Das Ungewisse
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Einige Zeit lehnte er noch am Küchentresen, den nachdenklichen Blick auf das leere Glas in seiner Hand gerichtet.
Er schien einiges an dem Abend verpasst oder gar inhaltlich versäumt zu haben. Es war doch für seine alten, grauen Zellen zuviel des guten. Eigentlich wollte er nur in die Herberge, um nach seinen Liebsten zu blicken, doch fing es schon mit dem aprubten Stoppens von Seiten Keylons an. Was Kersti zu berichten hatte, liess den Abend sehr unpassend starten, doch es war gut, davon zu wissen.
Sie schilderte ihre Beobachtung eines Mannes namens Azyr, der wohl nach Sarah suchte und es beschlich Sie der Verdacht, es handele sich um einen Rabenbrütler.
Malachai musste nicht lange überlegen, dass er die Gunst der Stunde nutzen mochte und direkt dorthin ging, wo Kersti ihn gesehen haben mochte. Vielleicht war auch jener der Draht zu dem anderen Übel, welchen er suchte nach seinem Angriff auf Keylon.
Doch ehe er auch nur etwas sagen konnte, stand eine alte Freundin, Tränenüberflossen vor der Herberge. Leonore war wieder im Lande und was Sie wohl vorfand, begeisterte Sie wenig.
Und so zog es sich durch den ganzen Abend. Malachais Gedanken rotierten nur umher in seinem Kopfe, er nahm eigentlich kaum etwas war und wollte ja ursprünglich einen ruhigen Moment geniessen.
So entging ihn wohl auch, was er alles mit Nicken und stummen Zustimmen alles bestätigte oder aussagte. So entging ihm, was er Verdania wohl antat.
Die Diskussion zu später Stund brachte erst mehr Licht in die Details und langsam und allmählich dämmerte ihn, was er angerichtet hatte.
Sie verliess ihn, ging auf Reisen, nur für ein paar Tage, um ein wenig Luft von allem zu kriegen...der Gesellschaft...der Kinder...ihm.
Er wollte Sie bei sich behalten, sich den Problemen stellen und darüber reden, doch Verdania liess nur schwer heraus, was Sie bedrückte.
Als Sie durch die Tür ging, blickte Malachai ihr lange in der Dunkelheit hinterher, ehe er sich dem Glas widmete und an den Tresen lehnte.
Sie schliefe alleine, in der Dunkelheit und der Kälte. Ihr Beutel war doch eigentlich recht spärlich für alles und er konnte ihre Unsicherheit sehen. Ein Blinder hätte Sie gesehen.
Er presste seine Hand zu einer Faust, das Glas zersprang in jener und er beschimpfte sich, leise in seinem Kopfe, selbst für seine Törrichtigkeit, seinem närrischen Verhalten, dafür, dass er sowenig erkannte, das ganze ihm nicht offenbarte und er es so hinnahm.
Erst jetzt, mag er vielleicht das Ausmass des Abends erkennen, eine Erkenntnis, die hoffentlich nicht zu spät war.
Wie konnte er Verdania glauben, sie könne da draussen die Nächte verbringen wollen? Er, der selber oft genug sagte, wie wenig er die Schlafensstunden im Walde vermisste.
Er warf die Scherben ins leere Waschbecken, presste sich vom Tresen ab und lief, jeweils 2 Stufen pro Schritt nehmend, in Sarahs Zimmer, weckte Sie zwar leise, doch unsanft und sprach nur wenig:
"Du musst auf die Kinder aufpassen, ich werde verreisen und Verdania ist auch nicht da. Keine Sorge, ist nichts schlimmes und wir sind bald wieder da."
Ehe er seiner schlaftrunkenden Schwester Rede und Antwort stellen konnte, ging er schon hinab, packte sich einige Sachen zusammen. Allen vorran mehr Essen und Getränke, dazu einiges an Gold und seine Klingen, die schon zu lange in der Ecke verstaubten.
Er ging gerade raus, als der mächtige Kopf Schattenhufs sich an seine Brust förmlich schlug. Ein kluges Pferd, zu klug für Malachais Geschmack ab und an, doch stand es bereit, als hätte es schon damit gerechnet, dass es diese Nacht einen schnellen, langen Ausritt geben würde.
So warf Malachai die Taschen über Schattenhufs Rücken und bestieg den Sattel, die Sporren gebend und nur gen Nordosten deutend.
Der kalte Wind peitschte in Malachais Gesicht und trübte seine Augen leicht, doch er zog nur seine pechschwarze Maske und den Gugel tiefer ins Gesicht.
Er würde Sie finden, er würde Sie nicht alleine lassen. Mag Sie ihn fortschicken wollen, ihm alle Pfannen der Welt an den Kopf werfend, er würde in ihrer Nähe bleiben, bei ihr sein und für Sie da sein. Er würde versuchen, ihr alles zu erklären, zu zeigen, dass er verstünde, was in ihr vorginge und was er doch abermals für ein Narr war.
Er wird nicht ruhen, ehe er in ihre strahlenden Augen blicken konnte und sie im Arme hielt, einfach ihre Nähe spürend und bei ihr sein.
Ja, er war der Schattenlord, Personen zu finden, war lange seine Aufgabe und diesesmal, erschien ihn eben jene wichtiger als sonst irgendwann in seinem Leben.
Er schien einiges an dem Abend verpasst oder gar inhaltlich versäumt zu haben. Es war doch für seine alten, grauen Zellen zuviel des guten. Eigentlich wollte er nur in die Herberge, um nach seinen Liebsten zu blicken, doch fing es schon mit dem aprubten Stoppens von Seiten Keylons an. Was Kersti zu berichten hatte, liess den Abend sehr unpassend starten, doch es war gut, davon zu wissen.
Sie schilderte ihre Beobachtung eines Mannes namens Azyr, der wohl nach Sarah suchte und es beschlich Sie der Verdacht, es handele sich um einen Rabenbrütler.
Malachai musste nicht lange überlegen, dass er die Gunst der Stunde nutzen mochte und direkt dorthin ging, wo Kersti ihn gesehen haben mochte. Vielleicht war auch jener der Draht zu dem anderen Übel, welchen er suchte nach seinem Angriff auf Keylon.
Doch ehe er auch nur etwas sagen konnte, stand eine alte Freundin, Tränenüberflossen vor der Herberge. Leonore war wieder im Lande und was Sie wohl vorfand, begeisterte Sie wenig.
Und so zog es sich durch den ganzen Abend. Malachais Gedanken rotierten nur umher in seinem Kopfe, er nahm eigentlich kaum etwas war und wollte ja ursprünglich einen ruhigen Moment geniessen.
So entging ihn wohl auch, was er alles mit Nicken und stummen Zustimmen alles bestätigte oder aussagte. So entging ihm, was er Verdania wohl antat.
Die Diskussion zu später Stund brachte erst mehr Licht in die Details und langsam und allmählich dämmerte ihn, was er angerichtet hatte.
Sie verliess ihn, ging auf Reisen, nur für ein paar Tage, um ein wenig Luft von allem zu kriegen...der Gesellschaft...der Kinder...ihm.
Er wollte Sie bei sich behalten, sich den Problemen stellen und darüber reden, doch Verdania liess nur schwer heraus, was Sie bedrückte.
Als Sie durch die Tür ging, blickte Malachai ihr lange in der Dunkelheit hinterher, ehe er sich dem Glas widmete und an den Tresen lehnte.
Sie schliefe alleine, in der Dunkelheit und der Kälte. Ihr Beutel war doch eigentlich recht spärlich für alles und er konnte ihre Unsicherheit sehen. Ein Blinder hätte Sie gesehen.
Er presste seine Hand zu einer Faust, das Glas zersprang in jener und er beschimpfte sich, leise in seinem Kopfe, selbst für seine Törrichtigkeit, seinem närrischen Verhalten, dafür, dass er sowenig erkannte, das ganze ihm nicht offenbarte und er es so hinnahm.
Erst jetzt, mag er vielleicht das Ausmass des Abends erkennen, eine Erkenntnis, die hoffentlich nicht zu spät war.
Wie konnte er Verdania glauben, sie könne da draussen die Nächte verbringen wollen? Er, der selber oft genug sagte, wie wenig er die Schlafensstunden im Walde vermisste.
Er warf die Scherben ins leere Waschbecken, presste sich vom Tresen ab und lief, jeweils 2 Stufen pro Schritt nehmend, in Sarahs Zimmer, weckte Sie zwar leise, doch unsanft und sprach nur wenig:
"Du musst auf die Kinder aufpassen, ich werde verreisen und Verdania ist auch nicht da. Keine Sorge, ist nichts schlimmes und wir sind bald wieder da."
Ehe er seiner schlaftrunkenden Schwester Rede und Antwort stellen konnte, ging er schon hinab, packte sich einige Sachen zusammen. Allen vorran mehr Essen und Getränke, dazu einiges an Gold und seine Klingen, die schon zu lange in der Ecke verstaubten.
Er ging gerade raus, als der mächtige Kopf Schattenhufs sich an seine Brust förmlich schlug. Ein kluges Pferd, zu klug für Malachais Geschmack ab und an, doch stand es bereit, als hätte es schon damit gerechnet, dass es diese Nacht einen schnellen, langen Ausritt geben würde.
So warf Malachai die Taschen über Schattenhufs Rücken und bestieg den Sattel, die Sporren gebend und nur gen Nordosten deutend.
Der kalte Wind peitschte in Malachais Gesicht und trübte seine Augen leicht, doch er zog nur seine pechschwarze Maske und den Gugel tiefer ins Gesicht.
Er würde Sie finden, er würde Sie nicht alleine lassen. Mag Sie ihn fortschicken wollen, ihm alle Pfannen der Welt an den Kopf werfend, er würde in ihrer Nähe bleiben, bei ihr sein und für Sie da sein. Er würde versuchen, ihr alles zu erklären, zu zeigen, dass er verstünde, was in ihr vorginge und was er doch abermals für ein Narr war.
Er wird nicht ruhen, ehe er in ihre strahlenden Augen blicken konnte und sie im Arme hielt, einfach ihre Nähe spürend und bei ihr sein.
Ja, er war der Schattenlord, Personen zu finden, war lange seine Aufgabe und diesesmal, erschien ihn eben jene wichtiger als sonst irgendwann in seinem Leben.
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Gast
Sie saß ruhig an ihrem Lagerplatz und hatte auch schon etwas Essbares gefunden. Doch so richtig essbar war es nicht, denn Verdi konnte es nicht über das Herz bringen den armen kleinen Hasen die Pfanne über den Kopf zu hauen.
So nahm sie sich ein Bändchen und legte es um den Hals des Hasen und formte eine Schleife. So hatte sie zu mindestens jemanden zu reden. Langer einer ganzen weile kam sie auf die Idee, sich einen Fisch zu fangen. So nahm sie einen langen Stock, befestigte etwas Garn darum. Griff nach etwas Stoff und schnitt daraus einen kleinen Fisch, färbte den Stofffetzen in einen schönen blaugrün ein und befestigte es an dem Garn. So nahm sie auf den mit Stoffbezogenen Holzstamm platz und warf die Angel in das Strom. Sehr lange saß sie dort und fing keinen einzigen Fisch bis auf einmal eine Stimme hinter ihr sprach. Vor Schreck ließ sie die Angel in den Strom fallen.
Da stand er, ihr Gatte. Sie versuchte recht ruhig zu bleiben, doch innerlich freute sie sich so sehr das er ihr doch nachgekommen war. Sie blieb erst mal recht zurückhaltend auf dem Stamm sitzen und bat ihm ebenso einen Platz auf einen schön dekorierten Baumstamm an. Er nahm platz und fing etwas zögerlich an zu reden. Ihm schein wohl einiges klar geworden zu sein. So entschuldigte er sich für das Verhalten und er hatte wohl erkannt, dass er Verdi etwas vernachlässigt hatte. Ihr Herz schlug so schnell auf, als er meinte, dass sie doch immer etwas anders waren. Gerade die außergewöhnlichen Sachen machten beide aus. Nach dem Gespräch beschloss Verdi wieder mit heim zu kommen. Auch wenn es ihr etwas schwer fiel, ihr schönes Verdania-besonders-Lager zu verlassen.
Mala ergriff ihre Hand und blickte ihr tief in den Augen, ehe er langsam auf ein Knie sank. Verdis Herz sprang im Dreieck. So machte er ihr erneut einen Antrag und frage sie ob er weiterhin mit ihr leben, lieben dürfte. Mit einem strahlen im Gesicht nickte sie ihm zu. So kehrten sie glücklich zum Gesellschaftshaus zurück und wurden von Sarah und Keylon auch schon sehr nett dort begrüßt. Vedi hoffte innerlich das sich diese alte warme Gefühl eine Weile halten wird.
So nahm sie sich ein Bändchen und legte es um den Hals des Hasen und formte eine Schleife. So hatte sie zu mindestens jemanden zu reden. Langer einer ganzen weile kam sie auf die Idee, sich einen Fisch zu fangen. So nahm sie einen langen Stock, befestigte etwas Garn darum. Griff nach etwas Stoff und schnitt daraus einen kleinen Fisch, färbte den Stofffetzen in einen schönen blaugrün ein und befestigte es an dem Garn. So nahm sie auf den mit Stoffbezogenen Holzstamm platz und warf die Angel in das Strom. Sehr lange saß sie dort und fing keinen einzigen Fisch bis auf einmal eine Stimme hinter ihr sprach. Vor Schreck ließ sie die Angel in den Strom fallen.
Da stand er, ihr Gatte. Sie versuchte recht ruhig zu bleiben, doch innerlich freute sie sich so sehr das er ihr doch nachgekommen war. Sie blieb erst mal recht zurückhaltend auf dem Stamm sitzen und bat ihm ebenso einen Platz auf einen schön dekorierten Baumstamm an. Er nahm platz und fing etwas zögerlich an zu reden. Ihm schein wohl einiges klar geworden zu sein. So entschuldigte er sich für das Verhalten und er hatte wohl erkannt, dass er Verdi etwas vernachlässigt hatte. Ihr Herz schlug so schnell auf, als er meinte, dass sie doch immer etwas anders waren. Gerade die außergewöhnlichen Sachen machten beide aus. Nach dem Gespräch beschloss Verdi wieder mit heim zu kommen. Auch wenn es ihr etwas schwer fiel, ihr schönes Verdania-besonders-Lager zu verlassen.
Mala ergriff ihre Hand und blickte ihr tief in den Augen, ehe er langsam auf ein Knie sank. Verdis Herz sprang im Dreieck. So machte er ihr erneut einen Antrag und frage sie ob er weiterhin mit ihr leben, lieben dürfte. Mit einem strahlen im Gesicht nickte sie ihm zu. So kehrten sie glücklich zum Gesellschaftshaus zurück und wurden von Sarah und Keylon auch schon sehr nett dort begrüßt. Vedi hoffte innerlich das sich diese alte warme Gefühl eine Weile halten wird.
- Malachai Schwarzmourne
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"Was für ein Tag", dachte Malachai, mit dem Rücken an der Wand gelehnt, die Beine weit ausgestreckt und sich den Umhang fest um seinen Körper gelegt.
Der eisige Wind peitschte ihn in dieser Höhe gut ins Gesicht, seine Nase war schon fast erfroren und nur noch Taub. Doch von diesem Dach hatte er den besten Überblick.
Er liess das geschehene Revue passieren. Eigentlich sortierte er nur seine Kisten, als er vor der Herberge auf Verdi traf. Er freute sich, wie immer er sich freut, wenn er Sie sieht. Ihre Hand spürt an seiner und ihr tief in die Augen blickt. Sie wechselten einige Worte, vorallem der Krieg war ein Hauptthema. Und bis zu diesem Augenblick war Malachai mehr als Froh, dass eben jener noch so glimpflich, bis auf einige Scharmützel ablief. Aber gut, Rahal zu erklären, dass die Feindseeligkeiten vor Varuna der Rabenbrut galt und nicht ihnen, wäre wohl schwer für Sie zu verstehen und das man nur mit den Lichten Seite an Seite stand, weil eben diese Ausgeburt des letzten Loches ein gemeinsamer Feind war.
Ja, ob die Alatar-Gläubigen es glauben würden oder nicht, Malachai fühlte sich neben den angeblich rechtschaffenden Gerimors ebenso nicht wohl, aber diese Untote Geisel auszumerzen, schien wichtiger, als persönliche Differenzen.
Nunja, wie dem auch sei, der Krieg nahm eine Wendung, die ihm absolut missfiel. Das Aufgebot der Alataris vor Bajard war kaum zu übersehen, weniger aber, kaum zu überhören.
Und auch ihr Verlangen, den angeblichen Abschaum in Gewahrsam zu nehmen, brauchte keinen Übersetzer, um zu verstehen, dass Mandred gemeint war.
Am liebsten hätte er Verdi über die Schulter geworfen und wäre durch den Garten nach Hause gegangen. Doch ehe man auch nur weggehen konnte, stand Mandred und seine Begleitung dort, als warnende Personen, zogen Sie wohl die Gedanken der Feinde schnell zu sich. Egal welche Geisteseinblendungen Sie hatten, sie waren in der Herberge eingesperrt und draussen stand auch schon der erste Schwarzrüstungsvertreter aus Rahal.
Nun blieb einem wenig übrig, als die Besucher aus dem lichten Reich unter der Falltür zu verstecken, die durchsuchende rumzuführen und angestrengt sich jedes Drahtes erinnernd, der zu den Sprengfallen von Rothran führte. Eine Massenexplosion wäre wohl wenig förderlich gewesen in diesem Moment.
Und so suchte die Lethra, fand nichts, man unterhielt sich relativ entspannend, bis Malachai vernahm, dass Eloriahus Druger, der Ahad, Verdania nach Düstersee bringen will.
Malachais Gesicht blieb ruhig, doch seine Muskeln verkrampften schon und nur schwer war es, sich zu zügeln und nicht die Klingen tanzen zu lassen. Diplomatie war gefragt, sie waren zahlenmässig unterlegen und selbst die Erkenntnis, Rahals Etikette lässt seit der Eisenwarter Zeit zu wünschen übrig, machte die Situation nicht besser.
Aber er dürfe Sie Morgen besuchen, dies gewährte er dem Ehemann von Verdania, als er sah, wie sie, natürlich als Gast, mitging.
Malachai atmete tief durch, blickte zu Rothran und er musste die Worte eigentlich nicht aussprechen, dem Roten wäre klar gewesen, dass Malachai keine 5 Sekunden warten würde, um ebenso nach Düstersee aufzubrechen.
Und so saß er nun, auf diesem eisigen, kalten Dach, den Blick auf das Fenster der Herberge gerichtet, in den Raum, der von einigen Wachhabenden Düstersees abgeschirmt wurde, wo seine Frau sass.
Er liess sich einmal am Fenster blicken, einmal, um ihr zu zeigen, er ist da und sollte ihr Leid zugefügt werden, würde er alle Hebel in Bewegung setzen und Notfalls mit eigenen Händen die Mauern der Herberge einzureissen.
Und so seufzte er nur, er würde keine Sekunde schlafen, an ihr kleben wie ein Schatten und Sie nicht aus den Augen lassen. Mehr konnte er erst einmal nicht tun.
Sie ausbrechen zu lassen, wäre ein leichtes. Er fragte sich immer noch, wieso Sie ihr das Zimmer genau vor dem Dach gaben, aber gut, er will sich nicht beklagen, denn nur dank dieser günstigen Lage, konnte er sich ihr zeigen, sie noch einmal sehen, ehe er dann sich zurückzog in die Schatten und dort lauerte. Zumindest bis zum ersten Sonnenschein, dann würde er die Bank aufsuchen, seine Verkleidungen entnehmen und ein ganz normaler Passant sein, der sich ins starke Treiben Düstersees integriert.
Doch stetig wird die Sorge bestehen, dass dieser diplomatische Schritt, den Verdi gegangen ist, zwar gezwungen, keine gute Entscheidung war und Malachai würde es sich nie verzeihen, wenn er sie nicht beschützen
Der eisige Wind peitschte ihn in dieser Höhe gut ins Gesicht, seine Nase war schon fast erfroren und nur noch Taub. Doch von diesem Dach hatte er den besten Überblick.
Er liess das geschehene Revue passieren. Eigentlich sortierte er nur seine Kisten, als er vor der Herberge auf Verdi traf. Er freute sich, wie immer er sich freut, wenn er Sie sieht. Ihre Hand spürt an seiner und ihr tief in die Augen blickt. Sie wechselten einige Worte, vorallem der Krieg war ein Hauptthema. Und bis zu diesem Augenblick war Malachai mehr als Froh, dass eben jener noch so glimpflich, bis auf einige Scharmützel ablief. Aber gut, Rahal zu erklären, dass die Feindseeligkeiten vor Varuna der Rabenbrut galt und nicht ihnen, wäre wohl schwer für Sie zu verstehen und das man nur mit den Lichten Seite an Seite stand, weil eben diese Ausgeburt des letzten Loches ein gemeinsamer Feind war.
Ja, ob die Alatar-Gläubigen es glauben würden oder nicht, Malachai fühlte sich neben den angeblich rechtschaffenden Gerimors ebenso nicht wohl, aber diese Untote Geisel auszumerzen, schien wichtiger, als persönliche Differenzen.
Nunja, wie dem auch sei, der Krieg nahm eine Wendung, die ihm absolut missfiel. Das Aufgebot der Alataris vor Bajard war kaum zu übersehen, weniger aber, kaum zu überhören.
Und auch ihr Verlangen, den angeblichen Abschaum in Gewahrsam zu nehmen, brauchte keinen Übersetzer, um zu verstehen, dass Mandred gemeint war.
Am liebsten hätte er Verdi über die Schulter geworfen und wäre durch den Garten nach Hause gegangen. Doch ehe man auch nur weggehen konnte, stand Mandred und seine Begleitung dort, als warnende Personen, zogen Sie wohl die Gedanken der Feinde schnell zu sich. Egal welche Geisteseinblendungen Sie hatten, sie waren in der Herberge eingesperrt und draussen stand auch schon der erste Schwarzrüstungsvertreter aus Rahal.
Nun blieb einem wenig übrig, als die Besucher aus dem lichten Reich unter der Falltür zu verstecken, die durchsuchende rumzuführen und angestrengt sich jedes Drahtes erinnernd, der zu den Sprengfallen von Rothran führte. Eine Massenexplosion wäre wohl wenig förderlich gewesen in diesem Moment.
Und so suchte die Lethra, fand nichts, man unterhielt sich relativ entspannend, bis Malachai vernahm, dass Eloriahus Druger, der Ahad, Verdania nach Düstersee bringen will.
Malachais Gesicht blieb ruhig, doch seine Muskeln verkrampften schon und nur schwer war es, sich zu zügeln und nicht die Klingen tanzen zu lassen. Diplomatie war gefragt, sie waren zahlenmässig unterlegen und selbst die Erkenntnis, Rahals Etikette lässt seit der Eisenwarter Zeit zu wünschen übrig, machte die Situation nicht besser.
Aber er dürfe Sie Morgen besuchen, dies gewährte er dem Ehemann von Verdania, als er sah, wie sie, natürlich als Gast, mitging.
Malachai atmete tief durch, blickte zu Rothran und er musste die Worte eigentlich nicht aussprechen, dem Roten wäre klar gewesen, dass Malachai keine 5 Sekunden warten würde, um ebenso nach Düstersee aufzubrechen.
Und so saß er nun, auf diesem eisigen, kalten Dach, den Blick auf das Fenster der Herberge gerichtet, in den Raum, der von einigen Wachhabenden Düstersees abgeschirmt wurde, wo seine Frau sass.
Er liess sich einmal am Fenster blicken, einmal, um ihr zu zeigen, er ist da und sollte ihr Leid zugefügt werden, würde er alle Hebel in Bewegung setzen und Notfalls mit eigenen Händen die Mauern der Herberge einzureissen.
Und so seufzte er nur, er würde keine Sekunde schlafen, an ihr kleben wie ein Schatten und Sie nicht aus den Augen lassen. Mehr konnte er erst einmal nicht tun.
Sie ausbrechen zu lassen, wäre ein leichtes. Er fragte sich immer noch, wieso Sie ihr das Zimmer genau vor dem Dach gaben, aber gut, er will sich nicht beklagen, denn nur dank dieser günstigen Lage, konnte er sich ihr zeigen, sie noch einmal sehen, ehe er dann sich zurückzog in die Schatten und dort lauerte. Zumindest bis zum ersten Sonnenschein, dann würde er die Bank aufsuchen, seine Verkleidungen entnehmen und ein ganz normaler Passant sein, der sich ins starke Treiben Düstersees integriert.
Doch stetig wird die Sorge bestehen, dass dieser diplomatische Schritt, den Verdi gegangen ist, zwar gezwungen, keine gute Entscheidung war und Malachai würde es sich nie verzeihen, wenn er sie nicht beschützen
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Gast
Verdania saß wie immer recht lange in der Schneiderei und suchte etwas Ruhe vor dem Alltag. Sie schnitt Muster aus den Stoffen und probierte neue Entwürfe aus. Bis es auf einmal sanft an der Tür klopfte und diese sogar aufging. Normalerweise war sie verschlossen, nur wenige hatten einen Schlüssel für diese Tür. Sie erhob sich und ihre Mundwinkel hoben sich leicht. Bastian stand in der Tür und lächelt sie frech an. Sie winkte ihn zu sich um ihn zu umarmen, doch er schien etwas abwehrend zu sein gegen ihre Umarmung. Er hielt einen Beutel in der Hand und daraus schaute sein Robotor, sie runzelte die Stirn und blickt ihn fragend an. Hast du dich mit deiner Schwester gestritten? Er schüttelt nur den Kopf und erhob die Stimme etwas zögerlich. Doch sein Blick war voller Ernsthaftigkeit gefüllt, jenes hatte sie schon sehr, sehr lange nicht mehr gesehen. „Ich werde meinen Vater suchen.“ Dies kam so spontan aus ihm heraus. Verdi merkte das ihm dies anscheint wirklich Ernst war und senkte leicht den Kopf. „Ich habe auf den Tag gewartet an dem du ihn suchen gehst. Ich kann dich nicht festhalten Bastian.“ Sie wendete sich von ihm ab und griff in eine Schatulle. Holte aus dieser einen großen Sack voller Münzen heraus. Blickte erneut zu ihrem Sohn, welcher den Ausdruck seines Vaters hatte. „Ich kann dir nicht sagen wo er ist aber ich habe hier genug Gold, damit kommst du sicherlich weit. Lass dir von Fabi noch etwas zum Essen einpacken.“ Mit einer Träne im Auge reichte sie ihm jenes. Er blickte sie an und war erleichtert, dass sie ihn verstand. Eine lange Umarmung folgte und Bastian versprach ihr immer Briefe zu schreiben. Danach drehte er sich um und grinste sie noch einmal wie gewohnt an. „Mach dir keine Sorgen Mama, ich komme bald wieder und pass auf Stella auf. Sie ist ein Wildfang.“ Anschließend hob er die Hand und ging aus der Tür. Verdania versank auf dem Stuhl und stemmte sich auf ihren Tisch mit den Ellenbogen ab, ihr Gesicht fiel in ihre Hände und nur ganz leise und sanft seufzte und weinte sie vor sich her. Nun hätte sie auch ihren Sohn gehen lassen. Es schien ihr so als würde alles auseinanderbrechen. Der Umzug alleine nahm sie schon recht mit. Sie ließ es sich natürlich nicht anmerken doch hatte sie viele Jahre in diesem Haus verbracht. Sie hatte in der Herberge ihre Familie gefunden und immer wieder hart für den Bestand gekämpft. Nun wird sie alles hinter sich lassen. Auf was für eine Probe wird sie noch gestellt ohne den Verstand zu verlieren. Würde sie es überhaupt noch aushalten. So versank sie erschöpft an ihrem Schneidertisch, zwischen all den Stoffen, Mustern und Resten in einen Schlaf.
Zuletzt geändert von Gast am Mittwoch 3. April 2013, 00:28, insgesamt 1-mal geändert.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Bastian ging vielleicht keine 10 Schritte von der Herberge entfernt, als er ein Räuspern hinter sich vernahm.
Er drehte sich um und sah Malachai an der Wand lehnend, die Arme verschrenkt.
Malachai hatte sich immer gefragt, wie Bastian über ihn denken würde, wenn er Älter werden würde. Schliesslich trat er in sein Leben, als er gerade dabei war, alles zu begreifen und zu erlernen. Einen Moment voller Erinnerungen, die er nie mehr vergessen würde.
Sicher, Bastian schloß Malachai ins Herz, so wie Mala ihn ins Herz schloß, wie sein eigener Sohn.
Ja, Malachai hätte getötet und wäre sogar gestorben für dieses Kind. Nicht nur, weil es das Kind der Frau war, die er so liebte, nein, weil der Junge einfach prächtig war.
"Ich weiß nicht, ob ich es dir jemals erzählt habe Bastian. Doch ich wuchs nicht mit meinen Eltern auf. Im Gegenteil, ich kannte rein garnichts von ihnen. Ich wusste weder ihre Namen, noch den Grund, warum Sie mich weggegeben haben."
Malachai drückte sich von der Wand ab, ging auf Bastian zu und blieb vor ihm stehen.
"Ich verstehe dich zu gut. Du musst viele Fragen haben, du weißt, du hast einen Vater, dort draussen und willst ihn kennen lernen. Ein Wunsch, den ich auch solange hatte."
Er legt seine Hand auf die Schulter Bastians. Erst jetzt fiel Malachai auf, wie sehr er doch gewachsen ist.
"Dein Vater...Siran...war ein toller Mann. Ein liebender Mensch, ein guter Freund. Ich habe ihm mehr als verletzt, als ich meine Liebe deiner Mutter gestand. Er verliess nicht dich, weil er nicht bei dir sein wollte, er verliess diesen Ort, der auch mit soviel Schmerz gefüllt war."
Malachai seufzte, er hatte es eigentlich immer versucht zu vermeiden, darüber zu sprechen, was geschehen war. Darüber, warum Siran das Land verliess. Doch es musste sein. Bastian sollte gewappnet auf das sein, was er womöglich finden wird. Er soll nicht in so eine Emotionsfalle stolpern, wie es Malachai vor 15 Jahren tat, als er seinen Vater fand.
"Er wird sich verändert haben. Er wird voller Groll sein...vorallem auf mich. Ich wollte nur, dass du es weißt und ich hoffe, dass deine Liebe zu ihm seine wieder erwecken wird. Er hat es verdient, nicht unter dem Handeln anderer vielleicht zu leiden und ich wünsche so sehr, dass du den Mann vorfindest, den ich lange Jahre kannte."
Dann nahm Malachai die Hand von der Schulter, griff unter seinem Umhang und hollte einen schwarzglänzenden, fein verzierten Dolch hervor, der ein S am griff trug.
"Reise zuerst nach Rahal, zeige dem Schenkenwirt diesen Dolch, er wird dir helfen, dein Ziel zu finden. Und pass auf dich auf."
Malachai blickte auf den kleinen Jungen, der nun doch ein Mann wird, er wollte sich gerade umdrehen, als etwas sich an ihm klammert, eine Geste, die keinerlei Worte gebrauchte, erwiederte Malachai das umarmen, ehe er Bastian los liess und zusah, wie er langsam in der Ferne verschwand.
Er saß lange noch vor der Herberge, einfach nur dasitzend und überlegend, ehe er in die Schneiderei kam und die schlafende Verdi vorfand.
Wie schwer es für Sie sein musste, ihr Kind in diese Welt hinausziehen zu lassen, konnte Malachai nur erahnen.
So nahm er eine Decke vom Stuhl, legte Sie über seine schlafende Frau und liess sich neben ihr auf den Boden kauernd, weiter seinen Gedanken nachjagend.
Er drehte sich um und sah Malachai an der Wand lehnend, die Arme verschrenkt.
Malachai hatte sich immer gefragt, wie Bastian über ihn denken würde, wenn er Älter werden würde. Schliesslich trat er in sein Leben, als er gerade dabei war, alles zu begreifen und zu erlernen. Einen Moment voller Erinnerungen, die er nie mehr vergessen würde.
Sicher, Bastian schloß Malachai ins Herz, so wie Mala ihn ins Herz schloß, wie sein eigener Sohn.
Ja, Malachai hätte getötet und wäre sogar gestorben für dieses Kind. Nicht nur, weil es das Kind der Frau war, die er so liebte, nein, weil der Junge einfach prächtig war.
"Ich weiß nicht, ob ich es dir jemals erzählt habe Bastian. Doch ich wuchs nicht mit meinen Eltern auf. Im Gegenteil, ich kannte rein garnichts von ihnen. Ich wusste weder ihre Namen, noch den Grund, warum Sie mich weggegeben haben."
Malachai drückte sich von der Wand ab, ging auf Bastian zu und blieb vor ihm stehen.
"Ich verstehe dich zu gut. Du musst viele Fragen haben, du weißt, du hast einen Vater, dort draussen und willst ihn kennen lernen. Ein Wunsch, den ich auch solange hatte."
Er legt seine Hand auf die Schulter Bastians. Erst jetzt fiel Malachai auf, wie sehr er doch gewachsen ist.
"Dein Vater...Siran...war ein toller Mann. Ein liebender Mensch, ein guter Freund. Ich habe ihm mehr als verletzt, als ich meine Liebe deiner Mutter gestand. Er verliess nicht dich, weil er nicht bei dir sein wollte, er verliess diesen Ort, der auch mit soviel Schmerz gefüllt war."
Malachai seufzte, er hatte es eigentlich immer versucht zu vermeiden, darüber zu sprechen, was geschehen war. Darüber, warum Siran das Land verliess. Doch es musste sein. Bastian sollte gewappnet auf das sein, was er womöglich finden wird. Er soll nicht in so eine Emotionsfalle stolpern, wie es Malachai vor 15 Jahren tat, als er seinen Vater fand.
"Er wird sich verändert haben. Er wird voller Groll sein...vorallem auf mich. Ich wollte nur, dass du es weißt und ich hoffe, dass deine Liebe zu ihm seine wieder erwecken wird. Er hat es verdient, nicht unter dem Handeln anderer vielleicht zu leiden und ich wünsche so sehr, dass du den Mann vorfindest, den ich lange Jahre kannte."
Dann nahm Malachai die Hand von der Schulter, griff unter seinem Umhang und hollte einen schwarzglänzenden, fein verzierten Dolch hervor, der ein S am griff trug.
"Reise zuerst nach Rahal, zeige dem Schenkenwirt diesen Dolch, er wird dir helfen, dein Ziel zu finden. Und pass auf dich auf."
Malachai blickte auf den kleinen Jungen, der nun doch ein Mann wird, er wollte sich gerade umdrehen, als etwas sich an ihm klammert, eine Geste, die keinerlei Worte gebrauchte, erwiederte Malachai das umarmen, ehe er Bastian los liess und zusah, wie er langsam in der Ferne verschwand.
Er saß lange noch vor der Herberge, einfach nur dasitzend und überlegend, ehe er in die Schneiderei kam und die schlafende Verdi vorfand.
Wie schwer es für Sie sein musste, ihr Kind in diese Welt hinausziehen zu lassen, konnte Malachai nur erahnen.
So nahm er eine Decke vom Stuhl, legte Sie über seine schlafende Frau und liess sich neben ihr auf den Boden kauernd, weiter seinen Gedanken nachjagend.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
- Malachai Schwarzmourne
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- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Ruhig lag Malachai neben ihr. Leise ihren Atem hörend, während sie scheinbar friedlich schlief.
Er zog ihr noch die Decke ein wenig zurecht, damit Sie nicht durch Kälte in ihren Träumen gestört wird.
Ein leises Seufzen entglitt ihm, ihren Streit konnten Sie schlichten, doch mehr wurde Malachai bewusst, was seine Frau alles aushalten musste, gegen welche Dämonen Sie anzukämpfen hatte.
Und Malachai kannte es zu gut, dieses Gefühl zu besitzen, Verantwortung für soviele Menschen zu haben, Entscheidungen zu treffen, die womöglich über Krieg und Frieden, Leben und Tot entschieden.
Er legte vorsichtig den Arm um Sie und zog sie ein wenig näher an sich heran. Behutsam, dass Sie nicht aufwachen würde.
Und dann war ihre Familie, der Rückzugspunkt, nicht der Halt, den Sie brauchte und nicht die Unterstützung, die Sie verdient hätte.
Bastian zog los, seinen Vater zu finden. Eine Entscheidung, die nur er alleine treffen konnte und eine Reise, die er wohl machen müsse.
Malachai wusste das...Verdania auch.
Und dann wurden die Feinde immer Aggressiver in ihrem Vorgehen. Immer näher pirschten Sie sich an ihre vermeintliche Beute. Und Verdania war verletzt. Sicher, im Vergleich zu Sophie, eine Kleinigkeit...doch für Malachai fühlt es sich an, als hätte man ihm 1000 Dolche in den Rücken gerammt. Und er war nicht da. Natürlich hatte er auch Dinge zu erledigen, kann ebenso nicht immer und überall sein, und dennoch...wenn ihr was passiert wäre. Wenn man Sie wieder verschleppt hätte...oder schlimmeres.
Malachai schüttelte sich den Gedanken direkt aus den Kopf, der Umzug, so hoffte er innig, würde für Ruhe und Frieden sorgen. Nicht nur, was die Gesellschaft anging, nein, auch was Verdi anging...und ihr inneres.
Er würde alles versuchen, damit Sie Ruhe finden mag, und für Sie da sein, ihr Halt und Beistand geben, aber auch seine Klingen schärfen und für den Kampf bereit sein.
Zu sehr hat er sich vom alten Dasein entfremdet, wollte das ruhige Familienleben geniessen. Doch er lernte schon früh, das wirkliche Ruhe nicht da war.
So würden die 4 Klingen ihren Weg zu Gondros finden. Er würde Sie reinigen und Schärfen, ihnen neuen Glanz und neue Kraft geben, auf das Sie in ihren Scheiden gebunden nur darauf warteten, gezogen und genutzt zu werden, sich in das Fleisch jener zu rammen, die seinen Liebsten übles wollen.
Ja, es wurde Zeit, dass der Kämpfer in ihm hervorkam.
Leise lauschte er wieder ihrem Atem, sie noch ein wenig fester an sich drückend und das Gewicht ihres Kopfes auf seiner Brust und die damit befindliche Nähe geniessend.
Ab jetzt, würde er vieles anders machen. Es war die Zeit gekommen, den Umhang der Vergangenheit abzulegen und wie der Phönix aus der Asche neugeboren zu werden.
Malachai, was vergangen war, ist vorbei. Das Leben hat sich so sehr verändert und die Prioritäten neu gesetzt. Allen vorran seine Familie...und seine Freunde der Gesellschaft.
Auf das die Hoffnung nach Frieden nicht sterben mag und er die Kraft, die Verdania aufbringt, als Bürde ihrer Last, teilen mag und er sich daran nährt und an Stärke gewinnt.
Ja, es war Zeit, ein Ehemann zu sein und ein Mitglied der Gesellschaft zu Kompass und Schwert...selbst wenn dies auch nach seinen Methoden laufen würde, wie in alten Burg´schen Zeiten.
Er zog ihr noch die Decke ein wenig zurecht, damit Sie nicht durch Kälte in ihren Träumen gestört wird.
Ein leises Seufzen entglitt ihm, ihren Streit konnten Sie schlichten, doch mehr wurde Malachai bewusst, was seine Frau alles aushalten musste, gegen welche Dämonen Sie anzukämpfen hatte.
Und Malachai kannte es zu gut, dieses Gefühl zu besitzen, Verantwortung für soviele Menschen zu haben, Entscheidungen zu treffen, die womöglich über Krieg und Frieden, Leben und Tot entschieden.
Er legte vorsichtig den Arm um Sie und zog sie ein wenig näher an sich heran. Behutsam, dass Sie nicht aufwachen würde.
Und dann war ihre Familie, der Rückzugspunkt, nicht der Halt, den Sie brauchte und nicht die Unterstützung, die Sie verdient hätte.
Bastian zog los, seinen Vater zu finden. Eine Entscheidung, die nur er alleine treffen konnte und eine Reise, die er wohl machen müsse.
Malachai wusste das...Verdania auch.
Und dann wurden die Feinde immer Aggressiver in ihrem Vorgehen. Immer näher pirschten Sie sich an ihre vermeintliche Beute. Und Verdania war verletzt. Sicher, im Vergleich zu Sophie, eine Kleinigkeit...doch für Malachai fühlt es sich an, als hätte man ihm 1000 Dolche in den Rücken gerammt. Und er war nicht da. Natürlich hatte er auch Dinge zu erledigen, kann ebenso nicht immer und überall sein, und dennoch...wenn ihr was passiert wäre. Wenn man Sie wieder verschleppt hätte...oder schlimmeres.
Malachai schüttelte sich den Gedanken direkt aus den Kopf, der Umzug, so hoffte er innig, würde für Ruhe und Frieden sorgen. Nicht nur, was die Gesellschaft anging, nein, auch was Verdi anging...und ihr inneres.
Er würde alles versuchen, damit Sie Ruhe finden mag, und für Sie da sein, ihr Halt und Beistand geben, aber auch seine Klingen schärfen und für den Kampf bereit sein.
Zu sehr hat er sich vom alten Dasein entfremdet, wollte das ruhige Familienleben geniessen. Doch er lernte schon früh, das wirkliche Ruhe nicht da war.
So würden die 4 Klingen ihren Weg zu Gondros finden. Er würde Sie reinigen und Schärfen, ihnen neuen Glanz und neue Kraft geben, auf das Sie in ihren Scheiden gebunden nur darauf warteten, gezogen und genutzt zu werden, sich in das Fleisch jener zu rammen, die seinen Liebsten übles wollen.
Ja, es wurde Zeit, dass der Kämpfer in ihm hervorkam.
Leise lauschte er wieder ihrem Atem, sie noch ein wenig fester an sich drückend und das Gewicht ihres Kopfes auf seiner Brust und die damit befindliche Nähe geniessend.
Ab jetzt, würde er vieles anders machen. Es war die Zeit gekommen, den Umhang der Vergangenheit abzulegen und wie der Phönix aus der Asche neugeboren zu werden.
Malachai, was vergangen war, ist vorbei. Das Leben hat sich so sehr verändert und die Prioritäten neu gesetzt. Allen vorran seine Familie...und seine Freunde der Gesellschaft.
Auf das die Hoffnung nach Frieden nicht sterben mag und er die Kraft, die Verdania aufbringt, als Bürde ihrer Last, teilen mag und er sich daran nährt und an Stärke gewinnt.
Ja, es war Zeit, ein Ehemann zu sein und ein Mitglied der Gesellschaft zu Kompass und Schwert...selbst wenn dies auch nach seinen Methoden laufen würde, wie in alten Burg´schen Zeiten.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Gast
Die vergangenen Tage und Wochenläufe hatten sehr an Verdania gezehrt. Sie hatte kaum noch Lust auf die kleinsten Sachen. So verließ sie erst mal das Gesellschaftshaus und ritt nach langem wieder einmal Heim. Dort wartete auch schon Malachai auf sie. Er hatte es sich am Kamin gemütlich gemacht und strahlte auf als sie durch die Tür kam. Recht erschöpft setzte sie sich neben ihn und legte den Kopf an seine Schulter. Er umarmte sie liebevoll und frage ob er ihr etwas zum Essen bringen sollte. Sie nickte ihm sachte zu. Auch Mala merkte das wohl alles zu viel für sie war und bemühte sich, sich nicht aufzudrängen sondern für sie da zu sein. Mit recht viel Essen kam er aus der Küche zurück und stellt es vor ihr hin. Mit großen Augen betrachtet sie alles und frage ob sie das wirklich alles essen sollte. Er schmunzelte sie an und meinte sie könnte ihm auch etwas abgeben. So sortierte sie alles Unwichtige an Essen heraus und übrig blieb für sie nur der Süßkram. Mala schmunzelte auf und hätte sich dies schon fast denken können. Mit einen leichten Lächeln auf den Lippen aß sie gemütlich den Süßkram und ihre Laune stieg langsam wieder. Mala fragte sie ob beide wohl noch etwas unternehmen mögen, doch so richtige Lust hatte Verdi nicht. Doch sie hatte schon sehr lange nichts mehr mit ihren Gatten alleine unternommen. So nickte sie ihm zu und frage was sie denn machen wollten. Er schlug als erstes vor das sie ein Schiff besorgen und dann weit weg reisen. Doch so ganz war es nicht Verdis Fall und schüttelt etwas den Kopf. Mala überlegte weiter und nahm ihre Hand. „Dann gehen wir Spazieren.“ Mit etwas Müh erhob sie sich wieder vom Fell und so gingen sie sich die Gegend einmal genauer anschauen bis es plötzlich anfing zu regnen. Beide suchten sich einen Unterschlupf unter einen Baum und nahmen dort platz, warteten bis der Regen wieder aufgehört hat. In der Zwischenzeit holte Mala aus der Tasche eine Flasche Wein und zwei in Stoff eingepackten Gläser heraus. Entkorkte die Flasche und füllte die Gläser halb voll. Reichte ihr ein Glas und stoß mit einen Lächeln an ihr Glas. „ Auf uns“ sprachen beide und nahmen ein Schluck. Nach einem Glas Wein und einer kleinen Unterhaltung hörte es auch wieder auf zu regnen und beide eilten etwas durchnässt wieder Heim. Am Kamin machten es sich die Beiden dann wieder gemütlich.
Langsam machte sich die Vertrautheit von beiden breit und lagen sich liebevoll in den Armen. Nach so langer Zeit war es der erste Abend in ihrem neuen Haus das sie so liebevoll mit einander umgingen. Verdi legt ihren Kopf auf seine Brust und konnte hören wie sein Herz schneller schlug bei jeder ihrer Berührungen. Es war ein schönes, geborgenes Gefühl, welches sie schon lange nicht mehr spürte. So verbrachten beide diesen Abend in ruhiger Zweisamkeit und näherten sich wieder an. Nach einer langen Unterhaltung schliefen beide Arm in Arm ein bis die Sonne hoch am Himmel steht und beide durch einen warmen Sonnenstrahlen weckt.
Langsam machte sich die Vertrautheit von beiden breit und lagen sich liebevoll in den Armen. Nach so langer Zeit war es der erste Abend in ihrem neuen Haus das sie so liebevoll mit einander umgingen. Verdi legt ihren Kopf auf seine Brust und konnte hören wie sein Herz schneller schlug bei jeder ihrer Berührungen. Es war ein schönes, geborgenes Gefühl, welches sie schon lange nicht mehr spürte. So verbrachten beide diesen Abend in ruhiger Zweisamkeit und näherten sich wieder an. Nach einer langen Unterhaltung schliefen beide Arm in Arm ein bis die Sonne hoch am Himmel steht und beide durch einen warmen Sonnenstrahlen weckt.
- Siran van Zac
- Beiträge: 620
- Registriert: Donnerstag 25. Dezember 2008, 04:47
Die Zeit
Wie lange ist ein Tag?
Wie lang ist eine Woche?
Wie lang ist ein Monat oder gar ein Jahr?
Er fühlte keine Zeit. Lebte er? Nein er atmete und verbrauchte diesen kostbaren Rohstoff des Lebens – Sauerstoff. Fast wie ein Bazillum, keiner will ihn, aber er war einfach da und man wurde ihn nicht los. Konnte man unter diesen Umständen von existieren sprechen. Für ihn schien nichts mehr eine Bedeutung zu haben.
Wer oder was er war konnte man gar nicht mehr so genau unter dem Haufen von verfilzten grob mit einem Messer geschnittenem Haar, Bart und einer irgendwann mal hervorragender Ausrüstung erkennen.
Dieser Haufen Elend wandelte ohne ein Ziel einem Bettler gleich einfach immer einen sich zufällig anbietenden Weg folgend entlang.
Lenkte ihn jemand oder etwas?
Was hielt ihn am Leben?
Waren es die Götter?
Konnte denn einen Gottlosen und Verfluchten vom Leben Enttäuschten überhaupt jemals einer der so entfernt Geglaubten beachten, geschweige denn lenken?
Zweifel ? Wieso Zweifel? Zweifel bedeutet doch, dass Gefühle das Leben zu einer Berg- und Talfahrt werden lassen. Nein da war es nichts, was in ihm war, geschweige was er brauchte oder haben wollte. Es befand sich eher in einem Zustand gleich dem des monotonen Rauschen eines Wasserfalls, der schon seit Jahrhunderten sich seinen Weg durch den Stein der Felsen bahnt. Oben noch fest in seinem Bett durch Steine eingezwängt, kommt urplötzlich der freie Fall. Man scheint hunderte Meter zu fallen, zerstäubt sich in viele Bestandteile, schwebt zeit- und dimensionslos dem Boden entgegen. Mit viel Glück erwischt einen der Wind und man wird wieder in die Höhe gehoben oder vielleicht auch ein Sonnenschein, der einen so leicht macht, das man zum Himmel aufsteigt. So geht es auf und ab und irgendwann stürzt man zu Boden und verschwindet wieder mit vielen anderen in den Wassermassen und wird rauschend davongetragen.
So genau wird man das nicht von ihm erfahren können. Verschlossen ließ er kaum jemanden an sich heran. Manchmal jedoch konnte man eine Meute Kinder um Ihn herum sehen und gegen kleine Gaben erzählte er anfangs mühsam sich dann doch steigernd leise Geschichten über Kämpfe mit Ungeheuern, von Kriegen oder gar Wesen, die er Schornsteinfeger nannte. Das waren gar schreckliche Wesen, die einem das Gehirn aussaugen konnten, einen auslutschten und dann einem Krathor vorwarfen.
Die Kinder folgten gebannt diese Heldengschichten. Insgeheim belächelten sie wohl diesen im Alter kaum einschätzbaren Mann, denn er konnte niemals alles selbst erlebt haben? Merkwürdig fanden sie, dass ihr gewohntes Heldenbild nie mit einer liebenden Jungfrau und Scharen von Verehrerinnen bedient wurde. Gelegentliche Fragen von kleinen Mädchen mit glänzenden Augen wurden nur mit einer unwirschen Handbewegung und einem Brummen beantwortet. Das war dann auch oft der Punkt an dem er einfach aufstand und wortlos ging. Zurück blieb dann nur ein kleiner Abdruck im Staub, an dem er saß. Der Wind lies auch diesen bald verschwinden, so als würde er einfach ausgelöscht. Geblieben sind nur verblassende Geschichten über ein Ort Namens Bajard.
Er durchstreifte Land für Land, lernte dabei die Umgangssprache und Sitten vieler Völker kennen und konnte so durch betteln oder Hilfsarbeiten sich am Leben erhalten. Schlimm waren nur die Winter, denn da konnte man in der Natur nichts zum Essen finden, oder gar ein warmen Unterschlupf. Nicht immer war einen Heu- oder Strohschober zu finden, auch Höhlen oder Felsspalten waren nicht immer verfügbar, so blieben dann nur Siedlungen in denen er sich ungern aufhielt.
Auf einer Alathair angrenzenden Insel fiel Ihm ein Bube names Bastian auf, von dem er auf eine merkwürdige Art und Weise angezogen wurde. Wie ein Schatten folgte er ihm, denn an seiner Kleidung hatte er zudem bekannte Initialen entdeckt. Diese sind gleich denen, die sich auf einem kleinen Stofffetzen befanden, den er in einem ledernen Beutel, wie ein Schatz bei sich trug.
In seinem rauschenden Schweben regte sich Unruhe. Fast zwangsweise musste er diesem nachgehen, als würde irgend etwas ihn anziehen. So folgte er mit viel Abstand dem Jungen, studieren ihn, räumte ihm gelegentlich ein Hinderniss/Probleme aus dem Weg und lies sich weiter durch ihn unbewusst treiben.
Wie lang ist eine Woche?
Wie lang ist ein Monat oder gar ein Jahr?
Er fühlte keine Zeit. Lebte er? Nein er atmete und verbrauchte diesen kostbaren Rohstoff des Lebens – Sauerstoff. Fast wie ein Bazillum, keiner will ihn, aber er war einfach da und man wurde ihn nicht los. Konnte man unter diesen Umständen von existieren sprechen. Für ihn schien nichts mehr eine Bedeutung zu haben.
Wer oder was er war konnte man gar nicht mehr so genau unter dem Haufen von verfilzten grob mit einem Messer geschnittenem Haar, Bart und einer irgendwann mal hervorragender Ausrüstung erkennen.
Dieser Haufen Elend wandelte ohne ein Ziel einem Bettler gleich einfach immer einen sich zufällig anbietenden Weg folgend entlang.
Lenkte ihn jemand oder etwas?
Was hielt ihn am Leben?
Waren es die Götter?
Konnte denn einen Gottlosen und Verfluchten vom Leben Enttäuschten überhaupt jemals einer der so entfernt Geglaubten beachten, geschweige denn lenken?
Zweifel ? Wieso Zweifel? Zweifel bedeutet doch, dass Gefühle das Leben zu einer Berg- und Talfahrt werden lassen. Nein da war es nichts, was in ihm war, geschweige was er brauchte oder haben wollte. Es befand sich eher in einem Zustand gleich dem des monotonen Rauschen eines Wasserfalls, der schon seit Jahrhunderten sich seinen Weg durch den Stein der Felsen bahnt. Oben noch fest in seinem Bett durch Steine eingezwängt, kommt urplötzlich der freie Fall. Man scheint hunderte Meter zu fallen, zerstäubt sich in viele Bestandteile, schwebt zeit- und dimensionslos dem Boden entgegen. Mit viel Glück erwischt einen der Wind und man wird wieder in die Höhe gehoben oder vielleicht auch ein Sonnenschein, der einen so leicht macht, das man zum Himmel aufsteigt. So geht es auf und ab und irgendwann stürzt man zu Boden und verschwindet wieder mit vielen anderen in den Wassermassen und wird rauschend davongetragen.
So genau wird man das nicht von ihm erfahren können. Verschlossen ließ er kaum jemanden an sich heran. Manchmal jedoch konnte man eine Meute Kinder um Ihn herum sehen und gegen kleine Gaben erzählte er anfangs mühsam sich dann doch steigernd leise Geschichten über Kämpfe mit Ungeheuern, von Kriegen oder gar Wesen, die er Schornsteinfeger nannte. Das waren gar schreckliche Wesen, die einem das Gehirn aussaugen konnten, einen auslutschten und dann einem Krathor vorwarfen.
Die Kinder folgten gebannt diese Heldengschichten. Insgeheim belächelten sie wohl diesen im Alter kaum einschätzbaren Mann, denn er konnte niemals alles selbst erlebt haben? Merkwürdig fanden sie, dass ihr gewohntes Heldenbild nie mit einer liebenden Jungfrau und Scharen von Verehrerinnen bedient wurde. Gelegentliche Fragen von kleinen Mädchen mit glänzenden Augen wurden nur mit einer unwirschen Handbewegung und einem Brummen beantwortet. Das war dann auch oft der Punkt an dem er einfach aufstand und wortlos ging. Zurück blieb dann nur ein kleiner Abdruck im Staub, an dem er saß. Der Wind lies auch diesen bald verschwinden, so als würde er einfach ausgelöscht. Geblieben sind nur verblassende Geschichten über ein Ort Namens Bajard.
Er durchstreifte Land für Land, lernte dabei die Umgangssprache und Sitten vieler Völker kennen und konnte so durch betteln oder Hilfsarbeiten sich am Leben erhalten. Schlimm waren nur die Winter, denn da konnte man in der Natur nichts zum Essen finden, oder gar ein warmen Unterschlupf. Nicht immer war einen Heu- oder Strohschober zu finden, auch Höhlen oder Felsspalten waren nicht immer verfügbar, so blieben dann nur Siedlungen in denen er sich ungern aufhielt.
Auf einer Alathair angrenzenden Insel fiel Ihm ein Bube names Bastian auf, von dem er auf eine merkwürdige Art und Weise angezogen wurde. Wie ein Schatten folgte er ihm, denn an seiner Kleidung hatte er zudem bekannte Initialen entdeckt. Diese sind gleich denen, die sich auf einem kleinen Stofffetzen befanden, den er in einem ledernen Beutel, wie ein Schatz bei sich trug.
In seinem rauschenden Schweben regte sich Unruhe. Fast zwangsweise musste er diesem nachgehen, als würde irgend etwas ihn anziehen. So folgte er mit viel Abstand dem Jungen, studieren ihn, räumte ihm gelegentlich ein Hinderniss/Probleme aus dem Weg und lies sich weiter durch ihn unbewusst treiben.
Zuletzt geändert von Siran van Zac am Freitag 12. Juli 2013, 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Benedict Weber
Der Abend im Gesellschaftshaus sollte eigentlich auch an diesen Abend ruhig sein. So saß Verdi auf der Terrasse und träume vor sich her bis sie von Malena und einigen Tieren aus dem Traum gerissen wurde. Malena hatte tatsächlich den halben Wald hinter sich und braucht diesen in den Garten. Verdi erfreut sich sehr über neue Tiere. Doch im inneren wünschte sie sich etwas viel, viel Besseres. Malena als Schelm frage sie natürlich ob sie noch etwas besorgen könnte. Verdi musste daraufhin gar nicht so lange überlegen.
„Ich hätte gerne einen Yeti. Oder vielleicht ein Drachen.. nein noch besser ein Balron.“
Malena schaut sie an und verschwand für einen Moment. Zurück kam sie mit einem Ei und überreichte es Verdania.
„Bitte sehr, ein Drachenei. Das kannst du ausbrühten.“
Verdania beschaute kurz skeptisch das Ei und hob erfreut ihre Mundwinkel.
„Ein echtes Drachenei?“
erkundigte sie sich noch einmal. Malena nickte darauf nur. Vorsichtig streichelte Verdania über das Ei und legte es behutsam untern ihr Oberteil damit es schön warm bleibt. Voller Stolz ging sie zu Rafdarn und erzählte ihm von der Neuigkeit. Sie hat nun ein Drachenei. Rafdarn war noch eine Weile mit den anderen Tieren beschäftigt und so ging Verdania erst mal ins Haus. Vor dem Kamin legte sie Wolle aus und legte das Ei behutsam hinauf.
„Hier hast du es schön warm und kannst bald aus dem Ei kommen.“
Als Rafdarn ins Zimmer kam wurde er auch gleich mit Fragen kontaktiert. Verdi dachte sich es wäre vielleicht besser wenn das Ei auf Drachenschuppen liegen würde. Rafdarn selbst war wohl etwas überfordert und überlegte eine Weile. Anscheint wollte er Verdania die Freude am Ei nicht nehmen. Verdania saß bereits stolz neben ihrem Drachenei und passte darauf auf. Irgendwann kam Seli noch dazu und auch sie musste schmunzeln als sie Verdania mit dem Ei am Feuer sah. So machten sich die drei Gedanken was so ein kleiner Drache wohl fressen würde wenn es auf der Welt ist. Ob es überhaupt am Haus leben konnte. Doch Verdi war so begeistert, sie fand für alles eine gute Antwort und Erklärung. Selbst als sie Frage aufkam. Was wäre denn die Drachemama kommen würde, fiel ich sofort etwas ein. Sie würde einfach den Drachen töten, die Haut von der Mama nehmen und sich selbst eine Haut daraus schneidern. So würde das kleine Drachenbaby keinen Verdacht schöpfen.
Der Abend zog sich noch bis in die Nacht und Verdania fielen ab und an schon die Augen zu. Doch sie könnte doch jetzt nicht schlafen. Wenn das Drachenbaby gerade dann schlüpft. Doch irgendwann senkte sich ihr Kopf und sie schlief am Kamin neben dem Ei tief und fest ein.
„Ich hätte gerne einen Yeti. Oder vielleicht ein Drachen.. nein noch besser ein Balron.“
Malena schaut sie an und verschwand für einen Moment. Zurück kam sie mit einem Ei und überreichte es Verdania.
„Bitte sehr, ein Drachenei. Das kannst du ausbrühten.“
Verdania beschaute kurz skeptisch das Ei und hob erfreut ihre Mundwinkel.
„Ein echtes Drachenei?“
erkundigte sie sich noch einmal. Malena nickte darauf nur. Vorsichtig streichelte Verdania über das Ei und legte es behutsam untern ihr Oberteil damit es schön warm bleibt. Voller Stolz ging sie zu Rafdarn und erzählte ihm von der Neuigkeit. Sie hat nun ein Drachenei. Rafdarn war noch eine Weile mit den anderen Tieren beschäftigt und so ging Verdania erst mal ins Haus. Vor dem Kamin legte sie Wolle aus und legte das Ei behutsam hinauf.
„Hier hast du es schön warm und kannst bald aus dem Ei kommen.“
Als Rafdarn ins Zimmer kam wurde er auch gleich mit Fragen kontaktiert. Verdi dachte sich es wäre vielleicht besser wenn das Ei auf Drachenschuppen liegen würde. Rafdarn selbst war wohl etwas überfordert und überlegte eine Weile. Anscheint wollte er Verdania die Freude am Ei nicht nehmen. Verdania saß bereits stolz neben ihrem Drachenei und passte darauf auf. Irgendwann kam Seli noch dazu und auch sie musste schmunzeln als sie Verdania mit dem Ei am Feuer sah. So machten sich die drei Gedanken was so ein kleiner Drache wohl fressen würde wenn es auf der Welt ist. Ob es überhaupt am Haus leben konnte. Doch Verdi war so begeistert, sie fand für alles eine gute Antwort und Erklärung. Selbst als sie Frage aufkam. Was wäre denn die Drachemama kommen würde, fiel ich sofort etwas ein. Sie würde einfach den Drachen töten, die Haut von der Mama nehmen und sich selbst eine Haut daraus schneidern. So würde das kleine Drachenbaby keinen Verdacht schöpfen.
Der Abend zog sich noch bis in die Nacht und Verdania fielen ab und an schon die Augen zu. Doch sie könnte doch jetzt nicht schlafen. Wenn das Drachenbaby gerade dann schlüpft. Doch irgendwann senkte sich ihr Kopf und sie schlief am Kamin neben dem Ei tief und fest ein.
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Benedict Weber
Seit vielen Mondläufen war ihr Sohn nun schon unterwegs und Verdi wurde langsam unruhig. Er hat ihr nicht geschrieben. Hat er vielleicht Siran gefunden? Wollte er bei ihm bleiben? Er hätte doch eine kleine Nachricht schicken können wie es ihm ginge. Mehr und mehr machten sich ihre Sorgen um ihren Sohn breit. Die Nächte lag sie oft wach und dachte an ihm. Sie machte sich Gedanken wenn er nun wirklich Siran gefunden hatte. Würde er sich gut um ihn kümmern? Würde er sich überhaupt um ihn kümmern? Würde er ihn wieder Heim schicken? Nacht für Nacht kamen mehr Fragen auf. Was wäre denn Bastian verletzt oder gar tot wäre. Sie würde es so nie erfahren. So erhob sie sich vom Sofa im Gesellschaftshaus und griff nach ihrer Tasche. In der Küche packte sie etwas zum Essen und Trinken ein. Legte sich ein Umhang über und zog die Kapuze weit ins Gesicht. Sattelte das Pferd und befestigte ihren eingeschlagenen Bogen an der Seite, dieser müsste nicht sofort auffallen wenn sie in fremde Länder reist. Blickte noch einmal zum Gesellschaftshaus und murmelte nur etwas von, ich bin bald zurück. Versprochen! Mit dem letzten Wort trieb sie auch schon ihren roten Mustang an.
Sie ritt durch die Länder und schaute fast schon hinter jeden Baum ob dort jemand lag. Als die Sonne aufging, campierte sie seitlich an einer Lichtung und stärkte sich mit etwas Kuchen und ein Krug Wasser. Sie wusste eigentlich gar nicht wohin sie reiten sollte. Ihr Sohn hätte überall sein können. Doch sie würde erst wieder ruhig schlafen wenn sie ihn oder sogar beide gefunden hat. Mit einem Ruck saß sie wieder auf dem Pferd und trappte weiter. Der Wegesrand waren sehr große Bäume, welche kaum die Sonnenstrahlen durchließen. Aus jeder Ecke des Waldes hörte sie Geräusche und so trieb sie ihr Pferd schneller an.
Am Ende des Waldes erkannte sie in der Ferne ein kleines unscheinbares Dörfchen. Für die Zeit war es dennoch recht still, kaum eine Bewegung war im Dorf zu sehen. Also ritt sie mit der Hoffnung ihren Sohn dort zu finden hin und schaute sich um. Mitten im Dorf ging es doch recht lebhaft her. Verdania stieg vom Pferd und führte es hinter sich her. Als sie auf eine alte Frau traf sprach sie diese an. Beschrieb ihren Sohn und benannte ihn, doch die Frau schüttelte nur mit dem Kopf und heb ahnungslos die Schulter. Auf einer Bank machte Verdi eine kleine Pause und schnaufte leise auf. Kurz überlegte sie ehe sie zum Ufer aufbrach. Hier würde für eine Nacht ein Zimmerchen bekommen. Die Gastgeber waren recht nett und schienen sie wohl vom Namen her zu kennen. Verdania wurde noch etwas herumgeführt und man zeigte ihr einen Weg der zu einer Insel führte. Dort leben einige vergessene Leute. Meinte der alte Herr. Verdania runzelte die Stirn.
„Vergessene Leute? Wie könnte man Leute denn vergessen?“
Der alte Herr winkte nur ab und ging zurück zur Herberge. Sie allerdings schaute noch eine Weile vom Ufer auf diese kleine Insel und ihr Magen zog sich zusammen. Hätten die Leute auf der Insel ihr Gedächtnis verloren würde sie da auch ihren Sohn nicht finden. Könnte man seinen Namen vergessen? Sie holte einmal tief Luft und schrie so laut sie konnte.
„ Bastian! Bastian!“
sie hätte es sich denken können, dass man darauf keine Antwort bekommt. Doch einmal versuchte sie es noch.
„Bastian? Siran?“
Mit einen enttäuschten Seufzen zog sie ihren Umhang um sich und wendet sich vom Ufer ab. In der Herberge roch es als sie hinein kam schon nach frisch gebackenen Brot und Verdania wurde sogleich ein Platz angeboten. Mit einen sanften Lächeln setze sie sich und aß was auf den Tisch gestellt wurde. Die Sonne ging hinter dem Meer unter und sie zog sich auf das Zimmerchen zurück. Es war ein langer Tag und es führte zu keinen Erfolg. Vielleicht war sie auf der ganz anderen Seite als ihr Sohn. Sie schloss ihre Augen und versuchte in sich zu kehren um etwas Ruhe zu finden.
Am nächsten Morgen würde sie aufbrechen und nach Bastian oder sogar Siran weitersuchen.
Sie ritt durch die Länder und schaute fast schon hinter jeden Baum ob dort jemand lag. Als die Sonne aufging, campierte sie seitlich an einer Lichtung und stärkte sich mit etwas Kuchen und ein Krug Wasser. Sie wusste eigentlich gar nicht wohin sie reiten sollte. Ihr Sohn hätte überall sein können. Doch sie würde erst wieder ruhig schlafen wenn sie ihn oder sogar beide gefunden hat. Mit einem Ruck saß sie wieder auf dem Pferd und trappte weiter. Der Wegesrand waren sehr große Bäume, welche kaum die Sonnenstrahlen durchließen. Aus jeder Ecke des Waldes hörte sie Geräusche und so trieb sie ihr Pferd schneller an.
Am Ende des Waldes erkannte sie in der Ferne ein kleines unscheinbares Dörfchen. Für die Zeit war es dennoch recht still, kaum eine Bewegung war im Dorf zu sehen. Also ritt sie mit der Hoffnung ihren Sohn dort zu finden hin und schaute sich um. Mitten im Dorf ging es doch recht lebhaft her. Verdania stieg vom Pferd und führte es hinter sich her. Als sie auf eine alte Frau traf sprach sie diese an. Beschrieb ihren Sohn und benannte ihn, doch die Frau schüttelte nur mit dem Kopf und heb ahnungslos die Schulter. Auf einer Bank machte Verdi eine kleine Pause und schnaufte leise auf. Kurz überlegte sie ehe sie zum Ufer aufbrach. Hier würde für eine Nacht ein Zimmerchen bekommen. Die Gastgeber waren recht nett und schienen sie wohl vom Namen her zu kennen. Verdania wurde noch etwas herumgeführt und man zeigte ihr einen Weg der zu einer Insel führte. Dort leben einige vergessene Leute. Meinte der alte Herr. Verdania runzelte die Stirn.
„Vergessene Leute? Wie könnte man Leute denn vergessen?“
Der alte Herr winkte nur ab und ging zurück zur Herberge. Sie allerdings schaute noch eine Weile vom Ufer auf diese kleine Insel und ihr Magen zog sich zusammen. Hätten die Leute auf der Insel ihr Gedächtnis verloren würde sie da auch ihren Sohn nicht finden. Könnte man seinen Namen vergessen? Sie holte einmal tief Luft und schrie so laut sie konnte.
„ Bastian! Bastian!“
sie hätte es sich denken können, dass man darauf keine Antwort bekommt. Doch einmal versuchte sie es noch.
„Bastian? Siran?“
Mit einen enttäuschten Seufzen zog sie ihren Umhang um sich und wendet sich vom Ufer ab. In der Herberge roch es als sie hinein kam schon nach frisch gebackenen Brot und Verdania wurde sogleich ein Platz angeboten. Mit einen sanften Lächeln setze sie sich und aß was auf den Tisch gestellt wurde. Die Sonne ging hinter dem Meer unter und sie zog sich auf das Zimmerchen zurück. Es war ein langer Tag und es führte zu keinen Erfolg. Vielleicht war sie auf der ganz anderen Seite als ihr Sohn. Sie schloss ihre Augen und versuchte in sich zu kehren um etwas Ruhe zu finden.
Am nächsten Morgen würde sie aufbrechen und nach Bastian oder sogar Siran weitersuchen.
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Siran Zac
Eine Aufgabe zu haben ist eine merkwürdige Sache. Ganz langsam verändert sie einen Menschen, sich macht in verantwortungsbewusst und zielstrebig. Sie legt neue Prioritäten für einen fest und reflektiert dies auch Anderen gegenüber. Die Leute sehen zu einem auf und messen einem am Erfolg seines Tun. Mehr und mehr glaubt man, alles erreichen zu können, wenn man nur will.
Einzig ein Weg der für einen gangbar ist muss man sich noch zurechtlegen und dann kommt das wichtigste. MAN MUSS ES TUN, Augen zu und durch.
Auch vor Siran machte diese Gesetzmäßigkeit nicht halt. Er begann seine Lumpen gelegentlich zu flicken, kaufte auch hier und da mal ein Teil neu hinzu.
Er schämte sich irgendwann Bastian näher zu kommen und wie der letzte Dreck auszusehen. Der Junge war so voller Tatendrang und scheinbar unbeirrt und unbeschwert setzte er sein Weg in die Welt fort.
Nun ja sicher war Siran noch nicht so weit, sich mehr als nur dieses Ziel vorzunehmen, Bastian zu folgen.
Doch was wird passieren, wenn er auf Ihn traf? Der Junge würde bestimmt irgendwann merken, dass dort etwas ins seiner Nähe ist und jedem seiner Schritte folgt.
Er wird ihn bestimmt zur Rede stellen, wer er sei und was er von ihm wolle.
Würde Siran so lange warten oder würde er selbst auf Ihn zugehen?
Diese Gedanken kamen immer öfter einmal über ihn, vor allem in ruhigen Nachtstunden.
Wie wird es seiner Mutter ergangen sein?
Nein, nein nicht daran denken. Wild schüttelt er den Kopf um den kleinsten Funken daran gleich wieder zu verbannen.
Noch schien es zu funktionieren, denn viele Bilder neuer erlebter Ereignisse konnte er in seinen Kopf projizieren und so war der Gedanke nur wie ein Wassertropfen auf einen heißen Stein. Er tropfte herunter, zerstob beim Aufprall in alle Richtungen und trug dabei unmerklich ein klitzekleines Stück vom Stein ab. Irgendwann würden viele dieser Wassertropfen doch einen sichtbaren Abdruck hinterlassen und sich tiefer und tiefer in den Stein fressen.
Jeder Blick auf den Jungen ließen Siran auch Züge eines einst heißgeliebten Menschen erkennen. Würde er je wieder eine Frau finden, auf die er sich einließ? Er fühlte doch eher wie die Thyren, eine für immer bis zum Tod. Und so war er zerrissen zwischen seiner neuen Aufgabe und der Erwartung seines Todes.
Was würde obsiegen ?
Was ist stärker?
Momentan schien sich eher sein Lebenswillen wieder nach vorn zu kämpfen und die Schicksalswaage in die andere Richtung zu verschieben.
So saß er bei einem Barbier, der ihn mit viel Schaum eingerieben hatte und mit einem scharfen Messer einen scheinbar neuen Menschen aus der Gestalt schälte. Des Barbiers Weib schien den Mund nicht mehr zuzubekommen und Sabber lief ihr das Kinn herunter, als er dann vom Stuhle sich erhob. Einige Geldstücke drückte er dem Barbier in die Hand, ein kurzer Gruß zu ihm und hastig folgte er einer kleinen Staubspur die sich dem Horizont entgegen wandte.
Hinter Siran konnte man noch eine Weile das Gezeter des Barbiers hören: "Was gaffst du Weib nach fremden Männern. Schau dich nur mal an, wie du aussiehst. Dick, fett und sabberst wie ein schmutziges Balg." Weiter beschimpfte er unflätig sein Weib und fiel über sie mit einem Lederriemen her.
Einzig ein Weg der für einen gangbar ist muss man sich noch zurechtlegen und dann kommt das wichtigste. MAN MUSS ES TUN, Augen zu und durch.
Auch vor Siran machte diese Gesetzmäßigkeit nicht halt. Er begann seine Lumpen gelegentlich zu flicken, kaufte auch hier und da mal ein Teil neu hinzu.
Er schämte sich irgendwann Bastian näher zu kommen und wie der letzte Dreck auszusehen. Der Junge war so voller Tatendrang und scheinbar unbeirrt und unbeschwert setzte er sein Weg in die Welt fort.
Nun ja sicher war Siran noch nicht so weit, sich mehr als nur dieses Ziel vorzunehmen, Bastian zu folgen.
Doch was wird passieren, wenn er auf Ihn traf? Der Junge würde bestimmt irgendwann merken, dass dort etwas ins seiner Nähe ist und jedem seiner Schritte folgt.
Er wird ihn bestimmt zur Rede stellen, wer er sei und was er von ihm wolle.
Würde Siran so lange warten oder würde er selbst auf Ihn zugehen?
Diese Gedanken kamen immer öfter einmal über ihn, vor allem in ruhigen Nachtstunden.
Wie wird es seiner Mutter ergangen sein?
Nein, nein nicht daran denken. Wild schüttelt er den Kopf um den kleinsten Funken daran gleich wieder zu verbannen.
Noch schien es zu funktionieren, denn viele Bilder neuer erlebter Ereignisse konnte er in seinen Kopf projizieren und so war der Gedanke nur wie ein Wassertropfen auf einen heißen Stein. Er tropfte herunter, zerstob beim Aufprall in alle Richtungen und trug dabei unmerklich ein klitzekleines Stück vom Stein ab. Irgendwann würden viele dieser Wassertropfen doch einen sichtbaren Abdruck hinterlassen und sich tiefer und tiefer in den Stein fressen.
Jeder Blick auf den Jungen ließen Siran auch Züge eines einst heißgeliebten Menschen erkennen. Würde er je wieder eine Frau finden, auf die er sich einließ? Er fühlte doch eher wie die Thyren, eine für immer bis zum Tod. Und so war er zerrissen zwischen seiner neuen Aufgabe und der Erwartung seines Todes.
Was würde obsiegen ?
Was ist stärker?
Momentan schien sich eher sein Lebenswillen wieder nach vorn zu kämpfen und die Schicksalswaage in die andere Richtung zu verschieben.
So saß er bei einem Barbier, der ihn mit viel Schaum eingerieben hatte und mit einem scharfen Messer einen scheinbar neuen Menschen aus der Gestalt schälte. Des Barbiers Weib schien den Mund nicht mehr zuzubekommen und Sabber lief ihr das Kinn herunter, als er dann vom Stuhle sich erhob. Einige Geldstücke drückte er dem Barbier in die Hand, ein kurzer Gruß zu ihm und hastig folgte er einer kleinen Staubspur die sich dem Horizont entgegen wandte.
Hinter Siran konnte man noch eine Weile das Gezeter des Barbiers hören: "Was gaffst du Weib nach fremden Männern. Schau dich nur mal an, wie du aussiehst. Dick, fett und sabberst wie ein schmutziges Balg." Weiter beschimpfte er unflätig sein Weib und fiel über sie mit einem Lederriemen her.
Zuletzt geändert von Siran Zac am Sonntag 25. August 2013, 18:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Benedict Weber
Der Morgen brach heran und so packte sie ihre Sachen im Zimmerchen. Vor der Abenddämmerung musste sie wieder daheim sein damit es nicht auffällt das sie gar nicht da war. So brach sie frühzeitig auf und begab sich auf die Insel. Sie würde an diesen Tag nicht weit kommen doch könnte sie sich schon einmal umschauen. In der ersten kleinen Siedlung erkundigte sie sich nach einen Jungen mit mittelbrauen Haaren, gute eineinhalb Meter groß in etwa und einer grünen Ledertasche mit bunten Bändern. Fast jeder wurde gefragt den Verdi traf und nur ein bis zwei nickten auf ihre Frage hin. Ob sie den Jungen gesehen hätten. Etwas erleichtert ritt Verdania zum Gesellschaftshaus. Sie würde in der nächsten Nacht erneut aufbrechen um ihren Sohn zu suchen. Diesmal würde sie nicht ohne ihn zurückkommen. Dies nahm sie sich vor und verließ die Insel wieder. In der Gesellschaft hatte es wohl keiner mitbekommen das sie weg war. So brauchte sie keine Fragen zu antworten und konnte ich auf den Abend mit den Leuten vorbereiten.
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Gast
Lange lag sie im Bett und starrte die Decke des Schneiderzimmers an. Kaum ein Auge zugemacht, stand sie wieder auf und ging durch die Schneiderei. Sie war leer und des war kein Albtraum. Nein es war die Wirklichkeit. Arsen war weg und sie würde ihn wohl nie wieder sehen. Gab es überhaupt noch einen Grund, einen Grund da zu sein? Sie packte in Arsen Truhe noch etwas und hing noch ein Stofftier in Form eines Mufflons heran. So griff sie nach den gepackten Sachen und ließ Lore vor den Türen der Gesellschaft satteln. Etwas Ruhe sollte wohl gut tun. Sie hat viele Leute verletzt und mag nicht noch mehr Schaden anrichten. So verabschiedete sie sich von Lami und zog Lore hinter sich her. Weit nach Süden ging der Weg. Dort wo sie eins nochmals angefangen hat. Doch dies schien auch noch nicht der richtige Ort zu sein. Doch für ein paar Tage sollte dies nun erst mal der Ort sein an dem sie sich aufhalten wird. Verdania machte es sich dort gemütlich und versuchte sich irgendwie abzulenken. Doch egal was sie tat, ein Gedanken ließ sie nicht los. Sie konnte dafür keine Lösung finden. Doch für eine anders. Sie könnte weit weg gehen damit die Ruhe wieder einkehrt, alle ihr alte Leben haben. Alles hinter sich lassen und komplett von vorne anfangen. Doch sie würde viele Freunde zurück lassen und vielleicht einige damit sogar weh tun. Doch würde sie es nach einer gewissen Zeit verstehen. Immer wieder machte sie sich Gedanken und kam zu keinem Entschluss.
Ihr Herz war gebrochen schon bevor die schöne Zeit überhaupt angefangen hat. Niemals wieder würde sie jemand so nah an sich heran lassen.
Ihr Herz war gebrochen schon bevor die schöne Zeit überhaupt angefangen hat. Niemals wieder würde sie jemand so nah an sich heran lassen.
- Malachai Schwarzmourne
- Beiträge: 1606
- Registriert: Montag 2. April 2007, 01:04
Langsam ging er die Treppe hinab, ein sachter Seufzer bei der letzten Stufe, dann ging er direkt richtung des Bades.
Er blickte auf die Insel, ein sachtes lächeln, als die Erinnerung kam, wie er sie damals bauen liessen.
Sie wünschte sich einen Zufluchtsort, die einsame Insel, auf die fliehen wollten.
Sicher, ein Gedanke der immer bestärkt wurde, als der Wein floss, trotzdem, jetzt wünschte Malachai sich so sehr, er hätte es einfach getan. Ihre Hand genommen und wäre mit ihr entschwunden...für immer.
Doch jetzt, jetzt ist es verloren.
Er zog sich die Stiefel aus, der Sand glitt zwischen seine Zehen, als er die Mitte betrat und sich darauf nieder liess.
Er griff in seine Tasche und holte eine kleine, verzierte Holzkiste heraus und öffnete Sie.
Ein letzter Blick hinein, dann griff er abermals in die Tasche.
Zuerst holte er ein Pergament heraus. Ein Brief. Er schrieb ihn, als er auf Reisen war und nur die ersten Zeilen sind so zusammengerollt lesbar: "Meine über alles geliebte Verdania..."
Er schluckte und wischte sich über die Augen, dann ein weiterer Griff in die Tasche.
Langsam holte er die Eisweiße Flasche heraus. Er streifte über den Schriftzug und dachte daran, wie sehr gerne Sie den mochte. Es war der Hochzeitswein, eine der letzten Flaschen, die er noch hatte.
Sie war damals Schwanger, als sie heirateten und durfte ihn nicht trinken. Also hob er so viele Flaschen wie es ging für Sie auf und nach und nach, immer an besonders schönen Abenden, tranken Sie ihn.
Er blickte ins Kerzenlichte neben dem Bade, er lächelte sacht, als er Sie vor sich sah, in diesem atemberaubend weißen Kleid. Für ihn waren die Worte damals, das Zugeständnis der Liebe für immer. Für Sie...nunja...damals hat Sie es sich wohl auch anders vorgestellt.
Er stellte die Flasche neben der Kiste und dem Brief in den Sand, atmete tief ein und ging den Gedanken der letzten Tage nach.
Ihm kam schon jetzt in dem Sinne, dass er, den er einst Bruder schimpfte, schon damals auf ihrer Hochzeit, als er mit ihr tanzte, der Braut, in Sie verliebt war.
Solange spielte er ihm etwas vor, über all die Jahre, belog und betrog er ihn eigentlich, wartete wie ein Wolf in der Dunkelheit auf dem Moment, wo er zuschlagen konnte.
Er schluckte abermals, während seine Finger sich zu einer Faust ballten und die Fingernägel sich in sein Handfleisch bohrten.
"Was war wichtiger, als bei deiner Frau zu sein?", fragte er ihn direkt ins Gesicht und in Malachai kochte die Wut, als er ihm gegenüber sass.
Er wollte losbrüllen, dass "dein verdammtes Leben", dass all derer, die ihm wichtig waren, seine Familie waren, ihm wichtiger erschien, als er sich dafür entschied, auszuzogen und den Kampf, den seine und dessen Eltern begonnen, zu Ende zu führen...als er entschied, sein Leben zu riskieren, zu opfern und dann als neuer, befreiter Mensch aufzuerstehen und sich vom Fluch der Generationen zu befreien.
Doch er liess es. Er wollte sich nicht rechtfertigen. Irendwo hatte er Recht...wo war Malachai, als er seine Frau alleine liess?
Was gab dem, oder anderen das Recht, wichtiger zu sein?
In guten wie in schlechten Zeiten? Nun...er sah die schlechten Zeiten bei anderen und wollte helfen...ohne zu sehen, wie schlecht es um seine Ehe stand.
Hätte er gewusst, dass er sich vor seiner Abreise für Cyrion oder seine Ehefrau entscheiden müsse, bei den verfluchten Göttern, er hätte sich für Sie und nur für Sie entschieden.
Doch was bleibt, sind die letzten Erinnerungen an ein trauriges Gesicht, das er zurück liess. Einer Frau, die er so begehrte und liebte, wie wohl kein anderes Wesen auf der ganzen Welt.
Doch abermals entschieden die Götter, ihre Puppen spielen zu lassen und das Leid zu verteilen...zu meinen, andere sollten Glücklicher werden und ihre Last und ihre Sehnsucht auf ihn ablassen.
Einige Tränen tropfen hinab, bedecken sacht die hölzerne Kiste, als Malachai wieder in die Tasche griff und etwas kleines, funkelndes heraus holt.
Schwer kann er in der Dunkelheit und mit den tränenden Augen die Lettern entziffern, doch er wusste, was auf ihnen stand:
"Gesucht und gefunden..."
Er schluckte abermals, er wusste, was auf ihrem Stand
"auf ewig verbunden."
Dieser Spruch kam ihm ein wenig wie Spott vor, und dennoch, er glaubte daran, so sehr. Es gab ihm ein neues Leben, ein neues Lebensziel.
Er ballte wieder die Faust, den Ring in der Hand und presste, als könne er ihn so in sein Fleisch brennen, ehe er dann wieder auf die Holzschachtel blickte, die Hand darüber führte und die Faust öffnete. Mit einem leisen klirren fiel der Ring auf den hölzernen Boden.
Dann nahm er den Brief, legte ihn über den Ring und zuletzt die Flasche.
Ein letzter, fast prüfender Blick, der ihm wie eine Ewigkeit vor kam, dann schloss er das Kästchen, drehte den Schlüssel um und mit einem leichten Ruck, erbrach der Schlüssel und nur noch der Stiel blieb in seiner Hand.
Er lehnt sich leicht zurück und während seine Hände sich in dem Sand vergraben und beginnen, ein Loch zu schaufeln, kamen wieder die Erinnerungen.
Er will sich nicht mehr vorstellen, wie die Frau, die er liebte, mit dem Mann, den er so abgrundtief hasste, zusammen ist. Wie sie beide lachen und lächeln und sich verliebt in die Augen ansehen.
Wie sie sich berühren oder küssten. Gedanken, die ihm den Verstand raubten, seine Wut ins unermessliche steigern liessen. Nein, er versuchte sich zu konzentrieren und sich nicht in einer Mischung aus Wahnsinn und Leid zu verlieren.
Er dachte an die vielen Freunde, die er hatte. Daran, wie sehr bemüht sie waren, ihn aufzubauen, ihn abzulenken. Ja er lachte mal wieder, ja, er tat, als müsse er damit abschliessen. Die wohl größte und beste Maske, die er jemals trug. So undurchdringlich, so unerkennbar gut. Er spielte, er hatte die perfekte Mischung aus glaubhafter Trauer und Lebensfreude gefunden, während sein inneres doch nur ein zerbrochener Scherbenhaufen war.
So gut, dass sogar Sie, die ihn am besten kennen und durchschauen sollte, es nicht anders sehen kann und daran glaubt, sie würden wieder Freunde werden wie früher. Ja, so gut, dass er selbst seine Ehefrau täuschen kann. Etwas, was er sich vor der Hochzeit schwor, niemals zu machen.
Doch dies ist nun ein Kapitel, das zu Ende geht und um Sie alle zu schützen, musste er den Weg gehen.
Langsam liess Malachai die Kiste in das kleine Loch auf der Insel und begann, mit den Handflächen es nach und nach zu zuschieben.
Der Sand prallte wie Hammerschläge auf seinem Herzen auf die Kiste und begannen, sie zu verdecken.
Sollen Sie alle glücklich werden. Er wünschte es ihr immer und war im irrglauben gefangen, er hätte Sie glücklich gemacht. Doch trotz allem, er wünschte sich immer, sie geniesse das Leben und wäre vollends zufrieden.
So wird er sich ihr nicht in den Weg stellen, wird nicht mehr um Sie kämpfen, egal wie sehr sein Herz sich nach ihr sehnt oder wie stark sein inneres den Drang verspürt, sie in den Arm zu nehmen und nie mehr loszulassen.
Es sei ihm halt nicht vergönnt, das Leben zu finden, das er suchte und die Liebe zu halten, die er brauchte. Er macht niemanden einen Vorwurf...nur sich selber hasst er so sehr, dass er nicht einmal mehr in den Spiegel blicken kann.
Abermals entgleitet ihm das, was ihm den Lebenswillen gab, abermals hinterlässt er eigentlich nur noch Tot und Zerstörung. Doch...
so spielt das Leben, so lässt das Schicksal markaber seine Figuren bewegen und die Götter ergötzen sich abermals an das Leid derer, die es wohl nicht anders verdient haben.
Er drückt den Sand flach, ein kurzer Blick und man würde auf den ersten Schauen nicht erkennen, das dort etwas vergraben liegt.
Dann holt er eine weitere Flasche aus der Tasche. Er wusste eigentlich nicht, was es war. Eine von sovielen Flaschen mit klarer Flüssigkeit, die schon beim öffnen stanken. Sie könnten auch aus Rothrans Experimenten entstanden sein, er zuckte mit der Schulter und wollte nur, dass die Flüssigkeit genug Alkohol enthalten hatte, um die Nacht irgendwie zu bestehen.
Die Kiste hingegen, würde wohl auf ewig begraben sein, er wusste, wenn, würde er nur mit ihr zurück auf die Insel kommen und sie bergen...er glaubte ja noch bis vor kurzem, die Hoffnung sterbe zu letzt...doch jetzt, und wieder entglitt ihm ein seufzer, während die Tränen den Wangen hinabglitten und den Sand feucht werden liessen, wusste er, dass die Hoffnung das erste ist, was stirbt, wenn man der Wahrheit so grausam ins Gesicht blicken musste.
So verging wieder eine Nacht, wo Malachai die Maske ablegte und förmlich herausschrie, was er dachte. Unwollend den Morgen, wo er dann seine Wunden verband und kaschierte, damit niemand Sie sehen mag, das Lächeln aufsetzte und versuchte, die Hoffnung auszustrahlen, die er doch schon garnicht mehr besass, einzig, damit er in Ruhe trauern konnte....einzig...damit er seine Ruhe hatte.
Er blickte auf die Insel, ein sachtes lächeln, als die Erinnerung kam, wie er sie damals bauen liessen.
Sie wünschte sich einen Zufluchtsort, die einsame Insel, auf die fliehen wollten.
Sicher, ein Gedanke der immer bestärkt wurde, als der Wein floss, trotzdem, jetzt wünschte Malachai sich so sehr, er hätte es einfach getan. Ihre Hand genommen und wäre mit ihr entschwunden...für immer.
Doch jetzt, jetzt ist es verloren.
Er zog sich die Stiefel aus, der Sand glitt zwischen seine Zehen, als er die Mitte betrat und sich darauf nieder liess.
Er griff in seine Tasche und holte eine kleine, verzierte Holzkiste heraus und öffnete Sie.
Ein letzter Blick hinein, dann griff er abermals in die Tasche.
Zuerst holte er ein Pergament heraus. Ein Brief. Er schrieb ihn, als er auf Reisen war und nur die ersten Zeilen sind so zusammengerollt lesbar: "Meine über alles geliebte Verdania..."
Er schluckte und wischte sich über die Augen, dann ein weiterer Griff in die Tasche.
Langsam holte er die Eisweiße Flasche heraus. Er streifte über den Schriftzug und dachte daran, wie sehr gerne Sie den mochte. Es war der Hochzeitswein, eine der letzten Flaschen, die er noch hatte.
Sie war damals Schwanger, als sie heirateten und durfte ihn nicht trinken. Also hob er so viele Flaschen wie es ging für Sie auf und nach und nach, immer an besonders schönen Abenden, tranken Sie ihn.
Er blickte ins Kerzenlichte neben dem Bade, er lächelte sacht, als er Sie vor sich sah, in diesem atemberaubend weißen Kleid. Für ihn waren die Worte damals, das Zugeständnis der Liebe für immer. Für Sie...nunja...damals hat Sie es sich wohl auch anders vorgestellt.
Er stellte die Flasche neben der Kiste und dem Brief in den Sand, atmete tief ein und ging den Gedanken der letzten Tage nach.
Ihm kam schon jetzt in dem Sinne, dass er, den er einst Bruder schimpfte, schon damals auf ihrer Hochzeit, als er mit ihr tanzte, der Braut, in Sie verliebt war.
Solange spielte er ihm etwas vor, über all die Jahre, belog und betrog er ihn eigentlich, wartete wie ein Wolf in der Dunkelheit auf dem Moment, wo er zuschlagen konnte.
Er schluckte abermals, während seine Finger sich zu einer Faust ballten und die Fingernägel sich in sein Handfleisch bohrten.
"Was war wichtiger, als bei deiner Frau zu sein?", fragte er ihn direkt ins Gesicht und in Malachai kochte die Wut, als er ihm gegenüber sass.
Er wollte losbrüllen, dass "dein verdammtes Leben", dass all derer, die ihm wichtig waren, seine Familie waren, ihm wichtiger erschien, als er sich dafür entschied, auszuzogen und den Kampf, den seine und dessen Eltern begonnen, zu Ende zu führen...als er entschied, sein Leben zu riskieren, zu opfern und dann als neuer, befreiter Mensch aufzuerstehen und sich vom Fluch der Generationen zu befreien.
Doch er liess es. Er wollte sich nicht rechtfertigen. Irendwo hatte er Recht...wo war Malachai, als er seine Frau alleine liess?
Was gab dem, oder anderen das Recht, wichtiger zu sein?
In guten wie in schlechten Zeiten? Nun...er sah die schlechten Zeiten bei anderen und wollte helfen...ohne zu sehen, wie schlecht es um seine Ehe stand.
Hätte er gewusst, dass er sich vor seiner Abreise für Cyrion oder seine Ehefrau entscheiden müsse, bei den verfluchten Göttern, er hätte sich für Sie und nur für Sie entschieden.
Doch was bleibt, sind die letzten Erinnerungen an ein trauriges Gesicht, das er zurück liess. Einer Frau, die er so begehrte und liebte, wie wohl kein anderes Wesen auf der ganzen Welt.
Doch abermals entschieden die Götter, ihre Puppen spielen zu lassen und das Leid zu verteilen...zu meinen, andere sollten Glücklicher werden und ihre Last und ihre Sehnsucht auf ihn ablassen.
Einige Tränen tropfen hinab, bedecken sacht die hölzerne Kiste, als Malachai wieder in die Tasche griff und etwas kleines, funkelndes heraus holt.
Schwer kann er in der Dunkelheit und mit den tränenden Augen die Lettern entziffern, doch er wusste, was auf ihnen stand:
"Gesucht und gefunden..."
Er schluckte abermals, er wusste, was auf ihrem Stand
"auf ewig verbunden."
Dieser Spruch kam ihm ein wenig wie Spott vor, und dennoch, er glaubte daran, so sehr. Es gab ihm ein neues Leben, ein neues Lebensziel.
Er ballte wieder die Faust, den Ring in der Hand und presste, als könne er ihn so in sein Fleisch brennen, ehe er dann wieder auf die Holzschachtel blickte, die Hand darüber führte und die Faust öffnete. Mit einem leisen klirren fiel der Ring auf den hölzernen Boden.
Dann nahm er den Brief, legte ihn über den Ring und zuletzt die Flasche.
Ein letzter, fast prüfender Blick, der ihm wie eine Ewigkeit vor kam, dann schloss er das Kästchen, drehte den Schlüssel um und mit einem leichten Ruck, erbrach der Schlüssel und nur noch der Stiel blieb in seiner Hand.
Er lehnt sich leicht zurück und während seine Hände sich in dem Sand vergraben und beginnen, ein Loch zu schaufeln, kamen wieder die Erinnerungen.
Er will sich nicht mehr vorstellen, wie die Frau, die er liebte, mit dem Mann, den er so abgrundtief hasste, zusammen ist. Wie sie beide lachen und lächeln und sich verliebt in die Augen ansehen.
Wie sie sich berühren oder küssten. Gedanken, die ihm den Verstand raubten, seine Wut ins unermessliche steigern liessen. Nein, er versuchte sich zu konzentrieren und sich nicht in einer Mischung aus Wahnsinn und Leid zu verlieren.
Er dachte an die vielen Freunde, die er hatte. Daran, wie sehr bemüht sie waren, ihn aufzubauen, ihn abzulenken. Ja er lachte mal wieder, ja, er tat, als müsse er damit abschliessen. Die wohl größte und beste Maske, die er jemals trug. So undurchdringlich, so unerkennbar gut. Er spielte, er hatte die perfekte Mischung aus glaubhafter Trauer und Lebensfreude gefunden, während sein inneres doch nur ein zerbrochener Scherbenhaufen war.
So gut, dass sogar Sie, die ihn am besten kennen und durchschauen sollte, es nicht anders sehen kann und daran glaubt, sie würden wieder Freunde werden wie früher. Ja, so gut, dass er selbst seine Ehefrau täuschen kann. Etwas, was er sich vor der Hochzeit schwor, niemals zu machen.
Doch dies ist nun ein Kapitel, das zu Ende geht und um Sie alle zu schützen, musste er den Weg gehen.
Langsam liess Malachai die Kiste in das kleine Loch auf der Insel und begann, mit den Handflächen es nach und nach zu zuschieben.
Der Sand prallte wie Hammerschläge auf seinem Herzen auf die Kiste und begannen, sie zu verdecken.
Sollen Sie alle glücklich werden. Er wünschte es ihr immer und war im irrglauben gefangen, er hätte Sie glücklich gemacht. Doch trotz allem, er wünschte sich immer, sie geniesse das Leben und wäre vollends zufrieden.
So wird er sich ihr nicht in den Weg stellen, wird nicht mehr um Sie kämpfen, egal wie sehr sein Herz sich nach ihr sehnt oder wie stark sein inneres den Drang verspürt, sie in den Arm zu nehmen und nie mehr loszulassen.
Es sei ihm halt nicht vergönnt, das Leben zu finden, das er suchte und die Liebe zu halten, die er brauchte. Er macht niemanden einen Vorwurf...nur sich selber hasst er so sehr, dass er nicht einmal mehr in den Spiegel blicken kann.
Abermals entgleitet ihm das, was ihm den Lebenswillen gab, abermals hinterlässt er eigentlich nur noch Tot und Zerstörung. Doch...
so spielt das Leben, so lässt das Schicksal markaber seine Figuren bewegen und die Götter ergötzen sich abermals an das Leid derer, die es wohl nicht anders verdient haben.
Er drückt den Sand flach, ein kurzer Blick und man würde auf den ersten Schauen nicht erkennen, das dort etwas vergraben liegt.
Dann holt er eine weitere Flasche aus der Tasche. Er wusste eigentlich nicht, was es war. Eine von sovielen Flaschen mit klarer Flüssigkeit, die schon beim öffnen stanken. Sie könnten auch aus Rothrans Experimenten entstanden sein, er zuckte mit der Schulter und wollte nur, dass die Flüssigkeit genug Alkohol enthalten hatte, um die Nacht irgendwie zu bestehen.
Die Kiste hingegen, würde wohl auf ewig begraben sein, er wusste, wenn, würde er nur mit ihr zurück auf die Insel kommen und sie bergen...er glaubte ja noch bis vor kurzem, die Hoffnung sterbe zu letzt...doch jetzt, und wieder entglitt ihm ein seufzer, während die Tränen den Wangen hinabglitten und den Sand feucht werden liessen, wusste er, dass die Hoffnung das erste ist, was stirbt, wenn man der Wahrheit so grausam ins Gesicht blicken musste.
So verging wieder eine Nacht, wo Malachai die Maske ablegte und förmlich herausschrie, was er dachte. Unwollend den Morgen, wo er dann seine Wunden verband und kaschierte, damit niemand Sie sehen mag, das Lächeln aufsetzte und versuchte, die Hoffnung auszustrahlen, die er doch schon garnicht mehr besass, einzig, damit er in Ruhe trauern konnte....einzig...damit er seine Ruhe hatte.
Zuletzt geändert von Malachai Schwarzmourne am Montag 14. Oktober 2013, 09:58, insgesamt 1-mal geändert.
[img]http://www.bilder-upload.eu/upload/6f34ff-1435746730.gif[/img]
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Gast
Tage vergingen und ihre Sehnsucht nach einer gewissen Person stieg Tag für Tag. Doch wie hätten sie zusammenleben sollen, wenn alle gegen sie waren? Traurig und kaum ohne Hoffnung verzog sie sich in den Außenposten der Gesellschaft. Schon lange fühlte sie nicht mehr so leer wie an diesen Tagen. Ihre Kraft, die sie sonst immer hatte war verschwunden. Sie überlegte sich doch eine Reise zu machen. Alles hinter sich zu lassen und irgendwann zurück zu kehren. Ihr Herz schmerzte und auch wenn sie versuchte sich abzulenken, sobald sie alleine war rollten die Tränen übers Gesicht. Sie hatte ihre wichtigsten Sachen schon bei sich und auch Lami war nach langem wieder in Bajard. Nach einigen Tagen kam Mala zum Außenposten. Er wollte noch einmal in Ruhe mit ihr reden, er wollte um sie kämpfen. Doch sie konnte ihm diese Hoffnung nicht mehr geben das sie zu ihm zurückkehrte und auch hätte sie ihm nicht die Liebe schenken können die er verdient hätte. Denn in ihrem Herzen sehnte sie sich so sehr nach einem anderen. So beschlossen sie für immer getrennt zu bleiben und irgendwann wieder Freunde zu werden wie es damals war. Sie wusste genau wie sehr sie ihm wehtat, doch wusste sie er wäre nie alleine. Seli kümmert sich so rührend um ihn und Verdi wusste um ihre Gefühle zu Mala. Im Stillen hätte man gut denken können das dies ein sehr, sehr guter Plan war. Aber Verdi wollte sich darüber keine Gedanken mehr machen. Nein sie hatte andere Gedanken, andere Sorgen.. würde sie Arsen je wiedersehen nachdem sie ihn weg geschickt hatte. Er hatte ihr versprochen immer in der Nähe zu sein aber war es immer noch so?
Ihr Herz schlug auf als sie nachts Faile am Zaun stehen sah. Er war in der Nähe. Er musste in der Nähe sein. Abgelenkt von einer Kundin bemerkte sie nicht wie Faile sich losriss und weg ging und als sie sich herumdrehte war es weg. Sie lief hinterher, rief nach Faile bis es zurückkam. Sie bat es darum, sie zum Herrn zu bringen und Faile drehte sich herum und eilte auch schon zu ihm. Er stand hinter einen Baum, in seinen alten dunklen Sachen. Sie schaute sich um und ihr Herz pochte wie wild auf. Er war da und diesmal würde sie ihn nicht mehr gehen lassen. Diesen Schmerz würde sie nicht mehr ertragen wollen und sollten die anderen denken was sie wollten. Die Wahrheit kannten doch nur wenige.
Tage vergingen und Verdi blühte langsam wieder auf. Bis sie ein weiteres Gespräch mit Mala hatte. Der sie wohl immer noch liebte. Etwas misstrauisch wurde sie dennoch als er ihr erzählte, dass er seine Exfrau geküsst hatte. Das jenes ohne Bedeutung war. Doch wie konnte man jemanden küssen ohne Gefühle. Er hatte es ihr doch auch böse genommen. Nein sie war nicht böse darüber sie fühlte sich mehr als eine Notlösung. Eine die für die Zeit von „Ihrer Abwesenheit“ da war und nun wieder nur eine gute Freundin war. Sie ließ es sich nicht anmerken und lächelte wie immer darauf. Er sollte sein Leben so führen wie er es für richtig hielt, genauso wie sie es tat. Ihre tiefsten Gedanken werden nie ans Tageslicht kommen und sie würde nie alles von sich und ihren Gefühlen preisgeben. Dies hatte sie nun schon im Laufe der Zeit gelernt. Das man nicht zu offen sein sollte und auch vorsichtig sein sollte wem man etwas anvertraut. Denn man weiß nie wer einen den Dolch in den Rücken sticht.
Langsam kehre die Ruhe in der Gesellschaft wieder ein. Einige sah sie wie sie die Aufträge heran schafften und auch Verdi begab sich immer wieder auf den Weg, neue Rohstoffe für den Winter heran zu schaffen. An ihrer Seite war stets ein Schatten mit einen Lächeln auf den Lippen.
Ihr Herz schlug auf als sie nachts Faile am Zaun stehen sah. Er war in der Nähe. Er musste in der Nähe sein. Abgelenkt von einer Kundin bemerkte sie nicht wie Faile sich losriss und weg ging und als sie sich herumdrehte war es weg. Sie lief hinterher, rief nach Faile bis es zurückkam. Sie bat es darum, sie zum Herrn zu bringen und Faile drehte sich herum und eilte auch schon zu ihm. Er stand hinter einen Baum, in seinen alten dunklen Sachen. Sie schaute sich um und ihr Herz pochte wie wild auf. Er war da und diesmal würde sie ihn nicht mehr gehen lassen. Diesen Schmerz würde sie nicht mehr ertragen wollen und sollten die anderen denken was sie wollten. Die Wahrheit kannten doch nur wenige.
Tage vergingen und Verdi blühte langsam wieder auf. Bis sie ein weiteres Gespräch mit Mala hatte. Der sie wohl immer noch liebte. Etwas misstrauisch wurde sie dennoch als er ihr erzählte, dass er seine Exfrau geküsst hatte. Das jenes ohne Bedeutung war. Doch wie konnte man jemanden küssen ohne Gefühle. Er hatte es ihr doch auch böse genommen. Nein sie war nicht böse darüber sie fühlte sich mehr als eine Notlösung. Eine die für die Zeit von „Ihrer Abwesenheit“ da war und nun wieder nur eine gute Freundin war. Sie ließ es sich nicht anmerken und lächelte wie immer darauf. Er sollte sein Leben so führen wie er es für richtig hielt, genauso wie sie es tat. Ihre tiefsten Gedanken werden nie ans Tageslicht kommen und sie würde nie alles von sich und ihren Gefühlen preisgeben. Dies hatte sie nun schon im Laufe der Zeit gelernt. Das man nicht zu offen sein sollte und auch vorsichtig sein sollte wem man etwas anvertraut. Denn man weiß nie wer einen den Dolch in den Rücken sticht.
Langsam kehre die Ruhe in der Gesellschaft wieder ein. Einige sah sie wie sie die Aufträge heran schafften und auch Verdi begab sich immer wieder auf den Weg, neue Rohstoffe für den Winter heran zu schaffen. An ihrer Seite war stets ein Schatten mit einen Lächeln auf den Lippen.