sie dachte simpel, durch die Daemmerung haette sie einen falschen Weg gewaehlt. Und nun wurde es auch schon langsam dunkel. Sie konnte nicht hier draussen bleiben. Sie war lange genug mit ihrem Vater auf der Flucht gewesen um die Gefahren der Dunkelheit zu kennen. Zitternd ging sie weiter, sich immer hektisch umsehend bei dem kleinsten Geraeusch.
Sie musste sich ganz gewaltig verlaufen haben, sie fand einfach die kleine Huette von Jeunesse und Kienad nicht mehr. So lief das kleine Kind immer weiter.
Doch wie es nun einmal so ist, ist Fortuna kleinen Kindern und Verrueckten immer besonders zugetan und so fand sie sich anderntags in einer Hoehle wieder, in der sie Nachts vor dem Regen und der Kaelte Schutz gesucht hatte. Da sie sich nicht mehr erinnern konnte, welcher Weg zum Ausgang fuehrte, ging sie immer tiefer den Gang in die Hoehle hinein – und stand ploetzlich vor einem Seitentor Varunas.
Die Wache hatte ihr gerade den Ruecken zugedreht als sie durch das Tor schluepfte. Nein die wollte sie lieber nicht fragen, sie sahen so bedrohlich aus in den glaenzenden Ruestungen und den erhobenen Hellebarden.
Vielleicht wuerde sie Jeunesse auf dem Marktplatz finden, sie war schon einmal mit ihr dort gewesen. So ging sie zum Markt Varunas und begutachtete jeden der Staende, doch es schien noch zu frueh zu sein.
Gerade als sie weitergehen wollte, um vielleicht einen der Kutscher zu bitten sie nach Hause zu bringen sprach sie ein großer hagerer Mann an.

Re: Kienad al'Dor und Jeunesse Maverne

Verfasst: Mittwoch 31. Mai 2006, 22:11
von Thrillom Samuas
Ein Schock fürs Leben

Früh war der Tag, als Thrillom sich aufmachte um bei den Bauern welche er sich an den Marktständen erhoffte ein feines Frühstück für sich und Yanira zu erhalten. Als ihm kurz vor dem Markplatz ein kleines Kind vor die Füße stolperte. Neugierig sprach er die kleine an was sie hier so alleine machte, und ob er ihr helfen könne.
Nach einer kurze weile, stockte sein Herz für eine Sekunde, sprach das Kind doch wirklich jene Worte:
„Ich suche meinen Vater Kienad“
Kienad? Sie war das Kind von Kienad? Schon lang hatte er sie nicht mehr gesehen und sie war zu seinem erstaunen schon recht gut in das damals noch viel zu große Kleid von Jeu hinein gewachsen. Das Kleid brachte ihm auch die Endgültige Sicherheit, das es sich um Caireen handelte.
Wie sollte man einem Kinde beibringen das man am Vorabend seine Eltern beerdigt hatte?
Oder gar das es das beste für das Kind wäre einem kaum bekannten Manne zu folgen?
Thrillom erinnerte die kleine zuerst einmal daran wer er war, und nach einer abermalig längeren Diskussion sah die kleine wohl ein das es das beste ist mit ihm zu gehen, in der hoffnung, das er sie zu ihrem Vater brachte, was er ihr in der Not versprochen hatte.
Es war ihm eine Qual dem Kinde mit diesem Versprechen mit sich zu bringen und vor allem quälten sich seine Gedanken darum, wie um alles in der Welt er es ihr beibringen sollte. Aus Zufall oder ganz von alleine traf seine Hand in der Hosentasche auf die beiden Ringe. Diese müsset die kleine vielleicht kennen. Diese stünden auch der kleinen Dame zu!
Die Gedanken verfingen sich in Sorgen und Überlegungen was er nun mit dem kleinen Kinde anfangen sollte und vor allem, wie er ihr das mit ihrem Vater erklären könnte. Doch gerade als die Gedanken gänge wieder so Komplex waren, das er sie wieder einmal abbrechen und von Vorne beginnen wollte, war er auch schon an dem Hause von ihm und Yanira angekommen.
Sachte öffnete er die Tür und ließ die kleine hinein schlüpfen, ehe er sie wieder schloß. Die Stunde der Wahrheit rückte von Augenblick zu Augenblick näher. Und immer klarer wurde ihm in seiner Not, das er es einfach nur über die Direkte halbe Wahrheit ihr beibringen könne.
So verirrte sich noch ein klägliches schmunzeln auf seine betrübten Züge, als er zusah, wie die kleine auf einen Stuhl hinauf kletterte. Bevor der folgende Satz ihn wieder in die Realität zurück riß und seine Stimmung drosselte.
„Jetzt bringst du mich zu meinem Vater?“

Verfasst: Donnerstag 1. Juni 2006, 21:00
von Caireen al´Dor
Sie sass dort auf dem Stuhl und blickte den großen hageren Mann eindringlich an. „Bringt Ihr mich nun zu meinem Vater?“ Diese Frage hallte in dem Raum nach. Sichtlich rang Thrillom mit etwas in sich und schluckte erst einmal bevor er ihr ohne Worte seine Hand entgegenstreckte. Die Hand zu einer Faust geballt hielt er die Ringe darin. Mit recht rauer Stimme beschied er ihr als er die Ringe in ihre Hand hatte fallen lassen. „Dies sind deine.“ Verwirrt blickte sie den kleinen schmalen und den etwas groesseren und breiteren Ring mit dem Siegel an und wand ihren Blick dann wieder Thrillom zu. Ein wenig legte sie ihren Kopf schief ihm in die grauen Augen blickend. „ Ich habe sie Jeunesse und Kienad vom Finger gezogen... bevor ich ....“ Er schluckte. „Ich erwies ihnen die letzte Ehre und beerdigte sie womit ich sie an das Ziel ihrer Reise zur Erfuellung ihres Seins schickte.“
Nur ein kurzes Wort entrang sich Caireen. „Warum?“
„Um ihm seine letzte Ruhe unter der Erde zu gewaehrleisten und ihm Einzug in die Armee des Meisters zu geben.“
„Warum haben sie sie nicht an?“
„Nun weil ich sie als Andenken behalten wollte, allerdings solltest du sie eher haben...“
Immer noch offenbar nicht verstehend was Thrillom ihr sagen wollte starrte die Kleine ihn an.
„Sollten nicht Vater und Jeunesse sie dann anhaben?“
Thrillom seufzte, er kam also nicht umhin ihr eine Wahrheit aufzutischen, die sie glauben wuerde.
„Wenn man einem Menschen die letzte Ruhestaette herrichtet indem man ihn beerdigt, so ist die Zeit dieses Menschen vorbei, sein Herz hat aufgehoert zu schlagen, seine Lippen bleiben fuer immer geschlossen und sein Blick hat sich von den nahen Dingen abgewandt und ist in die endgueltigen Weiten abgeschweift. „
Nun schien das Kind verstanden zu haben, denn es erbleichte sichtlich unter dem dunklen Lockenschopf. Sie rutschte von dem Stuhl hinab und baute sich in ihrer winzigen Groesse vor dem knieenden Mann auf.
„Ihr luegt! Vater wuerde mich niemals alleine lassen!“ Sie untermalte die heftig ausgestossenen Worte mit einem aufstampfen des kleinen Fußes auf dem Boden.
Er musste nun handeln bevor sie ihm nicht mehr zuhoeren wuerde...
„Dein Vater hatte keine Wahl.“ Begann er ueber ihren Wutausbruch hinweg zu erklaeren. „Sie wollten am gestrigen Abend zu mir kommen, doch als sie als es daemmerte immer noch nicht da waren machte ich mich auf die Suche nach ihnen. Ich fand die beiden am Wegesrand zwischen meinem und ihrem Heim.“ Hier stockte der große Mann kurz um sich zu sammeln fuer den Anblick der ihn erwartet hatte. „Jeunesse lag in einer Lache ihres eigenen Blutes, ein Pfeil war durch das Seidenkleid in ihren Ruecken eingedrungen... sie war vollkommen ungeruestet...“ Doch dann stockte er abermals, es schien diesem großen Mann sichtlich Unbehagen zu bereiten, dies einem kleinen Kind erklaeren zu muessen. „Ihr Herz hatte aufgehoert zu schlagen...“
„Und Kienad saß nicht weit von ihr entfernt an einen Baum gelehnt. Doch sein Kopf war auf seine Brust herabgesunken. Als ich naeher trat bemerkte ich einen Strick um seinen Hals. Er war damit an den Baum gefesselt und seine Ruestung war von einem Schlag geborsten der ihm wohl direkt ins Herz eingedrungen war. Als ich zu eurem Haus weiterlief um nach dir zu sehen sah ich noch aus der Ferne Schwarzberobte – ich vermute Rahaler aus Rache – dieses pluendern und anzuenden. Doch ich war noch zu weit entfernt. Als ich ankam war es schon fast abgebrannt. So hegte ich keine Hoffnung mehr dich zu finden. Also ging ich zurueck und beerdigte deine Eltern...“
Recht verstockt blickte das kleine Maedchen ihn an als er seinen Blick wieder auf sie richtete.
„Ich will zu meinem Vater“

Verfasst: Donnerstag 1. Juni 2006, 23:59
von Thrillom Samuas
Schwerer Weg


Er mußte der kleinen irgend etwas sagen, was für den Tod ihres Vaters und ihrer Stiefmutter verantwortlich war. Was lag also näher als Rahal den Mord in die Schuhe zu schieben? Sicher wußte er nicht wer für den Mord verantwortlich war, aber jeder der Varuna Bürger würde es ihm und der kleinen Glauben wenn sie es angesprochen hätten.
Doch stellte das die kleine Dame nicht zufrieden, sie verstand immer noch nicht, und wollte das sie endlich zu ihrem Papa geführt wird. Nun, sie wollte es nicht anders! So machten sie sich auf den weg, das kleine Mädchen tapste Stinke Sauer hinter ihm her und langsam ging er voraus, immer wieder den Kopf über die Schulter drehend um sich nach der kleinen umzusehen. Weit war der Weg nicht mehr als sie das Westtor der Prunkvollen Stadt durchschritten hatten, und so liefen sich noch ein wenig über Stock und Stein was dem kleinen Mädchen dank ihrer Störrichkeit nicht Gerade leicht viel und Thrillom ein seltenes Quälendes lächeln auf die Lippen setzte. So passierten sie noch eine kleine Lichtung voller Blumen bis sie ihr Ziel erreichten. Am ende der Lichtung waren deutlich zwei frisch aufgeschüttete Erdhaufen zu sehen, vor denen ein Stein prangte. Sachte schritten die beiden darauf zu und Thrillom sank einige Meter vor den Gräbern wieder in die Knie.
„Hier sind wir, dort liegt dein Vater begraben.“
Sprach er mit sachter Bedrücktheit. Doch die kleine forderte abermals den wohl letzen Beweis.
„Warum soll da mein Vater liegen?“
Sagte sie störrig und zickig. Sie wollte es also darauf anlegen. Und so machte er sie auf das kleine Abstehende Stück des Schwertknaufes hinter dem Grabstein aufmerksam.
„Renn hin und sehe es dir an, das ist das Schwert deines Vaters, niemals hätte er es aus der Hand gelegt“
Er wußte, dass das Schwert das einzige war was außer seinem Kind Kianad ans Herzen gewachsen war. Und vor allem war es ein Gegenstand welches dem Kinde mit Sicherheit bekannt war. Thrillom wartete gespannt, in einigen Metern Abstand und Beobachtete die Kleine.