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Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2008, 16:26
von Taralea Mirrosil
Und wieder heben sich zwei Vögel in den dunklen Himmel, sie tragen Kunde zu den Völkern und Bündnissen, die sich zusammentun, um der Welt das Licht zurückzugeben.
Der Segen der Götter mit Euch [passende Anrede]
Nicht lange ist es her, dass wir miteinander über das große Übel sprachen. Um die Katastrophe zu einem Ende führen zu können, ist es nötig, dass wir, die wir die Sonne mit ihrer Wärme und ihrem Licht so unendlich brauchen und vermissen, unsere Möglichkeiten bündeln.
Wir sind mit unseren Nachforschungen ein gutes Stück weitergekommen, doch an manchen Stellen waren sie etwas verwirrend, wie wir zugeben müssen. Der Mond scheint von der Sonne in einen Bann gezogen. Nun gilt es, die beiden zu trennen. Als günstigster Zeitpunkt wurde der letzte Abend der Woche gewählt. Haltet Euch zur siebten Stunde nach dem Mittagsläuten bereit.
An diesem Abend wird von überall Energie und Kraft in die Nacht geschickt, die gemeinsam den Mond in seine Bahn schieben soll. Um diese zu bündeln brauchen wir etwas, das voller Energie Eures Volkes / Bundes ist. [Gabe der Fraktionen] soll hier als Mittler dienen. Wir wissen, wie ungewöhnlich diese Bitte ist, doch bleibt uns nichts anderes, als um Vertrauen zu werben.
Was genau an jenem Abend von uns allen erwartet wird, berichten wir Euch, sobald wir uns sehen. In Anbetracht der Zeit wäre es hilfreich, wenn Ihr eine Reise bis spätestens zum sechsten Abend der Woche bei uns einrichten könntet.
Mögen die Götter ihre Hände schützend über Euch und die Euren halten.
Gezeichnet im Namen der Schwesternschaft
Die Schreiben gehen an:
die Hochelfen und erbitten ein Schweifhaar eines Einhorns
die Waldelfen und erbitten ein Stück Borke eines Baumwächters
die Menekaner und erbitten eine Träne Eluives
die Tiefländer und erbitten ein Blatt des Ahnenbaumes (in ihrem Brief wurde vorsorglich auf einen Götterbezug verzichtet und durch eine neutrale Grußformel ersetzt)
die Priester des Horteras als Stellvertreter für die freien Menschen in und um Bajard und erbitten etwas von ihrem geheimnisvollen Kraut
Die Schwestern erhofften innig, dass Varuna, Rahal und auch das Volk der Anguren sich noch rühren würde. Notfalls mussten sie versuchen, diesen noch einmal auf die Sprünge zu helfen. Die Magier der Akademia Arcana würden durch einen der ihren informiert werden, dass eine Rune, angereichert mit Energie gebraucht wurde.
Eine weitere Reise stand auch noch aus: zum ehrenwerten Zwergenvolk
Verfasst: Dienstag 9. Dezember 2008, 19:43
von Skalbjarn MacGjallar
Von seltsamen Träumen geschüttelt schreckte der junge Mimir endgültig aus dem Schlaf auf, als ihm etwas den Atem nahm. Einen Fluch unterdrückend griff die linke ins Leere und die Rechte schlug hart nach dem Angreifer, welcher nicht da war, durch die Luft. Als er etwas mehr beisammen war fegte er zunächst das Fell von seinem Gesicht, um dann vom letzten Schrei der Eule aufmerksam gemacht ihrem Flug mit den Augen zu folgen.
Nachdenkend über das Tier der alten Heimat, welches ihn wohl auf diese Art weckte, klaubte er das Fell vom Boden auf und sah ihm beim Schmelzen zu. Tief in Gedanken versunken murmelte er leise vor sich hin, bis die schwarze Sonne am Himmel sichtbar wurde.
Sichere Antworten hatte er ob seiner beinahe schon meditativen Versonnenheit nicht gewonnen. Außer einer. Die Eule wollte ihn auf etwas im Norden aufmerksam machen. Doch wer hatte sie gesandt? Die Ahnen? So forderten sie ihr Volk wohl auf, Heim zu kehren. War das schmelzende Fell ein Zeichen für die unnatürliche Kälte welche von Fuachtero verschwunden war?
Oder zog von Norden nur die Armee der Untoten heran, welche den Weltuntergang verkündete? Und das Fell war ein Zeichen für das langsame aber stetige Ausbluten seines Volkes?
Daran, dass das Tier nicht von den Ahnen gesandt wurde, wollte der junge Mimir nicht denken. Auch wenn ihm die Möglichkeit durchaus bewußt war, so wollte er doch lieber seine Kraft, Sicherheit und seinen Trost in diesen schweren Zeiten aus Zeichen der Ahnen ziehen, und nicht aus irgendeiner verteufelten Hexerei.
Mit einem Ruck stand er auf und machte sich auf die Suche nach Vinleif, sich mit ihm zu bereden.
Verfasst: Mittwoch 10. Dezember 2008, 18:37
von Tarja Lycron
Sie wusste nicht, was Cetus genau von ihr wollte. Er bestellte sie nur zur Taverne, um dort etwas zu verkünden. Sie hasste es ja, aber sie würde der Bitte folgen. Recht schnell erklärte er, was Sache war. Die Dunkelheit hatte sich wie eine zweite Haut um die Welt gelegt und der Mond wollte den Tag um nichts in der Welt begrüßen, um für die Sonne vom Firmament zu rücken. Nachdem Tarja von den Artefakten, diesen Bruchstücken, erfahren hatte war sie entschlossen, fest entschlossen, das Artefakt zu finden. Die Konzentration, die sie in sich beherbergte wurde freigelassen. Sie hatten nicht viele Möglichkeiten, wo sie dieses Artefakt finden konnten und doch waren die Möglichkeiten selbst so wild verstreut und trotzdem viel zu groß, um alle auf einmal abzusuchen. Sie mussten taktisch klug vorgehen. Der erste Zusammenhang lag im Hafen, der Ort dort war sehr belebt, auch die Krypta. Zumal sie bewacht wurde von vielen Scharen der Untoten. Mehr als sonst. Irgendwas versuchten sie doch zu beschützen? Oder nicht? Oder hatte Sokurtheq selbst seine Hände im Spiel? Nach so langer Zeit noch? Die Suche war mühsam und raubte sehr viel ihrer Kraft und Konzentration. Leise rief sie sich immer wieder in den Kopf, ... ich überschreite alle Brücken ... Städte ... Menschen ... Salz ... Meere ... trockne ... Wüste.
Der alte Friedhof gab nichts frei. Auch das Gebetshaus mit der darunter gelegenen Krypta gab nichts frei. Sie spürte das hämmern in ihrem Kopf. Hier war nichts. Sie mussten sich wieder durch die vielen Skelettkrieger nach draußen kämpfen, um ihre Wege fortzusetzen. Man sollte sich trennen, um schneller etwas abzusuchen. Aber war das sinnvoll? Nein.
Sie gingen zu dritt weiter, wollten sie doch zum Tempel. Dieser Ort war heilig, er war besucht und etwa der größte Ort, den sie absuchen konnten. In jeder Ecke auf dem Weg dorthin sah Tarja nach, selbst im Stall neben der Taverne unter dem Heu und Pferdemist. Aber auch dort. Nichts.
Sie sah Lucan voraneilen in Richtung des Tempels. Kurz nach der Arena lenkte sie ihren Blick zu der Grasfläche. Sie stockte. Hier, zwischen zwei Häusern lag ein Bruchstück, etwas aus Stein. Nur ganz leicht ragte es aus der Erde heraus. "Hier!"
Sie rief beide Arkorither zu sich, während sie vorsichtig weiterbuddelte, um den Stein letzendlich zu bergen. Sie versuchte zu erkennen, was darauf zu sehen war. Auch den anderen Beiden zeigte sie das Steinstück, ging damit jedoch behutsam um. Sie wusste, was das für den Orden bedeuten konnte.
"Wir müssen es zur Burg bringen, nur dort ist es sicher!" Sie beschlossen, dass Valterian sich später noch auf den Weg machen würde zu den Heilerinnen im Sumpf. Dort würde man mehr erfahren, was wäre, wenn man das Artefakt gefunden hatte. Nicht, dass er ihnen darlegen würde, dass er wusste, wo es war. Hastig zerriss Tarja sich den Umhang, ehe sie das Artefakt in das schwarze Tuch hüllte. Es würde sicher sein. Solange, wie es sicher sein musste. Etwas so wertvolles und mächtiges in den Händen der Arkorither - kaum zu glauben. Ihre Mundwinkel schoben sich etwas empor. Es war an der Zeit für den Orden, neu zu erwachen. Den Namen zurück in das Gedächtnis rufen, laut - ganz furchtbar laut. Sollten all diejenigen doch glauben, Arkorither seinen zu nichts zu gebrauchen - es bestätigte sich immer wieder: Sie waren es.
Den Stein legte sie vorsichtig auf dem Steintisch der Bibliothek ab und betrachtete ihn. Keinerlei Zeichnung in einem der Bücher deutete auf diesen Stein, dieses Abbild hin. Sie konnte nichts weiter finden. Sie wusste nur, dass es ein Bruchstück von einem Ganzen war. Und das Ganze sollte eine Welt wieder ins Gleichgewicht rücken? Leben und Tod so nahe beieinander, ein wahres Spiel der Freude für den Orden der Arkorither. Aber wie lange konnten sie das Bruchstück behalten, bis es zu spät war? Was konnten sie fordern, was war es wert? Man würde sehen. Gespräche mit der Maestra würden Aufschluss geben über das, was damit geschehen sollte. Behutsam umhüllte sie das Bruchstück wieder mit dem schwarzen Stoff und brachte es an einen Ort, von dem sie sich sicher sein konnte, dass niemand es finden würde.
Verfasst: Mittwoch 10. Dezember 2008, 20:09
von Caya Sternsang
Nur noch sehr schwach schlugen die immer kleiner werdenden Wellen gegen das Ufer der kleinen Insel, auf der sich noch vor wenigen Stunden die Schwestern versammelt hatten um nach Rat zu suchen. Etwas oberhalb der Böschung wog das Gras gemächlich im bereits frostigen Wind und lange tiefschwarze Schatten tanzten um die kleine Hütte, die Heilerstube der Schwesternschaft, aus der ein matter rot glühender Schein die nähere Dunkelheit zumindest nahe der Fernster durchbrach.
Im ihrem Inneren saß einer junge Frau deren Kopf auf den Tisch gesackt war – das sanfte rote Flackern der Flammen unterm Kessel, die gleichmäßigen Geräusche während es vor sich hin knisterte und vor Allem die wohlige Wärme, die Caya hier empfangen hatten, hatten ein leichtes Spiel mit der müden jungen Frau, die so wie sie jetzt schlief viel mehr von einem jungen Mädchen hatte. Die wirren Blonden Haare hatten sich irgendwann während des Abends aus dem Zopf gelöst und wogten nun nicht mehr nur über ihre Schultern, sondern bedeckten außerdem ihr Gesicht, rahmten es ein als wären sie eigentlich ein weiches Kissen, liebevolle Finger die ihr über die Wangen streichen wollten.
Ein Einhorn, Caya wäre um ein Haar gestolpert und traute sich kaum mehr zu Atmen, es wirkte so echt und war so unbeschreiblich, so atemberaubend – und dann die golden farbene Hand, die es sanft berührte. Oh was hätte die junge Frau, nein in diesem Augenblick war sie wieder ein Mädchen, dafür gegeben es wirklich erfahren zu dürfen. Es ging alles so schnell und nun erkannte sie ein raues Borkengesicht, grob, wulstig und doch so – friedlich. Der Baum schien zu leben, denn er bewegte seine Äste wie Menschen ihre Arme und schließlich setzte sich eine geradezu zerbrechlich aussehende und so lieblich anmutende Frau von grüner Haut auf eine Wurzel, die er soeben angehoben hatte.
Aber das Bild verflog rasch wieder. Kaum hatte sie sich zurück zur Ordnung – und besonders – zur Konzentration gerufen, da wurde die kristallene Kugel wieder klarer. Nun sahen die Schwestern eine groß gewachsene, auf einem Stab gestützte, Frau mit vollen, und wilden blonden Haaren, welche vor einem riesigen Baum stand. Kaum konnte Caya sich wirklich an diesem Bild erwärmen als es auch schon wieder verschwand. Sie fanden sich nun auf einer Wiese im vollen Leben wieder. Sie erkannten Felswände und im Zentrum einen Altar. Vor diesem Altar konnte Caya einen Mann erkennen, der mit dem Rücken zu ihnen stand und eine grüne Robe trug. Sie erinnerte sich, dass sie sah, wie eine Männerhand zum Boden langte und behutsam ein kleines Stück vom Gras aus der Erde grub – aber dann verschwand auch dieses Bild.
Caya zuckte zusammen, als sie ein lautes Scharren an der Wand vernahm und beinahe wäre sie vom Stuhl gefallen und schreiend aus der Hütte gelaufen. Dann aber rief sie sich, im letzten Moment, zur Ruhe – zwang sich Durchzuatmen wo ihr Gefühl ihr sagte „Lauf kleines Mädchen, da ist etwas Schreckliches!“. Einige Augenblicke vergingen in Stille, dann hörte sie es wieder und nun erkannte Caya es: der Wind drückte manchmal die Äste des nahe stehenden Baumes gegen die Holzwand und hatte ihr heute nicht zum ersten Mal einen schweren Schrecken eingejagt. „Wach bleiben kleine Caya“, wisperte sie nur leise zu sich, aber es wollte kaum hörbar bleiben für sie, noch immer rauschte ihr das Blut in den Ohren und ihr Herz schlug, als wolle es notfalls selbst davonlaufen, wenn sie weiterhin so träge da herum sitzen würde.
Nun ein Gutes brachte es mit sich, die Müdigkeit war verflogen und so machte sie sich daran, einen weiteren Scheit aufzulegen und einen beruhigenden, warmen Tee aufzusetzen.
Verfasst: Mittwoch 10. Dezember 2008, 22:16
von Trystjarn Bunjam
*Nach einigen Tagen bringt ein Bote wohl einen alten Ochsenknochen in die Heilerstube, in dessen Mitte ein Brandmal des Clan Bunjams prangt und welcher auf einer Seite ein eingebohrtes Loch aufweist, das mit einem Korken verschlossen wurde. Entfernt man diesen, bekommt man ein Schrieb zu Gesicht, welches folgenden Inhalt offenbart: *
Hossa Nuria.
Ich hatte eigentlich geglaubt, dass ich klar gemacht hätte wie weit mein Volk deinem Weiberbund vertrauen schenkt. Deine Bitte nach einem unserer heiligsten Reliquien ist eine Unverschämtheit, die unter jedweden anderen Umständen den Zorn meines Volkes auf dich und deinen Bund gezogen hätte. Eine solche Bitte zu stellen, fassen wir als tollkühne Dreistigkeit auf, fast schon Beleidigung, denn wir beschützen diesen Baum mit unserem Leben wenn es sein muss und das schon sehr lange.
Nichts desto trotz ... in anbetracht der Umstände ... das ihr vielleicht dass seit was ihr vorgebt zu sein und es hilft die Dunkelheit endlich zu bannen, sei euch eure Bitte gestattet, JEDOCH werden wir diese Gabe gründlich gegen alle Formen des Missbrauchs sichern, was einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Verharrt also, bis ihr erneut von uns hören werdet und es sei euch gesagt, dass solltet ihr auch nur versuchen etwas unsäägliches mit diesem Blatt anzustellen, ihr keine Sorgen mehr über eure Verfolger der anderen Reiche machen müsst. Wolf und seine Kinder werden euch jagen, finden und zur Strecke bringen, dass kann ich euch versichern, so wahr wie ihr diese Worte lest.
Stolz und Ehre
Trystjarn Radulfson, Jarl der Bunjam
Verfasst: Freitag 12. Dezember 2008, 23:20
von Trystjarn Bunjam
*erneut findet ein solch merkwürdiger Knochen den Weg zur Heilerstube im Sumpf. Doch diesmal ist kein Schreiben dort drin enthalten, lediglich in ein sehr kleinem gebohrten Loch im Knochen, sodass man einige Mühe haben wird den Inhalt herauszupuhlen, ein saftig grünes Blatt, dass den Liedkundigen offenbaren wird, dass eine sehr merkwürdige Präsenz von ihm ausgeht, fast als Wache eine eigenständige Macht über dieses einfache Blatt. Sollte jemand mit Bösen Gedanken oder böser Seele jenes Blatt anfassen oder für einen Zwecke missbrauchen wollen, der zum Schaden anstatt zum Nutzen dient, wird es augenblicklich zu Staub zerfallen und sich in alle Winde zerstreun. Jenes bewirkt wohl jene eigenwillige Präsenz im Lied die untrennbar mit dem Blatt verknüpft scheint*
Verfasst: Samstag 13. Dezember 2008, 02:36
von Nuria Mondin
Es war schon spät, der letzte Gast gegangen, als sie noch einmal hinaustrat, um ein wenig frische Luft zu schnappen. Fast wäre sie in den Boten hineingerannt, als er ihr den Ochsenknochen überreichte. Vorsichtig nahm sie ihn in Empfang und ging hinein, um ihn dort zu entkorken und das Licht einer Kerze einfallen zu lassen. Als ihr Blick auf das Blatt fiel, erhellte sogleich ein Lächeln ihr Gesicht. Sie verkorkte den Knochen zunächst erneut, ehe sie jenen hinten in das Wohnhaus trug, damit es von seiner Magie mit geschützt werden würde. Daraufhin machte sie sich daran, eine kurze Antwort zu schreiben, welche sie dem noch wartenden Boten mit einigen Münzen überreichte.
Seid gegrüßt, Jarl Trystjarn Bunjam,
vielen Dank für euer Schreiben und das Blatt, um welches wir euch baten. Seid gewiss, dass jenes an einem sicheren Ort verwahrt wird, wo keine unbefugte Hand es erreichen kann. Es wird zu keinem anderen Zwecke genutzt werden als den Mond zu verschieben, dies versichere ich euch. Damit es seine Wirkung entfalten kann, wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr eure Schamanen davon unterrichten könntet, dass sie ihre geistigen Kräfte am letzten Tage der Woche zur siebenten Stunde sammeln mögen. Der Ort sei deren Wahl. Jede Fraktion dieser Welt wird Gleiches tun und gemeinsam werden wir mit all jenen Kräften den Mond bewegen.
Mit Zuversicht blicken wir auf jenen Tag voraus.
Auf dass wir uns im Sonnenlicht wiederbegegnen werden.

Verfasst: Samstag 13. Dezember 2008, 10:17
von Caya Sternsang
„Nur nicht die Augen schließen“, wiederholte der junge Blondschopf schon fast einem Mantra gleich. Wieder und wieder rollten die Worte über die sich immer noch verknotende Zunge und verließen ihre Lippen einem Flüstern gleich. Aber ebenso fielen ihr die Augen immer wieder zu – und da war es wieder: Dieses drehen in ihrem Kopf, es spielte ihrem ganzen Gleichgewichtssinn einen Streich nach dem Anderen und nur zu gern wäre sie fluchend davon gelaufen um sich irgendwo unter einem warmen Fell zu verkriechen. Aber sie hatte doch Nuria versprochen die Nachtwache für heute zu übernehmen.
Dann seufzte sie leise, als die Bilder des in der nahen Vergangenheit stattgefundenen Besuchs in Nilzadan vor ihrem Geistigen Auge aufstiegen. „Freundlich sind sie ja, wenn auch etwas herb“, huschte der Gedanke durch ihren Kopf als sie sich an Gieselbart und seinen Bruder erinnerte. Mit den Bildern der beiden Zwerge stieg ihr nun unweigerlich der volle, runde Geruch des Zwergenbieres in der Erinnerung auf. (Hätte jemand sie so gesehen, wäre er sicherlich besorgt über die grünliche Verfärbung und die um sich greifende Blässe um ihre Nase herum gewesen.) „Eigentlich war es ja gar nicht so schlimm, wenn es nur nicht so viel gewesen wäre“, bei dem Gedanken daran entwich der jungen Frau ein Seufzer und sie kam wieder zu sich.
Träge und mit vorsichtigen Schritten begab sie sich um Kessel um einen weiteren Tee aufzusetzen und während sie darauf wartete, dass das Wasser warm wurde huschte ihr Blick zu dem zusammengerollten Bündel, welches – und da war Caya sich sicher – vorhin noch Nuria gewesen war. Davon, dass die gestandene Frau noch immer dort lag zeugten nun nur noch wild verteilte lange schwarze Haare und ein gelegentliches leises seufzen.
Ohne dass sie es bemerkt hätte, hatte Caya sich währenddessen auf den Holzboden gesetzt und hing für den Augenblick weiter ihren Erinnerungen an den vergangenen Abend nach. Irgendwie war es schon sehr seltsam ihre große Schwester so – gelöst - zu sehen, aber auf der anderen Seite huschte auch ein Lächeln über die Lippen der Jüngeren. Es war vermutlich ganz gut ,zumindest dieses eine Mal, die Last der Verantwortung, die in den letzten Wochen so schwer auf ihr gelastet hatte für ein paar Stunden fortzuwischen, dachte Caya während sie geistesabwesend versuchte die mittlerweile gelösten Haare zurück in ihren Zopf zu flechten – dann aber wurde sie einmal mehr ihren aus ihren Gedanken gerissen, als sie hinter sich das nun kochende Wasser hörte. Nun stand sie auf, machte sich daran einige Kräuter zu geben und saß schon wenige Minuten später so am Tisch wie zuvor.
„Nur nicht die Augen schließen, Caya.“
Verfasst: Samstag 13. Dezember 2008, 21:40
von Gieselbart Knochenbrecher
Eine ganze Weile hockte Gieselbart in der Ratshalle. Er hatte gestern in aller Eile versucht eine Notstandsratssitzung einzuberufen für den heutigen Abend. Jedoch wusste er das die Zeit zu knapp bemessen war und so war es nicht verwunderlich das nur wenige seinem Ruf folgten.Zumal noch immer eine leichte Anspannung innerhalb des Zwergenvolkes ob der letzten Vorkomnisse im letzten Rat herrschte.Immer wieder horchte er auf, blickte zu Tür doch niemand erschien. Nach einer Weile erhob sich der alte Zwerg ,dessen verwittertes Gesicht von seinem langen Leben gezeichnet war und ging etwas auf und hab, setzte sich wieder hin wartete. Schliesslich trudelten seine Brüder und Schwestern ein.
Er hatte sich in der letzten Nacht so seine Gedanken gemacht und sich mit den anderen Knochenbrechern beraten. Ihm wäre nur eine Möglichkeit eingefallen einen Kelch zu fertigen der die verlangten Eigenschaften aufweisen würde und die wäre sicherlich nicht in einem Tag schaffbar gewesen wie es verlangt wurde. Zumal er einfach zu wenige Informationen erhalten hatte. Auch müsste er aus Mithrill sein was unweigerlich zur Folge hätte das man zur seiner Bewachung Brüder mitschicken müsste um sicher zu stellen das er seinen Weg wieder unter den Begr finde.
Die Ratssitzung dauerte nun schon einen Hammerschlag der Bauhütte und schliesslich einigte man sich einstimmig auf etwas.Gieselbart machte sich nach der Sitzung sofort auf den Weg in seine Halle und setzte eine Steintafel auf die er umgehend per Eilbote auf die Sumpfinsel schickte.
Folgendes wird auf der tafel zu lesen sein:
Cirmias zum Gruße Langbeinerheilerfrauen der Sumpfinsel.
Ich, Gieselbart Knochenbrecher, Dagnar Knochenrbechers jüngrer Bruder, Kriegsschmied und Maschinist der Khaz Aduir grüße euch!
Wir haben am heutigen Tage den großen Rat der Khaz Aduir gehalten und ich habe wie versprochen euer Anliegen vorgetragen.Und nun ist es an mir euch im Namen des Rates über seine Entscheidung zu unterrichten.
Die Khaz Aduir werden euch in der angegeben Zeit keinen Kelch fertigen können.Die Zeit ist viel zu knapp bemessen und wir benötigen für seine Fertigung von euch einfach viel mehr Informationen als jene die wir von euch erhalten haben.Desweiteren können wir derweil keine Wachen abziehen die den Kelch bewachen müssten ,da wir jenen aus Mithrill fertigen würden.
Solltet ihr euer Vorhaben hinaus schieben können ist das Volk der Khaz Aduir unter Berücksichtigung das mehr Informationen geliefert werden, gewillt über euer Anliegen abermals zu beraten und in einer angemessenen Zeit das Werkstück zu fertigen. Doch in einem Tage ist dies unmöglich. Soetwas bedarf Zeit.
Hochachtungsvoll

Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 16:05
von Nuria Mondin
Ein wenig enttäuscht nahm sie das Schreiben in Empfang. "So muss es mit unserem Kelch gehen... wollen wir hoffen, dass er hält." murmelte sie seufzend vor sich her und verfasste ein kurzes Schreiben, mit welchem sie einen Boten nach Nilzadan schickte.
Seid gegrüßt, Gieselbart Knochenbrecher!
Mit Bedauern lese ich die euren Zeilen. Leider können wir den Termin nicht mehr aufschieben, da eine noch länger anhaltende Dunkelheit zu viele Opfer fordern würde. Daher werden wir auf einen Kelch aus euren Händen verzichten müssen. Ich hoffe, dass der unsere jenen Mächten standhält.
Mögen die Götter über euch wachen.
Doch als sie daran dachte, wer alles sich beteiligte, da konnte sie gar nicht anders als zuversichtlich zu sein. Anguren, Hochelfen, Menekaner, Tiefländer, Waldelfen, die Magier und die Horteras- und Temorapriester der Menschen sowie die Bruderschaft... das war viel, fast schon mehr, als sie zu hoffen gewagt hatte. Es würde ein kraftvolles Ritual werden, etwas, was die Welt noch nicht gesehen hatte. Und mit geeinten Kräften würden sie das natürliche Gleichgewicht wieder zurecht rücken.
Und mit dem Gleichgewicht auch die Rolle der Schwesternschaft in der Welt. Es war ein historisches Ereignis und so unglaublich viel Verantwortung lag in ihren Händen, dass ihr bei dem Gedanken daran schwindelig wurde und sie ihn lieber zur Seite schob und sie sich auf das Wesentliche konzentrierte. Jeden Handgriff des geplanten Rituales ging sie noch einmal durch. Es durfte einfach nichts schief gehen. Es stand einfach viel zu viel auf dem Spiel...
Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 16:49
von Cyprian Laeneos
*bitte löschen*
Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 16:50
von Caya Sternsang
Ein leises Keuchen entwich den Lippen der jungen Frau mit den wild in alle Richtung fallenden blonden Haaren, als sie eine weitere Truhe im Keller verschloss.
„Gut, das waren zumindest die Bücher, aus der Bücherei im Obergeschoss“, dachte Caya und dabei entwich ein leises und müdes Seufzen über ihre Lippen. Sie hatte nur einen Teil der Lebensmittel in den Keller getragen und sich viel mehr darauf konzentriert zusammen mit ihren Schwestern die selteneren und schwerer – oder gar nicht – wiederzubeschaffenden Sachen im Keller zu sichern. Alles in Allem war langsam alles für den Abend bereit. Sogar einen Plan für ihre Flucht hatten die älteren Schwestern ausgearbeitet, was ein Lächeln auf ihre Lippen zauberte. Es war schön jemanden zu haben, der da war und zum ersten Mal im Leben der jungen Frau fühlte sie sich zu hause.
Umso bitterer erschien ihr nun der Gedanke daran, dass dieses vielleicht Morgen nicht mehr stehen könnte. Sie hoffte innig, dass die Flut schwach ausfallen oder zumindest einen unbewohnten Landstrich erfassen würde, dann machte sie sich ein weiteres Mal heute auf den jedes Mal beschwerlicher werdenden Weg die Kellertreppe hinauf – immerhin galt es noch die Truhe neben dem Alchimietisch in Sicherheit zu bringen und das würde schon allein des Füllstands dieser wegen alles andere als einfach von statten gehen. Aber lieber so, als dass die Reagenzien sich vielleicht zufällig vermischten und so eine weitere Katastrophe auslösten...
Dann beugte sie sich auch schon herunter um auch das anzupacken.
Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 17:21
von Floriane Salberg
Die Nacht über hatte sie Amelie geholfen die Tiere hinter die festen Mauern zu treiben. Gen Morgen war sie dann am Hof der selben Arbeit nachgegangen.Wer wusste schon was kommen würde. Hoffend das die Flut keine Opfer forderte machte sie sich an die weitere Arbeit...
Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 17:35
von Larissa Feanaro
Sie stand am Wasser und sah hinaus, der Blick auf die immer größer werdenenden Wellen gerichtet, welche an Land schlugen. Doch ihre Gedanken waren nicht bei dem Wasser. Dies war Nebensache. Ein Symptom, was auf das Problem mit dem Mond zurückzuführen war. Und dieses sollte nun behoben werden. Der jungen Frau war flau im Magen, als sie daran dachte. Sie hatten es geschafft, alle Völker, bis auf die Rahaler, zu vereinen. Diese hatten sich nicht darauf einlassen wollen, scheinbar war es ihnen egal. Doch alle anderen würden heute an einem Strang ziehen. Dies war an sich schon etwas Neues, Außergewöhnliches. Doch auch das Ritual, welches sie heute durchführen würden, war dies. Es war nicht ihr erstes Ritual, sicherlich auch nicht das Letzte, jedoch war es gewiß das, welches die größten Auswirkungen hatte. Auf die Umwelt, auf die Geschichte... und auf sie selbst.
Immer wieder hingen ihren Gedanken an diesem Moment fest. Was würde geschehen, wenn das Ritual funktionierte? Was geschehen würde, so es nicht so verlief, wie sie es sich vorstellten, dies lag eindeutig auf der Hand. Auch wenn es gewiß keine angenehme Vorstellung war. Doch sollte das Ritual glücken, sollte der Mond wieder in seine Bahn gerückt und die Sonnenstrahlen wieder die Erde erwärmen... was würde dann geschehen? Sie hatten sich offenbart. Zu einem Teil zumindest. Sie hatten das getan, was ihre Ahnen für sie geplant hatten. Sie hatten gewußt, daß der Tag kommen sollte. Und nun war er da... ein Schaudern lief ihr über den Rücken, als sie an den Tag vor wenigen Monden dachte, an dem sie am Rande Bajards daneben stand, als zwei Frauen als Hexen verbrannt werden sollten... ebenso die Verwünschungen, als eine Dienerin Krathors als Hexe beschimpft wurde. Nur wenige tage war dies her. Würde es ihnen genauso gehen? Waren die Menschen wahrlich bereit? Oder würden sie noch heute Abend, nach dem Ritual fliehen müssen? Vollständig untertauchen, auch ihre Heilerstube aufgeben?
Sie riß sich aprupt von diesen Gedanken los. Dazu war nun keine Zeit. Dies war ihre Aufgabe, dies war ihr Schicksal. Die Götter hatten dies für sie geplant, ihre ganze Ausbildung war unter anderem deshalb geschehen, um dies heute zu bewerkstelligen.
Eilig lenkte sie ihre Schritte zurück zum Haus um sich vorzubereiten.
So sollte es sein... und so würde es sein.
Verfasst: Sonntag 14. Dezember 2008, 17:37
von Rabeya Travier
In der Burg der Bruderschaft, mag sich im Altarraum folgendes zugetragen haben
Nevyn Silberhand: *deutet gen Schwert auf dem Altar*
Rabeya Travier: *sie blickt zu jenem hinüber und nickt zufrieden*
Rabeya Travier: Die Schwertschwingerin mag ihr Zeichen bekommen
Rabeya Travier: Sie mag ihre Waffe bekommen, die ihr schon gegen ihren Bruder half
Rabeya Travier: die ihre Macht bündeln mag und ihrer Hand gerecht kommt
Nevyn Silberhand: *bei den Worten zuckt sein Augenlid kurz*
Rabeya Travier: sie soll sich heute Abend mit den Mächten der Welt des Lichtes erheben
Rabeya Travier: mit jenem Schwert in ihrer Hand und die Dunkelheit die uns Sonne und Mond
Rabeya Travier: verfinstern mag entzwei schlagen.
Rabeya Travier: *stark stößt sie dabei den Stab auf den Boden auf, damit das Licht*
Rabeya Travier: *des Kristalls an der Spitze den Raum in jenes blaue Licht hellen mag*
Rabeya Travier: Sir Silberhand, so bitte ich euch zieht euer Schwert
Rabeya Travier: was euch gegen wurde um ihre Tugenden zu verteidigen
Nevyn Silberhand: *er schließt die Augen*
Rabeya Travier: um jenen zu schützen die den Schutz der Herrin brauchen
Nevyn Silberhand: *und zieht die geweihte Klinge*
Rabeya Travier: *sie tritt ein Stück auf die Klinge zu*
Rabeya Travier: *die auf dem Altar liegt*
Rabeya Travier: *den Stab dann senken sodass die Kristallne Kugel das Schwert berühren mag*
Rabeya Travier: Bitte tut es mir Gleich
Nevyn Silberhand: *senkt sein Schwert dann auf das silberne*
Rabeya Travier: *ihre Finger liegen eng um den verzierten Stab*
Rabeya Travier: *ihre Mimik ist auf eine Art weich und zugleich auch steif*
Nevyn Silberhand: Herrin Temora, lass Deine Stärke und Deine Güte dieses Schwert erfüllen, auf das es wie eine
Nevyn Silberhand: Fackel die Dunkelheit durchschneiden möge
Rabeya Travier: So soll jenes Schwert die Tugenden bringen am heutigen Abend
Rabeya Travier: wir bitten dich Temora so heilige Seherin die uns beistehen mag
Rabeya Travier: geb jener Waffe die Tapferkeit mit
Rabeya Travier: Lass es für unsere Überzeugung einstehen die in unseren Herzen glüht
Rabeya Travier: gib jenem Schwert das Mitgefühl mit.
Rabeya Travier: Dass wir es schaffen die Dunkelheit zu vertreiben und den Menschen
Rabeya Travier: das Licht erneut wiederzugeben.
Nevyn Silberhand: Lass sie erfüllt sein von Ehre, auf dass sie nur zu einem solchen Zweck geführt wird.
Rabeya Travier: Fuell sie von Parier bis Schneid an mit Gerechtigkeit
Rabeya Travier: auf das die Vorurteile sich ebenen und am heutigen Tag alle an einem Strang
Rabeya Travier: ziehen.
Nevyn Silberhand: Lass sie als Zeichen der Tapferkeit durch die Nacht schneiden, damit jeder sieht, dass sich das
Nevyn Silberhand: Licht nicht vertreiben lässt.
Rabeya Travier: Doch gib jenem Schwert auch die Demut mit, dass es uns zeigen mag
Rabeya Travier: das niemand alleine mag etwas erreichen können, sondern wir nur im Glauben
Rabeya Travier: stark sind und der Glaube an dich heilige Schwertbringerin
Rabeya Travier: uns mit den anderen vereinigen mag.
Nevyn Silberhand: Lass dieses Schwert als Symbol der Aufopferung an jene gehen, die unsere Hilfe erbaten
Nevyn Silberhand: Wir reichen Dein heiliges Symbol an sie, damit es dem gerechten Zweck dienen mag
Rabeya Travier: *dann mag das leuchten des Stabes auf das Schwert übergehen*
Rabeya Travier: *und es in jenes helle blau tauchen was den Raum zuvor erfüllt hat*
Rabeya Travier: *und die Augen der Diakonin schließen sich und man hört*
Rabeya Travier: *ihre Atem aus ihr heraus in den Raum fließen.*
Nevyn Silberhand: *auch er wirkt hochkonzentriert*
Rabeya Travier: Die Schwertschwingerin mag mit uns sein
Rabeya Travier: *ihre Finger formen den Segen in der Luft bevor sie den Stab hebt*
Rabeya Travier: *und die Augen öffnet*
Nevyn Silberhand: Gerechte Göttin, gewähre uns Deine Gunst...
Rabeya Travier: *sie tritt dann zurück und lächelt selig Richtung Schwert*
Rabeya Travier: möchtet ihr das Schwert zu den Schwestern bringen?